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Träume/ Vorahnungen, die wahr werden, wer kennt das?

b.med


Ich habe als Jugendliche geträumt, dass mein Opa schwer krank werden und wohl sterben würde. Bis zu diesem Zeitpunkt ging es ihm sehr gut und da waren keine Anzeichen, die so einen Traum rechtfertigen würden, wir hatten keinen Grund zur Sorge. Ich wurde wach und machte mir große Sorgen um meinen Opa und bat meine Mutter, mal bei Oma und Opa anzurufen, ob alles ok ist. Sie tat es und als ich am Nachmittag aus der Schule kam erzählte sie mir, dass alles ok wäre und es dem Opa gut ginge. Ich war erstmal beruhigt. Am nächsten Tag kam mein Vater zu mir in die Schule und brachte mir einen Haustürschlüssel, den ich zu Hause vergessen hatte. Er sagte, er und meine Mutter müssten jetzt in's Krankenhaus, dem Opa war ganz plötzlich die Hauptschlagader im Bauch geplatzt und er würde notoperiert. Einige Wochen später verstarb er auf der Intensivstation.

Dann habe ich noch so ziemlich genau den Todestag meines Vaters geträumt. Ok, er hatte Krebs, es war damit zu rechnen, dass er nicht mehr lange zu leben hatte, aber ich wusste genau, dass am Tage des Geburtstags meiner Oma jemand gehen würde. An diesem Tag bekamen wir die Nachricht, dass mein Vater die Nacht nicht überleben würde. In der selben Nacht hat meine Schwester ihren Sohn zur Welt gebracht. Der eine kommt, der andere geht. Am frühen Morgen habe ich mich im selben Krankenhaus von meinem Papa verabschiedet und am Nachmittag meinen neuen Neffen begrüßt. Ihr könnt euch vorstellen wie sich das angefühlt haben muss, vor allem für meine Schwester...

Meine Oma ist ein paar Jahre später verstorben. Wir haben sie an einem Wochenend-Nachmittag alle besucht, ihr Pizza mitgebracht die sie so gern mochte und sie war eigentlich echt gut drauf. Am frühen abend ging sie zu Bett und wir verabschiedeten uns. Sie sah mich so komisch an und mir entfuhr der Satz: "Oma, kann es sein, dass du keine Lust mehr hast " Ich war erschrocken über mich selbst, sowas wollte ich nie sagen. Sie bejahte es und drückte mich ganz fest. Am nächsten Morgen rief die Leiterin vom Altenheim bei mir auf der Arbeit an, die Oma wäre nach dem Frühstück verstorben...

Manchmal denke ich kann unser Hirn einfach mehr, als wir ihm zutrauen. Ich glaube da nicht an Übersinnliches, ich glaube an längst verloren gegangene Fähigkeiten, sowas wie Thelepathie o. ä. Wir nutzen ja auch nur einen ganz geringen Teil unseres Gehirns ...

Ich kenne ähnliche Situationen, und bin der Meinung, da ist überhaupt nichts "übersinnliches" oder Übernatürliches dran, es sind nur Erfahrungen, Einschätzungen etc.

Manche Menschen haben (unbewusst) die Fähigkeit, zu sehen, "wie es jemandem geht". Sie erkennen, "wie jemand sich fühlt". Das kann dann in der plötzlichen Erkenntnis gipfeln, dass offensichtlich jemand nicht mehr weiterleben möchte ... und das ist für das (geschulte, gebildete, vernünftige) Hirn überhaupt nicht nachvollziehbar, DAS KOMMT NICHT IN FRAGE, sowas denkt man doch nicht!

Weiterhin kommt es oft vor, dass sich alte und kranke Menschen zu einem bestimmten Ereigniss noch mal "aufraffen" und danach sterben ...

Ja, unser Hirn kann mehr, als wir ihm zutrauen, und die meisten von uns können nur verscheindend wenige dieser Fähigkeiten nutzen.

*:)

T#estCARHxP


Ich hab mich ziemlich viel mit sowas beschäftigt, und glaube, wenn man was träumt, dann hat man nur eine sehr kurze Phase, in der man konzentriert über ganz vielschichtige Dinge nachdenke kann. Da die Traumphase aber schnell vorbei ist, muss man also eine Handlung und einen Ort im Traum zusammenstellen nach dem "All-in- One- " Prinzip, man nennt das Verdichtung. Dadurch schlägt der Traum verschiedene Fliegen mit einer Klappe, wenn man so will.

Eine Sache, die man im Traum sieht, kann darum symbolisch für sehr viele andere stehen.

Im Traum ist aber auch die sog. "Wachzensur" gelockert. D.h., man denkt Dinge, die einem tagsüber in seiner Routine nicht einfallen würden. Die Wachzensur hält einen dabei, in gewohnten Bahnen zu denken und unterbindet unlogische, verwirrende und auch beängstigende Gedanken, damit man bei der Sache bleibt.

Darum sagt man ja auch: Oh Man das würde mir ja im Traum nicht einfallen!

Im Traum hat man Gelegenheit, den gesamten Rest auch noch mal durchzugehen und kann dabei überraschende Ergebnisse erzielen – oder einfach nur ohne Hemmungen Dampf ablassen.

So vorahnungsähnliche Sache kenn ich von mir auch, vor allem wenn ich gestresst bin.

Weil dann scanne ich auch im Traum alles nach Gefahren ab!

Möglicherweise denke ich im Traum Sachen durch, die eintreffen könnte.

Trifft das dann real bei mir oder jmd anders ein, kann ichs im Nachhinein als Vorahnung interpretieren- die Parallele zur Realität war aber nur ein Zufall.

Wenn man sich intensiv mit einer Sache beschäftigt, dann geht das Nachbrüten im Traum auch oft weiter, so sind schon viele auf brillante Ideen gekommen! Einfach schlafen, entspannen, man verlässt die (oft nutzlosen!) Routinen und dann kommt eine neue Idee auf. Viele davon sind reines Wunschdenken, Phantasie und unbrauchbar, aber es kann auch was Tolles dabei sein.

Magisch und durch Gedankenübertragung kommt jedenfalls nichts in einen Traum, das denkt man sich immer nur selber aus.

Träume sind eigentlich auch sehr eingeschränkt:

sowohl zeitlich als auch von dem her, zu welchen Leistungen das Gehirn im Traum in der Lage ist.

Z.B. ruht das Sprachzentrum, so dass man im Traum Schrift nie lesen oder schreiben kann, und sprechen geht im Traum nur sehr bedingt. Wenn man liest, sieht man nur das Papier mit etwas drauf, schreiben geht auch nur so, dass man sich mit dem Stift schreiben sieht, aber man sieht die Schrift nur undeutlich, und das Lesen phantasiert man dazu.

Das Zeitgefühl ist auch weg, so dass in wenigen realen Traum- Minuten oder Sekunden Jahrzehnte passieren können.

Dafür sind aber wieder Gehirnregionen aktiv, die sonst nicht in der Form genutzt werden und da durch erholt sich der ganze Organismus im Schlaf und spielt sämtliche Funktionen durch, wie zur Wartung ;-)

Geistiger"Datenmüll" wird gelöscht bzw.eingegliedert, der Körper wird durchgeknetet- Schlaf ist harte Arbeit, und Träumen auch ;-) !

S{ho>j:o


Vom Schoß geworfen hab ich sie. Hab Fieber und schlechte Laune und keine Lust, mich so blöd antröten und pieksen und besabbern zu lassen. Bah.

Ich selbst habe übrigens sehr oft gewusst, wenn jemand – in höherem Alter – sterben wird. Da ist dann einfach nichts Kräftiges und Vitales mehr – das ist wie ein tonloses Summen, das mir die Ohren verstopft. Ich nehme an, das ist beispielsweise dadurch zu erklären, dass man biochemische Veränderungen im Körper wahrnimmt (riecht?), dafür aber keine Worte hat und keinen Vergleich, und es sich deshalb anders ausdrückt und wahrgenommen wird. Und das ist ja nun wirklich nichts allzu Bemerkenswertes, das kann auch jede Katze und jeder Hund, nur eben mit viel größerer Sicherheit. ;-)

Shpri#nWgcxhild


Z.B. ruht das Sprachzentrum, so dass man im Traum Schrift nie lesen oder schreiben kann, und sprechen geht im Traum nur sehr bedingt. Wenn man liest, sieht man nur das Papier mit etwas drauf, schreiben geht auch nur so, dass man sich mit dem Stift schreiben sieht, aber man sieht die Schrift nur undeutlich, und das Lesen phantasiert man dazu.

Was denn jetzt? Kann man nicht lesen oder fantasiert man das Lesen? Mein Sprachzentrum ruht jedenfalls im Traum nicht, ich kann sowohl Sprache verstehen als auch selbst sprechen, sowie lesen (an Schreiben kann ich mich gerade allerdings nicht erinnern).

Und Deine ganzen Erklärungen umfassen nur den nicht-luziden Traum, wie sieht das Ganze denn aus wenn man im Traum luzid ist?

SZhYojo


Ich rede im Traum furchtbar viel.

SNhoPjo


Sonst aber nie. Echt!

SkpriRngchiild


;-D

Dzillexs


Das Träumen ist tatsächlich unheimlich wichtig, ich möchte behaupten sogar überlebenswichtig. Ich erinnere mich das ich das nicht Träumen, wenn ich überhaupt schlafen konnte, in meiner Depression als nahezu Schlimmste erlebt habe. Die Gedanken stagnieren dadurch. Die tagsüber aufgenommenen optischen, akkustischen , und gefühlten Reize werden im Traum nochmals gefiltert und geordnet, dabei halte ich es durchaus für möglich, dass auch verschiedene Szenarien der Zukunft durchgespielt werden. Wenn diese Verarbeitung der Daten unterbleibt verfällt man psychisch immer mehr.

Das ist auch das Gefährliche an Schlaftabletten, man hat mit ihnen keine Träume. Man kann dadurch der Physis Ruhe gönnen aber der Psyche nicht.

b~mXedd


Habe mal gelesen, dass man sich nur an einen Traum erinnert, wenn man während des Traumes aufwacht.

Träume, die "durchlaufen" werden einem offensichtlich nicht bewusst.

Von daher sollte es Zufall sein, an welchen Traum man sich erinnert ... ":/

MPollSirenc<hen


Ich weiß nicht, wie oft ich schon geträumt habe, dass jemand bestimmtes stirbt (oder auch dass jemand längst Verstorbenes wieder da ist), dass ich schwanger bin usw… Oder mir die Haare ausfallen oder ich plötzlich eine tolle Löwenmähne habe.

Nichts davon ist eingetroffen.

Vielleicht unterliege ich ja auch dem Anti-Vorhersage-Traum-Phänomen – was ich träume, passiert garantiert nicht. Wer weiß.

TVestA|RHxP


@ Springchild

Ja, man fantasiert den vorgang des Schreibens, die buchstaben und auch die sprache. Es redet jmd oder man selbst, aber die Message kommt rüber wie von innen her, ganz seltsam. Es wird dazu fantasiert, echt!

Der luzide Traum ist dagegen eine Besonderheit.

Er findet meist statt, wenn man kurz vor dem Aufwachen, also schon wieder halbbewusst ist. Oder wenn man das luzide Träumen trainiert hat und die Gelegenheiten nutzen kann. Dazu ists aber nötig, nicht zu fest und zu tief zu schlafen, um einen Teil des Wachbewusstseins in den Traum zu holen.

Ich hab das Trainieren lange versucht, aber nur mit geringem Erfolg. Ich kann inzwischen nur beeinflussen, wie ich fliege, aber kaum, wann ich das im Traum mal will.

Tagsüber versuche ich ziemlich kontrolliert zu sein und glaube, mein Geist wehrt sich dagegen, das im Traum auch noch zu tun. Ich träume viel von meinem Tagesablauf, sowohl sehr eindeutig als auch symbolisch.

Z.B. lern ich im Traum viel Klavierspielen, was ich tagsüber nicht packe, teste ich im Traum.

Sitz ich dann am Klavier, passiert immer wieder irgendwas, das mich unterbricht, die Tasten verändern sich, Leute kommen und stöären ets.

Ich sollte mal versuchen, mir klar zu werden, das ich gerade träume, wenn sowas passiert. Dann kanns luzide werden ;-)

TfesetpARHP


geträumt habe, dass jemand bestimmtes stirbt (oder auch dass jemand längst Verstorbenes wieder da ist), dass ich schwanger bin usw… Oder mir die Haare ausfallen oder ich plötzlich eine tolle Löwenmähne habe.

Nichts davon ist eingetroffen.

... nicht direkt vielleicht, aber deutet man es symbolisch, kann was dran gewesen sein. Schwanger sein: man brütet an einem Vorhaben, geht mit einer Idee schwanger.

Stirbt jmd., dann endet in deinem Leben etwas, und die tote Person ist nur ein Symbol dafür.

Haare sind immer ein ausdruck von Fruchtbarkeit und körperlicher Vitalität- Greise und Säuglinge sind da ja nicht so gut ausgestattet- der eine hat noch keine Haare, Ältere haben weniger/keine mehr.

Verlust von Haaren= eine schwache Phase, Löwenmähne= man fühlt sich blendend!

Das Gleiche gilt für die Zähne, hat aber auch eine Aggressionabedeutung, auch Fingernägel haben das, weil sie Krallen entsprechen.

TDes5tAQRHwP


@ bmed

Im Schlaf ruht im Erinnerungszentrum im Gehirn die Region, die Aktuelles abspeichert, sie arbeitet im Tiefschlaf oder ausgeprägten Traumphasen gar nicht und im Halbschlaf nur lückenhaft. Darum kann man sich normalerweise nur Bruchstücke aus dem letzten Traum merken, es sei denn, man wacht jedes Mal nach einem Traum auf und merkt sich ihn. Da hilft das nächtliche Aufschreiben!

Das ruhende Gedächtniszentrum speichert keine Eiweissketten ab, die den Code von Gedanken haben. Daher zerfallen diese sehr schnell und- weg ist der Gedanke.

Darum sollte man, wenn man aus dem Traum aufwacht, sich möglichst nicht bewegen und sich den Traum in Erinnerung rufen und ein paarmal in Gedanken wiederholen, während man richtig aufwacht.Macht man das nicht und kommt in Bewegung, werden die Eiweissketten einfach durch die Zirkulation weggespült, und alles verblasst...

Mkoleliencohexn


Ich glaub an so'n Symbol-Kram nicht, wenn ich ehrlich bin...

Von Haaren (plötzlich ganz toll oder ausgefallen oder selbst versaut durch Frisierversuche) habe ich eigentlich meist dann geträumt, wenn ich überlegt habe meine Frisur zu ändern (also, neuer Schnitt). ;-D

T!est0ARxHP


@ Mollienchen

Ja von Frisuren träumen, wenn du dir grad Gedanken machst- klare Sache von sog. "Tagesrest-Verarbeitung" (nach Freud) ;-D ;-D

Wer denkt nicht intensiv darüber nach, wie man besser oder schicker wirken könnte, und probierts im Geist erstmal aus?

Ich selber kenn genau das auch! Ich bin eigentlich dunkelblond, mag das aber nicht und färbe dunkelbraun.

Steht mir einfach besser.

Mein Vater ist schon seit langer Zeit tot, er fand immer blonde Zöpfe so niedlich, und habe ich schon lange dunkele Haare... Er starb im damals Frühjahr, und seit Jahren träume ich regelmässig im Frühjahr, dass ich mich im Spiegel sehe- mit blonden haaren ;-D ;-D ;-D

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