» »

Partner ignoriert mich – bipolare Störung

Bmlaixr_W


Du kannst doch nicht wirklich nach drei Monaten schon von Liebe sprechen!

D&uqmal


Erdbeerwolke

Du bist nach vier Wochen zu einem dir fremden Mann gezogen? Mutig. Oder so.

Mir ist selbst klar, dass es nicht ewig so weitergehen kann, deshalb frage ich mich ob es an seiner Krankheit liegt, dass er mich immer wieder so behandelt und ob eventuell eine Therapie sein Verhalten ändern könnte.

Für deine aktuelle Situation ist das recht unerheblich. Zum einen macht er ja keine Therapie, sagt auch nicht dass er es will und zum anderen brauchen Therapien Zeit.

Ich habe hier noch keinen Job gefunden, deshalb kann ich es mir nicht leisten in eine Wohnung in der Nähe zu ziehen.

Dann solltest du für dich die Option zurück zu gehen auf deinen Tisch legen.

E]rdbeerowolkxe


Mir fallen bei ihm schon immer wieder typische Züge einer bipolaren Störung auf. Z.B. kauft er wenn er gute Laune hat ständig DVDs und Tshirts (die er gar nicht braucht ) und jetzt in seiner depressiven Phase gibt er nichts aus.

Keine Ahnung ob noch ein anderes psychisches Problem vorliegt. Er kann anscheinend nicht über Probleme sprechen, zieht sich zurück und redet nichts mehr. Und ich kann nicht anders als immer wieder nachzufragen, weil mich dieses ignorieren wahnsinnig macht.

_zJoxjo_


Mich ärgert es fast, wie manche ihren Freund schon halbwegs beschimpfen... :-|

Das ist eine ernst zunehmende und schwere Erkrankung, ich weiß wovon ich rede, habe dieses Problem selbst und habe ähnliche Probleme mit meinem Freund.

Ich denke für ihn ist es sehr schwer, er ist offensichtlich in einem Zwiespalt. Die Liebe zu dir und dem Wissen, dass er dich verletzt und auch sehr leicht verlieren kann, eben durch sein widersprüchliches Verhalten.

Dich zu verletzen tut er ganz sicher nicht absichtlich, falls doch ist er tatsächlich ein Arsch, aber das bezweifle ich. Er hat garantiert ein ausgeprägtes Gefühlschaos, er weiß, dass eine Beziehung in seiner Situation eine sehr dumme Idee ist, auf der anderen Seite kann man bekannterweise nichts für seine Gefühle und er braucht gerade jetzt viel Zuneigung, Verständnis und Liebe, die er von dir offenbar bekommt.

Er sollte dringend eine intensive Behandlung in Anspruch nehmen, zudem ist es nicht selten, dass mit solchen Erkrankungen auch eine soziale Störung einhergeht.

Hier hilft es wenig, zu versuchen die Situation zu klären, das ist unmöglich, solange er nicht in intensiver, unter Umständen auch stationärer Behandlung ist.

Zu den Medikamenten kann ich nur lachen, da bringen die besten nichts, wenn keine Therapie gleichzeitig erfolgt. Was hat er bitte für einen behandelnden Arzt oO.

Dass er sich zu seinem Sohn anders verhält, kann ich mir nur so erklären, dass er sich da bewusst ist, dass es ein Kind ist, dementsprechend die Situation nicht ganz erfassen kann, bzw verstehen kann und deshalb zum Schutz des Kindes sich enrom zusammen reißt und wahrscheinlich auch viel vorspielt. Bei dir hingegen glaubt er sein zu können wie er momentan eben ist, da du ja auch sicher nicht möchtest, dass er dir etwas vorspielt.

Aber das bedeutet halt, du bekommst die volle Bandbreite ab...

IFn-K(og JNito


hi,

meine schwägerin leidet an einer bipolaren störung und das, was du beschreibst, hat eher weniger damit zu tun....

ich kenne auch einige leute, die daran leiden, weil wir kontakt zu selbsthilfe- bzw. angehörigengruppen gesuhtt haben und das schema ist eigentlich immer dasselbe:

manische phase:

den ganzen tag auf achse,

viel geld ausgeben, stundenlang telefonieren, rastlos, haus putzen um 2:00 Uhr in der nacht....

depressive phase:

kommt nicht aus dem bett, alles ist anstrengend.

wutanfälle und mies behandeln ist wohl eher sein charakter.

wahrscheinlich hat sich das so heraus gebildet, weil er insgesamt eben einfach konfrontationen scheut, weil er angst hat, dass die ihn wieder in die krankheit schubsen. aber auch das wirst du nicht ändern.

ich würde glaube ich gehen.

er sagt es ja auch deutlich – ich meine, wie klarer soll es denn sein? ":/

I8n-K~ojg Nxito


Dich zu verletzen tut er ganz sicher nicht absichtlich,

so etwas liebe ich ja in dem zusammenhang immer besonders.

alle psychisch erkrankten wollen ernst genommen werden, handeln aber meist nicht so.....

entweder man sieht sich als vollwertiges mitgliede einer regelgesteuerten gesellschaft, dann muß man auch mit dem echo rechnen und das wäre in dem fall:

und tschüss.

oder man zieht sich auf die krankheit zurück und kann sich aufführen will, wird aber dann eher als unmündiges kind behandelt.

das will er ja nicht, als bleibt option a.

sie behandelt ihn als vollwertig und geht, was sie bei jedemanden anderen schon längst getan hätte.

_OJ8oEjxo_


Das ist jetzt die typische Reaktion eines "gesunden" Menschen....

Aber gut, man muss euch auch lassen, dass man das nur schwer nachvollziehen kann, wenn es einem selbst nicht so geht.

Das ist schwieriger, ihr vlt denken mögt, zudem er ja, wie ich es jdf. verstanden habe, noch keine vernünftige, intensive Behandlung hinter sich hat...

Man hat oft genug wenig Kontrolle über seine Emotionen und die daraus folgenden Handlungen, die kann man nur zurück erlangen, wenn man eben in einer Therapie lernt damit zu umzugehen.

ESrdbxeerw4olkxe


@ _Jojo_

Von ihm selbst weiß ich, dass er normalerweise 2 Mal pro Jahr eine Auszeit nimmt, in einer Art Klinik am Land wo kein Kontakt zur Außenwelt besteht. Er hat mir gesagt, dass er dies im Jänner machen hätte sollen, aber nicht wollte weil er es nicht 3 Wochen ohne Kontakt zu mir ausgehalten hätte.

Wieso er sich nur Medikamente besorgt und keine Therapie macht weiß ich nicht und es ist auch sehr schwer mit ihm darüber zu reden.

Im Moment kann ich nicht zu ihm durchdringen, er will weder reden noch darf ich ihn berühren etc. Das fällt mir sehr schwer.

Die letzten Male kamen am Ende seiner Phase immer Sätze wie "ich bin nicht gut für dich" "ich kann dich nicht glücklich machen "suche dir einen besseren, ich bleibe alleine ich muss nicht glücklich sein". Ich denke er weiß sehr wohl dass er mich verletzt und statt sich zu entschuldigen oder anders zu handeln stößt er mich weg.

Es verletzt mich halt extrem wenn er nur mit seinem Sohn redet und mich ignoriert. Und ich denke nicht, dass er heute noch mit mir reden wird. Aber sollte er nochmal sagen ich soll morgen alle meine Sachen mitnehmen werde ich das erstmal tun.

_=J[oj_o_


Ihm fehlt aber offensichtlich die Einsicht, dass er dringend Hilfe benötigt und zwar nicht nur in Form von Medikamenten, die wie gesagt, alleine nur wenig nutzen.

In dem Gesichtspunkt hast du mit deiner "Beschwerde" durchaus recht, allerdings ist es enorm schwer sich selbst einzugestehen, dass man psychisch ernsthaft krank ist, erst recht als Vater und somit eigenständiger Erwachsener (kann ich mir jdf. denken), für mich war es jdf. mit 18 sehr schwer, man wehrt sich natürlich dagegen trotz offensichtlicher Beweise, wodurch man auf andere dann entsprechend wie ein "unmündiges Kind" wirkt...

_VJojox_


Ich würde an deiner Stelle aus Eigenschutz auf jeden Fall wieder ausziehen, weil dich macht das verständlicherweise fertig, weil man sein Verhalten nur schwer nachvollziehen kann, bzw. es auch oft sinnfrei ist.

Er ist mit sich selbst nicht im Reinen und macht sich selbst etwas vor, er manipuliert sich selbst, mit Aussagen wie "ich bin nicht gut für dich", "ich muss nicht glücklich sein"...

Versuch nicht dahinter zu kommen... Das ist nicht deine Aufgabe, da gibt es genügend Spezialisten für...

Akzeptier seine Situation und lebe damit, was dich allerdings enorme Kraft und Geduld kosten wird, fast unmenschlich oder lass es.... aus reinem Selbstschutz

Jyackxy78


@ Jojo

was sagt dir denn, daß er ernsthaft an einer bipolaren Störung leidet? woraus kannst du das lesen? also ich kann es hier nicht raus lesen. das einzige was ich hier raus lese ist, daß er sie ohne respekt u achtung behandelt, sie echt verletzt u sie anscheinend wieder los werden möchte. manisch- depressiv ist doch in meinen augen zuminest, was völlig anderes.erkrankte leute sind in manischen phasen ruhe u rastlos, überschätzen sich u ihre fähigkeiten, geben viel geld für sachen aus, die sie nicht brauchen, kommen nicht zur ruhe, schlafen kaum, entwickeln die unmöglichsten ideen, weil sie der meinung sind sie können alles schaffen usw...

in der depressiven phase passiert ja genau das gegenteil, antriebs-und kraftlosigkeit, traurigkeit, stimmungsschwankungen, sich zurückziehen bis hin zu suizidgedanken usw. von solchen symptomen hab ich noch nix gelesen, ausser, daß er sich ab u zu t-shirts u cd´s kauft, die er nicht braucht? also was ich hier bis jetzt gelesen hab, liest sich für mich nicht wie eine bipolare störung... ":/ ":/

Frage mich, ob diese erkrankung ernsthaft bei ihm diagnostiziert wurde u wie ein arzt dazu kommt, ihm nur medis aufzuschreiben u keine therapie verordnet? ist doch alles komisch oder?

Ecrd7beerwdolke


@ _Jojo_

wenn ich ausziehe ist es ein Abschied für immer, da ich 1000 km weit weg wohne. Und im Moment habe ich noch die Hoffnung, dass wir es zusammen schaffen.

Es ist nur schwierig zu verstehen wann er es ernst meint, dass ich gehen soll und wann nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass falls ich wirklich meine ganzen Sachen mitnehme er es in ein paar Tagen bereut. Vielleicht täusche ich mich, aber bis jetzt war es immer so als ich ein paar Tage hier bei Freunden war.

Es ist nur sehr verletzend wenn dir jemand mit voller Überzeugung sagt, dass er keine Gefühle für dich hat. Und Tage später handelt er wieder ganz anders.

Ich glaube er ist der Ansicht, dass die Therapien früher nichts gebracht haben und deshalb macht er keine mehr. Ich denke er hat einfach den falschen Arzt. Nur im Moment bringt es nichts ihm das zu sagen.

Ich hab ihm einen Brief geschrieben um ihm zu zeigen, dass ich ihn trotz allem liebe, ich werde ihn morgen hinlegen bevor ich gehe, weil heute wird er ihn kaum mehr lesen wenn er auch nicht mit mir sprechen will. Vielleicht ist es gut wenn wir eine Woche Abstand haben.

Ztw#ackx44


Eine Therapie muß der Patient selbst wollen, sonst ist er nicht dazu zu bewegen. Bei bipolaren Störungen dürfte es so sein, dass sich der Patient in seiner manischen Phase "gesund" fühlt und eine Psychotherapie für unnötig hält. In seinen depressiven Phasen fehlt es dann wahrscheinlich an Entscheidungskraft - man bekommt rein gar nichts mehr gebacken. Man will, KANN ABER NICHT. Nun ist aber eine bipolare Störung nicht das Paradebeispiel für Erkrankungen, die sich locker per Psychotherapie heilen lassen. Die wichtigste Rolle spielen dabei immer noch die Medikamente. Deshalb: Ist er bei einem Psychiater in Behandlung? Gibt es eine klare Diagnose? Welche Medikamente nimmt er seit wann in welcher Dosis? "10 Tabletten täglich" kommt mir ziemlich exotisch vor.

Ich selbst bin Depressivpatient, hatte allerdings das Glück, dass ich beim ersten Ausbruch der Krankheit schon 15 Jahre glücklich verheiratet war. Da das Wissen über psychische Krankheiten in der Bevölkerung nur spärlich verteilt ist, gibt es immer wieder Situationen, in denen die Mitmenschen den Kranken nicht verstehen. Das auszuhalten, fällt schon den engsten Angehörigen schwer. Um wieviel schwerer muß das dann für Menschen sein, die den Patienten niemals gesund erlebt haben und deshalb zu gesunden Zeiten auch kein Gemeinschaftsgefühl entwickeln konnten!

E>rdbeeJrwQolke


@ Jacky78

ja die Erkrankung wurde bei ihm diagnostiziert. Und als wir uns kennengelernt haben war er meiner Meinung nach in einer manischen Phase (sofort Flug zu mir gebucht, teures Hotel, wollte sofort dass ich zu ihm ziehe etc.). Und im Moment will er wenig unternehmen, ist oft müde, schläft den ganzen Tag, will nur ab und zu andere Leute sehen, hängt viel vorm Tv or Pc... Ich bin zwar kein Arzt aber für mich hört es sich schon nach einer bipolaren Störung an.

_~Jojox_


Das hab ich jetzt mal völlig stehen, dass er angeblich eine bipolare Störung hat, weil es über mir schon oft genug verneint wurde, hätte ich vlt. erwähnen sollen :=o

Nein, ich halte es für Quatsch, dass er eine bipolare Störung hat.

Manisch drepressiv klingt schon logischer, wobei das auch nicht ganz zutrifft, ich bin kein Arzt, nur aus eigenem Interesse belesen, was derartige Diagnosen angeht.

Fakt ist, entweder ist er ein richtiges Arschloch und täuscht seine Erkrankung vor, um sein widerliches Verhalten simpel zu belegen und zu entschuldigen, oder er leidet tatsächlich an einer psy. Erkrankung im Bereich der Depressionen, da gibt es sehr viele versch., mit versch. Fassetten, die ebenfalls je nach Mensch typisch oder auch völlig atypisch vorhanden sein können.

Aber, dass ihm eine bipolare Störung diagnostiziert wurde, ist bei seinen Ärtzen auch nicht verwunderlich, wenn er denn tatsächlich schon in Behandlung war/ist, seine Situation mir aber dennoch sehr kritisch erscheint, können diese "Ärtze" nur, um nicht beleidigend zu werden, sehr schlecht sein.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH