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Hund hat Katze getötet, wie nun schlichten?

DQer kl#eine gPrinxz


Sollte es dann ich haften, wenn mein Hund in meinem umfriedeten Anwesen jemanden beißt, der hier unberechtigter Weise eingedrungen ist? Oder eine Katze verletzt oder tötet?

D6er kzlei,ne qPrixnz


Ich komme da drauf, weil der Hund dafür da ist, genau das zu tun.

L^ila8Lixna


Aber wenn es solche und solche urteile gibt scheint die gesetzeslage wohl nicht klar?

Die Einzelfälle sind einfach zu unterschiedlich, um den hier vorliegenden eindeutig und abschließend zu bewerten.

Bga\lenxciaga


wenn ein einbrecher einbricht, handelt es sich um einen gegenwärtigen rechtswidrigen angriff. wenn eine katze auf dein grundstück latscht, nicht. schnackelts?

B5al(enjcia[gxa


Aber wenn es solche und solche urteile gibt scheint die gesetzeslage wohl nicht klar?

Die Einzelfälle sind einfach zu unterschiedlich, um den hier vorliegenden eindeutig und abschließend zu bewerten.

die gesetzeslage ist nur selten eindeutig (zb bei totschlag; a schlägt um zu töten, b ist tot = mindestens totschlag). zu bewerten ist IMMER der konkrete einzelfall.

diesen konkreten einzelfall hier darf keiner rechtlich bewerten. obwohl manch einer könnte. das ist hier im forum nicht erlaubt.

bVeetle1juicye21


Also wäre das Sachbeschädigung durch unterlassen? Bzw fahrlässige Sachbeschädigung? Gibts das überhaupt. .

Meine erste google suche zeigt viele fachleute die drüber streiten. .scheint selbst unter juristen alsonicht eindeutig zu sein.

D^isced,ere


@ Balenciaga

das könntest du dir auch ganz leicht selbst erklären, wenn du den entsprechenden link hier im faden anklicken würdest. ich schreibe, dass es falsch ist und nicht mehr, weil rechtsberatung hier im faden verboten ist. es gilt § 833 S. 1 BGB:

"Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.".

das ist das gesetz. das gesetz gilt. der tierhalter ist verpflichtet. alles andere, worauf du (vielelicht?) anspielen möchtest, hund/katze/garten, ist reine kasuistik (!!) und spielt sich ausserdem wenn dann auf der ebene des mitverschuldens ab. die ersatzpflicht besteht zunächst, scheißegal, ob der köter in seinem eigenen oder in nachbars garten andere tiere futtert.

Nicht ganz richtig, der Text geht nämlich noch weiter:

"Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde."

D.h., der Hund lag in einem ausbruchssicheren Garten, der Hund konnte nicht einfach über die Hecke springen und die Katze auf ihrem Grundstück jagen, der Besitzer ist also [...]

Als Tierhalter hat man per se eine Verantwortung und die Aufsichtspflicht, auch wenn das Tier eine Katze ist, und entweder lasse ich sie überhaupt nicht raus oder muß eben damit klarkommen, wenn ihnen draussen was passiert – würden sie vom Auto überfahren wärs an sich ja nichts anderes. Da heißt es sogar, für Hunde kann/soll/muß ein Autofahrer ausweichen, bei Katzen darf er es nicht.

Ganz weit gefaßt, wenn sich der Hund bei der Tötung der Katze verletzt hätte, ist sogar der Nachbar schadensersatzpflichtig. Auch wenn die fremde Katze auf dem Grundstück eine andere Katze auf dem Grundstück verletzt. Sooo leicht kann und darf man es ich als Katzenbesitzer nun auch nicht machen!

Und zur Maulkorb- und Leinenpflicht sogar auf Privatgrundstück: Durchführung nicht möglich, da Tierquälerei.

Auch ganz interessante Seite: [[http://www.tierrecht-mainz.de/tierrecht-anwalt-hund-katze-recht/tierrecht-anwalt-hund-katze-recht.html]]

BQaleunciIaga


rechtsberatung!!

B aleRnc(iaxga


[...]

ich bin nicht dumm, ich halte mich nur artig an die forumsregeln. im gegensatz zu dir.

Dtoc tSchüxller


Auch ich möchte darum bitten, darauf zu achten, dass Rechtsberatung nicht nur nicht erteilt, sondern auch nicht erfragt wird. Die allgemeinen Prinzipien wurden bereits aufgezeigt, die Bewertung des vorliegenden Einzelfalls kann dieses Forum nicht leisten.

T=esYtrale


Das ist ja mal wieder total scheinheilig, wenn der Hund eine fiese Kanalratte totgebissen hätte, dann würde er bestimmt einen Orden bekommen, aber die süsse Katze totbeissen: "das geht entschieden zu weit"

Dku,kEeNukxem


@ Balenciaga

Hey du zitierst ja aus dem BGB wie Zeugen aus der Bibel :-X o:)

Bkalien\cixaga


ach, zu viel der ehre, das hab ich mal irgendwo aufgeschnappt. in meiner eigenschaft als tierhalter. o:)

DMukeN7uDkexm


Balenciaga

Ich spiele eigentlich auf das Zitieren von unvollständigen Textpassagen, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen sind, an.

B2ale`nciagxa


Oh, ein connaisseur ;-D

Mit simpler Freundlichkeit kommt man bei Dir nicht weiter, gell? Lass mich erklären:

1. Vor § 833 S. 1 BGb steht § 832 BGB, dahinter § 833 S. 2 BGB. Das ist der Zusammenhang. Das dürfte Dir einleuchten.

2. Ich habe (nur) den ersten Satz eines zweisätzigen Paragraphen zitiert, um die grundsätzlich immer bestehende Haftung eines Tierhaltes darzulegen. Satz 1 beschreibt die sog. Regel, die grundsätzliche Haftung des Tierhalters. Die ist vollständig und existent, diese grundsätzliche Haftung. Satz 2 beschreibt die Ausnahme von dieser Regel. Dann gibt es neben der gesetzlichen Vorschrift etliches an Kasuistik, die einem erkennenden Gericht als Auslegungshilfe dienen kann, aber nicht muss. Ich habe in diesem Faden lediglich zwetschge darauf hingewiesen, dass ihre Aussage furchtbar falsch ist, und dass an der grundsätzlichen Einstandspflicht nicht mittels vager Fallbeispiele gerüttelt werden kann. Sonst habe ich nichts weiter geschrieben, weil ich -aus den mehrfach geschilderten Gründen- den konkreten Fall nicht kommentieren wollte/konnte.

3. Jetzt kommst Du, und versuchst, mir eine zu klatschen. Mit Betonung auf "versuchst"..

Wieso? [...]

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