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Pädophilie

N|ico_vRobin hat die Diskussion gestartet


Da im Faden "Auffällige Geheimniskrämerei" sehr angeregt über das im Titel genannte Thema diskutiert wurde, habe ich mich entschlossen ihm hier eine Plattform zu bieten falls das schon getan wurde, kann der Faden gelöscht werden::

Ist die bloße Neigung "Pädophilie" krankhaft oder eine natürliche Variation?

Wenn ja – wie kann den Betroffenen geholfen werden?

Und egal ob ja oder nein – wie können die potentiellen Opfer geschützt werden?

Ich hoffe auf eine möglichst sachliche Diskussion, auch wenn das Thema die Gemüter erhitzen dürfte.

LG @:)

Antworten
N?icon_R"obixn


Ich werde mal die letzten 3 oder 4 Beiträge hierher kopieren :)z .

NLico_!Rob_in


DieKruemi schrieb:

ich sprenge mal weiter :-)

Für mich ist es eine Krankheit und die Täter (und ja auch Täterinnen) sind sich dessen ja bewusst, also dass es Unrecht ist. Demzufolge haben sie meines Erachtens nach die Pflicht, ihre Krankheit behandeln zu lassen BEVOR sie in die Versuchung kommen sie auszuleben. Und spätestens da hört mein Mitgefühl dann auf!

ich habe da ehrlich gesagt, keine konstante Meinung zu. Nur soviel: es ist in unserer Gesellschaft/unserer Kultur unrecht. Schon im alten Rom war es normal, dass sich reiche, ältere Männer Lustknaben hielten, in manchen Kulturen werden Mädchen ab 9 Jahren verheiratet und niemand fühlt sich unwohl dabei (außer vielleicht die Braut....)

leute zu stigamtisieren, die sich hilfe suchen, ist doch auch irgendwie.. schwierig.

ich weiß...... das "auch" in meinem Satz sollte sagen, dass ich diejenigen, die sich keine Hilfe suchen, erst Recht nicht in meiner Nachbarschaft haben möchte, jedoch auch bei denen, die sich Hilfe suchen, kein gutes /beruhigtes Gefühl hätte. war wohl doof ausgedrückt von mir.

NYicoq_RoHbin


filo.sophia schrieb:

@ DieKruemi

mein letzter Satz dazu ;-)

Ich mache mein Unrechtsbewusstsein, aber möglichst nicht von einer Gesellschaftskultur abhängig, sondern davon, ob ein gesundes, wohl ernährtes Kind von sich aus mit einem Erwachsenen verkehren würde. Und da sage ich: Nein, niemals! Egal ob im alten Rom, "freiwillig" in den Slums oder weil es Teil der Heiratskultur wo auch immer ist!

NIico_ERob@ixn


entschuldigung, filo.sofia

DieKruemi schrieb:

@ filo.sofia

nun mein letzter Satz dazu (aus Angst, falsch verstanden zu werden)

Ich schrieb das nicht, weil ich es nicht als Unrecht empfinde oder entschuldigen möchte, sondern weil ich mir nicht sicher bin, ob ich es als Krankheit sehen kann.

Krankheiten widern mich, der im med. Bereich tätig ist, normalerweise nicht an und Kranke tun mir leid. in diesem fall ist es eher anders....... ach, schwierig.....

N"icoL_Rofbixn


fantasma02 schrieb:

Schon im alten Rom war es normal, dass sich reiche, ältere Männer Lustknaben hielten, in manchen Kulturen werden Mädchen ab 9 Jahren verheiratet und niemand fühlt sich unwohl dabei (außer vielleicht die Braut....)

Es gibt auch genug andere Gräueltaten, die in irgendwelchen Kulturen/Kreisen "normal" waren oder sind. Ist das irgendeine Rechtfertigung bzw. Hinweis auf eine "Natürlichkeit"? :|N

Ausleben von Pädophilie (die ja heute pseudopsychologisch so gern als angeborene Neigung angesehen wird, der man willenlos ausgeliefert ist), ist ein grausames Verbrechen, da gibt es nichts zu beschönigen.

P$engcixl


Hey, Du hättest mein Statement gerne auch kopieren dürfen ;-)

Wie ich bereits erwähnt habe, finde ich das Thema nicht nur komplex, sondern auch sehr, sehr schwierig, schwanke selbst zwischen Mitleid und dem Beschützerinstinkt, meine Tochter betreffend.

NQico!_Robxin


Ja, Pencil, hätte ich.

Hab aber nicht so viel Zeit gerade :-| .

Mach du das doch, fand es auch einen sehr wertvollen Beitrag @:) !

P&encixl


Okay, das tue ich mal:

Und die sog. Hilfsangebote, die zum Teil mit öffentlichen Geldern, zum Teil auch unterstützt von den Krankenkassen etabliert wurden, sind nach meinem Empfinden nur vordergründig deklariert als Hilfe für Betroffene. Triebfeder ist Prävention und Schutz der potentiellen Opfer, eben weil durch Ausleben der Neigung zu viel Unheil geschehen kann.

Ganz meine Meinung.

Ich hoffe, ich werde jetzt nicht verbal geprügelt und zu Grabe getragen: Mir tun Menschen mit dieser angeborenen, falls angeboren, Neigung ehrlich gesagt sehr leid.

Versteht mich nicht falsch, würde einer in die Nähe meiner Tochter kommen, würd ich ihm [...]! Naja, ich bin Pazifist. Trotzdem weiß man nie, wie weit man geht, wenn es um das Wohl des eigenen Kindes geht.

Aber überlegt mal: Falls Und ich schreibe FALLS, weil ich die Neigungen nicht gleichsetzen möchte und auch nicht genug Ahnung davon habe, eine konkrete solche Behauptung aufzustellen das eine angeborene Neigung wie für "uns" hetero oder homo ist, dann heißt das doch für diese Menschen, dass sie, sofern sie Rechtsbewusst handeln und ihren Neigungen nicht nachgehen, dazu verdammt sind, ein endlos langes Leben frei von Liebe zu führen, einfach, weil sie nicht dürfen (was ja gut so ist, die armen Kinderseelen!). Das ist doch furchtbar! Angeboren heißt unverschuldet und unfähig, dagegen anzugehen und gezwungen, für immer auf eine nicht freundschaftliche oder familiäre Form von Liebe zu verzichten. Wenn ich mir vorstelle, wie sehr ich mich in meiner langjährigen Singlezeit manchmal nach einem Freund und etwas Liebe gesehnt habe, stelle ich mir ein ganzes Leben im Zölibat extrem grausam vor.

Ich glaube, wenn ich mit der Neigung geboren wäre, hätte ich meinem Leben schon längst ein Ende gesetzt, vor lauter Einsamkeit und dem Wissen, diesen Zustand nie ändern zu können.

Hm. Schwierig.

D{il5les


.............finde ich das Thema nicht nur komplex, sondern auch sehr, sehr schwierig, schwanke selbst zwischen Mitleid und dem Beschützerinstinkt..............

Das Thema halte ich überhaupt nicht für komplex.

Das Grundgesetz sagt "die Würde des Menschen ist unantastbar"

Das Strafgesetzbuch sagt Sex gegen den Willen eines Menschen ist Vergewaltigung.

Das Strafgesetzbuch verbietet Sex mit Minderjährigen.

Aus der Gesetzeslage geht daher klar hervor, dass Pädophilie eine Straftat ist und daran sollte man keinen Jota abweichen.

Einvernehmlichen Sex mit Kindern vor und während der Pubertät kann es nicht geben, da die Kinder in dem Alter sich nicht bewusst sind was sie tun, deshalb schützt sie auch unser Recht meiner Meinung nach nicht hart genug. Erzwungener Sex ist da noch schlimmer zu werten.

Verweise auf die Antike laufen völlig ins Leere, die damaligen Lustknaben waren versklavte Kinder, die keine Wahl hatten.

Verweise auf die 68er, speziell Cohn Bendit, der sexuelle Begehrlichkeiten bei Kleinkindern ausgemacht haben will, sind Hirngespinste um seine eigenen abnormen Neigungen zu rechtfertigen. Solche Rechtfertigungen werden bei Kindervergewaltigern oft bei Gericht vorgebracht und sind nichts anderes als das traumatisierte Opfer zum Täter zu machen.

Richtigerweise urteilen dann die Richter um so härter.

Ein Pädophiler muss sich völlig im Klaren sein, daß wenn er seine Neigungen Aktiv auslebt er eine grobe Straftat begeht. Diese Gedanken sind nicht normal und wir haben heutzutage viele Möglichkeiten diesen Menschen zu helfen. Diese Neigungen sind hilfsbedürftig, dahingehend diesen Menschen zu helfen diese Gedanken aus dem Kopf zu bekommen.

Pädophilie halte ich für einen der größten ethischen und strafrechtlichen Tabubrüche unserer Gesellschaft, dafür darf es keinerlei Raum, auch in Thailand Kambodscha und wo die alle gerade hingehen, geben. Dort ist es fast immer wirtschaftliche Not oder Versklavung, welches die Kinder dort hineintreibt.

DGillxes


Ich glaube, wenn ich mit der Neigung geboren wäre, hätte ich meinem Leben schon längst ein Ende gesetzt, vor lauter Einsamkeit und dem Wissen, diesen Zustand nie ändern zu können.

Entgegen Homosexuellen ist Pädophilie nicht angeboren. Entgegen Homosexualität ist die Pädophilie behandelbar.

In ganz schlimmen Fällen mit chemischer Kastration.

[...]

Man wird durch chemische Kastration Asexuell und hat keine Begierden von daher auch keine Einsamkeit diese Gedanken nicht ausleben zu können.

Es gibt aber in der Psychiatrie weit weniger drastische Mittel die Gedanken in normale Bahnen zu lenken. Man muss sich helfen lassen und nicht seinen Neigungen freien Lauf lassen.

f[anta"smax02


@ Dilles

Mut zu klaren Worten. :)^

P5en=cixl


Das Strafgesetzbuch sagt Sex gegen den Willen eines Menschen ist Vergewaltigung.

Definitiv und das gehört auch so.

Aus der Gesetzeslage geht daher klar hervor, dass Pädophilie eine Straftat ist und daran sollte man keinen Jota abweichen.

Nein, das Umsetzen der Neigung ist eine Straftat.

Richtigerweise urteilen dann die Richter um so härter.

Ja, und das sollten sie auch.

Man wird durch chemische Kastration Asexuell und hat keine Begierden von daher auch keine Einsamkeit diese Gedanken nicht ausleben zu können.

":/ Wird dadurch nicht die reine Sexualität gestoppt? Was ist mit Sehnsucht nach Emotionaler Nähe? Denkst Du denn, ein behandelter(!) Pädophiler, der gar nicht erst vorhat (und ich gehe in meinen Fallbeispielen IMMER von denen aus, die ihre Neigung NICHT ausleben wollen und was dagegen unternehmen möchten), dem nachzugehen und deshalb auch gern und freiwillig Mittelchen einnimmt und kein sexuelles Verlangen spürt – denkst Du, der wäre fähig, eine Beziehung zu einem Erwachsenen aufzubauen, eben ohne Sexualität?

Denn Einsamkeit ist nicht gleich Sex. Die Sehnsucht nach erfüllter, partnerschaftlicher Liebe und Nähe beinhaltet doch weit mehr und das fehlt doch dann trotzdem ???

Da Du hier ausschließlich meine Zitate verwendest, Dilles, fühl ich mich natürlich angesprochen und möchte noch Stellung beziehen:

1. Wie ich gerade schon schrieb, gehe ich immer von jenen aus, die sich helfen lassen und gar nicht erst was tun WOLLEN.

2. Keine Sorge, Vergewaltigung ist für mich ein sehr, sehr sensibles Thema, da will und werde ich ganz sicher nix schön reden – für mich sollte ein Vergewaltiger bitte eine mindestens ebenso hohe Strafe bekommen, wie Mörder es tun, weil das, was sie tun, noch schlimmer ist, als reiner Mord. Von jenen, die ihre Neigungen umsetzen, spreche ich nicht und mit diesen habe ich auch ganz sicher kein Mitleid.

Dennoch versuche ich eben, manchmal auch die andere Seite zu verstehen.

P5encixl


Man muss sich helfen lassen und nicht seinen Neigungen freien Lauf lassen.

:)^

k#aktu$s0x8


Aus der Gesetzeslage geht daher klar hervor, dass Pädophilie eine Straftat ist und daran sollte man keinen Jota abweichen.

Nicht Pädophilie ist eine Straftat, sonder die Ausübung von Sex (nicht nur Sex, auch leichtere Formen von Missbrauch) ist strafbar. Pädophilie gilt als behandelbare Krankheit.

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/641220/ Hier]] gibt es einen interessanten Faden der die Sicht eines Betroffenen und seinen Kampf gegen die Krankheit sehr eindrücklich schildert.

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