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Freundin leidet an Bipolare Störungen und leugnet das.

Gtast umG Fo9rum2x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr leben.

als erstes SORRY für die rechtschreibfehler. bin nicht von hier. danke.

ich habe eine freundin die mir sehr viel bedeutet. wir waren über 4 jahre zusammen. 3 davon glücklich.

vor einem jahr kam die krankheit wie aus heiterm himmel und sie drehte komplett durch. wollte sich von mir von heute auf morgen trennen und lief 8 wochen von mir weg. war tag und nacht fast wach und hat alles mögliche gemacht. weggehen, partys...

in den 8 wochen hat sie mir aber über 60 mails geschrieben. alle waren so voller schmerz und traurige gedanken. eher verwirrte gedanken.

nach 8 wochen kamen wir wieder zusammen und da merkte ich erst was wirklich los war. ich brachte sie zum arzt. der wederum zum psychiater. der facharzt hat dann eine manie festgestellt. er bat sie unmissverständlich in 4 wochen wiederzukommen. kein alkohol mehr, keine partys, kein excess und das für die nächsten 6 monate. er will das beobachten hat er gesagt.

natürlich hat sie den termin in den wind geschlagen und klammert sich an mir wie eine zweiter haut.

nach 5 monate ist sie in eine andere grossstadt gegangen wegen ein praktikum.

sie fing dort an wieder verrpckt zu leben. 7 tage die woche auf achse. alles getrunken was man ihr in die hände gab... kaum schlaf. irgendwann habe ich sie besucht und meine welt brach in sich zusammen. die krankheit war wieder voll ausgebrochen. ich wollte sie zum arzt bringen und sie lehnte das ab. also, bliebe ich bei ihr die restlichen tage bis sie dann heim ging. das praktikum war zu ende.

eine woche zuhause hat sie mich auch jeden abend angerufen und meint, dass sie traurig ist. ob ich sie noch mag und so... sie wurde mit der zeit immer leise. dann am tag 7 rief sie mich verheult an und sagt, dass sie zeit für sich braucht, weil sie nicht weiss was sie gerade will. sie fühlt gerade nur leere.

ich bat sie wieder zum arzt zu gehen, weil ich die depressive phase vermutet habe. aber sie leugnet alles. ob wohl ich mit eigenen augen gesehen habe, dass sie neben der manie in der hochphase auch depressionsttacken hatte.

sie waren echt schlimm... da verändert sich sogar ihr gesicht dabei und sie starrt nur leer aufm boden.

dann fing sie wieder an mails zu schreiben und sagt, dass sie seit 2 wochen verzweifelt ist und nur am weinen...

iregndwann war mir das ganz doch zu viel bin doch kein arzt. ich brach den kotakt zu ihr ab, ob wohl sie das nicht wollte. wegen selbstschütz. weil das auch krank macht... ich wollte nicht vor die hunde gehen. immerhin war ich 1 jahr für sie da und konnte nix erreichen, weil sie nicht zum arzt gehen wollte.

vor 2 wochen hat sie mir ein päckchen und kleine geschenke gemacht. eine karte mit herzchen gemalt. ich reagiert nicht drauf.

vor 2 tage habe ich mich denn entschieden ein riesen schritt zu wagen und habe die eltern einen ausführlichen brieg geschrieben. seit dem fühle ich mich viel besser und ich habe keine ahnung was ich noch machen soll.

es tut weh, weil sie krank ist. es tut weh sie verlassen zu mussen. es tut weh mit ihr zusammen zu sein.

ist die krankheit überhaupt heilbar?

ich habe mich von ihr weggedreht weil ich angst hatte dass sie in mir was kaputt macht.

wer hat solche erfahrungen gemacht?

wie sollte ich mich verhalten wenn sie sich wieder meldet?

danke.

Antworten
mous8kBa?tnuxss


ist die krankheit überhaupt heilbar?

Joa...man kann das heilen. Das beinhaltet eine lange und intensive Behandlung. Es kann aber auch nicht geheilt werden, aber es kann dann zu Verbesserungen kommen.

der facharzt hat dann eine manie festgestellt. er bat sie unmissverständlich in 4 wochen wiederzukommen. kein alkohol mehr, keine partys, kein excess und das für die nächsten 6 monate. er will das beobachten hat er gesagt.

Der Psychiater ist ein wichtiger Baustein. Medikamente sind ein wichtiger Baustein. Aber auch eine Psychotherapie. Die Kombination ist wichtig.

Die fehlende Einsicht ist normal bei deiner Freundin. Wenn sie medikamentös eingestellt ist, wird sich die Einsicht einstellen. Aber sie erstmal zum Psychiater zu bewegen ist halt schwer.

wie sollte ich mich verhalten wenn sie sich wieder meldet?

Du sagst es ja selbst: Das hängt von dir ab. Es kommt drauf an wieviel du mitmachen kannst. Angehörige und Verwandte sind natürlich wichtig bei so einer Erkrankung, aber wenn du dich als Freund da in Gefühlswelten verstrickt siehst und merkst wie Dinge kaputt gehen bei dir, dann musst du dich selbst auch in Schutz nehmen. Das ist super wichtig!

Du kannst sie weiter zu einer Behandlung bewegen. Du kannst Suizidankündigungen ersnst nehmen und Ärzte und Polizei verständigen. Du kannst der Empfänger für 60 Mails in der manischen Phase sein. Aber mehr eigentlich auch nicht.

Der Schritt mit dem Brief war gut. Denn Eltern und Angehörige sind wichtig. Das ist eine krasse Krankheit die behandelt werden muss. Aber auch dein Leben geht weiter und muss sich positiv entwickeln und eigentlich hast du alles richtig gemacht. :)^

*:) @:)

GFast umQ Forxum23


danke für deine worte. sie helfen mir sehr. der schritt die eltern zu schreiben fiel mir nicht leicht. aber ich wusste nich was ich noch hatte machen sollen... ihre eltern leiben sie. umgekehrt auch. sie haben und hatten immer ein grossen einfluss auf sie. aber eine geunde erziehung.

ich kenne die eltern auch gut. sie waren immer lieb zu mir. ich hatte davor angst. aber dann habe ich mich dazu entschieden. ich habe den alles erzählt. auch wie alles angefangen hat und wie sie in der grossstadt lebte. die symptome die sie hatte... zum schluss war das wirklich für jeden sichtbar... der rededrang war dermassen hoch aufgeregt, dass ich sie oft pieksen musste. es gab kein grund, dass sie so reden musste... sie lebte die 6 monate wie ein irrer und das rücksichtslos auf ihre seele. Tempo 300 in der fussgänger zone wenn du verstehst was ich meine.

7 tage die woche aktionen. zum schlafen kam sie erst um 3 oder 4 nach hause. dann um 7 musste sie raus und das jeden tag...

kein wunder, dass sie depression kam als sie das leben im ausnahmzustand verlassen hat.

ich war heute beim facharzt weil ich was wissen wollte. er hat mir gesagt, dass ich mich raushalten soll bis sie in behandlung geht. er sagt auch, dass das was ich gesehen habe die manie im akuten zustand war.

hier hatte sie in die klinik gemusst, na ja, sie hat ja angeblich nix.

er fand das auch gut die familie bescheid zu sagen. dann da bin ich mir zu 1000% sicher dass sie alles tun werden um ihr zu helfen.

beide eltern sind gebildete menschen die sensibel mit allem umgehen können.

nein, eine beziehung wie vor der ausbruch der krankheit ist für mich sogut wie ausgeschlossen. weil die krankheit jahre lange dauert und immer mit rückfälle verbunden. ich habe 1 jahre versucht sie festzuhalten. das ist wirklich die hölle.

aber sie bedeutet mir sehr viel und daher werde ich zu ihr eine freundschafsbasis aufbauen können.

das sagt mein herz und mein verstand. ich habe viel kraft verloren in dem jahr... ich hab keine ahnung wie sie wird wenn sie tabletten nehmen muss... nein. ich habe vor eine beziehung mit ihr einfach angst. die krankheit hat auch das vertrauen zerstört... leider.

ich bin aber nicht böse auf sie. da sie dafür wirklich nix kann. aber ich muss die krankheit nicht ertragen und aushalten. das ist das was ich denke und will.

DZill|es


@ Gast im Forum,

ich bin Bipolar geworden. Von einer schweren Depression durch Einnahme von ADs annähernd geheilt , drehte ich nach 4 Jahren völlig ab in eine Manie, man vermutete in der Klinik, ausgelöst durch ADs und natürlich verstärkt durch Alkohol den man in der Manie meist exzessiv konsumiert, selbst fühlt man sich in der Manie als Supermann und verweigert Hilfe, weil man sich selbst toll fühlt.

Auf Drängen meiner Psychiaterin und Ehefrau bin ich in die Klinik, verweigerte aber alles in meinem Wahn, die Manie verstärkte sich dann so stark, daß man mich mit 6 Pflegern einfangen und fixieren musste, ich bekam dann zwangsweise intramuskulär Seroquel gespritzt und war innerhalb kurzer Zeit wieder "normal" und konnte auf eine offene Abteilung verlegt werden.

Beides Depression und Manie ist für das Umfeld sehr schwer zu ertragen, ich muss sogar soweit gehen zu sagen eigentlich in den Spitzen der Krankheit unerträglich.

Nachdem ich die Manie überwunden hatte kippte mein psychischer Zustand wieder in die Depression, die man wieder mit ADs (SRNI) in Kombination mit Manieschutz (Seroquel Lamictal) behandelte. Allerdings war ich wieder so tief in der Depression, dass ich temporär Berufsunfähig geschrieben werden musste , ein Arbeiten war nicht möglich.

Jetzt ein Jahr nach meinem Klinikaufenthalt rutschte ich wieder in eine Manie. Mein Umfeld, dass inzwischen Bescheid weiß hat mich sehr schnell darauf aufmerksam gemacht, dass etwas mit mir nicht stimmt. Die Psychiaterin hat mir daraufhin alle meine ADs verboten, sodaß ich nur noch Manieschutz nehme. Jetzt nach ca. 2 Wochen bin ich wieder in einer fast ausgeglichenen Stimmungslage, mit der Gefahr ohne ADs wieder in die Depression abzurutschen.

Bipolar zu sein ist ein Ritt auf der Rasierklinge mit dem Bestreben eine ausgeglichene Stimmungslage hinzubekommen. Bipolar ist man auch ein Leben lang, weil man nie ausschliessen kann, dass die Stimmung von Euphorie (Manie) ins todtraurige (Depression) abdriftet, es fehlt bei Bipolaren einfach die Stabilität des Gemüts.

Bei mir wird es wohl so sein, dass man mit Medikamenten versucht die Stimmungslage ins Gleichgewicht zu bekommen und dies lebenslang mit dem Einnehmen von Lithium zu erhalten.

Meiner Ansicht nach sollte sie für mindestens 8-12 Wochen in eine Klinik.

In der Klinik wird man insbesondere was den Alkoholkonsum angeht sehr streng überwacht, ich musste fast täglich ins Röhrchen pusten und wäre bei Nichteinhaltung sofort auf die Alkoholstation gekommen, insbesondere Alkohol fördert eine Manie noch beträchtlich. Das für sie Gefährlichste ist, so wie die Gefühlslage nach oben abdreht tut sie das auch nach unten bis hin zum Suizid.

Vielleicht ist sie in einem Moment in der die Manie abklingt zugänglich sich beraten zu lassen und in eine Klinik zu gehen, oder sie hat das "Glück", dass sie in der totalen Manie zwangsweise in eine geschlossene Abteilung kommt, eine unbehandelte Manie wird oft so stark , dass dies dann passiert.

Oder ,das wünsche ich keinesfalls, sie unternimmt in der Depression einen Suizidversuch und kommt so auf die Geschlossene.

Ich hatte in der Klinik 2 Mitpatientinnen die so auf die Station kamen, es konnte ihnen geholfen werden, sie waren nach 5-6 Wochen wieder relativ gut drauf . Der Suizidversuch hätte aber auch klappen können, dann wären sie heute nicht mehr da.

Gtast 6um qForum23


danke, dass DU als betroffene den mut hattest mir das hier zu schreiben.

also, die manische phase war in den 6 monate wo sie in der grossstadt sich aufgehalten hat. da war sie wirklich wie abgedreht. hab dazu in den beiträge viel gesagt.

ich hab sie da auch besucht und war erschrocken... sie hatte depressionsattacken. aber viel mehr aufgedreht und ruhelos...

was mich wirklich erschrocken hat, waren ihr wahrnehmungestörungen. ich nenne dir hier ein beispiel und bitte vorab um verzeihung. mir das ein bisschen peinlich...

aber vielleicht kannst du mir was dazu sagen.

sie geht zumbeispiel auf der tolette im gang- wohnte in den 6 monate in so ein studenheim- dann kommt sie in ihrem zimmer und lässt die hose runter fallen und wäscht sie sich in der küche am waschbäcken OHNE mich dabei WAHRZUNEHMNE! ich fands heftig...

da sie sowas früher nie getan hat.

dann bin ich heim gefahren und wollte warten bis sie zurückkommt und mit den eltern darüber zu reden... die lage war ziemlich kritisch und sehr ernst. die symptome die beim ersten ausbruch vor einem jahr zu sehen waren hatten sie um 200% gesteigert.

erste ausbruch Feb. 2012.

dann kam sie heim und rief mich auch jeden tag an... am ersten tag war sie noch auf 180 und redete sie von pläne und vermissen und lieb haben und so...

dann ging das reden zurück. sie schrieb traurige mails. sie schlief lange als sonst... dann hatte sie selbstzweifel ob ich sie noch mag. und ob ich mich bei ihr noch wohl fühle... ihr selbstvertrauen ging bergab.

am tag 7 krachts dann richtig. sie rief an und weinte und war vezweifelt... wusste auch nicht warum wir uns doch nicht sehen sollten, nach dem sie die ganze woche davor jeden tag danach gefragt hat.

dann schrieb sie nach der heulattacke eine mail und sagt dass sie sehr verwirrt ist und ihre gefühle sind weg und das gefühl was sie jetzt hat nur noch komsich ist. komisch und traurig... sie kann das gefühl was sie heutemorgen beim aufstehen bekommen hat, nicht erklären, meinte sie....

na ja, mir war klar, dass die depression kam weil sie 6 monate wie ein irrer gelebt hat...

aber danach habe ich alles versucht sie zum arzt zu bewgen. ZWECKLOS!

danach brache ich denkontakt ab.

seit 4 wochen hat sie jetzt nix mehr von mir gehört.

bis Mittwoch wo ich beschlossen habe die eltern zu informieren.

ich denke, dass ich alles getan habe um ihr helfen zu lassen.

danke nochmal fürs lesen. und vielleicht schreibst du mir noch was dazu...

liebe grüsse.

D>iWlleWs


Nun ja, in einer Manie findet man nur sich selbst und auch seine Taten für das absolut Richtige. Andere Meinungen zählen nicht, man ist unfähig zu reflektieren. Das heisst sein eigenes Tun in den Kontext zu stellen, was denken denn Andere wenn ich jetzt dies oder das mache. Das ist vollständig weg. Dies war auch bei mir so in der absoluten Hochphase der Manie, in der Geschlossenen hatte ich am Schluss einen solchen Größenwahn, daß ich mich selbst zum Chefarzt machte und mich dann auch Mitpatienten die auch etwas gaga waren mit Herr Doktor anredeten, anstatt darüber nachzudenken, dass dies doch gar nicht stimmt hat mich das noch manischer gemacht. Als Chefarzt wollte ich dann raus aus der Geschlossenen und habe viel Scheisse gebaut um das zu erreichen, es gipfelte mit der Forderung sofort den Justizminister anzurufen und um dem Nachdruck zu verleihen der Auslösung eines Feueralarms, mit dem schon beschriebenen Ausgang des Einfangens und der Zwangsmedikation, was im Nachhinein absolut richtig war. Die allermeisten psychiatrischen Kliniken sind richtig gut und man sollte ihnen vertrauen.

Jetzt im Nachgang der Erinnerung an meine damalige Manie, bin ich in der Lage durch Hinweise in mein eingeweihtes Umfeld das Auftreten einer neuen Manie rechtzeitig zu erkennen und alles zu tun, das diese nicht mehr in der totalen Manie gipfelt.

Den Verlauf einer Manie zu verstehen, im Sinne von, sie hat dies oder jenes gemacht und weshalb ist absolut sinnlos. In der Manie macht man Dinge die so sinnlos sind, dass es nicht lohnt diese als Aussenstehender begreifen zu wollen.

Vielmehr ist unheimlich hilfreich, weil man es selbst nicht erkennt, daß insbesondere das engere Umfeld einen rechtzeitig darauf hinweist , hey mein Freund, ich glaub im Moment habe ich das Gefühl, dass du wieder austickst.

Für mich war dies jetzt beim beginnenden 2 ten Mal unheimlich hilfreich und ich habe auch sofort Hilfe gesucht, damit es nicht wieder ausartet.

Es ist eine Krankheit,und man muss lernen damit umzugehen und das kann man nicht Alleine unheimlich wichtig ist das nahe Umfeld sonst ist man verloren.

Dabei ist aber auch ein gesundes Umfeld wichtig, wenn ich "Freunde" habe , die es "witzig" finden wenn ich austicke, dann habe ich das völlig falsche Umfeld für diese Krankheit und die kann in der Depression im Selbstmord enden und in der Manie in einer völligen Zerstörung aller körperlichen(Alkohol und Drogen) und wirtschaftlichen (verspielen z.B. des gesamten Vermögens) Resourcen, was dann wiederum in die Depression und den Suizid führt.

Dein Verhältnis zu Ihr kenne ich nicht, aber es ist möglich und es funktioniert eine Partnerschaft oder Ehe zu führen. Wenn der Erkrankte einsichtig ist und der Partner sich genauestens informiert und die Krankheit mitlebt und verinnerlicht was diese Krankheit bedeutet, wie man ihre Auswüchse schnell erkennt und was und wie man was machen muss wenn es mal wieder nach unten oder oben geht.

G)ast, um F8orum2x3


magst DU mir noch auf mein beitrag und vermutungen antworten? die antwort ging leider nur um deine geschichte die mir auch selr leid tut.

aber ich wäre dir dankbar wenn du dich mit mein letzten beitrag kurz befassen könntest...

wenn du kraft hast. danke.

einfach deine meinung und einschätzungen zu all dem was ich zuletzt geschrieben habe.

Dgillexs


also, die manische phase war in den 6 monate wo sie in der grossstadt sich aufgehalten hat. da war sie wirklich wie abgedreht. hab dazu in den beiträge viel gesagt.

ich hab sie da auch besucht und war erschrocken... sie hatte depressionsattacken. aber viel mehr aufgedreht und ruhelos...

was mich wirklich erschrocken hat, waren ihr wahrnehmungestörungen. ich nenne dir hier ein beispiel und bitte vorab um verzeihung. mir das ein bisschen peinlich...

aber vielleicht kannst du mir was dazu sagen.

sie geht zumbeispiel auf der tolette im gang- wohnte in den 6 monate in so ein studenheim- dann kommt sie in ihrem zimmer und lässt die hose runter fallen und wäscht sie sich in der küche am waschbäcken OHNE mich dabei WAHRZUNEHMNE! ich fands heftig...

da sie sowas früher nie getan hat.

Das hatte ich geschrieben und es war allgemein für Manische nicht nur für mich gedacht:

In einer Manie denkt man nur an sich, weil man sich selbst für den Größten hält. Aus diesem Grund ist man unfähig Empathie (Reflektion was denkt der Andere) zu empfinden. Wenn ich also Intimpflege vor jemandem macht, denkt man nicht , da ist jemand da den das evtl. stört, sondern man sieht nur die absolute Notwendigkeit sich zu waschen und der andere wenns ihn überhaupt zu interessieren hat soll doch froh und glücklich sein , dass ich das mache.

dann bin ich heim gefahren und wollte warten bis sie zurückkommt und mit den eltern darüber zu reden... die lage war ziemlich kritisch und sehr ernst. die symptome die beim ersten ausbruch vor einem jahr zu sehen waren hatten sie um 200% gesteigert.

erste ausbruch Feb. 2012.

dann kam sie heim und rief mich auch jeden tag an... am ersten tag war sie noch auf 180 und redete sie von pläne und vermissen und lieb haben und so...

dann ging das reden zurück. sie schrieb traurige mails. sie schlief lange als sonst... dann hatte sie selbstzweifel ob ich sie noch mag. und ob ich mich bei ihr noch wohl fühle... ihr selbstvertrauen ging bergab.

am tag 7 krachts dann richtig. sie rief an und weinte und war vezweifelt... wusste auch nicht warum wir uns doch nicht sehen sollten, nach dem sie die ganze woche davor jeden tag danach gefragt hat.

dann schrieb sie nach der heulattacke eine mail und sagt dass sie sehr verwirrt ist und ihre gefühle sind weg und das gefühl was sie jetzt hat nur noch komsich ist. komisch und traurig... sie kann das gefühl was sie heutemorgen beim aufstehen bekommen hat, nicht erklären, meinte sie....

na ja, mir war klar, dass die depression kam weil sie 6 monate wie ein irrer gelebt hat...

aber danach habe ich alles versucht sie zum arzt zu bewgen. ZWECKLOS!

Ich bin zu wenig auf die Gefühlswelt der Depression eingegangen. Die schwere Depression die oft auf die Manie folgt hatte ich wie gesagt vor ca. 5 Jahren. Es ist das mit unbeschreiblich größtem Abstand Schrecklichste was ich bislang in meinem ganzen Leben durchgemacht habe. Es ist so unbeschreiblich schrecklich, das dies jemand der davon nie betroffen war , es niemals verstehen kann und ich wünsche dies nur absolut unbelehrbaren Leuten die einem raten: Reiss dich doch zusammen! , aber nur kurz für 30 Minuten das zu erleben, in denen diese sich evtl. dann sogar das Leben nehmen würden, weil sie es nicht aushalten würden.

Die Hochgefühle der Manie hat man in der Depression exakt umgekehrt. Man fühlt sich wie der letzte Dreck hat keinerlei Selbstwertgefühl, es gehen nach und nach alle Freuden und Grundbedürfnisse völlig verloren.

Man freut sich nicht an der Sonne, Farben,Freunden, Kindern, Frau etc.. sondern kriecht jede freie Sekunde unter die Bettdecke um dies alles nicht sehen zu müssen. Man hat keinerlei Appetit (Bei 1,87 Größe wog ich am Schluss meiner unbehandelten Depression 71kg) Man verliert vollständig die Lust auf Sex oder auf Konversation. Alle Gedanken bewegen sich in einem endlosen Kreis , man grübelt und grübelt und das immer ohne jedes Ergebnis. Die Grübelei geht am Schluss soweit, dass man dies die ganze Nacht durchmacht, man wird völlig schlaflos wegen dieser ständigen Grübelei die immer Ergebnislos ist und wieder und wieder von vorn anfängt.

Als Erlösung aus diesem vegetieren kommen dann Gedanken die: Deine Psyche also dein Ich ist doch eigentlich schon tot und es leidet doch nur noch, also mach doch deine Physe auch tot, töte dich und du hast alles hinter dir diesen ganzen Seelenschmerz. Beende deinen Seelenschmerz in dem du deinen Körper dem Tod deiner Seele folgen lässt. In dieser Phase ist der einzige Trost und der einzige Ausweg den du für dich siehst der Tod. Der Tod wird zum Erlöser und Freund. Unbehandelt vollzieht man das dann. Man vermutet von den 10.000 Selbstmördern ca. 90% Depressive, was für mich der ich das erlebt habe logisch ist. In dieser Phase eines bereits geplanten Suizids halfen mir Antidepressiva schnell wieder heraus. Ohne diese wäre ich bereits weitgehend verwest.

danach brache ich denkontakt ab.

seit 4 wochen hat sie jetzt nix mehr von mir gehört.

bis Mittwoch wo ich beschlossen habe die eltern zu informieren.

ich denke, dass ich alles getan habe um ihr helfen zu lassen.

danke nochmal fürs lesen. und vielleicht schreibst du mir noch was dazu...

liebe grüsse.

Den Kontakt würde ich , wenn du sie magst nicht abbrechen, weil du ihr dadurch eher schadest statt hilfst.

Wenn du sie magst befass dich damit insbesondere befass dich damit ab welchem Stadium sie du evtl. mit Hilfe erreichen kannst. Physisch gefährlich (Suizid) ist die Depression, wenn man ganz unten ist lässt man sich am ehesten helfen in der Hochmanie eigentlich nicht.

In der depressiv schwersten Phase ist meine Frau zum Bäcker gefahren und hat mir eine Brezel geholt diese halbiert und mit Butter geschmiert, sie hat sich morgens so lange neben mich gesetzt, bis ich die halbe Brezel (meine gesamte Tagesmahlzeit damals) gegessen habe, das dauerte manchmal fast eine Stunde.

Ich kam wieder etwas zu Kräften durch die halbe Brezel und den Zuspruch meiner Frau und ich bin dann mit ihr zum Psychiater mitgegangen, was letztlich meine Rettung war. Völlig alleine gelassen damals, wäre ich längst tot.

G=ast ;um Florum23


also, ich habe ihr zum schluss eine mail geschrieben. sehr liebevoll und ihr gesagt, dass sie bitte zum arzt gehen soll. ich habe ihr gesagt, dass ich nie vor hatte sie zu verlassen oder von ihr fort zu gehen. alles was mich von ihr z.zt fern halt ist nur die krankheit die sie hat und sie nicht einsehen will.

ich habe nichtmal das WORT krankheit benutzt, sondern, ich sagte die SACHE!!!! hab immer die "sache " gesagt, wohlwissend, dass sie weiss was ich damit meine.

ich habe ihr auch geschrieben, dass ich ihr alles verziehen habe. die verletzungen und das hin und her in der beziehung... und das ich sie gerne habe und nicht bereit bin mit den strudel reingedreht zu werden, weil ich mein leben ja auch leben muss.

ich habe ihr alles gesagt. grenzen gezeigt, damit sie weiss was los ist. sogar der facharzt bei dem ich war fand mein verhalten richtig. er meint bei so eine krankheit ist oft besser zu helfen durch NICHT helfen, damit die patient auch erkennt dass er hilfe braucht und sich bewegt, sonst werde ich zu ein CO Therapeut der alles in sich frisst und irgendwann selber krank wird.

abgrenzen ist wichtig. haben mir soooo viele jetzt gesagt.

ich denke, dass ich ganz freundlich reagieren werde wenn sie sich meldet, weil ich alles verstanden habe. sie hat nix falsch gemacht. das war die krankheit. um das zu begreifen habe ich die kontaktsperre gebraucht.

ich nimm ihr wirklich nix übel. denn sie ist ja krank und kann nix dafür.

selbstschütz ist wichtig. nur so hatte ich auch erst gehandelt als ich die eltern einen brief schickte.

sie werden ihr helfen. da bin ich mir ganz sicher...

deine geschichte hat mich soeben sehr berührt... nach dem ich das mit meine freundin erlebt habe, wackelte meine glaube an GOTT sehr stark...

noch eine frage.

meinst du dass das verhalten meine freundin in der erste woche nach ihre rückkehr nach hause der beginn eine heftige depression sein kann?

eine manie dauert doch nicht ewig, oder?

6 monate sind zu llang wie ich fand. in dieser zeit hat sie alle hemmungen verloren. die rückkehr in das dorf mit 130 einwöhner war wohl schwer zu verkraften.

dir wünsche ich wirlklich alles gute und DU hast mein mitgefühl ohne das wir uns kennen.

PKustebflumOex65


Lieber Gast

ich finde es vollkommen richtig, wie Du dich verhalten hast und kann mich nur der Meinung deines Facharzte anschließen.

Pass weiterhin gut auf dich auf.

Glast (um WFoEruxm23


ja, mach ich.

es ging ja auch nicht anderes. denn sie schrie um hilfe. wollte aber keine.

nach dem motto: lass mich in ruhe, aber verlass mich nicht.

geh weg. aber nicht zu weitweg.

das sind dinge die ich nicht mitmachen wollte und es war richtig für mich den kontakt abzubrechen.

nach 3 wochen stille, hatte sie sich gemeldet und mir eine karte und ein päckchen geschickt... sie hat mich sehr gerne und so... aber ohne einsicht und behandlung ist das für mich eine zerstörrische liebe die mich in den abgrund versenken kann, wenn ich nicht auf mich aupassen kann.

durch den abstand habe ich ja auch ein klaren kopf bekommen und die eltern informiert.

sie haben den brief schon am mittwoche bekommen. jetzt werden sie handeln und da ich den alles gesagt habe und den facharzt mit adresse und telefonnummer genannt habe werden sie sich nur an ihn wenden brauchen und er wird den alles sagen was die tochter hat...

ich bleibe aber im hintergrund... wenn sie wieder auf die beinde kommt und weiss was los ist mir ihre seele, dann werde ich sie bestimmt nicht abweisen. warum auch.

aber ich finde, dass mein leben auch wichtig ist. ich habe keine Bipolare störungen. ich weiss wer ich bin und was ich will...

krank zu werden ist ja auch keine schande. mich kanns auch treffen daher sind kranke menschen für mich auch wertvoller menschen. ohne wenn und aber.

PkustebGlumPex65


nach 3 wochen stille, hatte sie sich gemeldet und mir eine karte und ein päckchen geschickt... sie hat mich sehr gerne und so... aber ohne einsicht und behandlung ist das für mich eine zerstörrische liebe die mich in den abgrund versenken kann, wenn ich nicht auf mich aupassen kann.

Absolut richtig! Nur Du allein kannst für dein Wohlbefinden sorgen.

durch den abstand habe ich ja auch ein klaren kopf bekommen und die eltern informiert.

Hast Du gut gemacht. Sie sollten wissen, wie es um ihre Tochter steht und ihr Hilfe anbieten.

sie haben den brief schon am mittwoche bekommen. jetzt werden sie handeln und da ich den alles gesagt habe und den facharzt mit adresse und telefonnummer genannt habe werden sie sich nur an ihn wenden brauchen und er wird den alles sagen was die tochter hat...

Nein, das darf der Arzt garnicht. Er steht unter Schweigepflicht, wenn er die Tochter therapiert hat. Er wird den Eltern nahezu nichts sagen dürfen.

PZusteb"lumxe65


Schau hier: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verschwiegenheitspflicht]]

G:ast u5m Foeruxm23


ja, ich weiss, dass der arzt denen nix sagen kann, aber sie wissen dann, dass sie im märz 2012 da war und dass der facharzt die diagnose festgestellt hat.

da sie ihren eltern die krankheit komplett verheimlicht hat und denen nie was davon gesagt hat. erst durch mein brief wissen die geschichte von A bis Z.

sie können ja in der klinik den namen von psychiater sagen damit die ärze untereinander sich austauschen oder sie können sie ja auch direkt zu ihm bringen weil er sie kennt.

bis jetzt wissen die eltern nämlich nix. ausser dass die tochter am boden liegt. oder aufgedreht ist.

ich denke, dass ich denen sehr geholfen habe mit der wahrheit, daten, fakten und ich fühle mich jetzt echt wohl.

D3ilxles


Ich höre heraus , daß sie dir etwas bedeutet. Das schlimmste was dir daher passieren könnte ist, daß du sagst oder darauf hörst , man kann ihr eh nicht helfen, also las ich die Finger weg das hilft vielleicht, es ist aber nicht so.

Die Krankheit kann tödlich sein, ich hoffe ich habe sie dir in etwa erklären können, das ist unheimlich schwer einem nicht Betroffenen diese Gefühlswelt klar zu machen.

Das Schlimmste ist aber in dieser Gefühlswelt alleine gelassen zu werden. Kein Arzt keine Klinik ist an deinem privaten Sofa Bett Bad oder sonstwo. Du brauchst jemanden und wenn es in ihrem augenblicklichen Gemütszustand vielleicht sogar für sie nervend ist.

Je nach Bedeutung für dich und Belastungsgrenze kann es sich auch für dich lohnen für sie da zu sein, auch wenn sie in der Manie großkotzig sagt sie brauche niemand und als Letzten dich. Keine 24 Std später kann es sein sie liegt wie ein Häufchen Elend in der Ecke und denkt an Selbstmord. Sie ist krank und du musst daran arbeiten, wenn du sie magst, sie in einem Augenblick zu erwischen wo sie Rat annimmt, es geht ich hab es auch angenommen und bin froh daran und habe jetzt umso mehr Vertrauen , dass jemand da ist , wenn es mich wieder trifft.

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