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Das Leben ist langweilig, das Leben ist vorhersehbar und öde ...

gJwenUdolyxnn hat die Diskussion gestartet


Hallo, liebe Forenmitglieder @:)

Der Überschrift ist wohl schon zu entnehmen, wie es mir geht.

Ich habe das Gefühl, auf der Stelle zu treten. nichts wirklich Neues passiert, ich bin zwar nicht unglücklich, aber auch nicht richtig glücklich, ich hätte manches gerne anderes, was aber nicht so auf die Schnelle durchzuführen ist (z. B. eine andere Arbeit, eine andere Wohnung, eine Beziehung, die den Namen auch so verdient), aber ich mache dafür - gar nichts. Ja, selber schuld, werdet ihr nun sagen. Das Problem ist, dass ich keine Lust habe, vorhersehbare Alleingänge in Kneipen oder Discos zu starten, um neue Leute kennenzulernen. Entweder wird man angebaggert (der größte Witz ist der, dass ich auf ONS und ähnliches wirklich überhaupt keinen Bock mehr habe, obwohl ich sie früher nicht abgelehnt habe). Es wäre nun so einfach, wo ich allein bin - die meiste Zeit wirklich ganz allein - das durchzuführen, sich durch die Stadt zu v....... nur, es würde mir keinen Spaß mehr machen.

Oder man trifft Leute, die man kennt, muss sich gezwungenermaßen mit ihnen unterhalten, und dazu habe ich auch keine Lust, ebenfalls wegen der Vorhersehbarkeit, wie die Gespräche laufen werden. Alles schon gehört, alles schon gesehen, alles schon gewusst ..... und wieder nichts Neues.

Ich habe eine Arbeit, dir mir nicht gefällt, eine Wohnung, die mich immer noch viel zu sehr an die Vergangenheit erinnert, eine Beziehung, die man im Grunde aufgrund der Entfernung nicht wirklich so nennen kann (durch das Internet kennengelernt, das sind die Vor- und gleichzeitig Nachteile an den Internetbekanntschaften), ich weiß eigentlich, was ich haben will, was aber unmöglich ist, und ich weiß, wie ich anderes bekommen würde, bin aber zu faul und zu zögerlich dazu ..... im Grunde genommen ist es ein einziges Sich-im-Kreis-Drehen.

Ich vermisse meinen verstorbenen Freund immer noch, das ist wohl normal, obwohl sein Tod jetzt schon ein Jahr her ist. Ich wusste, dass ich ein Jahr später noch lange keine richtige Beziehung haben würde können, wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich mich, wenn überhaupt, eher in der Ferne umgeschaut habe.

Tja, und was will ich jetzt von euch?

Ein paar Denkanstöße, was ich machen kann, damit mein Leben wieder interessanter wird. Lebenswerter. Dass es nicht mehr so ist, dass ich anfange, Sonntage zu verabscheuen, wenn ich allein bin. Was habe ich mich früher danach gesehnt, einfach allein sein zu können und machen, was ich will .... und wenn man das dann hat, dann merkt man, dass man doch eigentlich etwas anderes wollte und dass einem etwas fehlt.

Also es ist jetzt nicht so, dass ich ständig heulend in der Ecke sitze. Aber mir fehlt einfach etwas .....

Antworten
gpwendoGlynn


Zuviel gejammert oder warum antwortet keiner?

Ich hätte den Faden doch wohl anders nennen sollen ;-) ich mag Jammerlappen doch selber nicht.

Quuinktus


Das hat nix mit Jammerlappen zu tun. Ich denke, der Alltag und seine Tücken fangen langsam an, dich zu erdrücken. Daher auch der Frust über die momentane Situation. :)_

a%ugl233


Der Titel ist nach meinem Empfinden widersprüchlich: ein unvorhersehbares Leben kann nie langweilig sein, weil das Neue in Spannung hält.

Nach einem Jahr der Trauer muss noch keine Normalität eingekehrt sein; das ist mal so. Den Dingen Zeit lassen und aufmerksam alles beobachten, was um einen herum vor sich geht. Und dann noch versuchen, von den ungeliebten Verhältnissen (Wohnung, Arbeit und....?) eines nach dem anderen zu verändern, nicht alle auf einen Schlag! Das kann genügend Wirbel bringen, und das Leben ist nicht mehr langweilig!

g^wenduolynxn


@ aug

Ähm, ich hatte geschrieben, das Leben ist langweilig und vorhersehbar, nicht unvorhersehbar ;-)

Aber sonst ist dein Beitrag schon eine Hilfe.

@ Quinnie

Der Alltag erdrückt mich eigentlich nicht, eher die Sonntage :-/ Ich mag meine Arbeit zwar nicht, aber wenn ich von der Arbeit komme, bin ich müde, geschafft und froh, danach meine Ruhe zu haben, sogar einkaufen gehen ist dann hinterher schon Stress.

Der Abend geht dann ruck-zuck um.

Ich möchte ganz gewiss nicht lieber sonntags arbeiten, damit die Sonntage schneller rumgehen, aber ich würde sie doch gerne mit etwas Sinnvollerem ausfüllen als Grübeln und Grübeln und nochmals Grübeln, ob ich nun alleine zu Hause bin oder alleine unterwegs.

gvrexta_


es gibt menschen, mit denen die gespräche nicht vorhersehbar sind, die außergewöhnlich und originell sind und mit denen man besondere zeiten erlebt. bestimmt wirst du solche menschen wiedertreffen! tut mir sehr leid mit deinem freund.

g&we`ndoxlynn


Danke, @greta @:)

es gibt menschen, mit denen die gespräche nicht vorhersehbar sind, die außergewöhnlich und originell sind und mit denen man besondere zeiten erlebt

Da hast du gewiss Recht, nur kenne ich solche Menschen in meiner Umgebung leider zurzeit nicht. Und sie zufällig zu finden, das ist fast völlig ausgeschlossen. Es sollte mich jedenfalls sehr wundern.

Dtefe{ndable


Gwen

Es mag hart klingen, aber ich denke, das Einzige was dir aus der Langeweile hilft, ist ein toller Mann, also ein Mann, den du toll findest und der dich toll findet.

gTwendwolyn'n


@ Defendable

Ich finde nicht, dass das hart klingt, aber es trifft den Kern nicht so richtig. ":/

Oder, besser gesagt, es gibt einfach keine tollen Männer in diesem Sinne hier bei mir um die Ecke ;-)

Da ich ja auch so gut wie gar nicht ausgehe, treffe ich noch nicht mal durchscnnittliche Männer (und auch keine Frauen).

Aber ich glaube nicht, dass man das schon als "sozialen Rückzug" bezeichnen könnte. Fiel mir jetzt gerade ein, weil es im Grunde ja doch an mir selber liegt, dass ich kaum Leute kennenlerne.

kPam4ikaz(e


gwendolynn,

Du jammerst überhaupt nicht, sondern analysierst Dein Befinden und Deine momentane Situation sehr sachlich, finde ich.

Ein paar Denkanstöße, was ich machen kann, damit mein Leben wieder interessanter wird. Lebenswerter. Dass es nicht mehr so ist, dass ich anfange, Sonntage zu verabscheuen, wenn ich allein bin. Was habe ich mich früher danach gesehnt, einfach allein sein zu können und machen, was ich will .... und wenn man das dann hat, dann merkt man, dass man doch eigentlich etwas anderes wollte und dass einem etwas fehlt.

Mir fallen da jetzt leider nur die üblichen Plattitüden ein: Treff Dich mit Freunden, geh Deinen Interessen und Hobbies nach, mach Sport oder geh in die Sauna. Vielleicht hilft Dir ein Ehrenamt? Du klingst so, als ob Dir gerade der Sinn Deines Lebens nicht so ganz klar ist, würde Dir es helfen, "Gutes" und "Sinnvolles" zu tun (Arbeit im Tierheim, einem Verein, Hospiz etc.)?

Die großen Baustellen Wohnung, Arbeit und Beziehung ändern sich dadurch natürlich nicht, auch der Tod Deines Freundes wird Dir bestimmt noch lange nachhängen. Auch ich denke, dass das ganz normal ist. :°_

Ich würde einfach im Kleinen anfangen.

gcwen{dPolynn


@ kamikaze

Danke für deine aufmunternden Worte.

Treff Dich mit Freunden, geh Deinen Interessen und Hobbies nach, mach Sport oder geh in die Sauna.

Welche Freunde? ;-) Ich hab nur zwei Freundinnen, das sind zwar gute, aber halt nur zwei. Und einen männlichen, das war ein Freund meines Freundes, der ist aber eher anstrengend, allerdings habe ich ihm versprochen, ihn demnächst zu besuchen (hatte ich glatt vergessen).

Dann kenne ich noch hier aus der Nähe einen Bekannten meines Freundes, der merkwürdigerweise auf mich steht, obwohl er viel jünger ist. Und dem geh ich genau deswegen aus dem Weg, weil ich da keine Hoffnungen machen will. Also wenn ich glaube, dass sich jemand für mich interessiert, hau ich sogar lieber ab. Zumindest in so einer Konstellation.

Also irgendeinen Haken gibt es immer.

Sport:

Ich geh am WE meistens ein bis zwei Stunden spazieren, aber allein. Ich geh auch ins Schwimmbad - allein. Ich geh mit meinen Kindern, wenn sie ab und zu mal da sind, ins Kino.

Aber fürs nächste WE hab ich mal einen flüchtigen Bekannten gefragt, ob er mitkommen will, weil es allein einfach nicht immer Spaß macht.

Ich weiß nicht, ob ich die Sauna vertrage (vor Jahren bekam sie mir nicht), ansonsten stelle ich es mir da schon ganz lustig vor.

k1amiGkxaze


Ich weiß nicht, ob ich die Sauna vertrage (vor Jahren bekam sie mir nicht), ansonsten stelle ich es mir da schon ganz lustig vor.

Es gibt auch Sanarien mit geringeren Temperaturen.

Also irgendeinen Haken gibt es immer.

Wo ist der Haken beim Ehrenamt? ;-)

gtwendgolynxn


An einem Ehrenamt liegt mir nichts. Ich habe keine Lust, in meiner Freizeit zu arbeiten :-D und das auch noch umsonst, das geb ich ganz ehrlich zu.

L_ewixan


gwendolynn

Ein Jahr ist keine lange Zeit nach einem Verlust, der so gross ist, wie deiner (so wie es bei mir ankommt jedenfalls).

Intuitiv wuerde ich sagen, die Zeit der Trauer ist noch nicht vorbei. Vielleicht hat es seine Richtigkeit, dass im Moment (noch) nichts Neues passiert. Vielleicht brauchst du noch Zeit, dir innerlich einen Reim darauf zu machen, dass dein Freund nicht mehr da ist. Vielleicht fragst du dich noch einmal selber, was du getan hast, um dich damit auseinanderzusetzen, und was vielleicht noch fehlt (ich habe keine Ahnung; nur als Anregung).

Habe Geduld mit dir. Ich denke, du kannst auf deine Staerke vertrauen und darauf, dass der Moment kommen wird, in dem du bereit bist, nach neuen Ufern aufzubrechen.

:)*

aSug213x3


Welcher "Freud" hat mir da einen Streich gespielt? Auch wenn das Leben "vorhersehbar" erscheint – es kommt öfter anders als man denkt! Leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass es anders kommt. Wer es eilig hat muss schon selbst daran drehen.

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