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Panikattacke, Angst-Syndrom?

JWan}7I4


Wo hastn das her?

d1ji?mm-bo


Das hat mir der Arzt (Neurologe, Psychologe, Psychotherapeut, usw.) verschrieben.

Mein Hausarzt meinte, dass ich erstmal Neurexan ausprobieren sollte bevor ich das AD nehme. Das tu ich jetzt seit vorgestern und es ist nicht wirklich besser geworden mit den Ängsten, Unruhen und der Derealisation. Bzw die Derealisation hat heute wieder leicht begonnen. War für ein paar Tage so gut wie weg. Die anderen Symptome haben sich seit gestern etwas verstärkt.

Aber ich denke wie jedes Medikament muss Neurexan erstmal wirken, oder? Hat jemand von euch schon Erfahrung damit?

JCa2n74


Neurexan ist ja eher Kateogrie Baldrian, oder? Also eigentlich unbedenklich aber auch nicht unbedingt besonders wirksam. Versuchen kannst es ja mal.

Amitryptilin ist ein "klassisches" Antidepressivum der letzten Generation, macht vor allem erstmal saumüde, ich kenn diverse Leute die es längere Zeit genommen haben. Ich bin ja selber eher skeptisch, was derartige Medikamente angeht; ich würd als allersters mal Johanniskraut probieren (lies mal [[http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/johanniskraut.html]] ), danach erst die chemischen Antidepressiva; aber alles in allem sind die Medikamente ja eher auch eine Art Krücke oder Gehhilfe, aber ändern ja auch nix an den Ursachen der Beschwerden. Ich kenn allerdings auch Leute die mit Antidepressiva, allerdings eher SSRI (Citalopram oder Venlafaxin) regelrecht aufgeblüht sind. Von daher, schwer zu sagen. Wer wagt gewinnt.

dZjimIm-bxo


Ich probierte es erstmal mit den Neurexan. Habe schon etwas im Internet darüber gelesen und anscheinend hat es so einigen Leuten geholfen. Ich kann nur hoffen, dass das bei mir auch der Fall sein wird.

Was Johanniskraut angeht habe ich auch schon etwas drüber gelesen. Ich meine sogar, dass in der Packungsbeilage von Amytriptilin steht, dass man das nicht in Verbindung mit Johanneskraut nehmen sollte. Es sollte ein gewisser Zeitraum zwischen der Einnahme der beiden Substanzen liegen...

Wie gesagt, erstmal probiere ich Neurexan weiter und danach schau ich weiter.

Danke erstmal für deine Antwort Jan74.

mOarie*-jaxna


Hallo

Warum willst Du unbedingt Antidepressiva nehmen Djimm-bo ? Hast Du grundsätzliche Einschränkungen, die Dich am normalen Leben hindern ? Schläfst Du nachts überhaupt nicht ? Musst Du ständig weinen ? Kriegst Du nichts mehr auf die Reihe ? (Beispiele).

Bei Dir hört sich das für mich alles so diffus an. Du fühlst Dich halt irgendwie nicht gesund. Was es wirklich ist, weiß bisher niemand. Du könntest eventuell eine Psychotherapie probieren. Deinen Alltag bewusst gestalten: Sporteinheiten und so. Vielleicht nicht so viel in Dich reinhören.

Antidepressiva werden für meine Begriffe ziemlich schnell verordnet. Es sind Chemiekeulen, die in Deinen Hirnstoffwechsel eingreifen. Sie können Dich benommen machen, Du kannst aufgehen wie ein Hefekloß von den Dingern. Sie verändern Dein Wesen, indem sie Deine Gefühle dämpfen, Deine Empfindungen.

Ich stehe ihnen auch zwiegespalten gegenüber. Sicher, bei ernsthaften psychischen Erkrankungen muss sowas sein.

Neurexan wirkt nicht sofort. Die musst Du regelmäßig länger nehmen. Und sie wirken auch nicht bei jedem. Das ist auch bei Antidepressiva so. Bei den von Jan genannten Citalopram und Venlafaxin ist auch bekannt, dass sie nur bei 60-70% der Patienten wirken.

d4jim9m-Jbo


Hallo Marie-Jana,

nehmen möchte ich die Antidepressiva ja nicht wirklich. Mir ist auch klar, dass die diverse Nebenwirkungen haben. Benommenheit/Derealisation habe ich ohnehin schon und 20 kg Untergewicht auch (soll jetzt nicht heißen, dass ich Antidepressiva nehmen will um Gewicht zuzunehmen)^^.

Grundsätzliche habe ich Einschränkungen zusätzlich zu den Angstgefühlen und der Derealisation, ja. Beispiel sind das nächtliche Aufwachen (zwischen zwei und fünf Mal die Nacht), der (vermutliche) Reizmagen und -darm, das ständige Zittern.

Die Symptome sind auch nicht erst seit gestern da. Die habe ich halte seit dem 16.03. diesen Jahres (manche, sowie den Reizmagen und -darm auch schon früher) und das durchgängig...

Zusätzlich habe ich zwischenzeitlich mal das Gefühl, dass ich depressiv werde, wobei ich nicht weiß, ob das wirkliche Depressionen sind oder einfach nur "ein schlechter Tag". Anhand der Tests, die hier zwischendurch gepostet worden sind, kann ich das auch nicht ausmachen.

Klar, in letzter Zeit höre ich sehr viel in mich hinein aber irgendwie ist das alles, was zur Zeit mit mir vorgeht, so unbegreiflich. Solche Probleme hatte ich noch nie zuvor.

Neurexan nehme ich seit drei Tagen und ich tue es die nächsten 14 Tage weiter um auf eine Wirkung zu hoffen. Erst danach entscheide ich mich für weitere Schritte (was nicht unbedingt heißen muss, dass ich die Antidepressiva direkt nehme).

Naja, ansonsten kann ich nur sagen, dass ich meine Erkrankung schon "schlimm" finde. Nicht das andere Erkrankungen schlimmer wären aber für mich persönlich ist es schon sehr herunterziehend.

Meinen Alltag gestalte ich ansonsten sehr aktiv. Normalerweise gehe ich um die 40 km am Tag Fahrrad fahren (zur Zeit geht das nicht, weil ich erkältet bin). Natürlich gehe ich auch arbeiten und mache so einiges im Haushalt. In der verbleibenden freien Zeit gönne ich mir ansonsten schon ziemlich viel Ruhe.

G.uc5kKy068


Ja, Neurexan, braucht eine Weile. Kleiner Hinweis, da ist , Koffein drin, also nicht unbedingt vor dem Schlafen einnehmen zzz .

Zu den AD's also ich hate eins und habe damit gut geschlafen, erstmal seit Jahren komplett durch geschlafen. Das war es dann aber leider auch schon, ich war trozdem den ganzen Tag über träge und müde und die Gewichtszunahme ist bei mir sicher kein Vorteil ;-) .

Also wenn man man mal in die Gänge gekommen ist, geht es, aber bei mir sind so vile Leerstellen im Tagesablauf .. ich habe das AD jetzt wieder abgesetzt.

LG

Pzhob<iFenchRexn


Venlafaxin hat mir super geholfen.Auch ne dick geworden odwr benommen davon.Habe damit den Tag super gemeistert.Trotzdem musste umgestellt werden aufgrund von Libidoverlust.Das ist.nicht toll in ner jungen Beziehung.Ab heute Cymbalta.

dBjirmm{-bxo


Mit dem Einschlafen habe ich nicht so die Probleme. Eher das nächtliche Aufwachen und dann für mehrere Minuten und manchmal sogar Stunden nicht mehr Einschlafen können... Das ist es was mir zu schaffen macht in Bezug auf Schlaf. Manchmal macht mein Bauch auch derbe komische Geräusche in der Nacht, davon werde ich auch teilweise wach, glaube ich zumindest :-/

Ein Kollege von mir hatte auch schon mal sehr ähnliche Beschwerden wie ich und hat auch ein AD genommen. Dieses setzte er nach einiger Zeit wieder ab und seit dem hatte der nie wieder Probleme mit Angstzuständen oder ähnlichem...

Gguc[ky0\68


Nun, wenn ich es richtig verstehe und mit meinen laienhaften Worten, erklären darf. Die AD greifen in den Stoffwechsel ein, richtige Stimmungsaufheller, aktivieren den eher, man ist halt besser drauf. Und dann gibt es beruhigende, die verlangsamen den Stoffwechsel, dann schläft man besser, läuft aber auch den restlichen Tag rum wie eine Schlaftablette ;-) . Die haben dann auch nur geringe stimmungsaufhellende Wirkung.

Issab\ell


Ich sehe es wie marie-jana:

Antidepressiva werden für meine Begriffe ziemlich schnell verordnet.

Ohne begleitende Therapie oder zumindest eine sehr genaue Untersuchung, halte ich derartige Medikamente für nicht sinnvoll, sogar für gefährlich. Die auslösenden Gefühle, die Ursache für die Beschwerden, die Symptome, die ja was aufzeigen wollen, werden lediglich unterdrückt aber nicht behandelt.

Wie hier schon gesagt wurde, die Medikamente greifen (massiv) in Vorgänge des Hirns oder zentralen Nervensystems ein und wenn sie mal "einfach so" genommen werden, ohne weitere Maßnahmen, ohne konkrete Diagnose, bzw. Anamnese.... :|N

Suche Dir einen Arzt, der wirklich erst mal mit Dir mögliche Ursachen durchgeht, der Dich weiter untersucht, Tests macht um einer Ursache für Deine Beschwerden zumindest nahezukommen. Lediglich zu sagen "das ist psychisch" reicht bei Weitem nicht aus um ADs zu verschreiben, sondern ist erst ein Anfang.

Ein Arzt sage ja auch nicht: "Ihre Beschwerden kommen vom Magen" und verschreibt irgendein Medikament, sondern er untersucht genauer, was genau da los ist und handelt dann medikamentös.

IKsabgelxl


PS:

Meine Therapeutin z.B. hat sich sogar geweigert mir Medikamente zu geben, bzw. hat mir gesagt wenn ich mir welche verschreiben lassen würde bevor wir in irgendeiner Weise einen Anfang gefunden hätten, würde sie die Therapie abbrechen. Ich durfte noch nicht mal Notfallberuhigungsmittel nehmen, damit die Symptome weiterhin sichtbar und somit "angreifbarer" wären. Sie sagte, eine Therapie nütze nichts, wenn ich immer glücklich lächelnd vor ihr sitzen würde.

Es galt herauszufinden wenn genau ich die Symptome bekomme, ob sie an bestimmten Dingen festzumachen sind usw..

Nicht falsch verstehen: Natürlich sind solche Medikamente in bestimmten Fällen Gold wert und auch richtig! Aber nicht in dem Fall, wenn noch gar nicht klar ist was genau los ist.

dCjimPm-bo


Nach langer Pause des schreibens...

Hallo zusammen,

ich wollte mich mal wieder melden. Hatte das ja schon länger nicht mehr gemacht.

Also, zu meinem jetztigen Zustand: Im Grunde genommen hat sich nicht viel geändert. Es geht mir wohl etwas besser aber es ist nicht so, dass alle Symptome die ich zuvor hatte auch weg sind. Die sind zum Teil nur etwas abgeschwächt. Im Grunde genommen quälen mich immer noch die Ängste/die Panik, das Zittern und Zucken, die Magen-Darm-Beschwerden und ganz besonders die anhaltende Benommenheit/Schwindel/Derealisation. Letzteres hat auch noch einen Nebeneffekt: Ich fühle mich nicht konzentrationsfähig und dadurch irgendwie dumm bzw dümmer als vorher^^.

Wie dem auch sei. In der Zwischenezeit habe ich etwa einen Montag lang Amitrypthelin eingenommen. Es hat mir absolut nicht geholfen und deshalb habe ich es wieder abgesetzt.

Letzte Woche war ich dann bei einem anderen Neurologen gewesen, der meinte, dass die Symptomatiken schon auf eine Angststörung hinweisen würden. Er verschrieb mir daraufhin Citalopram. Da sollte ich erstmal langsam mit anfangen (erste Woche ne 1/2 Tablette) und später dann die Normaldosis (eine Tablette pro Tag) einnehmen. Zudem meinte der Arzt, dass ich eine Verhaltenstherapie machen sollte bei einem Psychotherapeuten... Habe mich noch nicht für einen Therapeuten entschieden. Könnt ihr mir ein paar Tipps geben zur Wahl?

Wie sieht es aus mit einer vollständigen Genesung in meiner Sache? Habe nämlich von jemanden gehört, der sehr ähnliche Probleme hat wie ich und das schon seit drei Jahren :-o . Ich hoffe bei mir hält das nicht so lange an geschweige denn für ein ganzes Jahr!

Gruß,

Djimm-Bo

m?arZie-j4ana


Hallo djimm-bo

*:)

Hmm. Und Deine Schilddrüse ist wirklich in Ordnung ? Deine Wirbelsäule auch ? Diese Symptomatiken können für meine Begriffe auf alles Mögliche hinweisen. Ich wäre, wie gesagt, sehr vorsichtig mit Antidepressiva. Die bei solchen "Befunden" gleich zu verordnen halte ich für etwas fragwürdig. Ich würde das Citalopram erst einmal nicht nehmen.

Du hast Dich noch nicht für einen Therapeuten entschieden ?

Einen Therapeuten zu finden, erfordert Geduld. Und Du solltest Dich darauf einstellen, lange Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Die Krankenkassen haben Listen. Jeder Therapeut hat ja auch seine "Steckenpferde", Spezialgebiete. Und dann musst DU Dir einen Termin besorgen. Das heißt anrufen. Immer wieder. Und auf AB's sprechen'... Die Therapeuten haben keine "Arzthelferinnen". Sie gehen selbst ans Telefon.

LG

Nach den ersten 5 Sitzungen (probatorische Sitzungen) weißt Du, ob Eure Chemie stimmt. Ansonsten solltest Du weiter suchen. Nach diesen Sitzungen entscheidet sich sowieso erst, ob eine weitere Therapie stattfinden wird/muss.

SCesven.Oof.Ninxe


Hmm. Und Deine Schilddrüse ist wirklich in Ordnung ?

Dieser Frage schließe ich mich an. Und was ist mit diesen Werten, hast Du die mittlerweile auch:

Ich hatte schon mal ein großes Blutbild machen lassen, sind da nicht die Schilddrüsenwerte dabei? Ferritin, Vitamin B12 wüsste ich jetzt nicht?!

Ferrtin und Vitamin B12 wird üblicherweise nur auf Anforderung gemacht, aber wenn Du sowieso schon dabei bist, gleich auch an Vitamin D (25-OH-Vit. D3) denken, viele Menschen haben einen solchen Mangel!

Die Ärzte gaben mir eine Infusion und deren Diagnose war eine Mineralstoffentgleisung. Habe ich da gerade eine Panikattacke gehabt

Eine Mineralstoffentgleisung ist etwas ganz anderes als eine Panikattacke!!!! Um welchen Wert handelte es sich damals und ist dieser Mangel jetzt sicher ausgeschlossen? Wie hoch war eigentlich Dein Kalziumwert?

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperkalz%C3%A4mie]]

Gruß

Seven

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