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Wenn man das Leben an sich hasst?

L(etl|ie


Naja, wenn Du auch keinen Bock mehr auf die Welt entwickeln willst, obwohl es womöglich machbar wäre, dann mußt Du halt ohne Bock auf die Welt weiterleben. *:)

Llouan


Naja, wenn Du auch keinen Bock mehr auf die Welt entwickeln willst, obwohl es womöglich machbar wäre, dann mußt Du halt ohne Bock auf die Welt weiterleben.

Wie soll das denn machbar sein? Man kann keinen Menschen in seinen Grundzügen, seiner Essenz komplett verändern. Das wäre ja auch absolut falsch.

K?ap0uziner%krexsse


@ Louan

Wollt ihr Personen im Notfall bis zu ihrem Tod einsperren, wenn sie sich nicht helfen lassen? Das ist also eure Definition von Menschenrechten und Humanität?

dazu muss man ein bisschen ausholen:

ich halte psychiatrie, so wie sie heute noch teilweise (oder größtenteils? – weiß ich nicht) stattfindet, nicht für optimal, um menschen zu helfen. hinzu kommen die beschränkungen durch die gesundheitspolitik, die wirklich effektive behandlung aus kostengründen be- oder verhindert.

aber ich glaube, dass es sehr, sehr wenige menschen sind, die wirklich sterben wollen. die aller-, allermeisten wollen nur nicht mehr so weiterleben wie bisher (ich schreibe hier auch aus eigener erfahrung).

das negative denken, die hoffnungslosigkeit, der hass auf sich und die welt sind ausdruck einer gemütserkrankung und man sollte es sich wert sein und man sollte den mut haben, es zumindest zu versuchen, daran etwas zu ändern. und dazu braucht man nun mal hilfe...den blinddarm nimmt man sich ja auch nicht alleine heraus ;-) .

K&apuzine|rkdresxse


@ Louan

Man kann keinen Menschen in seinen Grundzügen, seiner Essenz komplett verändern.

woher weißt du, dass das deine essenz ist? warst du denn schon immer so? auch als kind?

c>rowxl


Wollt ihr Personen im Notfall bis zu ihrem Tod einsperren, wenn sie sich nicht helfen lassen? Das ist also eure Definition von Menschenrechten und Humanität?

Meine Meinung dazu lautet ganz klar: Nein. Vorher sollte aber alles mögliche versucht werden. Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf.

Du bist momentan seelisch an einem Ort, von dem aus die Dinge genau so aussehen, wie sie es für dich eben aussehen. Depressionen verändern nachhaltig die Wahrnehmung. Es ist aber möglich, sich von diesem -ich nenn es jetzt mal so – Seelenort wieder zu entfernen und eine andere Perspektive zu gewinnen. Von einem anderen Standpunkt aus bekommt man eine andere Sicht auf die Dinge. Es muss ja keine psychiatrische Einrichtung sein, die dir hilft. Ich persönlich würd dir Gestalttherapie empfehlen. Und ich bin sicher, du würdest staunen, was das über dich zutage befördert. Und das ohne Druck, ohne dass dich jemand mit Gewalt verändern will und auch ohne Psychopharmaka.

Nochmal zum Zitat: Es lief vor ein paar Monaten eine Reportage, in der über einen Mann berichtet wurde, der Zeit seines Lebens unter starken Depressionen litt. Er hat sich an eine Organisation in der Schweiz gewandt, die Sterbehilfe anbieten. Es gab Untersuchungen, Interwiews mit dem Betroffenen selbst, Freunden, Ärzten Therapeuten etc. Nach sehr eingehenden Untersuchungen und langer Zeit und als sich tatsächlich herauskristallisierte, dass es für sein Leiden keine Hilfe gab, wurde ihm von dieser Organisation die Sterbehilfe gewährt. Es gibt auch solche Wege, wenn wirklich, wirklich keinen anderen Ausweg gibt. Allerdings glaube ich, dass solche Fälle ausgesprochen selten vorkommen.

Lfouan


aber ich glaube, dass es sehr, sehr wenige menschen sind, die wirklich sterben wollen

Glückwunsch, Sie haben einen der wenigen Menschen virtuell getroffen.

man sollte es sich wert sein und man sollte den mut haben, es zumindest zu versuchen, daran etwas zu ändern. und dazu braucht man nun mal hilfe

Nochmal: Gehe davon aus, dass eine Änderung nicht möglich ist. Verlangst du jetzt, dass man mich für den Rest meines Lebens einsperrt? Ist das human?

woher weißt du, dass das deine essenz ist? warst du denn schon immer so? auch als kind?

In Grundzügen schon, nur erkennt man dies eben erst viele Jahre später, weil man als Kind nicht reif genug ist um sich darüber Gedanken zu machen.

LYou:an


Meine Meinung dazu lautet ganz klar: Nein. Vorher sollte aber alles mögliche versucht werden. Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf.

Woher nimmst du dir das Recht heraus zu bestimmten was man sich erlauben darf oder auch nicht? Das muss doch jeder Mensch für sich selbst entscheiden.

Du bist momentan seelisch an einem Ort, von dem aus die Dinge genau so aussehen, wie sie es für dich eben aussehen. Depressionen verändern nachhaltig die Wahrnehmung. Es ist aber möglich, sich von diesem -ich nenn es jetzt mal so – Seelenort wieder zu entfernen und eine andere Perspektive zu gewinnen. Von einem anderen Standpunkt aus bekommt man eine andere Sicht auf die Dinge.

Ich möchte meine Perspektive in bestimmten Punkten gar nicht ändern. Ich halte den Menschen als triebgesteuertes Wesen nun einmal für abartig und habe gar kein Interesse mich mit diesen Instinkten und Trieben zu arrangieren.

Es muss ja keine psychiatrische Einrichtung sein, die dir hilft. Ich persönlich würd dir Gestalttherapie empfehlen. Und ich bin sicher, du würdest staunen, was das über dich zutage befördert. Und das ohne Druck, ohne dass dich jemand mit Gewalt verändern will und auch ohne Psychopharmaka.

"Der Kernpunkt der Gestalttherapie besteht darin, daß wir lernen , unser eigener Freund zu werden. Uns den verschiedenen oft gegensätzlichen Impulsen und Teilen in uns zu stellen und sie bewußt zu betrachten und sie letztlich miteinander zu vereinigen. Statt ungeliebte Teile unserer Persönlichkeit abzuspalten und zu verteufeln geht es darum sie in unser Sein zu integrieren. Heil sein als "wieder Ganz werden". Gestalttherapie ist als das "wilde Kind der Psychoanalyse" eine hochwirksame erlebnisorientierte und moderne integrative Therapie, in der es darum geht eigene Möglichkeiten zu entdecken um mehr Freiheit und Lebensintensität zu erlangen. Es geht ums Erleben und Entdecken – das ist etwas anderes, als uns in unserer Geschichte zu vertstricken und im "Darüberreden" zu versinken."

Ich möchte weder mein eigener Freund werden noch irgendwelche Persönlichkeitsteile integrieren oder abspalten.

Es lief vor ein paar Monaten eine Reportage, in der über einen Mann berichtet wurde, der Zeit seines Lebens unter starken Depressionen litt. Er hat sich an eine Organisation in der Schweiz gewandt, die Sterbehilfe anbieten. Es gab Untersuchungen, Interviews mit dem Betroffenen selbst, Freunden, Ärzten Therapeuten etc. Nach sehr eingehenden Untersuchungen und langer Zeit und als sich tatsächlich herauskristallisierte, dass es für sein Leiden keine Hilfe gab, wurde ihm von dieser Organisation die Sterbehilfe gewährt. Es gibt auch solche Wege, wenn wirklich, wirklich keinen anderen Ausweg gibt. Allerdings glaube ich, dass solche Fälle ausgesprochen selten vorkommen.

Das ist wieder genau der Punkt. Statt Menschen von Anfang an eine humane Weise anzubieten aus dem Leben zu scheiden, muss man sich erst wieder durch lauter Instanzen kämpfen. Das ist doch total krank. Es ist doch kein Wunder, dass sich Menschen dann lieber vor den nächsten 12-Tonner werfen.

c8rovwl


Woher nimmst du dir das Recht heraus zu bestimmten was man sich erlauben darf oder auch nicht? Das muss doch jeder Mensch für sich selbst entscheiden.

Der Spruch war nicht so gemeint, wie du ihn jetzt aufgefasst hast. Ich halte aufgeben durchaus für eine Option. :-)

Deine Sicht auf die Dinge ist extrem destruktiv und schwarz gefärbt. Sie sei dir aber unbenommen. Gute Tips zur (tod)sicheren Selbstötung wären also das was dir eigentlich als Antwort vorschwebt?

c(rowNl


Aufgeben ist das Letzte, was man sich erlauben darf.

Das geht eher um "das Letzte". Danach kommt nämlich nichts mehr. ;-)

K]apuzAiner6kressxe


@ Louan

Glückwunsch, Sie haben einen der wenigen Menschen virtuell getroffen.

bist du sicher? ist es nicht wirklich so, dass du nur SO nicht mehr leben möchtest?

Nochmal: Gehe davon aus, dass eine Änderung nicht möglich ist. Verlangst du jetzt, dass man mich für den Rest meines Lebens einsperrt? Ist das human?

du wirst doch gar nicht den rest des lebens weggesperrt? wie kommst du darauf?

ich kenne die gedankengänge, die du hast, nur zu gut...ich "quäle" meine therapeutin regelämig damit ;-). aber woher willst du (wollen wir) wissen, dass es keine änderung gibt, solange wir nicht versucht haben es zu ändern?

In Grundzügen schon, nur erkennt man dies eben erst viele Jahre später, weil man als Kind nicht reif genug ist um sich darüber Gedanken zu machen.

welche grundzüge meinst du?

L?ou;an


Der Spruch war nicht so gemeint, wie du ihn jetzt aufgefasst hast. Ich halte aufgeben durchaus für eine Option.

Deine Sicht auf die Dinge ist extrem destruktiv und schwarz gefärbt. Sie sei dir aber unbenommen. Gute Tips zur (tod)sicheren Selbstötung wären also das was dir eigentlich als Antwort vorschwebt?

Ich verweise auf meinen Fadentitel und weise darauf hin, dass meine einzige Grundaussage darin besteht, dass ich nicht existieren möchte.

LKouxan


bist du sicher? ist es nicht wirklich so, dass du nur SO nicht mehr leben möchtest?

99,99999999998%. Im anderen Szenario würde ich am liebsten diesen Planeten hier sprengen.

du wirst doch gar nicht den rest des lebens weggesperrt? wie kommst du darauf? ich kenne die gedankengänge, die du hast, nur zu gut...ich "quäle" meine therapeutin regelämig damit . aber woher willst du (wollen wir) wissen, dass es keine änderung gibt, solange wir nicht versucht haben es zu ändern?

Was passiert denn sonst, wenn ich keine Hilfe mehr möchte? Es gibt keine Änderung, weil ich die Änderungen welche nötig wären gar nicht will. Du hast doch sicherlich gelesen, dass ich schon die menschlichen Triebe für absolut abartig halte.

welche grundzüge meinst du?

Charakterzüge welche dafür gesorgt haben, dass ich so wurde wie ich bin. Das ist jetzt keine Schuldzuweisung nach dem Motto: "Ich kann ja nichts dafür", sondern nur eine Feststellung.

d~asgeOspunXdeplusx20


Ein Tip: Gehe mal nach Afrika für 6 Monate und lebe dort mit den Menschen unter den ärmsten Bedingungen, dann wirst du wirklich spüren, was es heißt, das Leben zu hassen. Die Menschen haben dort nichts und leben in Hütten.

Und die sind meist glücklicher als die jammernden Deutschen, die alles haben, denen es gut geht und die trotzdem meckern, wie scheisse alles ist.

cRruowxl


dass ich nicht existieren möchte

Es ist aber nunmal Fakt, dass du das tust. Also finde dich damit ab oder protestier halt weiter gegen das Vorhandensein deiner Existenz und verzehre deine kräftig im sinnlosen Widerstand gegen diese Tatsache.

Früher oder später gehen wir eh alle drauf, keine Sorge. Du hast die Wahl, was du mit der Zeit bis dahin anfängst. Und du trägst die Verantwortung dafür.

K6apuzi2nervkresxse


@ Louan

Was passiert denn sonst, wenn ich keine Hilfe mehr möchte?

was soll passieren? du lebst so weiter wie jetzt.

Es gibt keine Änderung, weil ich die Änderungen welche nötig wären gar nicht will. Du hast doch sicherlich gelesen, dass ich schon die menschlichen Triebe für absolut abartig halte.

du sagst es ja selbst...du willst nicht.

ich glaube zu jan Ulrich wurde mal bei einer Tour gesgt: "quäl dich, du sau" (nicht falsch verstehen)...aber genau das würde ich dir raten. du bist intelligent, du ahst auch die kraft...also einen versuch etwas zu ändern solltest du dir geben. du bist gar nicht so viel anders als all die vielen anderen....auch wenn du dir das einbildest ;-).

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