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Wieso kann mir nicht alles egal sein?

1imob hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Leute.

Es gibt da ein Problem das mich seit längerem beschäftigt.

Mein problem ist, dass mir nicht alles egal sein kann obwohl ich das so oft versucht habe. Jedes mal entsteht ein Hintergedanke der mir Angst macht, der mich von meiner Handlung abhält. Damit meine ich, dass ich immer angst habe dass jetzt etwas schlimmes kommt, dass ich mich jetzt zum Affen mache und mich zum Beispiel alle auslachen. Jedes mal schiesst mir der Gedanke durch den Kopf: "Was denkt dieser jetzt von mir?", oder wenn ich durch die Stadt laufe: "Sieht meine Frisur nicht gut aus?".

Wieso kann mir nicht alles egal sein? Ich sehe manche Leute denen alles völlig egal ist, was sie tun, wie sie sich verhalten, was sie anziehen etc. Doch bei mir ist es das komplette Gegenteil. Ich vermute das hat mit meinem Selbstwertgefühl zu tun.

Nun habe ich beschlossen mich entgültig von diesen Qualen zu befreien, doch ich weiss nicht genau wie. Wenn ich jetzt plötzlich auf alles pfeiffe, dann ist es auch nicht das richtige...

Oder sollte ich vielleicht doch so denken? Wäre es hilfreich einfach alles zu vergessen und zu leben, als wäre jeden Tag mein letzter, als hätte ich nichts zu verlieren? Ich hatte oft die Gedanken mich so radikal zu ändern.

Ich hoffe ihr könnt mir einige Tipps geben. Bin offen für jede Antwort :)^

Freundliche Grüsse

1mob

Antworten
k,akt,us0x8


Ich vermute das hat mit meinem Selbstwertgefühl zu tun.

Wenn das schon deine Vermutung ist, bist du doch auf nem guten Weg.

Oder sollte ich vielleicht doch so denken? Wäre es hilfreich einfach alles zu vergessen und zu leben, als wäre jeden Tag mein letzter, als hätte ich nichts zu verlieren? Ich hatte oft die Gedanken mich so radikal zu ändern.

:)^ Das einzige: mit der radikalen Änderung wäre ich vorsichtig. Schritt für Schritt tut es auch und die Gefahr der Selbstenttäuschung ist geringer...

Zu dem Auslachen möchte ich noch was sagen. Selbst wenn du ausgelacht werden würdest, wäre das wirklich so schlimm und wenn ja warum?

A!pfe+lkTu1chen0x07


Hallo,

ich denke das hängt damit zusammen, dass du Angst davor hast, Fehler zu machen. Du willst immer alles richtig machen und hinterfragst dauernd alles und stehst immer unter Strom. Andere Menschen, die erlauben sich Fehler und Missgeschicke: eine Frisur, die total daneben ist, Sprüche, die nicht das Wahre sind, Fehltritt hier und da. Klar, dadurch, dass du immer über alles nachdenkst und alles perfekt machen willst, setzt du dich unter Druck. Andere nehmen diesen Druck von sich, natürlich blamieren sie sich auch mehr und haben mehr Fehltritte, aber das ist ganz normal. Alle Menschen sind so. Das gehört dazu, Fehler zu amchen und nicht alles sehr gut beherrschen zu können. Versuche aus deinen Fehlern zu lernen und akzeptiere dich wie du bist. Davon geht die Welt nicht unter, eine peinliche Frisur o.ä. zu haben. Vielen fällt das übrigens gar nicht auf, was du an dir selbst zu beanstanden hast.

LG

4Dn0nyxm


mir gehts ziemlich ähnlich. ist bei mir zum teil sogar extremer.

sogar wenn ich komplett alleine und unbeobachtet bin, denke ich mir oft "was würde jetzt der und der denken wenn er mich so sähe" ....

radikal ändern möchtest du dich? glaubst du wirklich, du könntest einfach zu dir sagen "morgen wach' geb ich kein f**k mehr auf nichts" und dann ist das auch so? ....

nein, sowas ist keine frage eines bewussten entschlusses. wenn du dich ändern willst, ist das ein langer prozess. zuerst musst du die ursachen für das "problem" finden und erst dann kann man der sache langsam auf den grund gehen.....

4Cn0n}ym


es hilft übrigens auch nichts, wenn hier jemand schreibt "akzeptiere dich einfach so wie du bist". sowas ist KEINE frage des willens. folglich kommt man auch mit willen allein auch nicht weiter!

Y+ulesy88


Um erst mal Deine Frage zu beantworten:

Es gibt die Theorie, dass Menschen so viel Angst davor haben gedemütigt zu werden, weil sie so sehr von anderen Menschen abhängig sind. Das hat sich historisch seit dem Mittelalter immer weiter entwickelt: In der Antike sahen sich die Menschen vielen physischen Gefahren ausgesetzt – also von einem Tier oder anderen Menschen angefallen zu werden etc. Mit der zunehmenden Abschaffung dieser physischen Gefahren (z. B. der Bau von Dorfgemeinschaften, befestigten Schlafstätten, Zucht von Wachhunden, Einführung von Wachen allgemein etc. ) wurde die Angst vor der Natur immer weniger. Während früher abends beim Rausgehen erst mal geschaut wurde, ob vor der Tür nicht ein wildes Tier lauert, müssen wir das heute nicht mehr tun, auch die Gewalt unter Menschen ist soweit eingedämmt, dass diejenigen, die so gewaltbereit sind eher als Ausnahme als die Regel gelten. Nun wurden aber mit der Zeit die Menschen immer spezialisierter in ihren Tätigkeiten (nicht mehr alle Jäger und Sammler) und somit abhängiger voneinander. Das Dorf war darauf angewiesen, dass der Müller, der Schmied, der Metzger ihre Arbeit gescheit machten und dass sie auch bereit waren ihre Arbeit zu teilen. Wer es sich also mit dem Schmied verscherzte, konnte sich vor dem Problem sehen, dass er für sein Pferd keine Hufeisen mehr hatte etc. Da die anderen Dorfbewohner sich nicht vor selbigem Problem wiederfinden wollten, haben sie dann den Streithahn ebenfalls gemieden, was damals im Zweifelsfall zum Tode durch fehlende Ernte oder Abnahme der Produkte etc. führen konnte. Da die Gesellschaft damals ja nicht aufgehörter immer differenzierter zu werden, wurde eben diese Abhängigkeit von den Anderen immer größer. Es läuft also auf folgendes hinaus: benehme Dich falsch und die Gesellschaft wird Dich abstoßen. Die Sache ist nur die, dass es in der heutigen Gesellschaft eigentlich eine so hohe persönliche Anonymität gibt, dass wir so sehr unterschiedlich sind und leben und dass es von uns so viele gibt, dass es – zumindest in der Freizeit – keinen Grund gibt, Angst vor Abstoßung zu haben. Wir lernen aber von allen Menschen um uns herum aber schon als Kleinkinder, dass wir uns 'gut benehmen' müssen, weil wir uns sonst schlecht fühlen. Das – abgesehen natürlich von dem Übel, das gemeinhin als Erziehung geschimpft wird ^^ – sind teilweise sehr subtile Gesten, die Kinder dennoch wahrnehmen und verinnerlichen, ohne es gesagt zu bekommen. Und so lernen wir Scham-Angst zu haben!

Ich weiß nicht, ob Dir das hilft, aber vielleicht fällt es Dir leichter nicht so verschämt zu sein, wenn Du weißt, dass die Gründe dafür nur die blöden Gewohnheiten von vor 200 Jahren sind. ;-)

Ansonsten, ob Du radikal was ändern musst... wenn Dir danach ist? Warum nicht!

Ich war früher auch extrem auf die Meinung anderer bedacht als Kind und habe mich als Teenie regelrecht dazu zwingen müssen, die Klamotten zu tragen, auf die ich Lust hatte und nicht die, die grade 'in' waren (das Gleiche mit Musik, Filmen, Serien und so weiter). Es musste zuerst auch für mich was radikales her. Hab mir die langen Haare bis auf ein Paar freche Zentimeter abgeschnitten und knalle rot gefärbt und meinen Kleidungsstil komplett geändert und bin sehr sehr glücklich über die Entscheidung.

Du musst dabei bedenken, dass die meisten anderen Menschen nicht wissen, warum sie sich so fühlen wie sie es tun und mein Handeln ist durchaus auf Missbilligung gestoßen. Aber denke immer daran: Das kann einem soooo am Allerwertesten vorbeigehen! Und die Missbilligung hat auch nicht ewig angehalten. Wenn die Leute merken, dass Dir ihre Meinung nicht wichtig ist, hört es auch auf, sie zu interessieren ;-)

Also wie Du siehst, ich habe das Experiment noch etwas weiter getrieben als Du es vor hast, so habe ich das Gefühl, und lebe immer noch und bin glücklich drüber ;-D

Es ist an Dir zu entscheiden, wer sich eine Meinung über Dich bilden darf und wer nicht!

4\n0nyxm


@ Yules88:

die evolution verläuft bei weitem nicht so schnell, dass man die ursachen für soziale ängste im mittelalter suchen könnte! eine "gewohnheit", wie du sie beschreibst, wird nicht mal eben innerhalb von mickrigen 200 jahren genetisch gespeichert und weitervererbt!

der grund ist ein anderer: seit je her – wir sprechen hier von zeiträumen in 10.000er dimensionen – ist der mensch auf eine gewisse soziale konformität angewiesen. sogar affen zeigen bereits ein gefühl für gerechtigkeit und halt all son sozialen sch*.

einerseits braucht man kein wildes tier vor der haustür fürchten, andererseits sagen uns die gene immer noch was anderes! ich wette, du würdest wie jede andere aufschrecken, wenn in deinem zimmer bei völliger stille die blumenvase oder so umfiele! warum wohl? ganz genau: für den menschen bedeutet ein plötzliches schallereigniss: gefahr! ein wildes tier ist im anmarsch! nun,.. aber heutzutage ist es nur noch eine blumenvase.

worauf ich hinauswill: du kannst noch so viel erklären, dass es irrational ist sich so viele gedanken über die meinung anderer zu machen. das gehirn wird weiterhin gegen alles rationale arbeiten, bis man es schafft, es irrational zu überlisten. es stimmt auch nicht, dass man selbst entscheiden könne, wer sich über einen eine meinung bilden darf. nein, jeder tut dies ganz automatisch, ob du es willst oder nicht!

du konntest dich anscheinend aufgrund einer vorteilhaften vorgeschichte mit leichtigkeit "radikal ändern". jemand anders wird das aufgrund seiner erfahrungen vielleicht weniger gut schaffen. aufgrund "vorgetrampelter" denkweisen ist das gehirn sich selbst ausgeliefert. da hilft auch gutes zureden auf rationaler ebene herzlich wenig. eine radikale änderung ist ein langer, mühseliger prozess des umdenkens und umlernens.

M{ada&me +Charen'ton


Ich hatte oft die Gedanken mich so radikal zu ändern.

tu es, ganz spontan – am besten du kündigst es kurz vorher an(z.B. sagst du deinem besten Freund, ich färb mir jetzt meine Haare quietschbunt ;-D ) – dann gibts auch kein zurück mehr.

es scheint komisch aber eine äußere Veränderung ist oft genauso wichtig wie die Innere, sowas kann sehr befreiend sein.

vom Verhalten her wird es schwieriger, sowas braucht Zeit und Geduld. mir hat geholfen in Gesprächen zumindest einmal am Tag das zu sagen was ich wirklich denke, oder in manchen Situationen das zu tun was ich jetzt wirklich tun möchte, oder einmal in die Stadt gehen mit zerzausten Haaren, nur um zu sehn dass es keinen Unterschied macht. sich einfach kleine Aufgaben vornehmen, kommt es zu Erfolgserlebnissen wird sie Sache immer einfacher.

m:nxef


Oder sollte ich vielleicht doch so denken?

Ich bezweifle stark, dass es erstrebenswert ist, dass einem wirklich alles egal ist. Das macht einen nicht nur verdammt unangenehm seinen Mitmenschen gegenüber, sondern ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das für einen selbst so die Erfüllung ist. Wenn ich mir jetzt vorstelle auf alles zu sch*.... Ok, dann würde ich ja nichts mehr mitbekommen, aber die Vorstellung ist nicht toll. :|N Sicher sollten die Selbstbeweifel nicht so stark sein, dass man sich bei jedem schief sitzenden Haar fragt, was wohl die Leute denken. Aber durch Leben latschen ohne auch nur ansatzweise kritikfähig zu sein oder sich andere Anstöße zu Herzen nehmen zu können verlagert die Probleme nur auf eine andere Ebene. Wäre in meinen Augen (wenn so eine starke Radikalwandlung möglich wär) eine absolute Überreaktion. Nachvollziehbar, wenn einen das so lange gestört hat, aber nicht unbedingt besser.

Y>u6lesx88


@ 4n0nym

Hab ich gesagt, es war einfach? Kann ich mich nicht erinnern ;-) Ich wurde als Kind viel gemobbt, vor allem nach dem Umzug in ein Land, wo ich nicht mal die Sprache kannte. Einfach war da gar nichts. Es war ein harter und steiniger Weg zu mir selbst zu finden und die anklagenden Stimmen abzuschalten.

Was ich mit 'Du kannst selbst entscheiden, wer sich eine Meinung über Dich bilden darf' meine, ist nicht, dass ich jetzt plötzlich anderen befehlen kann, keine Meinung über mich zu haben, sondern viel mehr, auf wessen Meinung ich einen Wert lege: Wenn ich nicht das Gefühl habe, dass dieser Mensch mich gut genug kennt, um eine Meinung über mich zu haben, die realistisch ist und meiner Persönlichkeit wirklich nahe kommt, dann ist diese Person es nicht wert als Meinungsträger anerkannt zu werden. Leben passiert im Kopf – und im Kopf kann man es auch ändern.

Ich erzähle hier auch übrigens nicht nur meine eigene beschränkte Meinung, sonder stütze mich auf annerkannte soziopsychologische Theorien (G.H. Mead, N. Elias, M. Foucault).

Worauf führst Du deine Ausführungen zurück?

Ist jetzt nicht als Angriff gemeint, ich will nur wissen, woher Du Deine Informationen hast und wie tiefgründig Du Dich mit dem Thema beschäftigst hast.

Ich muss aber auch ganz klar sagen, Du bist ein totaler Schwarzmaler – meinst Du wirklich es hilft dem TE, wenn Du ihm sagst, dass es im Grunde praktisch unmöglich ist, sein Denken und Empfinden zu ändern?

Klar haben Menschen noch die Instinkte aus der Urzeit, aber die sind nicht dafür verantwortlich, dass wir uns für unsere Klamotten schämen ":/

Und mit 200 Jahren meine ich die Zeit, seit der es immer weniger wichtig wurde, wie ein Mensch sich benahm – die Entwicklung hin zur neurotischen Schamangst fing mindestens 1000 Jahre früher an. Wow dabei hatte ich das Gefühl mich wirklich klar ausgedrückt zu haben, dass da noch so viel falsch verstanden werden kann Oo ":/

42n0@nym


du wurdest also gemobbt, als du in ein fremdes land kamst. nun, du wirst erstaunt sein wieviel wir gemeinsam haben ;-) (das soll hier aber mal nicht das thema werden).

meine aussagen, ausführungen und überlegungen fußen primär auf eigenständiger reflexion, welche wiederrum auf erfahrungswerten & beobachtungen basiert. zum anderen greife ich selbstverständlich – oftmals gar unwillkürlich – auf "vorgekautes" wissen von freud & co zurück, genauson wie auf aktuellste erkentnisse der neurowissenschaften.

dein "du kannst entscheiden"-statement hat mich insofern irritiert, als dass du damit ausdrückst, man könne selbst bestimmen ob sich jemand über einen eine meinung bildet oder nicht. und das ist nunmal nicht der fall. anscheinend meintest du das doch anders, aber bei mir ist das eben nicht so angekommen ;-)

ja, hm, ich hab ja nun nicht behauptet dass es unmöglich wäre sich zu ändern. mir war es nur wichtig klarzustellen, dass sich eine solche änderung nicht mal eben durch einen bewussten entschluss vollziehen kann, sondern zeit und geduld braucht. diese annahme stütze ich besonders auf die breit anerkannte theorie, dass sämtliche emotionen und gedanken im gehirn entstehen, das zwar plastisch ist, aber nicht nach allen richtungen, bzw. nur in begrenztem maße. konkret heißt das: eine langwierig erlernte denkweise lässt sich nicht kurzerhand willentlich löschen. sie lässt sich lediglich überschreiben, wobei der überschreibungsprozess ähnlich lange oder ähnlich intensiv sein muss, wie der lernprozess der ursprünglichen denkweise. mit "denkweise" meine ich nicht nur gedanken, sondern auch emtotionen und verhaltensweisen die sich aus den gedanken ergeben. kurzum: alles was die persönlichkeit eines menschen ausmacht.

ferner sind "urinstinkte" zu einem größeren teil für unser handeln verantwortlich, als die meisten sich eingestehen wollen. das schamgefühl dürfte da keine ausnahme bilden. es fängt ja schon damit an, dass du genau wie ich in deinem köpfchen eine stückchen graue masse sitzen hast, welches seit abertausenden von jahren vererbt wurde, ohne das es sich je bedeutend verändert hätte (lymbisches system)! zu erklären, in welchem ausmaß es tatsächlich verhaltensbestimmend ist, würde hier den rahmen sprengen, aber es sei gesagt: diese uralte hirnregion bestimmt unser denken und fühlen in ganz erheblichem maße. von der neurologischen ebene einmal entfernt, lohnt ein blick auf freuds hinreichlich bekannte theorie der psychoanalyse: permanent unterliegen wir dem egoismus des "es". das über-ich nimmt eine völlig untergeordnete stellung ein, indem es ledeglich über die machenschaften des "es" wacht und diese im zaum hält. das nur mal zur veranschaulichung.

jo, ich glaub' das war so im groben was ich schreiben wollte...

wenn dir noch etwas unverständlich oder unfundiert erscheint, führe ich das ganze gerne weiter aus ;-)

43n\0ncym


wozu noch das mit freud diente: das "es" ist so ziemlich das, was auf neurologischer ebene durch das "lymbische system" repräsentiert ist. den rest kann man sich dann denken =)

mxnef


Schon ein bisschen mehr eigene Meinung als knallharte Neurowissenschaft ;-)

Die Ausmaße der Schamgefühle, die wir heute empfinden, fußen nicht mehr auf Urinstinkten.

diese uralte hirnregion bestimmt unser denken und fühlen in ganz erheblichem maße.

Ist natürlich so gesagt nicht falsch, weil allein das erhebliche Maß doch sehr relativ formuliert ist. Das limbische System wird schon lange nicht mehr isoliert betrachtet. Das als Erklärung für "der Mensch kann nicht anders" im weitesten Sinne ist etwas lasch.

4=n0Snyxm


ich habe ja auch nicht behauptet, das limbische system sei ganz alleine für alle emotionen verantwortlich ;-)

genauso wenig hab ich behauptet, der mensch könne nicht anders! kann er ja durchaus, da er über das "überIch" verfügt, welches das "es" (=limbisches system) unter kontrolle hat, ob mehr, ob weniger.

unter über-ich – um bei der freud'schen terminologie zu bleiben – fällt dann das großhirn und so, welches doch ziemlich einiges ausrichten kann.

das gehirn ist aber nicht unwesentlich durch die eigene struktur "determiniert" (siehe: obiger post, stichwort "konditionierung"/"lernprozesse auf neuronaler ebene")

4'n0nxym


insofern kann man sagen: limbisches system + inadäquate emotionsverarbeitung -> einlernen im sozialen kontext subotpimaler verhaltens- und/oder denkweisen -> festigung einmal aufgetretener schamgefühle.

schamgefühl mit "urinstinkt" fast gleichzusetzen ist natürlich schon per definitionem falsch, da das schamgefühl eine emotion, der "urinstinkt" einen verhaltensbestimmenden vorgang beschreibt.

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