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Wenn man das Leben an sich hasst?

gn ner_{Sack


Schon mal an Romanschreiben gedacht ?

LNouan


Was für ein Glück. Ich sehe mich auch schon lange nach was anderem um, weil meine Wohnung keine Wohnung, sondern ein Mordinstrument ist, aber habe bis jetzt nichts gefunden( hat verschiedene Gründe, ist jetzt nicht das Thema).

Ich habe zwar zum Glück noch meine Eltern im Hintergrund die mir als BAB/BaföG-Ersatz zur Seite stehen, weil mir dies nicht zusteht, aber Einschnitte muss ich an anderer Stelle natürlich trotzdem machen. Großartige Urlaubsreisen oder Anschaffungen fallen weg. Schon die Tatsache, dass ich eine kleine Einbauküche und eine Wanne habe (Leider keine Dusche), sprechen meinem Empfinden nach für sich. Sozusagen mein kleiner Luxus.

Schon mal an Romanschreiben gedacht ?

Ich wollte auch schon Musik machen und habe mir sogar das Equipment dazu gekauft, aber bis heute nichts auf die Reihe bekommen.

Wenn die Situation so ist wie sie ist gibt es kein SPÄTER mehr.

Das ist halt der Punkt. Morgen breche ich vielleicht meine Ausbildung ab und was (sinnbildlich) Übermorgen ist mag sich hier keiner ausmalen. Bloß möchte ich wie gesagt realistisch bleiben. Ein weiteres Jahr Ausbildung halte ich nicht aus, das Warten auf den Psychiater-Termin nicht und drei Kliniken haben mir bereits gesagt, dass die psychiatrische Institutsambulanz nur dann für Notfall-Patienten gedacht ist, wenn diese dann auch stationär bleiben.

g$Ener_qSack


aber das Musik-Zeug ist doch eine größere Anschaffung, ich wünschte, ich könnte mir sowas leisten.

k1aktxus08


Ein weiteres Jahr Ausbildung halte ich nicht aus, das Warten auf den Psychiater-Termin nicht und drei Kliniken haben mir bereits gesagt, dass die psychiatrische Institutsambulanz nur dann für Notfall-Patienten gedacht ist, wenn diese dann auch stationär bleiben.

Die werden dich auch stationär da behalten wenn du denen das sagst, was du hier schreibst. Wenn du diesen Hass auf das Leben, diesen Wahn im Prinzip beenden willst, solltest du dich vielleicht damit anfreunden. Es mag ein Aufprall sein, aber auch ne Chance.

g+rüneFr_JSaxck


Den Haß auf das Leben haben wir doch alle mal. Ich würde nur im Leben nicht darauf kommen, dass mir im Internet da jemand helfen kann. Wie denn auch ?

ChhiQuGitDaxa


Hallo Louan,

ich kann deine Situation gut nachempfinden. Mir ging es auch einmal so wie dir. Ich wollte einfach nicht mehr existieren. Ich bin mit meinem ganzen Leben einfach nicht klar gekommen und das schon über eine so lange Zeit nicht. Es war soweit mit mir, dass ich mein Zimmer außer um zur Schule zu gehen nicht mehr verlassen habe. Ich habe den ganzen Tag in meinem Bett verbracht und die Jalousien unten gehabt. Keiner verstand wieso ich so bin. Aber ich habe es auch niemandem erzählt. Mir was alles egal. Konnte mich über nichts erfreuen. Ich wollte auch einfach nur noch sterben und mein Leben nicht mehr ertragen müssen. Wenn ich beispielsweise mal stolperte habe ich mir in der nächsten Sekunde schon wieder gedacht "Warum hättest du jetzt nicht so fallen können, dass du dir das Genick gebrochen hättest" oder ähnliches. Zu dem habe ich mich total alleine gefühlt. Konnte nirgends Anschluss finden und mich integrieren und habe vermehrt Freunde verloren. Jede Nacht habe ich geweint. Ein paar mal habe ich mir sogar wenn ich auf meinem Geburtstagskuchen die Kerzen ausgepustet habe gewünscht, dass ich bald sterbe...

Naja, irgendwann bin ich dann aber an einen Punkt gekommen wo ich wirklich nicht mehr konnte. Mich umzubringen dazu hätte ich gar nicht den Mut gehabt und darum dachte ich mir, JETZT muss sich was ändern, das kann so nicht weiter gehen. Ich halte das alles nicht mehr aus.

Dann hab ich mich auf die Suche nach einem Psychologen gemacht. Zu meinem Glück hatte er auch noch direkt einen Platz frei. Bei meinem ersten Versuch einen Psychologen zu finden, habe ich schnell wieder aufgegeben als ich bei vielen hörte, dass ich u.a. 3 Monate warten müsse.

Naja was ich dir eigentlich sagen will. Ich bin jetzt etwas über einem Jahr in Behandlung und mir geht es jetzt besser als zu der Zeit, als ich meine erste Sitzung hatte. Meine Traurigkeit hatte viel damit zu tun, dass ich mich alleine und ungeliebt fühlte. Zu dem habe ich eine starke Sozialphobie, welche mir das Kennenlernen neuer Leute schwer macht. Ich fühle mich unwohl in großen Mengen oder mit Leuten welche ich nicht gut kenne. Man kann sagen, dass ich einfach extrem Schüchtern bin. Aber ich weiß, dass nur ich diejenige sein kann, die die Situation in meinem Leben ändern kann. Also klar, ganz alleine ohne meinen Psychologen hätte ich es nie geschafft. Aber er gibt mir die Anregungen und den Mut.

Du sagtest die Kinder frühe haben dich als komisch bezeichnet und mieden deswegen den Kontakt zu dir. Man kann nicht immer sagen die anderen sind Schuld. Klar hat so etwas auch mit Akzeptanz zu tun aber wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch hinaus. Ich denke da ist etwas dran. Und damit will ich nicht sagen, das du ein bösartiger, schlechter Mensch bist.

Versuche es doch mit einer Therapie und breche deine Ausbildung nicht ab. Du wirst es später bereuen.

Ich habe auch mein Fachabitur abgebrochen, weil ich zu der Zeit in einem großen Loch steckte und jetzt bereue ich es!

L$ouhan


Die werden dich auch stationär da behalten wenn du denen das sagst, was du hier schreibst. Wenn du diesen Hass auf das Leben, diesen Wahn im Prinzip beenden willst, solltest du dich vielleicht damit anfreunden. Es mag ein Aufprall sein, aber auch ne Chance.

Das löst aber meine finanziellen Verpflichtungen nicht und die Tatsache, dass ich mich in einer Ausbildung befinde, welche nicht erst gestern angefangen hat.

Den Haß auf das Leben haben wir doch alle mal. Ich würde nur im Leben nicht darauf kommen, dass mir im Internet da jemand helfen kann. Wie denn auch ?

Ich habe nicht einfach nur einen Hass auf das Leben. Ich hasse das Leben an sich. Soll ich es noch extremer formulieren? Ich hasse Kohlenstoff-Verbindungen und alles was damit zu tun hat. Lebewesen haben einen einzigen Zweck und das ist Reproduktion.

g9rünrer_S4ack


Kannst du am Tierreich auch nichts Schönes finden ?

LBoCua>n


Naja, irgendwann bin ich dann aber an einen Punkt gekommen wo ich wirklich nicht mehr konnte. Mich umzubringen dazu hätte ich gar nicht den Mut gehabt und darum dachte ich mir, JETZT muss sich was ändern, das kann so nicht weiter gehen. Ich halte das alles nicht mehr aus.

Das ist der erste Unterschied. Ich möchte nicht Teil dieser Gesellschaft werden. Ich möchte keinen Lebewesen sein welches sich tagtäglich seinen Trieben hingeben muss, weil dies nun einmal sein Zweck ist.

Du sagtest die Kinder frühe haben dich als komisch bezeichnet und mieden deswegen den Kontakt zu dir. Man kann nicht immer sagen die anderen sind Schuld. Klar hat so etwas auch mit Akzeptanz zu tun aber wie es in den Wald hineinruft, so schallt es auch hinaus. Ich denke da ist etwas dran. Und damit will ich nicht sagen, das du ein bösartiger, schlechter Mensch bist.

Ich habe leider keine Persönlichkeit und trotzdem einen schlechten Charakter. Das möchte ich jetzt nicht mit Beispielen belegen, aber erst gerade hatte ich wieder einen Konflikt welcher einzig und allein meinem Verhalten zuzuschreiben ist.

Dann hab ich mich auf die Suche nach einem Psychologen gemacht. Zu meinem Glück hatte er auch noch direkt einen Platz frei. Bei meinem ersten Versuch einen Psychologen zu finden, habe ich schnell wieder aufgegeben als ich bei vielen hörte, dass ich u.a. 3 Monate warten müsse. Naja was ich dir eigentlich sagen will. Ich bin jetzt etwas über einem Jahr in Behandlung und mir geht es jetzt besser als zu der Zeit, als ich meine erste Sitzung hatte. Meine Traurigkeit hatte viel damit zu tun, dass ich mich alleine und ungeliebt fühlte. Zu dem habe ich eine starke Sozialphobie, welche mir das Kennenlernen neuer Leute schwer macht. Ich fühle mich unwohl in großen Mengen oder mit Leuten welche ich nicht gut kenne. Man kann sagen, dass ich einfach extrem Schüchtern bin. Aber ich weiß, dass nur ich diejenige sein kann, die die Situation in meinem Leben ändern kann. Also klar, ganz alleine ohne meinen Psychologen hätte ich es nie geschafft. Aber er gibt mir die Anregungen und den Mut. Versuche es doch mit einer Therapie und breche deine Ausbildung nicht ab. Du wirst es später bereuen.

Einen Therapieversuch beim Psychotherapeuten habe ich bereits abgebrochen, darum habe ich mir auch einen Termin beim Psychiater genommen und lasse aktuell sogar meine Schilddrüse überprüfen, da Vorbelastungen bestehen. Ich bereue es aber zu existieren. Wie gesagt möchte ich gar nicht Teil dieser Welt sein. Lassen wir es mal auf einer persönlichen Ebene. Zusammenhalt, Freundschaft, Partnerschaft, Intimität, Sexualität. Das widert mich alles so an. Das ist in meinen Augen so dumm, nutzlos und primitiv, dass ich mich am liebsten einfach mit einem Knüppel zu Tode schlagen würde. Sieh dies bitte nicht als Angriff, wenn andere Menschen dran Freude haben, soll dies eben so sein. Ich möchte es nicht, weil ich es auf mentaler Ebene als absolut abartig empfinde.

g1rüner+_SaDck


Oder trifft es das nicht ganz ? War kurz abgelenkt, sehe gerade Bericht über Kinder in Syrien, die mutterseelenallein dort leben.

L>ou3an


Kannst du am Tierreich auch nichts Schönes finden?

Stell dir vor, dass ich mich sogar für den Zivildienst und die Ausbildung beim Tierpark/Zoo beworben habe. Wurde nie angenommen, aber immerhin. Tiere sind nun mal Tiere, weil sie keine Fragen stellen. Ich brauche nur hier in bestimmte Forenbereiche zu schauen und sehe, dass der Mensch auch weiterhin ein Tier bleiben wird. Leider bin ich mir als Mensch meiner eigenen Existenz in einem Maße bewusst, die ein Weiterleben längerfristig nicht möglich machen.

Es ist völlig gleich ob wir Microchips kreieren, zum Mars fliegen oder Riesen-Wolkenkratzer bauen. Uns unterscheidet im Endeffekt nichts von einer Assel, einer Rate oder einem Elefanten.

gcZner_pSacxk


Warum sollten wir uns denn von Assel und Elefant unterscheiden ? Sagt ja keiner.

Nur mit dem Unterschied, dass die sich nicht drüber aufregen, was sie den ganzen Tag so tun.

(müssen). Das ist doch entscheidend.

gvrün1er_Sacxk


Teil der Gesellschaft? Auswandern, solange es noch geht. Nach Indien, und dort lernen, jahrelang ohne Nahrung zu leben, stehend auf einem Bein.

d-ie{gazxelle


Machs wie Faust und bilde Dich...

Obwohl der ich auch mal seinen niederen Instinkten hingegeben hat.

Pass auf, dass kein böser Mephisto kommt, der dich zu irgendwas verleiten will.

L_oxuan


Warum sollten wir uns denn von Assel und Elefant unterscheiden ? Sagt ja keiner. Nur mit dem Unterschied, dass die sich nicht drüber aufregen, was sie den ganzen Tag so tun. (müssen). Das ist doch entscheidend.

Ich rege mich aber darüber auf, dass mich niemand gefragt hat ob ich existieren möchte. Klar sagt doch jeder, dass wir uns vom Tier unterscheiden. Tun wir aber nicht. Wir sind niedere, vom Instinkt und von den Trieben gelenkte Wesen.

Teil der Gesellschaft? Auswandern, solange es noch geht. Nach Indien, und dort lernen, jahrelang ohne Nahrung zu leben, stehend auf einem Bein.

Ich will nicht Teil irgendeiner Gesellschaft sein. Auch nicht der Gesellschaft des Lebens.

Machs wie Faust und bilde Dich... Obwohl der ich auch mal seinen niederen Instinkten hingegeben hat. Pass auf, dass kein böser Mephisto kommt, der dich zu irgendwas verleiten will.

Was habe ich denn die letzten Dekaden gemacht? Mit Sicherheit nicht rumgesessen. Es ist aber alles sinnlos.

Ich möchte einfach nicht existieren und auch hier scheint niemand wirklich daran interessiert zu sein, mir diesen Gedanken auch nur irgendwie auszureden. Ich habe ja jetzt mehrfach gefragt was mit meiner Ausbildung und den finanziellen Verpflichtungen wäre, wenn ich eine Klinik aufsuchen würde. Anscheinend gibt es dafür einfach keine simple Lösung.

Das scheint nun einmal die Wahrheit zu sein. Kommt mir jetzt nicht mit blöden "Das Leben ist nun mal kein Ponyhof"-Sprüchen an. Sagt mir doch mal einer konkret was aus meiner Wohnung, meinen Verträgen, meinen Versicherungen und meiner Ausbildung werden würde, wenn ich morgen einfach in eine Klinik gehe und mich sprichwörtlich einliefern lasse.

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