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Meine 12-jährige Tochter erfindet Krankheiten

IQndivDidxualist


Sie kommt zu mir kuscheln und schmusen, redet mit mir (Papa) über alles ... ausser diesem einen Thema ...

Bestellt sich bei mir Fussballschuhe, erzählt mir, dass sie als Klassensprecherin einen "tollen Job" hat ....

Wickelt sie dich um den Finger? Oder spielt sie euch Eltern – bewusst oder unbewusst – gegeneinander aus?

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Weißt du, bevor ich hier einen schlechten Rat gebe, möchte ich lieber gar keinen Rat geben. ABER, auch meine Tochter hatte eine Phase, in der sie permanent über Schmerzen geklagt hat. Ich bin dann schlicht und ergreifend mit ihr zum Arzt gegangen. Dreimal ohne Diagnose, und die Schmerzen waren verschwunden.

Nun ist es bei euch sicherlich genau in der Trennungsphase etwas anderes, aber ich bin ein großer Freund von "kurzen Wegen". Ich persönlich würde nicht abwarten, sondern auf sie zugehen, von der Sorge der Trainerin berichten, und der nächste Arzttermin wäre unser... Nachdem sie dann auch selber weiß, dass sie kerngesund ist, reden, reden, reden... Und ich meine jetzt nicht zulabern, sorry, sondern dann reden, wenn sie auch dafür empfänglich ist. Ansonsten das Kind über den Stand der Dinge nicht im Unklaren lassen, aber nicht über ungelegte Eier diskutieren frei nach dem Motto: vielleicht ziehen wir in eine andere Stadt, vielleicht machen wir dies, vielleicht machen wir das.

Eure Tochter braucht jetzt das Gefühl, dass ihre Eltern für immer feste Säulen in ihrem Leben sind. Mama bleibt immer Mama, Papa bleibt immer Papa. Versprochen!

S%miJlli2


Ich verstehe eure Sorgen und denke auch, dass da dringender Handlungsbedarf besteht. Nichtsdestrotz finde ich das:

Bei der anschliessenden Durchsicht der Chatprotokolle (PC/Handy) unserer Tochter

nicht in Ordnung!

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Das haben wir [...] schon längst besprochen

Ok. Hörte sich so an, als wüsstest du gar nicht, was deine (Noch-)Frau darüber denkt und weiß.

Ist es denn keine Option, eure Tochter direkt drauf anzusprechen und zu fragen, was das ganze soll? Um dann mit ihr einen Weg zu finden, aus der Sache einigermaßen unbeschadet wieder herauszukommen?

S5un`flowZer_)7~3


Vielleicht habe ich es überlesen, aber:

Hast DU/IHR Eure Tochter angesprochen, dass ihr von der Geschichte wisst? DAS wäre der wichtigste Schritt. Und wenn man ein Mal abblitzt, dann muss man es halt wieder und wieder versuchen. Nicht böse, nicht vorwurfsvoll. Aber signalisieren, dass man es weiß, dass Gesprächsbereitschaft da ist – und halt auch zeigen, dass es WICHTIG ist.

Ich bekomme so ganz diffus das Gefühl, dass gerade irgendwie auch vermieden wird, bei der Tochter in Ungnade zu fallen. Also lieber das "tolle" Elternteil sein (kuscheln, schmusen, Fußballschuhe), als eine Auseinandersetzung zu riskieren.

Ansonsten:

Wenn es nächste Woche einen Beratungstermin gibt, ist das gut. Dann sollte man vielleicht auch erkennen, dass man selber gerade NICHTS ändern kann. Und bis dahin halt einfach weitermachen wie bislang. Wenn die Lügengeschichte seit Monaten besteht, macht die eine Woche auch nichts mehr.

SVunfmlowte]r_733


Schließe mich ansonsten Smili an: Schnüffeln in den Sachen der Tochter ist kein feiner Zug. Zumal Ihr ja auch anders von dem Problem erfahren habt.

Sprecht Eure Tochter direkt an, statt Schnüffeleien und Unsicherheit.

m#a-ce-xwo


Smilli2,

die Durchsicht der Chatprtokolle erfolgte erst NACH dem Bekanntwerden ihrer bekannt gewordenen Verhaltensweisen.

Eine "Durchsuchung" ihres Zimmers etc. hat weder vorher stattgefundenn noch wird es zukünftig erfolgen. Dass ich Kenntnis über ihre Frende und Nachrichten bei FB habe begründet sich letztendlich in meinen Administrationsrechten ihres Accounts und der Einrichtung des Telefons. Und jetzt ... aus meiner Sicht ... zum Glück!

mMa-ce-xwo


Sunflower_73,

"geschnüffelt" ist ein hartes Wort.

Erfahren haben wir es tatsächlich mündlich von der Trainerin mit dem Vermerk, dass es bereits etliche Einträge in ihrer Fussballgruppe auf FB geben würde.

Erst aufgrund dieses Anlasses habe ich nachgesehen.

mBa-c_e-xwo


Individualist,

ich befürchte JA

... bewusst/unbewusst kann ich nicht sagen ... ich bin ihr Papa, schaue ihr beim Fussballspielen zu und bin ihr grösster Fan, wir schauen zusammen Bundesliga ....

JA, jetzt wo ich es schreibe ... JA ... sie ist Papa´s Schatz

Du hast Recht.

mXa@-c~ej-wxo


Sunflower_73,

bis dato haben wir noch nicht mit unserer Tochter gesprochen. Wir sind uns da noch nicht einig, was wir fragen bzw. sagen sollen.

Nebenbei .. auch ohne Fussballschuhe, Kuscheln, etc. .. sie war immer ein "Papa-Kind".

S-unfl6ower_x73


Mit Eurer Tochter zu sprechen wäre schlichtweg der naheliegendste, interessierteste und engagierteste Weg. Hinsetzen und erzählen, was die Trainerin Euch erzählt hat. Die nachfolgenden Erkenntnisse außen vor lassen.

Einfach erzählen, was Euch gesagt wurde. Und dann offen und vorsichtig fragen, ob sie was dazu sagen mag. Ins Gespräch kommen.

Wann wollt Ihr es denn sagen? Wenn Ihr sie zum Therapeuten schleppt und sie in der ungewohnten Situation dort damit überrumpelt?

Meine Güte, es ist EUER Kind, was offensichtlich Probleme hat. Redet, interessiert Euch. Bei Hautausschlag oder anderen Dingen würdet Ihr Euch doch auch kümmern. Was soll denn passieren? Entweder sie ist erleichtert, weil sie allein aus der Nummer nicht mehr rauskommt, weil vielleicht eine kleine Lüge total entglitten ist. Oder sie zickt rum oder schweigt. Ja und? Das wird sie noch häufiger tun.

Bitte fragt Euch kritisch, warum ihr das Naheliegende (wenn auch Unangehme) NICHT macht. Möchte im Rahmen der Trennung jeder der tollste und liebste Elternteil bleiben?

Sinnvoll wäre das Gepräch zu dritt – oder kriegt Ihr das als Eltern gerade nicht hin, weil die Krise zwischen euch unüberwindbar ist? Dann sollte aber wenigstens EINER von Euch mit Eurem Kind reden!

Die Situation ist problematisch, ja. Aber Euer Kind braucht Euch gerade und das "Wie" ist so naheliegend aufgr. der Info von der Trainerin.

mwond+sxterne


Wickelt sie dich um den Finger? Oder spielt sie euch Eltern – bewusst oder unbewusst – gegeneinander aus?

Ich vermute mal, sie spielt gegenüber ihrer Eltern Normalität, genau wie ihre Eltern gegenüber ihrer Tochter.

Kann es sein, dass ihr ihr Eure Lüge(n) vorenthaltet?

Vielleicht macht sie dasselbe mit Euch, was ihr mit ihr macht.

Dann solltet ihr meiner Meinung nach zuerst die Karten auf den Tisch legen, bevor ihr mit dem Finger auf sie zeigt.

m?uchbilrnxe


Es gibt nicht wenige Kinder in dem Alter, die, weil ihnen irgendetwas fehlt, Geschichten erfinden – um sich beliebter, interessanter, großartiger zu machen. Aus der Geschichte deiner Tochter spricht ja die Suche nach Mitgefühl und Aufmerksamkeit, aber auch der Wunsch, interessant zu sein, durch eine seltene, geheimnisvolle Krankheit. Ihr müsst mit ihr reden und dabei muss es nicht darum gehen, die Schuld und Verantwortung auf euch zu nehmen (mit 12 weiss sie im Kopf, dass das Mist ist, was sie da gerade macht), sondern um Verständnis. Aber auch darum, ihr in aller Deutlichkeit klar zu machen, das sie sich mit solchen Geschichten schwer schadet – bis sie das Vertrauen ihrer Umgebung wieder gewinnt können Jahre vergehen, ausserdem wird natürlich hinter ihrem Rücken geredet. Das könnte sie jetzt natürlich durch Erfahrung lernen. Und wenn ich es richtig verstanden habe, hat sie wirklich vielen von dieser Krankheit erzählt. Wenn sie jetzt mit der Wahrheit rausrücken muss, hat sie zusätzlich zu der familiären Belastung noch ihre ganze Umgebung gegen sich aufgebracht.

Ich weiss nicht genau, was ich da tun würde.

m8a-ce-xwo


Der Termin beim Doc wurde gestrichen, doch haben Wir inzwischen zusammen (zu dritt) über die Sache reden können. Leider ist unsere Tochter in gewissen Dingen recht unnahbar und blockt ab.

Dass wir beide (meine Frau und ich) immer für sie sorgen werden, haben wir ihr gesagt. Auch dass sie nicht umziehen muss und wir alles tun, um den derzeitigen Staus beizubehalten. Nun müssen wir – aus meiner Sicht – Beweise antreten, um ihr ein Stück Sicherheit zurückzugeben.

Ihre Geschichten bzgl. Krankheit haben wir angesprochen und ihr deutlich gemacht, dass sich viele Menschen (Mitspielerinnen, Klassenkameraden, etc.) Sorgen um sie machen. In diesem Punkt hat sie aber nicht weiter diskutieren wollen.

Nebenbei gesagt hat sie am letzten Freitag beim Fussball komplett durchgespielt – ohne simulierte "Verletzung" also – schmiedet bereits Pläne für die kommende Saison als Kapitänin. ...

Ist das nun ein Zeichen von ihr?

M<adame5 Ch|arexnton


Es gibt nicht wenige Kinder in dem Alter, die, weil ihnen irgendetwas fehlt, Geschichten erfinden – um sich beliebter, interessanter, großartiger zu machen. Aus der Geschichte deiner Tochter spricht ja die Suche nach Mitgefühl und Aufmerksamkeit, aber auch der Wunsch, interessant zu sein, durch eine seltene, geheimnisvolle Krankheit.

das ist absolut richtig. warum genau sie sowas erfindet weiß im schlimmsten Fall nichtmal sie selber richtig. ich fände es ganz wichtig dass ihr als Eltern zumindest einen Psychotherapeuten kontaktiert! ihr könnt eurer Tochter auch sagen dass sie mit einem Therapeuten sprechen soll um die Scheidung besser zu verarbeiten(wenn ihr sagt wegen der Geschichten wird sie erst recht abblocken).

aber solche Lügen zu erzählen ist immer ein Zeichen davon dass es ein eher schwerwiegendes Problem gibt, deshalb ist es wichtig auch Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen.

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