» »

Pädophilie

-JCrafzyle#ni-


Wieso nehmen sich die, denen die Pädophilen, die nichts verbrochen haben und gegen die Neigung ankämpfen, soooooooooooo leid tun, nicht in der Realität dieser Menschen an. Nicht hier die Samariterin spielen, sondern auch in Wirklichkeit etwas tun. Dann erst würde ich das glaubwürdig finden. [...] Nicht umsonst entwickelte sich dieser Thread aus einem Faden, wo es schlußendlich mehr um Sensationslust als um tatsächliche Probleme ging. Dieses mich zu Tode nervende Frauenklischee, mit allem und jedem Mitleid zu haben, wird hier leider nur zu sehr erfüllt. Allein dadurch bestätigt, dass sich in den Pädophilenthreads, die wir nun ja schon sonder zahl bei Med 1 hatten, immer fast nur ausschließlich Frauen zu Wort melden. Von einem männlichen User war bisher in dieser Richtung nie was zu lesen. Die Mitleidsmasche reiten allein die Frauen. Weiters signifikant dass auf diesen Punkt im Eingangsthread

Und egal ob ja oder nein – wie können die potentiellen Opfer geschützt werden?

überhaupt noch nicht eingegangen wurde. Es geht nur um die Pädophilen.Und Schutz kann man auch kaum bis gar nicht bieten, weil sich diejenigen, die sich schuldig machen in der Regel gut tarnen und quer durch alle Schichten vertreten sind.

NIico_ARobixn


Und egal ob ja oder nein – wie können die potentiellen Opfer geschützt werden?

Und Schutz kann man auch kaum bis gar nicht bieten, weil sich diejenigen, die sich schuldig machen in der Regel gut tarnen und quer durch alle Schichten vertreten sind.

Hm. Ich habe jetzt selbst mal überlegt, was man tun könnte. Ich denke, man könnte aufklären. Das ist das Einzige, was man machen kann. Kampagnen wie "Nehmt Kondome" oder "Kenn dein Limit". Kinder sollten wissen, dass es nicht okay ist, wenn sie missbraucht werden (zum Beispiel von Eltern, Lehrern und sonstigen nahestehenden Verwandten), und dass sie zu einem anderen Erwachsenen damit gehen müssen. Und sie sollten wissen, wie man sich schützt, wenn fremde Erwachsene zudringlich werden – so gut sich ein Kind eben gegen einen Erwachsenen wehren kann.

Man sollte die Gefahr nicht überdramatisieren, aber in Wahrheit ist "Übergriffe auf Kinder" so ein Tabu-Thema, dass man lieber darüber schweigt – zumindest in der Familie.

Öffentliche Aufklärung wäre wichtig.

Auch ein Grund, warum ich den Faden eröffnet habe. Ich finde, es wird zu wenig darüber gesprochen.

fNiloG.sofxia


dass man lieber darüber schweigt – zumindest in der Familie.

weil Kindesmissbrauch zu 90% in dieser passieren.

Ich finde, es wird zu wenig darüber gesprochen.

Das riiieesige Problem ist, dass es einfach soo oft passiert (so viele Gefängnisse könnte man gar nicht bauen). Ich zitiere mal meinen eigenen Beitrag aus einem anderen Faden:

Natürlich schwanken die Statistiken (was verständlich ist, da zum Einen die Dunkelziffer enorm hoch ist und die Scham darüber zu sprechen ebenso und zum Anderen, weil wohl das Weltbild vieler zerstört wäre, wenn wirklich bekannt würde, wie viele Mädchen und Jungs sexuell missbraucht werden... eine wirklich ernst geführte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema gibt es jedenfalls noch nicht).

Um eine österreichische Studie aus dem Jahr 1996 zu zitieren:

- jedes 4. Mädchen bis 16 Jahre wird während seiner Entwicklung Opfer sexuellen Missbrauchs

- in mehr als 90% der Fälle beginnt der Missbrauch im Vorschulalter oder während der Grundschulzeit (erklärt auch die totale Verdrängung und das Nichtwissen)

- in 94% aller Fälle kannten die sexuell ausgebeuteten Kinder ihre Peiniger (oftmals Vater, Onkel, ältere Geschwister).

Diesen Zahlen sind erschreckend hoch und doch müssen wir davon ausgehen, dass sie stimmen.

Wie also damit umgehen? Ohne den Glauben an die Menschheit zu verlieren?

N]icao_ZRob[ixn


weil Kindesmissbrauch zu 90% in dieser passieren.

Eben. Und in den restlichen 10 % wollen wenigstens die Hälfte nicht über "solche Leute" sprechen oder glauben ihren Kindern so die Unbeschwertheit zu erhalten. Also musss Aufklärung von außen kommen.

Das riiieesige Problem ist, dass es einfach soo oft passiert (so viele Gefängnisse könnte man gar nicht bauen). Ich zitiere mal meinen eigenen Beitrag aus einem anderen Faden:

Wie also damit umgehen? Ohne den Glauben an die Menschheit zu verlieren?

Gar nicht.

VQevodlkyne


Ich finde, pädophilen Menschen Mitgefühl entgegen zu bringen und ihnen Hilfe anzubieten bzw. durch "öffentliche" Diskussionen wie hier, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, ist im Grunde ein wichtiger Teil des Opferschutzes (also der Präventention). Leider wird man nie verhindern können, dass einige kein Interesse daran haben, sich helfen zu lassen. Man kann aber zumindest jene erreichen, die verzweifelt und ja, auch verängstigt sind, denn die soziale Ächtung auch gegenüber Pädophilen, die (noch) nicht straffällig geworden sind, ist ja nach wie vor enorm. Mir sind Äußerungen von Pädophilen bekannt, die sich irgendwann dachten, wenn mich so oder so alle für ein Monster halten und mir unterstellen, dass ich zwangsläufig straffällig werde oder bereits geworden bin, wozu dann eigentlich dagegen ankämpfen... Das ist natürlich keine Rechtfertigung, aber ich begrüße es sehr, dass sich viel in Sachen Prävention tut und es Projekte wie "Kein Täter werden" o.ä. gibt. Das ist m.E. ein Schritt in die richtige Richtung.

fWilo.]soxfia


naja, erstmal muss in Deutschland die Verjährung für Missbrauch abgeschafft werden. In der Regel haben Betroffene nämlich nur bis zum 28. Lebensjahr Zeit die Täter anzuzeigen. Und das nennt sich Rechtsstaat >:(

-CCrazyl(enix-


aber ich begrüße es sehr, dass sich viel in Sachen Prävention tut und es Projekte wie "Kein Täter werden" o.ä. gibt. Das ist m.E. ein Schritt in die richtige Richtung.

Klar. Dem kann ich nur zustimmen.

DbillKes


aber ich begrüße es sehr, dass sich viel in Sachen Prävention tut und es Projekte wie "Kein Täter werden" o.ä. gibt. Das ist m.E. ein Schritt in die richtige Richtung.

Noch wichtiger halte ich eine öffentliche Diskussion dahingehend kein Opfer werden.

Die Täter nutzen für ihre Straftat ja nicht physische Gewalt sondern das geht sehr subtil mit psychischen Mitteln. Die Opfer haben dann oft Schuldgefühle und erkennen das Unrecht nicht was Ihnen angetan wurde, oft erst im Erwachsenenalter meist nach Jahrzehnten. Deshalb ist ganz wichtig keine Verjährung für diese Verbrechen gelten zu lassen, desweiteren ist ganz wichtig Kindern ganz klar beizubringen, das es nicht normal ist und eine Straftat wenn sich Ihnen jemand sexuell aufdrängt. Das muss in das Bewusstsein der Kinder ganz tief verankert werden. Die Täter müssen sich bewußt werden, das es nur noch sehr schwer gelingt ein Kind zu sexuellen Handlungen zu zwingen und das sie Gefahr laufen, daß Kinder so aufgeklärt sind , daß ihre Straftat angezeigt wird.

P[e`nc]ixl


Da geb ich Dir Recht.

Ich finde aber auch, dass es schon in der Verantwortung der Eltern liegt, den Kindern aufzuweisen, welches Verhalten seitens Erwachsener in Ordnung ist und bei welchen Verhaltensmustern sie lieber auf Distanz gehen oder laut um Hilfe schreien. Kinder sind nicht so zerbrechlich, wie man immer denkt – man sollte es kindgerecht formulieren, kann ihnen aber schon erklären, worum es ungefähr geht und sie auf eventuelle Gefahrensituationen vorbereiten. Das finde ich extrem wichtig, gerade aus von Dilles bereits geschildertem "Schuld"verhalten der Kinder, dem muss vorgebeugt werden.

An der Schule meiner Tochter gab es übrigens schon "Spezial"wochen zu Themen wie Sucht, Mobbing und eben auch Missbrauch, in denen mit den Kindern altersgerecht darüber geredet und vorbereitet wird – das unterstütze ich vollkommen und bin auch froh, dass die Schulen da Eigeninitiative zeigen, weil es viele Eltern einfach versäumen. (Nicht alle, ich will da gar nicht verallgemeinern)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH