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Das Leben ist langweilig, das Leben ist vorhersehbar und öde ...

a@nnaretxto


:)*

Das Leben ist nicht vorhersehbar. Dein Freund ist gestorben. Du brauchst noch Zeit, langsam wird die Kraft und der Wille wiederkommen, was zu ändern. Ich persönlich fände den Wohnungswechsel, den Du ja anpeilst, wichtig. Dadurch ändert sich ja auch einiges, vielleicht gibt's nette Nachbarn??

Alles Gute.

g[wenKdolyxnn


@ Lewian

@:)

Intuitiv wuerde ich sagen, die Zeit der Trauer ist noch nicht vorbei. Vielleicht hat es seine Richtigkeit, dass im Moment (noch) nichts Neues passiert. Vielleicht brauchst du noch Zeit, dir innerlich einen Reim darauf zu machen, dass dein Freund nicht mehr da ist. Vielleicht fragst du dich noch einmal selber, was du getan hast, um dich damit auseinanderzusetzen, und was vielleicht noch fehlt (ich habe keine Ahnung; nur als Anregung).

Wahrscheinlich kommt auch das jetzt zu einem guten Teil erst "hoch", er ist sonntags gestorben, ich fand ihn sonntagmorgens tot im Bett, und wenn ich auch weit entfernt davon bin, das als "grauenvoll" zu bezeichnen, so war es natürlich - neben dem Verlust an sich - auch nicht so einfach zu verkraften, so etwas zu erleben. Auch haben die anderen Mittrauernden mich keineswegs deswegen bedauert, die waren wohl einfach froh, dass es nicht sie getroffen hat, sondern mich, ihn tot zu finden (und dabei allein zu sein). Ich meine, ich hatte keinen Schock, ich habe sowas gedacht wie "Vielleicht können sie (der Notarzt) ihn nochmal wiederbeleben", so richtig begriffen hab ich das erst Stunden später.

Also mit dem Verlust an sich habe ich mich auseinandergesetzt, mit diesem Erlebnis an sich nicht.

Aber auch wenn ich mich damit auseinandersetze, es lässt sich ja leider nichts mehr ändern. Ich bin so gepolt bzw. hab mich selbst so drauf getrimmt, dass ich mich mit Dingen, die sich nicht mehr ändern lassen, nicht wirklich auseinandersetze, sondern sie einfach akzeptiere. Vielleicht ist das in dem Fall nicht so gut .....

Habe Geduld mit dir. Ich denke, du kannst auf deine Staerke vertrauen und darauf, dass der Moment kommen wird, in dem du bereit bist, nach neuen Ufern aufzubrechen. :)z

Danke, das denke ich auch, dass ich auf meine Stärke vertrauen kann @:)

@ aug23

Leider kann man sich nicht darauf verlassen, dass es anders kommt. Wer es eilig hat muss schon selbst daran drehen.

Auch sehr richtig.

g6wencdMoUl(ynn


Auch haben die anderen Mittrauernden mich keineswegs deswegen bedauert,

Es waren tatsächlich nur zwei, eher weitläufige Bekannte, die "wie schrecklich" gesagt haben (und das auch so meinten, das sah ich an ihrem Gesichtsausdruck), als ich ihnen das erzählt hatte, dass ich ihn tot fand

Auch fürchte ich mich seitdem etwas davor - so albern das klingt - neben jemand anderem einzuschlafen. Wenn ich mit dem Verstand natürlich auch weiß, dass das nicht an mir gelegen hat.

@ annaretto

Ich glaube allmählich auch, dass die Wohnung keinen günstigen Einfluss auf mich hat. Kurz nach der Beerdigung sagte mir jemand, ich sollte eine neue Wohnung für einen Neuanfang suchen nach einer gewissen Zeit. Damals fand ich das total absurd, jetzt denke ich, wahrscheinlich hatte er recht.

Miartnienochen


*:)

Also – wenn es mir gut geht, find ich meine Wohnung schön, macht mir die Arbeit Spaß, genieße ich meine Sonntage. Wenn es mir schlecht geht, will ich abhauen, hasse meinen Job, erdrücken mich Sonntage. Wobei es natürlich auch mal n Zusammenhang geben kann, dann geht es mir gut, weil mir mein Job gerade Spaß macht.

Wie dem auch sei, ich vermute, was Lewian vermutet.

Intuitiv wuerde ich sagen, die Zeit der Trauer ist noch nicht vorbei.

Dir gehts einfach noch nicht wieder gut und deshalb fällt Dir die Decke auf den Kopf. Dein Leben ansich ist sicher gar nicht so schlecht, aber Dir ist gerade nicht danach. Also – so stelle ich es mir zumindest vor.

Was man tun kann? Umziehen find ich gut. Ich würd umziehen und neu Anfangen. Energie in Dein neues Leben investieren. Tolle Wandfarben, neue Möbel, Pflanzen, bla. Sport hat darüber hinaus einen gar gewaltigen Einfluss auf meine seelische Gesundheit. Sport bis zur Erschöpfung und dann im neuen Wohnzimmer einen heißen Kakao trinken. Ich selbst hab auch die Erfahrung gemacht, dass man im richtigen Sportverein nicht nur den richtigen Sport sondern auch echt coole neue Leute finden kann.

gnwendo?lynn


@ Martienchen

Dein Beitrag regt schon zum Nachdenken an, hat schon etwas positive Auswirkung, auch wenn ich einigem für mich nicht zustimmen kann. Beispielsweise gefällt mir meine Arbeit schon seit Jahren nicht mehr, das war auch schon so, als mein Freund noch lebte. Das heißt, die Arbeit an sich gefällt mir, die Arbeitsstelle aber nicht, und das wird sich auch nicht mehr ändern.

Umziehen wäre schon gut für einen Neuanfang, aber ich bin ja erst vor zwei Jahren umgezogen. Abgesehen davon, dass ein Umzug auch so nicht ganz billig ist, jetzt schon wieder alle fragen, ob sie mir beim Umzug helfen - das möchte ich ihnen und mir eigentlich dann auch ersparen. Zumal kein wirklicher Grund für einen Umzug vorliegt, jedenfalls noch nicht.

Sport bis zur Erschöpfung und dann im neuen Wohnzimmer einen heißen Kakao trinken. Ich selbst hab auch die Erfahrung gemacht, dass man im richtigen Sportverein nicht nur den richtigen Sport sondern auch echt coole neue Leute finden kann.

Sport bis zur Erschöpfung ;-D ich bin nicht mehr so jung wie du ;-) ich bin abends meist so geschafft, dass ich kaum noch einen Berg hochlaufen kann, obwohl (oder vielleicht gerade weil) ich den ganzen Tag sitze, am Wochenende fällt mir Laufen nämlich nicht so schwer.

Coole neue Leute im Verein :-/ ich könnte mich mal umgucken, muss ja nicht unbedingt der Sportverein sein. Allerdings kann ich nichts wirklich so gut, dass sich da jeder Verein um mich reißen würde.

M7artiGench7en


Dein Beitrag regt schon zum Nachdenken an, hat schon etwas positive Auswirkung, auch wenn ich einigem für mich nicht zustimmen kann. Beispielsweise gefällt mir meine Arbeit schon seit Jahren nicht mehr, das war auch schon so, als mein Freund noch lebte. Das heißt, die Arbeit an sich gefällt mir, die Arbeitsstelle aber nicht, und das wird sich auch nicht mehr ändern.

Okay, das verstehe ich. Wobei ich zu bedenken gebe, dass zumindest ich meinen Job mal abgrundtief hasse und dann wieder total liebe. Letzten September noch hätte ich mich fast wegen Burnouts dauerhaft krankschreiben lassen, weil ich ihn so gehasst habe, jetzt aktuell gehe ich jedern Morgen total gern hin. Aber das ist vll eine Besonderheit meines Jobs (oder meiner Person ;-D ) und lässt sich vll nicht auf andere übertragen. Ist es denn bei Dir "zu spät" für einen beruflichen Neuanfang?

Umziehen wäre schon gut für einen Neuanfang, aber ich bin ja erst vor zwei Jahren umgezogen. Abgesehen davon, dass ein Umzug auch so nicht ganz billig ist, jetzt schon wieder alle fragen, ob sie mir beim Umzug helfen – das möchte ich ihnen und mir eigentlich dann auch ersparen. Zumal kein wirklicher Grund für einen Umzug vorliegt, jedenfalls noch nicht.

Also – diese Argumente würde ich nicht gelten lassen, hätte ich etwas zu sagen. Gerade das Gefühl, wenn man es geschafft hat, obwohls zu anstrengend, zu schwierig und eigentlich zu teuer war, ist Entschädigung genug. Ich glaube nach wie vor, dass Dir das guttun würde.

Sport bis zur Erschöpfung ;-D ich bin nicht mehr so jung wie du ;-)

Um so besser, dann sparst Du Zeit. ;-D

Ich kann halt nur von mir ausgehen. Und mir hilft das. Immer. Egal obs mir total gut oder total schlecht geht. Manchmal laufe ich morgens 8 km und mache Abends noch 3 Stunden Kampfsport. Mir geht es grundsätzlich besser, wenn ich trainiert bin, meine Muskeln fühlen kann, meinen Körper spüre.

Coole neue Leute im Verein :-/ ich könnte mich mal umgucken, muss ja nicht unbedingt der Sportverein sein. Allerdings kann ich nichts wirklich so gut, dass sich da jeder Verein um mich reißen würde.

Tsss, ich auch nicht. Man kann auch einfach durch die eigene Persönlichkeit punkten. Ich bin auch nicht der Leistungsträger oder sonst der beste Sportler, den die haben. Aber alle freuen sich, wenn ich da bin. Ich bin wie deren Sonne. 8-) Komisch, aber wahr.

Nee, im Ernst, ich hab da damals nicht angefangen, um Leute kennenzulernen, ich hatte eigentlich echt genug. Und das Wort "Verein" klingt auch so scheiße spießig, dass es mich früher geschaudert hat. Heute habe ich das Gefühl, dass das mit die beste Entscheidung meines Lebens war, dort anzufangen und dass es mich unwahrscheinlich doll bereichert hat.

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