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Ehe, 3 Kinder, das 4. unterwegs, und ich bin völlig am Ende

s:heenax88 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß nicht ob das Thema zu Erziehung oder Psychologie gehört, wenn es nicht passt, bitte verschieben.

Ich schildere nun mal kurz was so die Lage ist.

Ich bin 24, seit ich 18 bin mit meinem Mann zusammen, seit 1,5 Jahren verheiratet. Wir haben drei gemeinsame Kinder, das vierte ist unterwegs. 2007 bekam ich die Große, mit 2009 die Mittlere und die Kleine ist jetzt 1 Jahr geworden.

Ich bin völlig fertig langsam, merke schon länger dass ich mit den Kindern überfordert bin. Mein Mann arbeitet meist ab Spätnachmittag bis nachts. Die Großen sind bis 14 Uhr im Kiga.

Die Große entstand aus Dummheit, die zweite war ein Wunschkind, die dritte war ein kompletter Unfall da wir mitten in den Hochzeitsvorbereitungen waren und sich mein Zyklus daher sehr verschoben hat. Nach dem dritten wollte sich mein Mann sterilisieren lassen, bevor es aber dazu kam platzte das Kondom und die Pille danach hat nicht mehr gewirkt. Ich war und bin kein Fan von Abtreibung, dachte auch ich schaffe das irgendwie. Momentan habe ich aber öfter das Gefühl, hätte ich es doch gemacht...

Es ist einfach furchtbar, die zwei Großen streiten sich den ganzen Tag! Egal, was ich mache, egal ob ich mit ihnen draußen war oder nicht. Kaum vom Kiga daheim geht es los. Ich brülle mittlerweile sehr viel und werde auch grob.

Ich muss dazu sagen, dass ich meine Große freiwillig schonmal in Pflege gegeben habe als die Mittlere auf der Welt war. Ich hatte damals schon mit einer postpartalen Depression zu kämpfen. Mein Mann unterstützte mich damals nicht genug, überhaupt ist die Beziehung/Ehe auch alles andere als einfach (mehrere Trennungen, PC-Sucht, Respektlosigkeit, etc etc).

Als die Große wiederkam, sie war ein Jahr weg, war alles anders und seitdem werde ich immer aggressiver. Meine Bindung zu ihr ist irgendwie total gestört, die war von Anfang an nicht so wie jetzt zu der Mittleren oder der Kleinen. Ich hatte sehr große Probleme damit dass sie es in der anderen Familie so gut hatte und ich ihr nicht das Gleiche bieten konnte/kann. Ich habe alles immer an ihr ausgelassen, bin zeitweise total durchgedreht. Und das fängt immer mal wieder an, so wie jetzt zur Zeit. Ich habe sie schon öfter geschlagen, beschimpft, ungerecht behandelt etc. Ich merke ja dass das nicht richtig ist, und ich reiße mich auch oft zusammen, aber oft explodiere ich einfach wenn es den ganzen Tag schon stressig war und dann nochmal was obendrauf kommt.

Ich hab keine Freude mehr an meinen Kindern, es ist alles nur noch Last. Ich habe schon sehr oft an Trennung gedacht und dass wir dann die Kinder aufteilen. Oder daran dass ich sie wieder abgeben sollte weil sie es hier bei mir einfach nicht gut hat :(

Ich habe eigentlich hohe Ansprüche an mich, ich wollte immer so sein wie meine Mutter, weil ich eine sehr schöne Kindheit hatte. Aber mir fehlt einfach die Geduld und die Nerven dazu. Oft will ich am liebsten alles rückgängig machen.

Auf das vierte Kind jetzt kann ich mich gar nicht richtig freuen, ich befürchte dass dann alles noch schlimmer wird. Ich habe keine einzige schöne Schwangerschaft gehabt in Bezug auf das Seelische. Ich habe immer sehr gelitten, grade was die Beziehung/Ehe angeht. Es gab und gibt viele Situationen in denen ich mir allein gelassen vorkomme.

Ich bin überzeugte Hausgeburtsmutter, habe zwei Kinder daheim geboren und jetzt ist es schon soweit dass mir alles egal ist und ich mir dieses Kind auch per Kaiserschnitt raussäbeln lassen würde.

Ich merke einfach dass ich total fertig bin, keine Geduld, keine Nerven, keine Freude mehr.

Der größte Witz an allem ist aber dass wir seit der Rückkehr meiner Tochter Familienhilfe haben und wir all diese Probleme schon öfters geschildert haben, hauptsächlich Beziehungsprobleme, aber ich hab auch mehrfach die Probleme zwischen mir und meiner Tochter angesprochen. Gemacht wurde nichts.

Ich weiß nicht, was es sonst noch für Hilfen gibt. Ich wäre bereit noch was auszuprobieren, aber manchmal wünsche ich mir ganz ehrlich, dass alles einfach vorbei ist und die ganze Last mal von mir abfällt.

Vllt habe ich auch ein Burnout-Syndrom oder wieder eine Depression, ich weiß es nicht. Ich habe in meiner Jugendzeit 2,5 Jahre geritzt bis ich mit meiner Großen schwanger wurde, Depressionen hatte ich ebenso schon früher.

Ich komme mir wie eine Versagerin vor und weiß nicht wie das alles weitergehen soll :(

Antworten
s/heenxa88


Ich hab noch vergessen zu schreiben das wir seit der Rückkehr der Großen in einer 2-Zi-Whg leben. Da geht man sich natürlich auch mächtig auf den Keks. In zwei Wochen steht jetzt der Umzug in eine größere Wohnung an, aber ich habe Zweifel dass es allein daran liegt. Mein Mann ist voll überzeugt davon.

Auch traue ich mich allein mit allen drei Kindern nicht mehr richtig raus. Spielplatz und spazieren gehen geht noch, aber alles was ich mit der Ubahn etc erreichen muss geht nicht mehr. Es gab zuviele Situationen in denen beide partout nicht gehört haben, die eine ewig weit hinten war, die andere weit vorne, ich mit Kinderwagen mittendrin und vorne kommt ein Auto etc...Selbst in der Öffentlichkeit brülle ich mittlerweile rum, weil sie anders einfach nicht hören. Vermute auch ein Hörproblem und habe deswegen einen Arzttermin.

exstrelxle


Du bist vollkommen überfordert. So schnell 3 Kinder in einem Alter, in dem andere Frauen sich ihr Leben als Mutter noch nicht einmal vorstellen können. Deshalb gelingt es Dir auch nicht, auf alle Bedürfnisse Deiner Kinder einzugehen und ihnen ein Gefühl der Liebe und Geborgenheit zu vermitteln. Deine große Tochter macht Dir Probleme, weil sie das in ihrem Alter besonders deutlich merkt. Hast Du Dir schon einmal überlegt, Dein 4. Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben? Die Kinder aufzuteilen halte ich für keine gute Idee. Was wollt Ihr Euren Kindern später sagen, wenn sie fragen, warum sie jeweils nicht beim anderen Elternteil wohnen bzw. warum sie nicht bei Dir sein dürfen. Dein Mann arbeitet am Nachmittag. Er könnte sich selbst schlecht um die Kinder kümmern. Ist es möglich, dass er andere Arbeitszeiten bekommt, damit er Dir besser helfen kann? Welche Vorschläge gibt es von der Familienhilfe bezüglich der Beziehungsprobleme mit Deinem Mann?

Bekommst Du Hilfe von den Großeltern der Kinder?

dass wir seit der Rückkehr meiner Tochter Familienhilfe haben und wir all diese Probleme schon öfters geschildert haben, hauptsächlich Beziehungsprobleme, aber ich hab auch mehrfach die Probleme zwischen mir und meiner Tochter angesprochen. Gemacht wurde nichts.

Was erwartest Du von ihnen? Dass sie die Kinder nehmen und irgend wohin bringen. Ich glaube, so funktioniert das nicht. Du musst eigene Vorstellungen äußern und fragen, ob und wie sich dies realieren lässt.

sSensirbelmaxn


Mein Mann unterstützte mich damals nicht genug, überhaupt ist die Beziehung/Ehe auch alles andere als einfach (mehrere Trennungen, PC-Sucht, Respektlosigkeit, etc etc).

Ich glaube, dass hier das eigentliche Problem liegt. Dein Mann muss mehr für die Kinderbetreuung beitragen.

3 kleine Kinder rund um die Uhr sind für eine einzelne Person oft einfach zu viel.

Dass du deine Große schlägst und ungerecht behandelst, finde ich schlimm, weil du deine Aggression, deine Probleme, deinen Frust an ihr abläst.

Warum oder worüber streiten deine Kinder?

Wie entlässt du deine Kinder insbesondere am Tagesende? Bekommen die Kinder etwas vorgelesen oder Geschichten erzählt, bekommen sie auch Kuscheleinheiten (insbesondere auch die Große)?

Was machst du, wenn sich deine Kinder streiten? Schreist du sie nur an? Am Besten trennen und getrennt mit deinen Kindern über den Streit sprechen- beruhige dich, zwinge dich, ruhiger zu werden...

Kann dein Mann seine Arbeitszeit verschieben, so dass er wenigstens abends öfter zu Hause ist?

Ich hatte sehr große Probleme damit dass sie es in der anderen Familie so gut hatte und ich ihr nicht das Gleiche bieten konnte/kann.

Zuwendung und Führsorge kannst du mindestens genauso bieten- es kommt dabei nicht darauf an, das ständig zu tun, aber häufig genug. Öfter mal die Kinder streicheln und knuddeln kann auch für die Kinder beruhigend und angenehm sein und entzieht Agressionen- auch für dich. Nimm dir nicht zuviel am Tag vor, traue dich auch mal, hin und wieder Arbeiten liegen zu lassen und zu verschieben (aber nicht völlig zu vergessen)- im Interesse deiner Kinder. Luxoriöse Wohnungsausstattung oder auch diverse teure Spielzeuge sind für eine angenehme Kindesentwicklung nicht zwingend erforderlich.- darüber zerbrich dir nicht den Kopf

Ich komme mir wie eine Versagerin vor

Das brauchst du nicht. Glaub' mir, ich weiß, wie schwierig drei kleine Kinder sein können. Du hast wirklich keine leichte Aufgabe- nicht immer gelingt es jedem Menschen gleich gut, diese AUfgabe zu bewältigen. Sei zunächst etwas gelassener (ja ich weiß, dass kann unwahrscheinlich schwer sein, wenn man unter Stress steht). rede und schimpfe nicht zuviel mit deinen Kindern. Wenn sich deine Kinder wieder mehr streiten, einfach auseinandertrennen- in zwei verschiedene Zimmer/Räume (aber nicht einsperren!)- nicht immer musst und solltest du darüber diskutieren. "Ihr sollt euch nicht streiten" sollte oft reichen.

D@ee)privxer


Wer Kinder hat muss und sollte gut für sie sorgen können. Ihr habt es nicht einfach, bald vier Kinder und kein Land in Sicht. Dein Mann arbeitet viel, wie soll er dir tagsüber helfen?

Schlagen und Prügeln und Brüllen sind auf die Dauer keine Lösung – ich würde mich fragen, was für die Kinder am besten ist. Und das aber nicht einsam im Kämmerlein für dich alleine sondern mit deinem Mann zusammen. Sieht er das auch so? Bekommt er davon überhaupt etwas mit? Wie ist er denn mit den Kindern? Kann deine Mutter dir nich ein wenig helfen, das du mal ein bisschen Pause hast?

MIiss Jobsef+ine


Der größte Witz an allem ist aber dass wir seit der Rückkehr meiner Tochter Familienhilfe haben und wir all diese Probleme schon öfters geschildert haben, hauptsächlich Beziehungsprobleme, aber ich hab auch mehrfach die Probleme zwischen mir und meiner Tochter angesprochen. Gemacht wurde nichts.

Erstmal ist es gut , das du eine Familienhilfe hast. Ich gehe davon aus, das diese vom Jugendamt ist. Habt ihr zusammen mit der Hilfe eine Art Hilfeplan gemacht ? Habt ihr sogenannte Hilfeplangespräche mit den Mitarbeitern vom Jugendamt, wo genau gesprochen wird, wie die Hilfe für dich und deine Familie genau aussehen soll ? Und was genau möchtest du , was gemacht wird?

Hast du schon mal an eine Paartherapie gedacht, wegen eurer Beziehungsprobleme?

Ich weiß nicht, was es sonst noch füßr Hilfen gibt. Ich wäre bereit noch was auszuprobieren, aber manchmal wünsche ich mir ganz ehrlich, dass alles einfach vorbei ist und die ganze Last mal von mir abfällt.

Hast du schon mal an eine Kur gedacht ?

Damit du erstmal aus der aktuellsten Krise herauskommst und andere wichtige Dinge angehen kannst.

Hast du mal an eine psychologische Beratungsstelle für Familien gedacht?

Gerade in Bezug auf deine große Tochter und deine Gefühle und Empfindungen hinsichtlich der früheren Trennung von ihr und ihrer damaligen Pflegefamilie ?

Kann mir gut vorstellen, das es da was aufzuarbeitn gibt:

Als die Große wiederkam, sie war ein Jahr weg, war alles anders und seitdem werde ich immer aggressiver. Meine Bindung zu ihr ist irgendwie total gestört, die war von Anfang an nicht so wie jetzt zu der Mittleren oder der Kleinen. Ich hatte sehr große Probleme damit dass sie es in der anderen Familie so gut hatte und ich ihr nicht das Gleiche bieten konnte/kann. Ich habe alles immer an ihr ausgelassen, bin zeritweise total durchgedreht.

Und auch für deine große Tochter wäre eine psychologische Beratung gut!

MTiss Jaosefinxe


Mir ist noch eine Frage eingefallen bezüglich der Familienhilfe. Ist sie eine Sozialarbeiterin-bzw pädagogin oder vllt eine Familienpflegerin ?

Unterstützung im täglichen Alltag könnte man evtl über eine Familienpflegerin bekommen, die dir tägl. oder mehrmals die Woche vorbeikommt und dich bei der täglichen Arbeit und Betreuung der Kinder hilft. Für ein paar Stunden oder so. Ich weiß allerdings nicht, ob es das in deiner Stadt gibt. Sowas kann auch über das Jugendamt finanziert werden. Das wäre gerade für eine Zeit , wo die Überforderung sehr groß ist. Damit du mal aus diesem Stress herauskommst.

s7hee|na88


Danke für eure Antworten.

Mein Mann ist Koch, könnte ansonsten noch in einer Kantine arbeiten, aber da wäre er eben von früh morgens bis nachmtitags weg, jetzt geht er um 16 Uhr aus dem Haus. Ich stelle es mir mit anderen Arbeitszeiten eher noch schwieriger vor. Am WE muss er aber auch arbeiten, bzw da auch mal die Frühschicht machen und da merk ich schon dass WEs und Ferien eine ziemliche Nervenzerreißprobe für mich sind.

Die Familienhilfe besteht aus einem Familienhelfer und einer Familienhebamme mit zusätzlicher -helferinausbildung. Durch den Umzug jetzt wird sich aber auch die Zuständigkeit ändern und hoffentlich besser werden.

Es wurde eben sich immer nur alles angehört, zwei-drei Trennungen haben sie mitbekommen, es war sehr viel Hin und Her, aber eben alles uns überlassen eine Lösung zu finden.

Familienpflegerin gibt es hier bestimmt, das wäre was das ich in Anspruch nehmen würde nach dem Umzug. Kenne sonst nur Haushaltshilfe?

Hilfeplangespräche hatten wir in den zwei Jahren glaube ich 3 Stück. Der Zuständige vom Jugendamt ist noch die größte, sorry, Lusche von allen. Aber auch hier ändert sich dann die Zuständigkeit.

Bei psycholog. Beratungsstellen war ich schon öfter, das war aber nie wirklich was, hab mich da nicht gut aufgehoben gefühlt.

Eine Kur habe ich auch überlegt, der Antrag liegt hier, aber aufgrund der Schwangerschaft nicht möglich, da es keine Kliniken gibt, oder sehr wenige (ich hab bei der Suche nur eine gefunden), die Schwangere nach dem 5. Monat mit drei Kindern aufnehmen.

Das 4. Kind abzugeben hab ich auch überlegt, aber ich weiß nicht ob ich das könnte.

Mein Problem liegt hauptsächlich darin dass ich meine Große "nicht leiden" kann. Mir fällt es zb. sehr schwer auf sie zuzugehen, ihr einen Abschiedskuss etc zu geben.

Beim Kinderaufteilen habe ich auch lange überlegt, wer und wie...schlussendlich kann man es keinem dabei recht machen und egal wie die Lösung aussieht, perfekt ist wohl keine. Allein vier Kinder schaffe ich definitiv nicht. Da kann ich mir noch soviel schönreden.

Hilfe von meinen Eltern bekomme ich kaum. Wenn es brennt, wären sie da, aber ansonsten kümmern sie sich nicht groß. Sie sind getrennt, meine Mutter arbeitet ständig und hat ihre WE immer verplant. Ihre Whg ist auch zu klein als dass sie die Kids über Nacht nehmen könnte. Die letzte Aktivität mit ihr und den Kids war an Nikolaus 2011, da hat sie sie zum Eisenbahnfahren abgeholt.

Mein Vater ist auch serh beschäftigt, hat viel um die Ohren. Wenn man da was ausmachen will, muss man schon sehr oft nachfragen weil immer nur ein "Schauen wir mal" kommt. Generell ist es mir sehr unangenehm meine Eltern nach Hilfe zu fragen. Sie hatten sich mein Leben anders vorgestellt, dass ich Abi mache etc. Naja, und nun hab ich es ja selber so gewollt.

Seine Eltern sind auch so ein Thema. Auch getrennt.

Sein Vater momentan nicht verfügbar, seine Mutter..naja. Schwiegermonster deluxe...momentan haben wir nicht soviel Kontakt da sie ihre Versprechungen sehr oft nicht gehalten hat und derzeit auch nicht mobil ist um die Kinder abzuholen etc.

Die Kinder streiten um alles mögliche. Die Mittlere will momentan immer das, was die Große hat. Seit ein paar Tagen geht die Mittlere auch ziemlich gegen die Kleinste vor und haut und schubst sie wenn sie ihr was wegnimmt oder die Mittlere was von ihr haben will.

Es ist eigentlich nie ruhig hier, ständig schreien oder streiten sie, mir platzt oft der Schädel und abends hab ich tierisch Kopfschmerzen.

Es ist auch fast unmöglich alle gleichzeitig zu beschäftigen. Will ich mit der Großen am Vorschulbuch weitermachen, kommt entweder die Mittlere mit irgendwas an oder die Kleine will auf meinen Schoß und wirft auf dem Tisch alles durcheinander. Oder ich mach was mit der Mittleren, dann ist es auch wieder hautpsächlich die Kleine, die an mir klebt. Die Große beschäftigt sich viel selber mit malen etc. Wenn ich mit der Kleinen am Boden sitze damit ich sie nicht den ganzen Tag durch die Gegend schleppen muss, streiten sich die Großen wieder um irgendeinen Firlefanz. Da geht es mittlerweile auch heiß her und es wird gekratzt, gespuckt, gebissen, etc.

Ich erkläre den Kindern oft dass man nicht streiten soll und nicht wehtun darf, bis ich wieder irgendwann an meiner Grenze bin und rumschreie...Man muss auch normale Sachen wie, zieh dich bitte um oder kannst du mir helfen den Tisch zu decken, oft 5x sagen, weil sie mich entweder ignorieren oder es einfach nicht hören! Es ist wirklich extremst anstrengend sich den ganzen Tag immer wieder zu wiederholen.

Abends dürfen sie Kika schauen, sind dann meist schon umgezogen. Danach gehts zähneputzen und je nachdem ob sie bis 19.25 gucken durften oder nicht gibts noch eine Geschichte, ein Lied gibts immer. Das klappt auch meistens ganz gut.

Mein Mann bekommt das schon mit, er ist zwei Jahre älter als ich aber auch nicht der Geduldigste. Bei ihm würde ich auch sagen es wird schlimmer. Und wenn er wirklich sauer ist brüllt er nicht so wie ich, sondern eher wie ein Gorilla. Da erschrecke sogar ich.

Alles in allem ist es überhaupt nicht schön.

Hier und mir fehlt Harmonie und Geborgenheit sehr. Ich vermisse das. Auch, dass ich sagen kann, ich bin stolz auf meine Kinder etc.

Kann ich überhaupt nicht nachempfinden, weil sie eigentlich nur anstrengend sind.

Mein Mann klammert sich halt an die Hoffnung dass es in der größeren Wohnung besser wird.

Aber dort haben die Kinder erstmal keinen Kindergartenplatz und um in den jetzigen Kiga zu gehen wohnen wir eigentlich zu weit weg. Da wir kein Auto haben müssten wir sie jeden Morgen eine Stunde hinfahren mit Bus und Bahn. Das wären insgesamt 4 Std am Tag Fahrerei nur wegen dem Kiga. Ohne Kiga sehe ich aber schon die Hölle losbrechen...

g>retxa_


erstmal möchte ich dir sagen, dass du sehr tapfer bist und bestimmt keine versagerin. ich weiß, dass man auch mit einem oder zwei kleinkindern schon an seine grenze kommen kann, wenn man zu wenig entlastet wird.

gibt es nicht die möglichkeit, die kleineren kinder tagsüber zu einer tagesmutter zu geben? wenn du jeden tag ein paar stunden alleine bzw. bald nur mit dem baby hast, fühlst du dich vielleicht besser. erkundige dich doch mal beim jugendamt, bei uns wird die tagesmutter im moment aufgrund unserer finanziellen situation komplett übernommen. dann haben die kinder auch noch eine andere, liebevolle bezugsperson, die sich um sie kümmert, ohne ihr richtige familie zu verlieren. könnte euch das nicht entspannen?

und ich denke, du brauchst eine richtige therapie und vielleicht auch ein antidepressivum (es gibt welche, die man in der schwangerschaft nehmen darf, z.b. sertralin), um wieder land zu sehen.

M[iss JoFsexfine


Familienpflegerin gibt es hier bestimmt, das wäre was das ich in Anspruch nehmen würde nach dem Umzug. Kenne sonst nur Haushaltshilfe?

Haushaltshifle kenne ich vom SGB V, allerdings muss das dein Hausarzt dir bescheinigen, das du eine Krankheit hast und durch eine Haushaltshilfe ein Krankenhausaufenthalt vermieden werden kann. Frag mal deinen Hausarzt.

Familienpflegerinnen können auch so eingesetzt werden, aber es ist schwierig da eine von der Kk finanziert zu werden. Das Jugendamt kann auch eine finanzieren.

Hilfeplangespräche hatten wir in den zwei Jahren glaube ich 3 Stück. Der Zuständige vom Jugendamt ist noch die größte, sorry, Lusche von allen. Aber auch hier ändert sich dann die Zuständigkeit.

Ich kenne es , das diese Gespräche eben alle 6 Monate stattfinden. In der Regel, manchmal bei Notwendigkeit auch öfters.

Bei psycholog. Beratungsstellen war ich schon öfter, das war aber nie wirklich was, hab mich da nicht gut aufgehoben gefühlt.

Kannst du sagen, woran das genau lag ? An den Berater oder an der Situation, das du dich öffnen musst. Das dir das schwer fällt ?

Wäre eine ambulante Psychotherapie was für dich ? Auch wichtig, da du ja was von Depressionen erzählt hast. DAs kannst du auch deinem Hausarzt sagen, evtl für eine Haushaltshilfe für eine begrenzte Zeit und du kannst die Zeit dafür auch nutzen.

Eine Kur habe ich auch überlegt, der Antrag liegt hier, aber aufgrund der Schwangerschaft nicht möglich, da es keine Kliniken gibt, oder sehr wenige (ich hab bei der Suche nur eine gefunden), die Schwangere nach dem 5. Monat mit drei Kindern aufnehmen.

Ah, ok..

Ich erkläre den Kindern oft dass man nicht streiten soll und nicht wehtun darf, bis ich wieder irgendwann an meiner Grenze bin und rumschreie...Man muss auch normale Sachen wie, zieh dich bitte um oder kannst du mir helfen den Tisch zu decken, oft 5x sagen, weil sie mich entweder ignorieren oder es einfach nicht hören! Es ist wirklich extremst anstrengend sich den ganzen Tag immer wieder zu wiederholen.

Ja, das glaube ich dir gern :)*

Kannst du-wenn du merkst du schreist gleich, kurz aus dem Raum gehen und Luft holen. Für wenige Sekunden,Minuten ?

Bist du konsequent oder eher nicht ?

Aber dort haben die Kinder erstmal keinen Kindergartenplatz und um in den jetzigen Kiga zu gehen wohnen wir eigentlich zu weit weg. Da wir kein Auto haben müssten wir sie jeden Morgen eine Stunde hinfahren mit Bus und Bahn. Das wären insgesamt 4 Std am Tag Fahrerei nur wegen dem Kiga. Ohne Kiga sehe ich aber schon die Hölle losbrechen...

Kannst du in der Stadt wo ihr hinziehen werdet, mal schon im Vorfeld mit dem Jugendamt Kontakt aufnehmen?

Sprich mal mit deinem Familienhelfer darüber. Welche Möglichkeiten es da geben könnte.

Eine Tagesmutter vllt oder so was ?

sdensiabexlman


kannst du mir helfen den Tisch zu decken, oft 5x sagen, weil sie mich entweder ignorieren oder es einfach nicht hören! Es ist wirklich extremst anstrengend sich den ganzen Tag immer wieder zu wiederholen.

Kinder sind oft etwas langsamer im Denken, daran solltest du weniger verzweifeln. Mache dir einfach bewusst, dass für viele Kinder häufigere Ermahnungen "normal" sind. Dass sie weniger häufig aufgefordert werden müssen, müssen sie erst lernen, das muss sich entwickeln. Also nimm die häufigen Ermahnungen einfach gelassener.

Mein Problem liegt hauptsächlich darin dass ich meine Große "nicht leiden" kann. Mir fällt es zb. sehr schwer auf sie zuzugehen, ihr einen Abschiedskuss etc zu geben.

Ich denke, dass es schon gut ist, wenn du ihr sanft über den Kopf/über die Haare streichst- ein Kuss muss nicht sein.

Ich erkläre den Kindern oft dass man nicht streiten soll und nicht wehtun darf, bis ich wieder irgendwann an meiner Grenze bin und rumschreie.

Es mag jetzt hart klingen: Aber du musst und solltest dich nicht in jeden Streit einmischen- nur wenn er eskaliert- dann ist eine räumliche Trennung am Besten und eine klare zeitliche Regelung, wer wann mit dem "Streitobjekt" spielen darf.

Zudem sei dir auch bewusst, dass wenn deine Kinder selbständiger werden, sich auch einige Arbeiten für dich vereinfachen. Dennoch sehe ich es als sehr wichtig an, dass dein Mann dich gerade jetzt noch stärker unterstützt.

s7heenax88


@ nanu03:

Danke für diesen wertvollen Beitrag. Am Besten lasse ich mich doch gleich beim KS sterilisieren.

Ich dachte auch man hat bei Umzug ein Recht auf einen Kigaplatz wenn die Kinder schon im Kiga sind. Jedoch scheint das nicht so zu sein und wenn die Kigas voll sind, sind sie voll.

Das mit der Tagesmutter wäre die nächste Idee gewesen.

Allerdings habe ich da auch ein bisschen Angst dass die Kinder sich von mir entfremden, die Große war vor der Pflegefamilie seit sie 14 Monate alt ist schon ein Jahr bei der TaMu. Und hat sie dann irgendwann Mama "vorname" genannt.

In Therapie war ich schon zweimal, gebracht hat es nicht viel, ich musste mich dort aber auch nicht sonderlich öffnen, es war eher oberflächlich. Und das hat natürlich nicht viel genutzt. Ich denke aber schon, dass ich in die Richtung noch was machen muss.

Auf Unterstützung von meinem Mann kann ich auch nicht verlässlich hoffen, er ist auch oft genauso überfordert. Vorhin kam er heim, hatte heute Frühschicht, er wusste, dass ich heut total fertig war und hat sich erst lieb um die Kinder gekümmert, aber irgendwann war dann auch er wieder am Limit. Irgendwie wechseln wir uns da ab.

Naja, und reden tut er mit mir auch nicht darüber. Er scheint zwar zu merken dass es mir nicht gut geht, bzw. ich sage es ihm ja auch dass es grad total schlimm ist, aber er kommt da nicht auf mich zu. Da denke ich dann wieder, ihn juckt das gar nicht. Er ist eher so "ach das wird schon" Typ.

Stimmt, das Jugendamt könnte ich morgen anrufen, ich brauch sowieso noch einen Termin wegen Zuständigkeitswechsel.

Ich komme beim Nachdenken immer wieder auf den Punkt der Trennung von ihm und Aufteilung der Kinder. Ich sehe darin irgendwie ganz viel Wegfall von Stress. Unsere Ehe würde ich eher als nebeneinanderherleben beschreiben. Mal komme ich gut klar, manchmal tut mir das sehr weh. Grad wenn mir alles zuviel wird und ich von ihm auch keinen Halt bekomme. Irgendwo bin ich auch abhängig von ihm, weil ich mich wegen Angst vorm Alleinsein nie richtig getraut habe zu trennen.

M\iss JoBsefiXne


Allerdings habe ich da auch ein bisschen Angst dass die Kinder sich von mir entfremden, die Große war vor der Pflegefamilie seit sie 14 Monate alt ist schon ein Jahr bei der TaMu. Und hat sie dann irgendwann Mama "vorname" genannt.

hm, die Kinder entfremden nicht, nur weil sie über den Tag für einige Stunden bei einer anderen Frau sind, sprich Tagesmutter. Sie lernen jemand neues kennen, aber sie werden diese nicht als Mutter ansehen. Die Mutter bist du, das wissen sie. Deine Große hat das vllt auch nur aus Versehen mal so gesagt. Und ich denke, deine Große braucht auch irgendwie eine Beratung. Sie bekommt ja dein Verhalten ja mit.... sie kann aber vllt nicht erkennen, warum du mit ihr Probleme hast, also sie zu küssen etc pp...

ch komme beim Nachdenken immer wieder auf den Punkt der Trennung von ihm und Aufteilung der Kinder. Ich sehe darin irgendwie ganz viel Wegfall von Stress. Unsere Ehe würde ich eher als nebeneinanderherleben beschreiben. Mal komme ich gut klar, manchmal tut mir das sehr weh. Grad wenn mir alles zuviel wird und ich von ihm auch keinen Halt bekomme. Irgendwo bin ich auch abhängig von ihm, weil ich mich wegen Angst vorm Alleinsein nie richtig getraut habe zu trennen.

Der Stress muss nicht unbedingt weniger werden, eher vllt ensteht dadurch anderer Stress. Überleg auch mal , wie die Kinder mit so einer Trennung und besonders mit einer Aufteilung der Kinder umzugehen haben, wenn es denn so passiert. Von daher rate ich sehr,das du dir in dem Bezug Gespräche mit eurer Familienhilfe und eine psychologischen Beratung einholst und mit ihnen alles besprichst.

Es gibt ja vllt auch Familientherapeuten, das fände ich in deinem Fall sehr gut. Was dabei letztendlich herauskommt, wirst du ja sehen. Auf jeden Fall wärest du mit deinen Gedanken diesbezüglich nicht alleine und da findet man oft eher Wege aus einer Krise, als wenn man alleine ist.

Angst vor dem Alleine sein verstehe ich schon. Aber deswegen an einer Beziehung festhalten, ist auch nicht gut.

Aber das wären alles Themen für eine Familientherapie oder eine Paartherapie.

In Therapie war ich schon zweimal, gebracht hat es nicht viel, ich musste mich dort aber auch nicht sonderlich öffnen, es war eher oberflächlich. Und das hat natürlich nicht viel genutzt. Ich denke aber schon, dass ich in die Richtung noch was machen muss.

Da denkst du schon richtig. Gut wäre es, wenn du dich öffnen kannst. Damit es nicht oberflächlich wird oder bleibt.

g=retax_


sheena, wie geht es dir jetzt??

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