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Mit Suizidgedanken in die Notaufnahme

bDabbMelsagbbxel


Du hast doch auch in der Tagesklinik einen zugeordneten Therapeuten, oder?

Ja ich habe einen Therapeuten, mit diesem habe ich zweimal die Woche ein Einzelgespräch soweit ich weiss.

Was ist es, was dir in der Klinik gegeben wird, was es in der Tagesklinik nicht gibt?

Vorallem Schutz vor mir selber. Und zu jeder Zeit einen ANsprechpartner.

Ich muss dazu sagen, dass ich nur halbtags in die Tagesklinik gehe, danach ist geplant, dass ich arbeite, was aber gerade auch nicht anläuft. Vorallem fehlt mir ein Ansprechpartner abends, wenn die schlimmen Gedanken amj stärksten sind.

Ich sitze jetzt auf der Arbeit, kann mich zu nichts aufraffen und mich nicht konzentrieren und die Tagesklinik ist erst wieder Montag früh, wie soll ich die Tage rumbekommen?

D igl3les


Hallo Babbelsabbel,

von der geschlossenen in die Tagesklinik ist schon heftig. Würd ich niemandem raten. Ich kam von der geschlossenen in die offene und zwar für 6 wochen die waren auch nötig. Lass dich doch einweisen, wenn du draussen noch nicht zu Recht kommst.

L$iOlaLvinxa


Vorallem fehlt mir ein Ansprechpartner abends, wenn die schlimmen Gedanken amj stärksten sind.

Hast du Freunde, Familie an die du dich wenden kannst? Der vorbei kommen kann?

die Tagesklinik ist erst wieder Montag früh, wie soll ich die Tage rumbekommen?

Hast du für's Wochenende etwas geplant?

Wenn die Tagesklinik dich noch überfordert, sprich es an. Niemand hat etwa davon, wenn du dich jetzt quälst und dabei immer tiefer sinkst. Dann lieber zurück in die Klinik und wenn du stabiler bist einen neuen Anlauf starten.

b{abbels\abbexl


Ob ich einfach meinen "alten " Psychiater anschreiben kiann?

kcleiFn{esx88


klar! Warum nicht

K apuz#inerk=resse


@ Crazyleni

Das ist Quatsch. Denn auch wenn du freiwillig dort bist, wird je nach Befinden des Patienten vom zuständigen Arzt entschieden, ob du gehen darfst oder nicht. Niemand kann einfach so rausspazieren.

das ist überhaupt kein quatsch.

wenn du freiwillig da bist, kannst du auch wieder gehen.

genau so ist es mir von den ärzten kommuniziert worden.

wenn die ärzte der meinung sind, dass du eine gefahr für dich selbst oder für andere darstellst, werden sie dich versuchen zu überzeugen, das ist klar. aber um dich dann zwangsweise dazubehalten, bedarf es eines richterlichen beschlusses.

K0apu3zineorkrexsse


@ babbelsabbel

deinen "alten" psychiater anzuschreiben, ist sicher eine gute idee.

ansonsten: wenn es nicht geht, geh in die notaufnahme der klinik, mach dir da nicht zu viele gedanken.

-gCra<zy(leni"-


wenn du freiwillig da bist, kannst du auch wieder gehen.

Natürlich kann man gehen.Aber mit dem Arzt besprechen muß man es trotzdem-bei dir klang das so, als ob man kommen und gehen kann, wie und wann man will.

KCapuizineerkrexsse


@ crazyleni

Natürlich kann man gehen.Aber mit dem Arzt besprechen muß man es trotzdem-bei dir klang das so, als ob man kommen und gehen kann, wie und wann man will.

doch, so habe ich es auch gemeint

wenn es eine geschlossene station ist, musst du natürlich mit jemandem vorher reden, da du ja nicht raus kommst. ansonsten kannst du gehen-es gibt schließlich keine verpflichtung, dass man mit dem arzt reden muss.das musst du ja in einem "normalen" krankenhaus auch nicht.

wenn die ärzte dich für gefährdet halten, müssen sie die einweisung veranlassen, dann mithilfe der polizei vermutlich.

-GCrazylxeni-


Da hab ich andere Erfahrungen gemacht, aber ist ja auch egal.Wege nach draußen habe zumindest ich immer gefunden, egal, wie und wo

SMunf_lowerL_73


Hier wird doch einiges an Fehlinformationen gegeben...

Suizidgedanken und Notaufnahme

Es sollte dann eine Klinik mit einer psychiatrischen Abteilung sein.

Es wird dann der diensthabende Arzt ein Gespräch mit Dir führen. Fragen, was los ist. Und dann (nach Möglichkeit gemeinsam mit Dir) entscheiden, ob Du auf eine offene Station aufgenommen wirst, freiwillig auf eine geschlossene – oder unfreiwillig auf eine geschlossene. Letzteres ist aber extremst selten, da Du ja freiwillig gekommen bist. Sowas passiert nur, wenn Du IM Gespräch total abbaust und dann einfach abhaust. Dann wird man Dir hinterherlaufen oder ggf. über die Polizei suchen lassen – und dann ist doch eine Aufnahme gegen Deinen Willen möglich. Kurzum: Im Gespräch nicht Selbstmorddrohungen ausstoßen und dann abhauen!

Diese freiwillige Aufnahme zur Krisenintervention dauert so lange, wie du es willst. Manche Patienten gehen am nächsten Tag, manche nach einigen wenigen Tagen, manche entscheiden sich zu einem längeren Aufenthalt. Solltest Du in extrem schlechter Verfassung sein und Du gehen wollen, wird man mit Dir reden und Dich nicht einfach so gehen lassen. Inhalte von so einem Gespräch sind dann: Was hat sich im Vergleich zur Aufnahme geändert an der Krise, warum denkt man jetzt doch damit klarzukommen. Du wirst dann entweder regulär entlassen – oder unterschreiben, dass Du gegen ärztlichen Rat gehst. Auch hier gilt: Wenn Du völlig irrational drauf bist und klare Selbstmordabsichten äußerst (und das ist ein Unterschied zu "Mir geht es schlecht, aber ich will nach Hause"!), kannst Du gegen Deinen Willen auf die Geschlossene verlegt werden.

Das klingt erschreckend, aber man muss sich vor Augen führen: Dass es einem schlecht geht, ist KEIN Grund, dabehalten zu werden. Aber klare Selbstmordankündigungen ("Ich werf' mich jetzt vor den Zug" sind Grund dafür.

Unfreiwillige Aufnahme

Hier gilt grundsätzlich: Der Arzt der Klinik mus ein sog. PsychKG veranlassen ("Zwangseinweisung"). D.h. es wird ein Eilantrag an das zuständige Amtsgericht und den diensthabenden Richter gestellt. Der muss dann entscheiden, ob die Zwangseinweisung gerechtfertigt ist – und kommt dafür auch in die Klinik und spricht mit dem Patienten. Das muss innerhalb von 36 Stunden nach Aufnahme geschehen. Diese Zwangseinweisung wird erstmal für wenige Tage verordnet, kann verlängert werden – und kann JEDERZEIT in eine freiwillige Aufnahme umgewandelt werden.

Eine Zwangsmedikation muss zudem ZUSÄTZLICH richterlich angeordnet werden.

Ausgang

Auf der Geschlossenen bleibt man, bis man entlassen oder auf eine offene Station verlegt wird. Ausgang gibt es da nicht.

Auf offenen Stationen kann man im Rahmen der Stationsregeln rausgehen, wie man will. Einkaufen, Eis essen, shoppen: Alles möglich. Manchmal nur in Begleitung von Mitpatienten und nicht ganz allein. Immer mit Abmeldung und es dürfen keine Therapien und Mahlzeiten verpasst werden; außerdem muss man abends zu einer vernünftigen Zeit wieder da sein.

Das ist eigentlich alles ziemlich klar geregelt und solange man (egal wie es einem geht!) mit den Ärzten oder Therapeuten redet, gibt es wenig Anlass für eine Zwangseinweisung. Man wird da als Patient ernst genommen. Und es bestimmt ja nicht ein Arzt allein, sondern es hängt immer ein Team und auch ein Richter mit drin.

Die Polizei kommt nur ins Spiel, wenn man Selbstmorddrohungen ausstoßend abhaut und der Arzt/Therapeut es nicht schafft, direkt hinterherzukommen und Dich zur Fortsetzung des Gesprächs zu bewegen. Dann wird eine Fahndung durch die Polizei veranlasst. Und das ist FÜR ALLE Beteiligten nicht schön. Weder für den Patienten noch das Klinikteam. Und Polizisten sind da manchmal auch schlecht ausgebildet, was solche Situationen angeht.

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