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Depression? Was ist los? Habe Angst, "mich" zu verlieren..

A6she hat die Diskussion gestartet


Hallo und guten Abend,

ich weiß nicht wirklich, was ich mit meinem Text bezwecken will. Vielleicht will ich mir einfach ein paar Dinge von der Seele reden. Ich weiß es noch nicht genau :)

Ich bin 22, werde in einem halben Jahr 23. Schon habe habe ich unter "Minderwertigkeitskomplexen" gelitten, habe mich einfach nie als genauso "wertvoll" wie andere Menschen gesehen. Vor ca. 9 Jahren ist mein Vater (68) an Krebs erkrankt, diese Problematik habe ich auch in älteren Fäden von mir angesprochen. Das war sehr sehr schwer für mich und ich habe seitdem unter panischer Angst gelitten, ihn zu verlieren.

Mit 17, ich war zu der Zeit dabei, mein Abitur zu machen, wurde ich beim Feiern gehen in einer Disco misbraucht, wahrscheinlich unter Einfluss von K.O.-Tropfen; ich sollte danach eigentlich eine Psychotherapie anfangen, da ich nicht mehr in der Lage war, zur Schule zu gehen oder sonstwie meinen Alltag zu bestreiten. Die Therapie fing an, jedoch stellte sich heraus, dass die Therapeutin für mich gar nicht zuständig war und schob mich sozusagen an eine Kollegin ab. Es hat sich schrecklich angefühlt und ich ging nicht hin, ich habe meine Probleme dann mit mir selbst ausgemacht, quälte mich durch die Schule und eine sehr belastende, von Eifersucht und verbaler Gewalt geprägte Beziehung.

Mein Abitur habe ich bestanden, wenn auch eher schlecht als recht und von meinem damaligen Partner konnte ich mich irgendwann trennen. Kurz darauf fand ich mich schon in einer neuen Beziehung mit einem sehr rücksichts- und liebevollen, aufmerksamen Partner und im Jahr 2011 fing ich, ca. 200 km von zu Hause entfernt eine Ausbildung an.

In den letzten Wochen habe ich bemerkt, dass ich diese ganze Situation nicht mehr aushalte. Schon immer habe ich mir gesagt... "Erst musst du deine Probleme lösen, dann kannst du wieder durchstarten!" Jedoch dachte ich, je weiter weg ich gehe, desto weiter sind auch meine Probleme von mir entfernt. Als ich, am Anfang der Ausbildung alleine in meinem Wohnheimzimmer saß, habe ich sehr sehr viel geweint, hatte unglaubliches Heimweh, kam verheult und wie ein Zombie zum Praxisblock, habe gearbeitet, kam zurück und habe nur im Bett gelegen und weitergeheult. (Theorie- und Paxisblöcke wechseln sich bei mir ab und dauern jeweils mehrere Wochen.) Mit der Zeit ging es mit besser und ich hatte mich an die Umgebung und die Ausbildung gewöhnt. Zwar hatte sich auch mit der Zeit herausgestellt, dass diese Ausbildung nicht "meins" ist und mich entweder unterfordert oder einfach nur stark frustriert, aber abbrechen "ging nicht", falls irgendwelche alten Probleme von mir aufkamen, wurden sie runtergeschluckt und ignoriert. Mir geht's doch gut, und schlechte Zeiten muss jeder mal durchleben.

Ich weiß nicht ob ich nun seit einigen Monaten die Quittung dafür bekomme, aber mein Zustand hat sich sehr verschlechtert... Ich kann sehr oft nicht richtig schlafen, ich kann nicht einschlafen und wache zum Teil sehr oft nachts wieder auf, sodass ich am nächsten Morgen wie gerädert bin. Meine Gedanken drehen sich nur noch um meine Probleme, darum, meine Ausbildung abzubrechen, darum, dass ich keine Kraft mehr habe, darum, dass ich wohl eine komplette Enttäuschung bin.

Ich habe so gut wie keine Hobbies mehr; teilweile kaufe ich mir irgendwelche Bastelsets, Magazine, was auch immer, nur liegt der Kram ungenutzt herum. Egal was mir widerfährt, ich kann mich nicht mehr darüber freuen, es kommen so gut wie gar keine Gefühle mehr zu meinem "Innersten" durch. Was ich die meiste Zeit "fühle", ist ein schwerer Umhang, der auf meiner Brust liegt, mit dem ich schwerer atmen kann, der alles Mögliche abblockt... So fühlt es sich an, genauer kann ich es nicht beschreiben.

Ich grüble, rauche, damit ich mich für einen kurzen Moment entspannt fühlen kann, kann nichts für den Unterricht vorbereiten, kann mich nicht lange auf bestimmte Dinge konzentrieren... Wenn ich meine Eltern besuche, bin ich oft sehr gereizt und erst vor wenigen Wochen habe ich ihnen erzählt, dass ich glaube, dass es mir sehr schlecht geht und ich nicht absichtlich so "drauf" bin.

Ohne dramatisch oder sonstwie "krass" klingen zu wollen – ich fühle mich innerlich tot. Wenn ich diesen Zustand wirklich beschreiben müsste..? Wenn ich lache, dann merke ich eben, dass ich mich dabei nicht freue; wenn ich mit irgendwas beschäftigt bin, dann merke ich dass mein Interesse nicht geweckt ist. Mich zieht jede Kleinigkeit runter, aber selbst der größte Glücksfall zieht mich nicht wieder hoch. Ich kann im Moment nicht mal richtig für mich kochen oder regelmäßig Staub wischen, den Müll raustragen, aufräumen... Da frage ich mich – was ist los mit mir?

Meine Beziehung habe ich vor kurzem beendet, unter anderem, weil keine Gefühle, keine Taten mehr an mich herangekommen sind.

Ich war auch vor einem Monat bei meinem Hausarzt, habe Jarsin verschrieben bekommen und warte auf einen Therapieplatz. Morgen mache ich einen neuen Termin, da das Jarsin bei mir anfangs zwar ein wenig, aber mittlerweile nicht mehr wirkt; seitdem ich mit der Einnahme begonnen habe leide ich regelmäßig unter Herzrasen.... Nur weiß ich nicht ob dies direkt mit dem Jarsin zusammenhängt.

Auf jeden Fall weiß ich einfach nicht, wie ich das, was ich habe, "nennen" kann. Im Moment kann ich leider nur abwarten und dachte, es wäre eine gute Idee, alles einfach mal niederzuschreiben. Vielleicht ging es hier jemandem mal ähnlich und kann mit einen Rat geben? Ich weiß es nicht.

Aber ich glaube, es tat ein bisschen gut, sich mal "auszulassen". *:) @:)

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