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Psychosomatische Reha und dann kommt ein Fremder zurück?

snati7n-scilk hat die Diskussion gestartet


Mein Ex-Freund ist in eine psychosomatische REHA-Klinik gegangen.

Dort musste er 14 Tage isoliert bleiben – kein Kontakt zur Außenwelt.

Danach war er noch veränderter als zuvor. Was vorher Trauer, Mattigkeit, Zurückgezogenheit war, verwandelte sich in Aggression, Wut und Gemeinheit.

Was passiert dort mit en Leuten? Wieso "mutieren" sie so schrecklich.

Das ist mir unerklärlich.

In einem anderen Faden versuche ich über dieses neue Geschöpf hinwegzukommen.

Ein schwieriges Unterfangen, da immer wieder neue Lebenslügen von ihm auftauchen.

Wer hat das schon einmal erlebt?

Antworten
_+Ni%xex_


Ich kenne mehrere solche Fälle.

Aktuell macht das grade ein guter Freund mit seiner Frau durch.

(alledings keine Reha sondern ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt)

Man redete ihr ein, dass sie in der Ehe eingeengt war, er sie kontrollieren und unterdrücken würde und dass sie sich "befreien" muss. Er sei für sie ein "Trigger", Schuld an Wiederholungsmustern......

Eine sogen. aktivierende Therapie bei Depression – zumindest zu Beginn.

Nun hat sie gerade den Haushalt zerrissen, hat sich ne Wohnung gesucht....pflegt eigenartige neue Kontakte aus der Klinik, ist völlig therapeutenhörig......

Er bekam gar nicht die Chance zu Wort zu kommen oder seine Meinung darzulegen.

Was sind das für Menschen......die Familien so mal eben zerstören? Ist das Machtperversion??

":/ :|N

Viel Kraft für Dich......... :)* :)* :)*

AqhorEnblxatt


Welche Lügen tauchen denn auf?

Es werden einfach Emotionen freigesetzt, und dazu gehört auch oft Wut, die man früher nicht loswurde. Man wird eigentlich ehrlicher.

Man hat durch blöde Erziehung vielleicht nie aufmucken dürfen, dann mit dem Partner u. U. das gleiche Spielchen.

Gut so für denjenigen. ER kann sich mal freischaufeln. Bloß weil es anderen jetzt nicht mehr so bequem gemacht wird, weil man sich vielleicht früher nie traute, NEIN zu sagen, müssen die eben u. U. nach einem anderen "Opfer" suchen, dass sie manipulieren können.

Selbst wenn alte Beziehungen den Bach runtergehen, weil man Benehmen anderer nicht mehr hinnimmt, kann das neue Leben, für sich selbst einstehend, viel besser sein.

ATh(ornblxatt


Aktuell macht das grade ein guter Freund mit seiner Frau durch.

(alledings keine Reha sondern ein mehrwöchiger Klinikaufenthalt)

Man redete ihr ein, dass sie in der Ehe eingeengt war, er sie kontrollieren und unterdrücken würde und dass sie sich "befreien" muss. Er sei für sie ein "Trigger", Schuld an Wiederholungsmustern......

Eine sogen. aktivierende Therapie bei Depression – zumindest zu Beginn.

Nun hat sie gerade den Haushalt zerrissen, hat sich ne Wohnung gesucht....pflegt eigenartige neue Kontakte aus der Klinik, ist völlig therapeutenhörig......

Das ist doch Kopfkino. Selbst nie in so einer Klinik gewesen, aber schreiben, jemand sei therapeutenhörig. In so einer Klinik hat man u. U. mit 12 Therapeuten zu tun, ich kenne nur sehr engagierte, und mir ist in 20 Jahren kein therapeutenhöriger Patient untergekommen.

Vielleicht war derjenige in der Ehe schon lange unglücklich. So unglücklich, dass man eben krank wurde. Und eine Genesung ist vielleicht nur möglich, wenn man sich tatsächlich trennt. Bei manchen Menschen kann man auch wieder zusammenfinden. Das ist ja von Fall zu Fall verschieden....

Aber eines steht fest: niemand ist für denjenigen unglücklich, der es eben ist. Bis hin zur Krankheit. Niemand nimmt ihm das ab. Derjenige geht jetzt aber vorwärts, sieht neues Licht am Horizont.

Darüber sollte man sich als Außenstehender eigentlich freuen, wenn jemand gesunden kann. Und niemand erzähle mir hier, man macht eine Trennung aus Jux oder zur Freude eines Therapeuten. Die haben ja auch Supervision, dadurch wird schon mal so was wie Hörigkeit vermieden.....

_`Nixqex_


Das ist doch Kopfkino.

zumindest nicht in meinem Kopf.....

Selbst nie in so einer Klinik gewesen

wo steht das??

ich kenne nur sehr engagierte

wunderbar!! und warum haben die es in 20 Jahren nicht geschafft, dass du andere Ansichten tolerieren kannst?

Die haben ja auch Supervision, dadurch wird schon mal so was wie Hörigkeit vermieden..

so sollte es sein.......alledings lässt die Realität oft zu wünschen übrig.......

Psychotheapie hat erhebliche Risiken............und es tummeln sich dort genausoviele Nieten wie in anderen Bereichen..........

*:)

mcoodnnigxht


@ Ahornblatt

:)^ :)= Ich kanns mir bei Gott auch nicht vorstellen, dass man so hörig werden kann. Schließlich ist das keine Sekte und es ein Grund gehabt haben warum Personen Hilfe suchen bzw. brauchen. Man lernt sehr viel, sich zu öffnen, sich etwas zu trauen und sich zu wehren. Und das ist auch gut so. Nicht jeder, der lächelt und glücklich scheint, ist es wirklich.

SJunf6lowNer_*7x3


1. Man sollte sich mal vor Augen führen, dass es GRÜNDE gibt, dass jemand überhaupt in die Klinik ging.

2. Einreden tut (und darf!) einem kein Therapeut etwas. Vielmehr erhalten Patienten erstmalig die Chance, sich um SICH und ihre Bedürfnisse zu kümmern. Ohne Angst, für Äußerungen und Emotionen abgewertet zu werden, ausgelacht zu werden.

Diese Zeit ist aufwühlend und ja, vielleicht schießt da mal jemand über's Ziel hinaus. Oder bricht einfach nur aus Mustern aus, die schon lange nicht gut tun. Darum a) Kontaktsperre, um mal Pause von allem zu haben und b) sollte man als Partner die Chance zu Angehörigengesprächen nutzen, um Dinge zu klären.

Ich will nicht aussschließen, dass der eine oder andere verschrobene Therapeut durchaus mal zu direktiv wird und sich halt direkt in Entscheidungen einmischt. Das Risiko besteht – aber ist v.a. in Kliniken, wo TEAMS sich über die Patienten austauschen, mehr als gering.

Ansonsten schließe ich mich Ahornblatt an – und halte zu anderen Aspekten einfach mal den Schnabel.

mln\ef


Nixe,

und du kennst wirklich rein zufällig gleich mehrere dieser Fälle? Und das auch so gut, dass du beurteilen kannst, was dort eingeredet wird und was wirklich so war? Das halte ich für nicht möglich.

S[unfGlowAer_7x3


Ganz vorsichtig würde mich – wenn jemand sooo viele Fälle kennt - v.a. auch mal die jeweilige Diagnose interessieren... Ist ja im Hinblick auf Therapie und zwischenmenschliche Interaktion auch nicht immer ganz unwichtig...

s*atin-Ssilxk


@ _Nixe_

Eine sogen. aktivierende Therapie bei Depression

Das klingt logisch und schrecklich zugleich. Wie Gehirnwäsche.

Bevor er ging hatte ich ihm gewünscht, dass es ihm helfen würde und ich hatte ihm gesagt, das seine sozialen Kontakte zerbrechen könnten.

Es wirkt als sei ein Zombie zurück gekommen, halbtot und voller Wut auf die ganze Welt.

Und immer sind die anderen schuld an dem Elend? An sich selber muss man nichts verändern?

@ Ahornblatt

Welche Lügen tauchen denn auf?

Seine Geldsorgen, er hat sein Erbe bekommen und mir gesagt, dass seine Mutter ihm nichts gegeben hat (aus dem Grund musste er sich von mir etwas leihen). Warum macht man so etwas?

Seine Tochter, die mit 23 Jahren keine Anstalten macht selber für ihr Leben zu sorgen. Er sagte mir, dass sie am 01.01. ausgezogen ist. Das ist gelogen, sie lebt da jetzt noch. Wozu soll das gut sein? Ich hätte eh nichts daran ändern können.

Und vieles mehr, alles verletzende Dinge.

Man hat durch blöde Erziehung vielleicht nie aufmucken dürfen, dann mit dem Partner u. U. das gleiche Spielchen.

Isr das nicht mehr die "Frauenseite"?

ER kann sich mal freischaufeln.

Das hat er nicht, er hat nur alle vertrieben. Und das waren auch nur wenige Menschen, denn eigene Freunde hatte er nie.

u. U. nach einem anderen "Opfer" suchen

Oder neue Opfer herstellen? Der Mensch, der keine Freunde/Familie mehr hat ist richtig gefährlich. Der hat nichts mehr zu verlieren. Auf solcher Basis entwickeln sich Amokläufer (möge Gott behüten, das so etwas geschieht).

Warst Du mal da? Und hast Du dich danach getrennt? Oder bist Du nach Hause gekommen und hast an Dir gearbeitet? Das würde mich schon interessieren.

Mein Ex-Freund lebt nur noch nach einer Devise: Ich bin wichtig, alle anderen muss ich ausschalten. Leider ist er auch noch beim Militär (was mich besonders ängstigt).

A=horn6blatxt


Na, wenn es er Ex-Freund ist – wozu die ganze Mühe mit dem Gedankenmachen....

Ich kenne eine überaus gute Klinik, jeder will dahin, allein schon wegen des guten Rufes genau der Therapeuten. Wenn da ein Therapeut nen Hackenschuß hat, wird er geschasst.... Überhaupt: weil so gut, beträgt die Warteliste inzwischen 10 Monate.

Ab und an ist natürlich auch mal ein Patient dabei, der ist therapieresistent und kapiert nüschte.

wunderbar!! und warum haben die es in 20 Jahren nicht geschafft, dass du andere Ansichten tolerieren kannst?

Echt kopfschüttel. Es gibt Menschen, die haben brutale Überfällle erlebt, Mißbrauch, dazu Mobbing, verleirt den Job, ein leukämiekrankes Kind und das in 20 Jahren. Hier anzunehmen, das sei dann mal alles geheilt und schwupp die wupp Friede Freude Eierkuchen, hat wirklich keine Ahnung von so einer Klinik...

Das können jahrelange Prozesse sein....

S&uHnfolomwer_x73


Eine sogen. aktivierende Therapie bei Depression

Eine AKTIVIERENDE Depressionstherapie bedeutet: Nicht auf dem Sofa versumpfen, sondern: Regelmäßige (und ggf. begrenzte) Schlafzeiten. Geplante Aktivitäten, Sport, Spaziergänge. Dinge unternehmen, auch wenn man sich lieber auf dem Sofa zusammenrollt. Neue Interessen entwickeln. Es gibt sogar eine sog. "Liste angenehmer Aktivitäten", wo wirklich HUNDERTE Aktivitäten draufstehen und die Patienten einfach durchgehen ud gucken können, was sie gerne machen würden. Oder vor der Krankheit gemacht haben.

Beispiel für eine solche Liste: [[http://www.uni-kiel.de/med-psych/download/Liste.pdf]]

Wenn man googelt, findet man auch noch längere Listen.

DAS ist eine aktivierende Therapie und in der Verhaltenstherapie WELTWEIT STANDARD.

Vielleicht wäre es sinnvoll, sich SELBER mal schlau zu machen, was Psychotherapie ist, wie man mit diesen Veränderungen umgeht. Statt sich auf Horrorberichte zu konzentrieren. Und v.a. das GESPRÄCH mit der Person suchen. Nicht on Form von Vorwürfen, sondern neutraler Rückmeldung, wie man sie erlebt, was auffällt. Dabei aber halt die eigenen Bedürfnisse zurückstellen und erstmal auf der Phase rauskommen. Gleichzeitig aber sich auch nicht alles bieten lassen, sondern sein Leben weiterleben und nicht alles der Person anpassen und unterordnen. HANDELN und GESPRÄCHE sind in dem Moment zwei verschiedene Dinge!

Ansonsten:

Therapie ist keine OP; es ist ein Prozess, der in Phasen verläuft. Und da gehören Wut und Trauer nun mal dazu. Das Problem dürfte sein, dass die Reha evlt. zu kurz war und er noch zu sehr im Anfangsprozess steckt.

und ich hatte ihm gesagt, das seine sozialen Kontakte zerbrechen könnten.

Wenn das bezogen auf die Therapie war: Dann kann jede Veränderung, jede neue Emotion ja nur negativ sein. Weil die negative Erwartung schon da war und das Ganze gleich mit einer subtilen Drohung verbunden wurde. Sowas kann nachvollziehbarer Weise wütend machen.

S=u@nflo[weLr_73


Gerade die Militär-Leute haben in einer Therapie enorm zu kämpfen, weil das Gelernte und das reglementierte, autoritäre Milität-Umfeld echte Extreme darstellen, was es noch schwieriger macht.

Der Mensch, der keine Freunde/Familie mehr hat ist richtig gefährlich. Der hat nichts mehr zu verlieren. Auf solcher Basis entwickeln sich Amokläufer (möge Gott behüten, das so etwas geschieht).

:|N :(v %-| ":/ :-/ Nein. Falsch. Laienhaft. Vereinfacht.

Snunf^lo*werx_73


(Mist, auf Taste gekommen).

Amokläufe entwickeln sich, wenn Leute ihre Emotionen eben NICHT ausleben können, immer nur schlucken und innerlich brodeln. Vereinfacht ausgedrückt.

Und Freunde bringen nur etwas, wenn es Freunde sind – und nicht, wenn sie einen noch mehr belasten, einen in eine best. Rolle pressen,...

s9atQinI-silxk


@ Ahornblatt

Ich hatte gefragt, ob Du das kennst?

Ich beantworte mir die Frage jetzt selbst.

Na, wenn es er Ex-Freund ist – wozu die ganze Mühe mit dem Gedankenmachen...

Genauso hab ich mir das vorgestellt. Beziehungen werden mit der "Wegwerfmentalität" gehandelt und was nicht passt muss auch nicht ernsthaft hinterfragt werden. Warum er so ist will ich wissen, denn ich habe den Mann vor nicht allzu langer Zeit geliebt.

Ernsthaft? Geht man so mit Menschen um?

@ Sunflower_73

Weil die negative Erwartung schon da war und das Ganze gleich mit einer subtilen Drohung verbunden wurde.

Oh ha, Du kennst ja auch die ganze Geschichte nicht, wie auch? Er wollte nicht gehen. Hat sich erst geweigert und ich hab ihm geraten zu gehen. Damit es ihm besser geht, auch auf die Gefahr hin, danach keine Rolle mehr zu spielen. Er wollte wissen wieso ich das annehme (Kontaktverlußte), ich hab spekuliert, denn selber war ich nicht da. Wie sollten sie sonst an ihn herankommen?

Amokläufe entwickeln sich, wenn Leute ihre Emotionen eben NICHT ausleben können, immer nur schlucken und innerlich brodeln. Vereinfacht ausgedrückt.

Und weshalb ist er wohl dahin gekommen? Weil er keine Emotionen mehr ausleben konnte.

Die ellenlange Liste der Diagnosen erspare ich mir hier.

Nein. Falsch. Laienhaft. Vereinfacht.

Ein einfaches Nein hätte mir schon genügt.

Das Problem dürfte sein, dass die Reha evlt. zu kurz war und er noch zu sehr im Anfangsprozess steckt.

Ich finde auch 3 Monate ist zu knapp! Vielleicht ganz wegsperren? Er kommt ja auch an Waffen dran? Und ist für die Sicherheit von vielen Hundert Menschen zuständig. *sarkasmus aus*

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