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Wenn man das Leben an sich hasst?

M&ollziednchexn


Nach dem, was Du hier so schreibst, ist für mich das, was mit Dir los ist, ziemlich durchschaubar. Und es ist durchaus nicht unlösbar. Aber wenn ich jetzt hier aushole, werde ich in diesem Leben nicht mehr fertig. Das wäre Arbeit eines Therapeuten. Außerdem weiß ich ja gar nicht ob Du das überhaupt willst.

Lnouaxn


Das wäre Arbeit eines Therapeuten. Außerdem weiß ich ja gar nicht ob Du das überhaupt willst.

Eine Therapie habe ich ziemlich schnell wieder abgebrochen und um deinen zweiten Satz dreht sich das Thema im Grunde.

M2olli'encMhexn


Aber eigentlich läuft es immer auf das gleiche raus:

Entweder man nimmt hin, dass es einen halt gibt, und versucht, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Wenn das im aktuellen psychischen Zustand nicht gelingt, braucht man eben professionelle Hilfe.

Oder man hadert damit und hasst sich und den Rest der Welt und leidet darunter weiter.

(Das Beenden des Lebens gibt es als Option ja auch noch; leichtfertig vorschlagen möchte ich so etwas allerdings nicht.)

LDou)an


Entweder man nimmt hin, dass es einen halt gibt, und versucht, sich das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Wenn das im aktuellen psychischen Zustand nicht gelingt, braucht man eben professionelle Hilfe.

Das geht bei mir aber über einen temporären psychischen Zustand hinaus. Kein Therapeut kann meine ganze Weltsicht und Essenz meines Seins verändern.

Mholli#enchxen


Das geht bei mir aber über einen temporären psychischen Zustand hinaus. Kein Therapeut kann meine ganze Weltsicht und Essenz meines Seins verändern.

Hm… Mag ich nicht recht glauben. Du willst nicht, dass jemand dies ändert, denke ich eher. Weil Dir Deine Art zu denken und zu fühlen auf eine Art durchaus gefällt. Du könntest aber etwas ändern, wenn Du nur wolltest. Denke ich.

Was ich (für sich selbst) gefährlich finde: Der Meinung zu sein, man wolle eigentlich gar nicht leben (= existieren) und kategorisch auszuschließen, dass dies nur ein Symptom für eigentlich ein spezielles, durchaus auch auf andere Art lösbares Problem ist.

Ich kenne solche "Kurzschlüsse" im Hirn, die am Ende immer das Fazit "ist doch eh alles scheiße" auslösen. Klamüsert man die Einzelteile aber mal auseinander, stellt man fest, dass durchaus nicht "alles" scheiße ist, sondern nur bestimmte Dinge im Leben nicht funktionieren. Würde man die für sich genommen bearbeiten, wäre alles gar nicht mehr so dramatisch.

Die Entscheidung, ob man sich selbst die Chance geben möchte oder nicht, trifft man am Ende natürlich allein.

Rpenessaxnce


Streite ich gar nicht ab, weil ich nun mal ein Mensch bin.

Ganz ehrlich: Ich freue mich, dass es so ist. Also, dass Du noch einen Hauch an Deinem Leben hängst bzw. zumindest nicht abstreitest, dass es so ist.

Um mal etwas klarzustellen: Mir ist Deine Gefühlswelt aus eigener (inzwischen vergangener) Erfahrung bekannt, ich verstehe Dich also durchaus.

Mollienchen

Mollienchens Antwort hätte fast meine sein können.

Auch das Leiden an der Umwelt oder am Leben ist ein Leiden an sich selbst, es ist wahnsinnig schwer, aus diesem Negativ-Gefängnis, in dem Du steckst, rauszukommen. Und wenn Du nicht willst, kein Interesse daran hast, dann kannst Du immer noch einfach abwarten, ob sich durch irgendeinen zukünftigen Umstand etwas ändert.

Wie schon per Pn gesagt: Tot ist man dann ohnehin noch lange genug.

Looxuan


Hm… Mag ich nicht recht glauben. Du willst nicht, dass jemand dies ändert, denke ich eher. Weil Dir Deine Art zu denken und zu fühlen auf eine Art durchaus gefällt. Du könntest aber etwas ändern, wenn Du nur wolltest. Denke ich.

Das habe ich doch aber weiter oben schon beschrieben gehabt. Trotz allen Leidens habe ich auch bestimmte Erkenntnisse gewonnen. Wie primitiv der Mensch zum Beispiel im Endeffekt eigentlich wirklich ist.

Was ich (für sich selbst) gefährlich finde: Der Meinung zu sein, man wolle eigentlich gar nicht leben (= existieren) und kategorisch auszuschließen, dass dies nur ein Symptom für eigentlich ein spezielles, durchaus auch auf andere Art lösbares Problem ist. Ich kenne solche "Kurzschlüsse" im Hirn, die am Ende immer das Fazit "ist doch eh alles scheiße" auslösen. Klamüsert man die Einzelteile aber mal auseinander, stellt man fest, dass durchaus nicht "alles" scheiße ist, sondern nur bestimmte Dinge im Leben nicht funktionieren. Würde man die für sich genommen bearbeiten, wäre alles gar nicht mehr so dramatisch. Die Entscheidung, ob man sich selbst die Chance geben möchte oder nicht, trifft man am Ende natürlich allein.

Nur blöd, wenn im Leben gar nichts mehr funktioniert und selbst der sprichwörtliche BILD-Leser mehr auf die Reihe bekommt.

MAolliuencxhen


Wie primitiv der Mensch zum Beispiel im Endeffekt eigentlich wirklich ist.

Wenn man es auf die körperlichen Funktionen und die Arterhaltung runter reduziert, dann schon.

Nur blöd, wenn im Leben gar nichts mehr funktioniert und selbst der sprichwörtliche BILD-Leser mehr auf die Reihe bekommt.

Wie gut ich diesen Gedanken nachvollziehen kann. ;-D

Ytou wneNver kCnow


Woher kommt diese "Verachtung" gegenüber dem Leben? Ich denke, es hat gar nicht so viel mit der Evolution, der Politik oder gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun, sondern viel mehr mit der Eltern-Kind-Beziehung – also über lange und engste Zeit davon geprägt zu werden, wer man sein kann und was wirklich möglich ist.

LVoXuxan


Woher kommt diese "Verachtung" gegenüber dem Leben? Ich denke, es hat gar nicht so viel mit der Evolution, der Politik oder gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun, sondern viel mehr mit der Eltern-Kind-Beziehung – also über lange und engste Zeit davon geprägt zu werden, wer man sein kann und was wirklich möglich ist.

Meine Eltern haben sich trotz Vollbeschäftigung mit Sicherheit mehr um mich gekümmert als das in anderen Familien der Fall ist, wo Kinder teilweise einfach vor den Fernseher gesetzt werden. Ich verachte das Leben, weil mir klar geworden ist, dass es völlig egal ist ob wir alle Krankheiten heilen können, zu entfernten Planeten reisen oder etwas über die Anfänge des Universums erfahren werden. Uns unterscheidet im Endeffekt nichts von einem Zebra oder einem Igel.

Rzenes=sancxe


Denke ich auch, es ist eine Prägung, die schon sehr früh entstanden sein muss. Nur ist das leider völlig irrelevant, wenn jemand keine Änderung will und sich sträubt, zu sehen, dass es Möglichkeiten GIBT, die Welt anders zu erleben (dass er sie trotzdem wünscht, steht nicht im Widerspruch).

Lpuan, ist es für Dich eine intellektuelle Herausforderung, hier zu widerlegen, dass es auch für Dich diese andere Sicht geben könnte?

L]ouaxn


Denke ich auch, es ist eine Prägung, die schon sehr früh entstanden sein muss.

Nur wäre es herzallerliebst, wenn nicht ständig Leute versuchen würden dies auf meine Familie zu schieben.

Nur ist das leider völlig irrelevant, wenn jemand keine Änderung will und sich sträubt, zu sehen, dass es Möglichkeiten GIBT, die Welt anders zu erleben (dass er sie trotzdem wünscht, steht nicht im Widerspruch).

Die Änderungen die nötig sind würden bedeuten, dass ich mich und meinen Charakter komplett verrate.

Louan, ist es für Dich eine intellektuelle Herausforderung, hier zu widerlegen, dass es auch für Dich diese andere Sicht geben könnte?

In einem Online-Forum mit wildfremden Personen Gedanken auszutauschen und sich gegenseitig Vorwürfe zuzuschieben entspricht nicht dem was ich als intellektuelle Herausforderung bezeichnen würde.

MVolli9eZnchexn


Klar, das Leben ist an sich banal. "Den" Sinn des Lebens (außer Arterhaltung) sehe ich auch nicht. Alles, was darüber hinaus geht (Musik und anderweitige Unterhaltung) dient halt dem vorübergehenden Wohlbefinden und der Entspannung der Individuen zur Aufrechterhaltung der Kräfte, um weiter funktionieren zu können.

Das kann man verteufeln, aber auch begrüßen. Wie man will. Hauptsache es geht einem gut.

MgolIlie1nchxen


Die Änderungen die nötig sind würden bedeuten, dass ich mich und meinen Charakter komplett verrate.

Irrtum.

YOou pnever knxow


Louan

Meine Eltern haben sich trotz Vollbeschäftigung mit Sicherheit mehr um mich gekümmert als das in anderen Familien der Fall ist, wo Kinder teilweise einfach vor den Fernseher gesetzt werden. Ich verachte das Leben, weil mir klar geworden ist, dass es völlig egal ist ob wir alle Krankheiten heilen können, zu entfernten Planeten reisen oder etwas über die Anfänge des Universums erfahren werden. Uns unterscheidet im Endeffekt nichts von einem Zebra oder einem Igel.

Und dennoch unterscheidet dich alles von allem anderen. So gleich bist du also gar nicht.

Vielleicht solltest du aus diesem Umstand einen Nutzen ziehen.

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