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Hund hat Katze getötet, wie nun schlichten?

Tcarxias


Beteiligung anbieten klingt nach einer guten Idee und zeigt als Geste, dass es als Nachbarn nicht am Allerwertesten vorbeigeht.

D"ukeNxukem


Ich bin kein Jurist denn dann würde ich nicht darauf eingehen. Es ist nur so dass du diesen Paragraphen, meiner Meinung nach, falsch interpretierst.

Ok jetzt kommt OT, also nicht weiterlesen wenn es nicht interessiert, wenn ich könnte würde ich eine andere Schriftfarbe benutzen:

Was ich jetzt schreibe ist nur eine Hilfestellung wie man sich Wissen aus dem BGB aneignen kann und wie man damit arbeitet, von Laie zu Laie. Es ist keine Rechtsberatung, insbesondere nicht für die TE und oder den damit verbundenen Umständen und darf unter keinen Umständen als wirksam, in irgendeiner Form, erachtet werden. Man könnte es einen Exkurs nennen, welcher an einem Beispiel, in erläuternder Form beschreibt, wie man denn seine eigene Lage aufgrund des BGBs einschätzen könnte. Da weder von der Faden-Erstellerin (TE) eine Rechtsberatung gewünscht ist, noch ich eine solche leisten könnte und dürfte, beziehe ich mich absichtlich nicht auf ihre Angelegenheit, mit dem Hinweis, dass es sich hierbei maximal um meine persönliche Auslegung des BGBs in Auszügen handelt und ich keinen Akademischen Grad und oder Staatsexamen in Rechtswissenschaften besitze. Aus diesem Grund kann und sollte niemand auf die Idee kommen meine Aussagen als mehr zu betrachten als sie sind, die eines Laien, der damit prahlt das er lesen kann ;-D

Ergänzend sei hinzugefügt, sollte jemand in die Lage kommen, dass jemand anderes Ansprüche gegen einen selbst erhebt, sollte dieser jemand unbedingt eine wirksame Rechtsberatung in Anspruch nehmen. Insofern er nicht gedenkt diese Ansprüche zu erfüllen.

Soviel dazu. Also wo fange ich an?

Du hast von Schadensersatzpflicht, aufgrund § 833 S. 1 BGB, gesprochen... okay.

Bevor du dazu kommst festzustellen ob einen Anspruch besteht, hättest du erst mal prüfen müssen ob ein Schaden entstanden ist und auf welcher Basis ein Hundehalter diesen zu vertreten hat. Das ist in dem Abschnitt "Unerlaubte Handlungen" nämlich nicht geregelt, das ist § 823 bis 853. Das ist in diesem Abschnitt übrigens immer der Fall. Der regelt nur was passiert wenn jemand einen Schadensersatzanspruch hat, nicht ob einer überhaupt vorliegt. Aber ich kann das verstehen, ich würde auch intuitiv sagen "Haja, die Katze ist tot, wird wohl ein Schaden sein!" aber ganz so einfach ist das nicht. Das muss man schon alles sauber durchdenken, das ist auch die Hauptarbeit. Wenn man erst mal beim §823 ist, hat man es eigentlich schon geschafft.

Aber lass uns direkt zum Abschnitt "Unerlaubte Handlungen" kommen, kenn mich in dem anderen Teil des Rechts nicht so wirklich aus und habe auch keine Lust das zu ändern. Also der erste Paragraph in diesem Abschnitt ist der 823 auf den sich die Folgenden mehr oder weniger beziehen. So meiner Meinung nach auch der § 833, wie ich darauf komme dazu komme ich noch. Dort steht ganz allgemein "Wer vorsätzlich oder fahrlässig...." irgendwas kaputt macht muss dafür aufkommen. Allerdings ist da nicht von Tieren sondern nur von Sachen die rede. Doof, ist ein Tier eine Sache? Wir schauen in das Stichwortverzeichnis und finden den § 90a, Tiere sind Sachen solange nichts anderes behauptet wird. Gut damit kann ich arbeiten. Jetzt kommen wir endlich zum § 833, wie ist der zu verstehen? Da wird die Haftung geregelt, wenn man nicht selbst sondern das eigene Tier einen Schaden an einer Sache verursacht. Die Sache ist in unserem Beispiel wieder ein Tier. Jetzt kommt es ganz stark auf die Interpretation an. Im ersten Moment scheint der 1te Satz ja ganz klar formuliert zu sein und der 2te ist für uns nicht von Bedeutung. Aber das kommt mir Spanisch vor, kann man unter allen Umständen immer dafür verantwortlich sein wenn das Haustier etwas beschädigt? Gesunder Menschenverstand sagt nein, gut man könnte jetzt widersprechen und das Argument bringen "Tja, was ist an deutscher Gesetzgebung schon logisch" wenn es da nicht noch eine logische Auslegung gäbe. Denn was steht denn da? Ich bin haftbar wenn mein Tier etwas oder jemanden beschädigt und dadurch zum Schadenersatz verpflichtet, sprich als hätte ich den Schaden selbst verursacht. Ich muss also Schadensersatz leisten und den regelt der § 823. Dort stand, ich muss nur Schadenersatz leisten wenn ich vorsätzlich oder fahrlässig gehandelt habe. Vorsätzlich würde ich nie mein Tier ein anderes töten lassen. Über die Fahrlässigkeit lässt sich jetzt streiten aber wie mein ehemaliger Rechts-Prof immer ganz unverbindlich zu sagen pflegte, ich bin nicht der Meinung dass ich fahrlässig handle, wenn ich meinen Hund in meinem eigenen, gut gesicherten Garten frei umherlaufen lasse. Da käme es jetzt wirklich auf Fallentscheidungen an, in denen ein Gericht Fahrlässigkeit in diesem Zusammenhang genauer beschreibt aber das sprengt meinen Exkurs. Den ich hiermit auch schließen möchte.

B)alentciaxga


Sorry, aber das sind Basics, die ich tatsächlich nicht mehr extra prüfe. Trotzdem lieb, dass Du Dir die Mühe gemacht hast. *:)

MAuff[ Pot<ter


Ich habe nur auf Muff Potters Frage geantwortet. Vollkommen OT.

Vielleicht nicht vollkommen vollkommen OT, aber geil. :)z :)^

DDukeJNuke?m


Sorry, aber das sind Basics, die ich tatsächlich nicht mehr extra prüfe. Trotzdem lieb, dass Du Dir die Mühe gemacht hast.

Du gerätst also bei den Basics ins Wanken, das ist nicht gut ]:D

BYalencxiaga


@ DukeNukem

Ich habe Deinen Beitrag zwar nur überflogen, möchte Dir aber trotzdem dringend mit auf den Weg geben, dass § 833 BGB ein von § 823 BGB unabhängiger Tatbestand ist, der eine sog. Gefährdungshaftung normiert. Es kommt auf ein Verschulden (Vorsatz, Fahrlässigkeit, § 276 BGB) nicht an.

§ 823 BGB spielt für den § 833 BGB keine Rolle, Vorsatz und Fahrlässigkeit auch nicht.

Man geht mittlerweile sogar aus, dass die Systematik des BGB nicht ganz richtig ist; § 833 BGB gehört streng genommen nicht zu den unerlaubten Handlungen.

@ Muff

Merci, war nur für Dich. :-x

Bualenc@iaxga


@ DukeNukem

Nein, bloß Du hast keine Ahnung. Mit "Basics" meinte ich den 90a und den Schaden. Alles andere war eh Quatsch.

M`oritzq27x1


Ich habe jetzt meinen dritten Hund, alles Terrier. Aber alle haben Katzen gehaßt bzw. er haßt sie. Sieht er eine Katze im Garten, rast er los.

Passiert nie etwas: die Katzen sind schneller.

Aber jetzt scheint es so zu sein: wenn die katze mal nicht schneller ist, bin ich dran, wie ich hier lese. Dann ist mein Hund ein "Monster".

Ich werde es ihm jetzt verklickern. Nix mehr mit frei im Garten laufen, nur noch mit Maulkorb.

ich hoffe, er sieht es ein, aber er ist ja gelehrig. ]:D

K4rea(ch'er


@ Te:

Wie war eigentlich die Situation vor dem 'Attentat'?

Gab es Gespräche bezüglich der Prügel, welche die Katze bei Euch ausgeteilt hat?

Gab es eventuell Eurerseits ein Einverständnis, dass die Katze auf das Grundstück 'darf'? Du hast ja geschrieben, dass das Verhältnis mit den Nachbarn gut war, bei Urlaub beispielsweise ein Auge auf's Haus werfen, etc.

Dass Katzen sich nicht aufhalten lassen ist klar, aber ich selbst würde schon dem Nachbarn einen Wink geben, dass eventuell Probleme auftreten könnten, weil der Wachhund da ist, oder eben anders herum, Entwarnung geben, da der Hund keinem etwas tut.

Je nachdem, wie das abgelaufen ist, hätte das wohl grossen Einfluss auf das Schlichten. Es sei denn, es wurde nie ein Wort darüber verloren und beiderseits eben so hingenommen oder höflich ignoriert.

Es geht jetzt nicht um Sachen wie: "Ich habe Sie ja gewarnt", sondern einfach nur um die Art und Weise, wie die Nachbarn die Angelegenheit öffentlich behandeln und ob der Grund womöglich nicht nur im Verlust des Tieres liegt, sondern unter Umständen auch an der Tatsache, dass im Vorfeld kein grosses Trara um die Besuche gemacht wurde. (?)

MZoPnika;65


Heute wollen die rüber gehen und ein vernüftiges Gespräch führen, wnen möglich., ich were berichten

Ich drück euch die Daumen dafür.

:)*

wDhiSte m}agxic


Vielleicht nicht vollkommen vollkommen OT, aber geil.

Muff Potter

Balenciaga

Du hast mir grad den Morgen gerettet. Ich hab mich köstlich amüsiert. Falls ich mal was anstelle, darf ich dich als Anwälting haben? Zu geil. :)^ :)= :)=

Suchsüchtige

Viel Erfolg!!!!

EWmmax28


Was ich jetzt schreibe ist nur eine Hilfestellung wie man sich Wissen aus dem BGB aneignen kann und wie man damit arbeitet, von Laie zu Laie

Ich bin ganz bei dir, dass sich ein (guter) Jurist aber auch ein verständiger Laie relativ problemlos einen Überblick über Systematik und Zusammenhang des BGB verschaffen kann, ohne das alles (auswendig) gelernt zu haben und Grundprobleme damit zumindest überschauen kann.

In manchen Fällen – so wie hier – hilft einem aber nur tatsächliches Wissen hier und mit Ableiten und Systematik kommt man nicht allzu weit. Hier gilt es zu wissen, dass § 833 eine Gefährdungshaftung normiert, die von Vorsatz und Fahrlässigkeit völlig unbenommen ist, es kommt allein darauf an, dass man ein Tier hält, von dem potentiell eine Gefahr (muss eine spezifische Tiergefahr sein!) für Menschen oder Sachen ausgehen kann und einen eigenen, von § 823 BGB losgelösten Haftungstatbestand schafft.

§ 833 wurde hier ja auch schon zitiert, in beiden Sätzen. Es bleibt noch die Frage, ob der Hund ein Nutztier oder ein sog. Luxustier ist, dass keinen wirtschaftlichen Nutzen hat. Dazu gibt es Rechtsprechung, die sich sicher schnell ergooglen lässt. Und man kann sich noch eine weitere Frage stellen: Der Halter der Katze ist ja auch ein Tierhalter...

TcaFriaJs


Der Halter der Katze ist ja auch ein Tierhalter...

..eines potentiellen Raubtiers, das als Freigänger vielleicht schon Dutzendfach mehr Tiere getötet hat, als der Hund....

MhattzxeG


Junge Junge, ihr schmeisst hier mit Paragraphen rum, dass es einem schwummrig wird und diskutiert immer weiter, das ändert aber nichts.

Die Katze ist aber immer noch tot und der Hund hat für einen Moment eine recht negative Seite seines Charakters gezeigt.

MNonigkXax65


.eines potentiellen Raubtiers, das als Freigänger vielleicht schon Dutzendfach mehr Tiere getötet hat, als der Hund..

Bei meinen Katzen trifft das auf jeden Fall zu, von Mäusen und Ratten abgesehen, waren etliche Vögel, Kaninchen und ein wunderschöner Goldfisch darunter.

Meine jetzige Katze wird die letzte sein, ich habe das neben ein paar anderen Unannehmlichkeiten echt mittlerweile satt.

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