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Medikamente bei Burn Out Syndrom

k#ai2f7BS hat die Diskussion gestartet


Hallo, gibt es eine Standardmedikation bei Burn Out Syndrom?!

Antworten
ZWwVack_44


Wohl nicht.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Burnout-Syndrom#Behandlung_des_Burnout-Syndroms_.28Interventionen.29]]

Deillxes


@ Kai ,

Burn Out ist ein Modewort das vom Erschöpfungssyndrom bis zur schweren Depression benutzt wird. Manche sind der Meinung, es hört sich besser an. Man sagt heut ja auch nicht mehr Hausmeister sonder facility manager.

Zunächst würde ich klären an was du eigentlich leidest und wie stark.

Die Medikation kann von Johnniskraut bis zu Benzos gehen.

Wenn dein Burn Out z.B. eine Depression ist musst du auch wiederum diagnostizieren lassen wie stark dein Depression ist.

Wenn du einfach psychisch erschöpft bist reichen dir 1-2 Wochen etwas weniger zu arbeiten und etwas Sport zu treiben und vielleicht noch ein hochdosiertes Johanniskraut und 5 HTP nehmen.

Bei einer schweren Depression z.B. würde ich sofort in eine Klinik, aber die hast du sicher nicht, sonst würdest du hier nicht schreiben.

Wenn du wissen willst wo du bei einer Depression sthst einfach mal den Goldbergtest machen(googeln)

k&ai2i7BS


@ Dilles:

Also laut Goldberg liege ich bei satten 40 Punkten :-)

Bin schon seit 4 Wochen krank geschrieben und habe seitdem auf einen Termin beim Neurologen gewartet. Bei mir überwiegt wohl mehr eine Generalisierte Angst deshalb ist die berufliche Schiene auch derzeit stark in den Hintergrund getreten. Habe den Stress auf der Arbeit nicht mehr ausgehalten und mehrere Panikattacken im Dienst gehabt.

Medi´s bekomme ich wohl erst nach meinem Termin am Freitag beim Neurologen. Ich hoffe das da ein geeignetes AD dabei. Habe schon Sertralin, Citalopram, Venlafaxin und Escitalopram in den letzten 9 Jahren bekommen. Nicht durchgehend und auch nicht länger als 3-6 Monate.

Habe Sertralin vom Wirkungseintritt überraschend gefunden. Citalolpram und Escitalopram waren in der Eindosierung von den Nebenwirkungen her ziemlich schlimm zu ertragen. Venlafaxin ging fast garnicht; das hat mich körperlich total auf´s Abstellgleis gelegt.

D?illxes


@ Kai,

die Medikamente die du genommen hast sind alle SSRI(Sertralin, Citalopram,Escitalopram) oder SRNI (Venlafaxin)

Es sind sogenannte Botenstoffwiederaufnahmehemmer. Sie bringen die Synapsen dazu den Botenstoff Serotonin bei SSRI / Serotonin und Noradrenalin bei SRNI nicht wieder aufzunehmen. Bei der Depression produzieren die Synapsen nur noch sehr wenig dieser Botenstoffe, durch die Medikamente nehmen die Synapsen den wenig produzierten Botenstoff nicht wieder auf, dadurch steigt die Botenstoffkonzentration wieder auf ein normales Mass und die Depression verschwindet. Die Mittel wirken nur bei 60-70% , wenn man nicht dazu gehört wirds schwierig.

Man kann auch nicht vorhersagen wie lange man sie nehmen muss, daß muss man immer durch Ausschleichversuche testen. Ich habs in 4 Jahren 6-7 mal probiert und musste aber schnell wieder aufdosieren.

Ein Mittel, daß relativ neu ist und auch bei Angststörungen eingesetzt wird ist Quetiapin. Die Erfahrungsberichte bei Sanego sind bei Angststörungen sehr positiv. Aber das muss ein Psychiater oder Neurologe entscheiden, was bei dir angezeigt ist.

Mit 40 Punkten bist du aber schon dick dabei. Da würde ich überlegen in eine Klinik zu gehen. Am Ende meiner Depression hatte ich 50 meine Psychiaterin wollte mich sofort in eine Klinik stecken, mit kurzfristig Benzos und ADs (Venlafaxin) kam ich aber ohne Klinik schnell auf die Beine.

ZEwa,ck44


Kai27BS, was mir an Deinen Beiträgen auffällt: Die Behandlung mit Antidepressiva für 3-6 Monate entspricht nicht der allgemeinen Empfehlung, ADs noch 6-12 Monate nach Verschwinden der letzten Krankheitssymptome weiterzunehmen, um Rückfälle möglichst zu vermeiden.

kMai27xBS


Ich weiss das die Behandlungsdauer von 3-6 Monaten nicht ausreicht bei Depressionen oder Angststörungen. Die Medi´s habe ich auch selbst ausgeschlichen weil ich die Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Problemen und Libidostörungen nichr mehr ertragen hatte.

Mit Benzos habe ich noch nicht gearbeitet. Habe nur einmal Remestan zum schlafen genommen das war ganz angenehm. Man hat mir für Unruhezustände Atosil verschrieben.

DPiKllexs


Von Benzos musst du die Finger lassen, ich habe die auch nur in der Akutphase bekommen. Probier doch mal Laif aus. Ist homöophathisch.

HLinaxta


Laif ist pflanzlich, nicht homöopathisch – das ist ein Unterschied.

Homöopathisch wären z.B. Neurexan oder Neurodoron.

kJai27jBxS


Ehrlich gesagt halte ich nicht viel von pflanzlichen Medikamenten bei solchen Störungen. Zumindest nicht als Akutmedikation. Das einzige pflanzliche Mittel was so´n kleines bisschen geholfen hat war Sedariston. Das hatte ich mal vor 15 Jahren bekommen.

H{inaxta


Fplanzliche Mittel sindbei so ausgeprägter Symptomatik auch gar nicht indiziert.

Laif hat als Anwendungshinweis: "Leichte Depression und depressive Verstimmung".

Mit nem Goldberg von 40 biste da ziemlich weit von weg.

Z#wa7ck4x4


Die Medi´s habe ich auch selbst ausgeschlichen weil ich die Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Problemen und Libidostörungen nichr mehr ertragen hatte.

Das ist genau das, was man vermeiden sollte. Warum, um Gotteswillen, bist Du nicht zum behandelnden Arzt gegangen, hast die unerwünschten NW beschrieben und um einen Medikamentenwechsel gebeten. Im übrigen kann man ADs auch miteinander kombinieren, so dass die Wirkung verbessert und die NW minimiert werden können.

Jsanx74


Irgendwie ist schon er im Titel formulierte Wunsch, "Burn out per Medikament heilen", wohl Ausdruck der Dinge, die überhaupt erst dazu geführt haben. Halt "funktionieren", hakt die Maschine, muss sie wieder geölt werden, Hauptsache es geht weiter. Aber genau das ist ja das Problem, so funktioniert das halt nicht. Man muss seinen bisherigen Lebensstil komplett überdenken und relativ tiefgreifend an den Ursachen umbauen.. nicht oberflächlich die Symptome behandeln.

s2chn}ecmke19x85


Irgendwie ist schon er im Titel formulierte Wunsch, "Burn out per Medikament heilen", wohl Ausdruck der Dinge, die überhaupt erst dazu geführt haben. Halt "funktionieren", hakt die Maschine, muss sie wieder geölt werden, Hauptsache es geht weiter. Aber genau das ist ja das Problem, so funktioniert das halt nicht. Man muss seinen bisherigen Lebensstil komplett überdenken und relativ tiefgreifend an den Ursachen umbauen.. nicht oberflächlich die Symptome behandeln.

Da muss ich in allen Punkten zustimmen :)z :)^

klai2<7BxS


Die Überschrift die ich gewählt hatte für den Beitrag war eine Standardanfrage welche Medikationen es theorethisch in der Behandlung eines Burn Out´s gibt. Ich glaube nicht daran das psychiatrische Erkrankungen zu heilen sind, sondern lediglich erfolgreich unterdrückt und vermindert werden können.

Das man bei starken Problemen an der Ursache arbeiten muss das ist auch von meiner Seite absolut dick unterstrichen richtig. Nur muss man erstmal den Zugang dazu finden und manchmal helfen Medikamente besser als ein therapeutisches Gespräch darüber.

Bin jetzt jedenfalls eingestellt worden auf Venlafaxin 75 mg in retard Form. Bin mal gespannt ob das anders wirkt als Filmtabletten. Diesesmal bleibe ich dem Medikament treu bis der Arzt es verändert oder absetzen will :-)

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