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Können sexuelle Neigungen/Fetische auch wieder vergehen?

ÄOngstli'che8x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

als erstes möchte ich ganz klar sagen: Die Frage hier hat den reinen Anspruch als psychologische Frage gemeint zu sein!!! Also liebe Mods: nicht löschen bitte!

Ich frage mich, ob es hier ältere User gibt die mir sagen können, ob sie früher (also z.B. Mitte 20 Jahre alt) Fetische/Neigungen hatten, die im Laufe des Lebens viel schwächer wurden oder sogar ganz weg gingen? Hintergrund: Sind Neigungen "angeboren" und somit lebenslang "aktiv" oder gibt es schon Neigungen die in der Jugend sehr stark waren (ein Fetisch zum Beispiel) und Anfang 40 wundert man sich was man daran fand? Fetische können ja auch Ausdruck psychologischer Gründe sein und somit bei Veränderung der Psyche gehen oder?

LG

Antworten
S>nxyx


ich gehör zwar jetzt nicht zu den "älteren" usern mit 21...

aber sicher nicht.

fetische sind etwas, was im laufe der zeit vielleicht noch detaillierter herausgearbeitet wird, bzw du entdecktst vielleicht noch weitere – aber verschwinden werden sie nicht!

d3oppel{morixtz


Zähle mich mit knapp 49 mal zu den "Älteren" ;-D

Nein "Es" oder "Sie" verwinden nicht. Bin in der glücklichen Phase das ich den einen und anderen Fetisch oder die eine oder Neigung ausleben kann und darf :)^ :)=

A,ndifxreak


Das kann man pauschal nicht beantworten. Es kann sein, dass, wenn man Fetische regelmäßig auslebt, sie sich detaillieren. Es kann aber auch sein, dass mit zunehmendem Alter das eine oder andere Interesse verschwindet. Möglicherweise sind manche Leute auch "süchtig" nach manchen Fetische, das heißt, sie müssen bestimmte Sachen immer wieder ausleben, und wenn einige Zeit vergangen ist, wird der Druck immer stärker, bis man es wieder tut. Das grenzt aber meiner Meinung nach an Suchtverhalten. Man sollte Fetische jederzeit im Griff haben und sie beherrschen, anstatt sich von denen beherrschen zu lassen.

Gruß Andi

Ä<ngstzli'che8x3


Ich dachte eben, da ja sicher viele Fetische durch die Erziehung entstehen und somit psychologische Ursachen haben. Somit könnten sich diese ja verändern, falls ein Mensch sich verändert (ob nun von sich aus oder weil er an sich arbeitet). Man hat immer den Eindruck, dass Fetische als unveränderlich angesehen werden, als seien sie angeboren und das erscheint mir eben unlogisch...

T5OFxU


Nein, meine vergehen nicht :|N ;-D |-o

m:ed2x4


In der Regel kommen sogar noch weitere dazu, weil die Dämonen ]:D merken, "Aha", wenn er sich so weit verführen lässt, dann können wir weiter machen und Ihn noch zu viel perverseren Versklavungen führen. Na ja, und wenn wir schon so weit sind, dann können wir Ihn auch in den Tod führen. Und unser Ziel ist erreicht ]:D ...

Ä8ngstlNiche8x3


wäre denn dann nicht die einfachste Form Fetische abzuschwächen deren Akzeptanz?

D`illers


Also ich hatte in der Jugend Fetische, Gott sei Dank ist man hier Anonym :=o

Ich fand es unheimich erregend den Unterleib ganz eng mit Plastik oder ähnlich völlig Luftundurchlässigem zu bekleiden, dies geschah dann oft mit dem konfektionieren von entsprechend großen Plastiktüten, ich fand das megageil, inzwischen muss ich darüber lachen. Es war wohl wirklich eine Phase die man durchmacht und irgendwann abhakt.

Ich denke man probiert vieles aus und bleibt vielleicht an manchem hängen. Wenns dann Spass macht und keinem weh tut ist es doch in Ordnung.

Ä#ngsctli=chxe83


Wie lang war denn diese Phase?

D|il*les


Ich denke so ein knappes Jahr, habe dann auch andere Dinge erforscht und kennengelernt, das hat sich aber auch wieder verloren. Ich denke es ist eine Art Selbstfindung, was einem denn am Besten so gefällt.

Wenn man dann irgendwo hängenbleibt und findet eine Partnerschaft in der man es ausleben kann ist es doch auch ok. Ich wurde ein totaler Normalo und bins schon seit 30 Jahren. Evtl. wenn ich in einer bestimmten Phase eine Partnerin mit gleichen Interessen kennengelernt hätte , dann wäre evtl. eine gewisse Dynamik entstanden und ich würde heute Latexunterhosen tragen ]:D

T5igerylillie5lifxe


Dann habe ich hierzu auch eine Frage... kann man Fetische behandeln lassen? Ich habe eigentlich seit Anfang meiner Pubertät immer, zu wohl mehr als 95%, Gewaltfantasien gehabt – ich gehe hier nun bewusst nicht ins Detail, aber es war und ist weit jenseits des SM-Bereiches und doch habe ich im Laufe der Zeit realisiert, dass alle Fantasien irgendwie darauf hinausliefen, dass die Frau darin, in welcher Form auch immer, absolut wehrlos ist langsam gebrochen wird. Auch diese Fantasie hat sich im Laufe der Zeit in zig verschiedene Fantasien aufgesplittet und wurde detailierter, aber auch ungemein heftiger. Und ich merke, dass ich, wenn sexuelle Lust von mir abfällt, ein anderer Mensch bin als wenn ich, sag ich mal, grad unter hormonellem Einfluss stehe. Ich überlege nun seit geraumer Zeit, ob ich nicht doch einen Psychologen aufsuchen sollte, denn ich bin eigentlich ein sehr liebevoller Mensch (Das ist es was mich stutzig macht, meine Sexualität diesbezüglich steht in VÖLLIGEM Kontrast zu meinem sonstigen Verhalten, das ist iwie... wie Jekyll and Hyde.) und hab die Befürchtung, dass ich vielleicht niemals eine Beziehung haben werde können, wenn ich immer nur Gewaltfantasien hab. Auffällig ist dabei aber dass ich vermute, diese Art von Sadismus schon damals als kleines Kind gehabt zu haben. Ich fand es immer faszinierend in den Zeichentrickserien, wenn irgendjemand gequält wurde (Neunziger Jahre, Super RTL, Nachmittagsprogramm. Ich konnte nie wegschauen wenn sich jemand zB in einer Quetschkammer befand oder sowas.), auch wenn es nur eine Faszination war und ich diesbezüglich gar nicht über Realismus oder Folter nachdachte, ich war ja noch ein kleines Kind. Ich gebe zu dass ich das in ganz kleinem Rahmen auch ausgelebt habe in meiner Pubertät, in dem ich Mädchen ohne dass sie es merkten irgendwie Schaden zugefügt habe. (Nein, natürlich niemandem direkt wehgetan! Das liegt mir fern!) Z.B. dass ich kleine Dinge von ihnen in der Schule genommen und zerstört habe, das hat mir einfach einen (sexuellen) Kick gegeben. Und wenn ich dann aber nach meinem Hormonrausch merkte, wie jemand verzweifelt etwas sucht, dachte ich bloß: "Scheiße, was mach ich eigentlich?!" und fühlte mich scheiße. Was ist eure Meinung diesbezüglich? Grade dass es in so einem Kontrast zu meiner sonstigen Person steht (Wenn ich dann doch mal Fantasien von normalem Sex habe, merke ich, dass ich es doch bevorzugen würde, passiv zu sein, nur als Beispiel.) Denkt ihr dass das häufiger vorkommt? Dass man sowas überhaupt behandeln kann? Wenn ich so drüber nachdenke glaube ich nämlich wirklich immer mehr, dass ich mit einer normalen Sexualität glücklicher wäre. Auch, weil ich verzweifelt versuche, diese Fantasien von weiblichen Freunden, die mir wichtig sind, fernzuhalten. Ich merke aber, dass, wenn zum Beispiel mal seit langem kein Kontakt da war und sich diese Person dann zB grad nicht mehr so wichtig anfühlt, ich einen Kick bekomme, wenn ich diese Fantasien über die Person hereinbrechen lassen kann. Ich merke, dass das, was sich gut anfühlt, die Abwertung der Person in der Fantasie ist, die Degradierung zum wertlosen Objekt. Obwohl ich ja über niemanden so denke, ich bin kein Menschen- oder Frauenhasser oder sowas in der Art, wirklich nicht. Aber sobald ich im Hormonrausch bin, bekomme ich eben die Lust auf diese Kicks, und wenn der Hormonrausch vorbei ist, setzt das ungute Gefühl und das schlechte Gewissen ein. Und ja, ich weiß, es ist reichlich spät dass ich mit dem Gedanken einer Therapie spiele. Aber besser spät als nie...

Ich hoffe ich bin mit so einem offenen Beitrag nicht irgendwie bald unten durch oder sorge hier für Aufruhr. :/ Wenn doch, kann ich den Beitrag einfach löschen, wenn das bevorzugt wird. Ich sag es nur dazu da das, was ich hier grad anschneide, doch extrem heftig ist, wie ich selbst zugeben muss. Hoffe auch dass das Problem auch akzeptabel und jugendfreundlich genug geschildert ist.

n+euhiKer0x07


Ich bin kein Psychologe, aber ich würde mich da mal mit einem Fachmann drüber unterhalten, denn so ,wie Du das schreibst,klingt das schon ...extrem!

Vielleicht hat das ja einen Grund, der irgendwo in Deiner Vergangenheit zu finden ist?

Auf der anderen Seite:wenn Du das händeln kannst, ist das ja okay?

Ich denke mir mal, wenn Dir das nicht zu denken geben würde, hättest Du das wohl auch nicht gepostet, oder?

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