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Ich bin eine Helicopter-Mutter und will das gar nicht sein

AIeesnsxa


Heute geht es mir schon etwas besser als gestern ;-)

Ich habe auch noch mal nachgelesen und gemerkt, dass ich es wohl wieder mal übertrieben habe...

Ich bin zwar immer besorgt, nicht alles richtig zu machen und möchte meinen Sohn gerne oft in Watte packen... aber ich würde zum Beispiel niemals in Panik geraten nur weil mein Kind gerade auf dem Klettergerüst herumturnt. Es ist eher so das er sich schon als ganz junges Kind nie von selbst auf ein Klettergerüst getraut hat und ich ihm das quasi "abgewöhnen" musste. Daher würde ich niemals "besorgt gucken" oder Ähnliches wenn er auf einem Klettergerüst ist. Ich freue mich dann jedes Mal das er sich das traut und ja, natürlich lobe ich ihn. Ich glaube, mir sieht man dann auch an das ich stolz bin auf ihn - sehr stolz.

Will sagen: Er hatte von Anfang an viele Ängste. Und ich behaupte mal einfach, das es da Ängste gibt die nicht von mir ausgelöst wurden ;-) Insofern... gerade was Turnen, Klettern usw. betrifft "helicoptere" ich nicht. Im Gegenteil, mir geht es immer auf die Nerven wenn ich andere Mütter auf dem Spielplatz beobachte die ihrem Kind einfach gar nichts zutrauen und ständig "Vorsicht" brüllen (was die Kinder natürlich erst recht verunsichert)

Und mir wurde sogar auch schon mal von einer anderen Mutter bescheinigt, das ich ihm auf gewissen Ebenen durchaus viel zutraue bzw. ihn eben nicht so ständig betüddele...

Aber auf manchen Ebenen fühle ich mich eben wirklich dauerverantwortlich und habe das Gefühl, ihn beglucken zu müssen...

Ich übe noch mich umzustellen :-) und "lässiger" zu werden. Bei der Klettergerüstgeschichte schaffe ich das sehr gut ;-)

Ich danke Euch allen sehr!!!

mvarik3a stxern


Aber auf manchen Ebenen fühle ich mich eben wirklich dauerverantwortlich und habe das Gefühl, ihn beglucken zu müssen...

das nennt man auch mutter-sein ;-)

ernsthaft: mir geht dieser "dein kind darf nicht das wichigste in deinem leben sein und muß dir theoretisch am arsch vorbei gehen"-trend ziemlich auf den wecker. in der realität kommt der bei mir teilweise als sehr vernachlässigend an. mach dir keine gedanken, ich finde, du machst das schon ganz richtig.

Dsum5al


Für mich sind Helikoptereltern, Mütter und/oder Väter, die keinen kritischen Blick auf sich und ihre Kinder haben, permanent eingreifen und sich im ständigen Konflikt mit anderen (Eltern, Erzieher, Lehrer, Kinder) befinden.

M[imLi2kxo


Ich kenne dich und deine Beiträge zu wenig, um dein Verhalten beurteilen zu können, das haben die anderen schon übernommen. ABER: Nur rein präventiv (falls du das nicht eh schon machst), sorge UNBEDINGT dafür dass dein Kind Selbstständigkeit erlernen kann! Ich leide massiv darunter, dass ich früher nichts alleine machen durfte. Ich durfte keine Dinge anfassen, nichts selber ausprobieren,..Beispiele:

- Bis ich 16 war nichts mit Feuer machen, nicht einmal die Kerzen des Adventskranzes anzünden

- Bis ich 12 war durfte ich nicht alleine vor die Tür, ich hatte IMMER meine Mutter um mich rum, nicht einmal vor die Tür!!!

- Ich durfte nie auf dem Spielplatz irgendwo hoch klettern oder etwas machen, wo man sich potentiell verletzten könnte

- Ich durfte nicht in den Wald oder auf die Wiese, weil da ja Hundekot sein könnte oder Zecken

- Ich durfte NIE Kleider tragen, weil ich meine Haut verletzten könnte an den Beinen

- Ich durfte nie den Umgang mit Geld erlernen, weil ich ja ein Kind bin (selbst als ich 17 war)

usw. usf. Du erkennst, meine Mutter ist und war eine Glucke bzw. eine sogenannte Helikopter-Mutter. Durch meinen Freund habe ich den Weg in das Erwachsenen-Leben gefunden. Denn bei ihm war alles umgekehrt, er durfte alleine mit seinen Freunden im Wald spielen (mit 7), er durfte einkaufen gehen, alleine zur Schule, alles Mögliche eben. Davon kann ein Kind nur profitieren. Andersherum, wie es bei mir war, bekommt man nur Komplexe. Wenn jemand mittlerweile zu mir sagt "Lass' das, das kannst du eh nicht", bekomme ich Aggressionen wie sonst noch was... >:(

StunflloCwer_x73


@ Aeessa:

Ich (kinderlos, aber viele Kinder im Bekanntenkreis) finde, Du machst das schon richtig.

Denn Du förderst Ängste nicht, sondern bringst ihm ja offensichtlich bei, mutiger zu sein.

Und das Betüddeln: Sorry, aber das macht meine Mutter bei mir tendenziell immer noch. Ich bin 40, sie ist definitiv keine Glucke gewesen (mit dem Ergebnis, dass wir u.a, regelmäßig in der Notaufnahme landeten, weil ich mal wieder meine Grenzen austesten musste beim Toben...).

Und – was mir gerade einfällt: Ich glaube, wenn es nur "Euch beide" gibt, ist das Verhältnis nochmal anders. Mein Vater war, bis ich 6/7 Jahre alt war, auf Montage. Kam nur alle 14 Tage am Wochenende, war dann einerseits total müde, andererseits halt der tolle Wochenendpapa. Der mich verwöhnte, aber eben auch ein pflegeleichtes Kind haben wollte. Alles andere (Alltag, Trotzphasen, Zickereien, Ängste,...) musste meine Mutter mit mir erleben – und das hat unser Verhältnis einfach geprägt. Es ist sehr eng, weil es lange Zeit nur uns beide gab. Ich hatte bspw. zu meiner Oma und dem Bruder meiner Ma ein engeres Verhältnis als zu meinem Vater, weil selbst diese Menschen präsenter waren.

Uxrsixna


Ich würde schauen, dass er viel mit männlichen Bezugspersonen unternehmen kann. Frauen/Mütter sind doch meist etwas ängstlicher was wildes Spielen, Toben, Abenteuer etc. anbelangt. Obwohl ich mich nicht selber als Glucke bezeichne, hat der Vater unseres Sohnes doch die Grenzen des Ausprobieren lassen, höher gesteckt; die zwei haben ein tolles Baumhaus weit oben gebaut, gerauft zusammen, steile Wasserrutschbahnen runter. Halt alles Sachen bei denen eine Mutter eher einschreitet und zur Vorsicht mahnt.

m$ond+Sstexrne


Ich danke Euch allen sehr!!!

Bitte, gerne ;-) @:)

Ich betrachte den Faden damit für Dich persönlich als abgeschlossen und erlaube mir deshalb mal, auf eine *** Grundsatzdiskussion einzusteigen zu den Unterschieden zwischen Männern und Frauen, die ich so liebe ;-) @:). ;-D

@ Dumal

Für mich sind Helikoptereltern, ...

Damit wirfst Du eine interessante Frage auf. Gibt es auch Helikopter-Väter und wenn ja, wie viele?

@ Mimiko

Du erkennst, meine Mutter ist und war eine Glucke bzw. eine sogenannte Helikopter-Mutter.

Das was Du beschreibst, ist wohl eine typische Glucke. Ich unterscheide jedoch zwischen Helikopter-Müttern und Glucken. Aber was genau sind die Unterschiede? Gibt es auch männliche Glucken?

bkeUetlSejuicxe21


Ich dachte das ist das neudeutsche synonym?

ALeesxsa


Ich betrachte den Faden damit für Dich persönlich als abgeschlossen

Ja, ist er auch. Weil ich für mich noch mal genauer nachgelesen habe was Helikoptereltern ausmacht und das ich dazu definitiv dann doch nicht zähle ;-)

Ich bin allerdings in einer Familie auch so aufgewachsen das *immer* jemand auf mich aufgepasst war - immer betüddelt - nur dass dieses Betüddeln damals dann eher meine viel älteren Geschwister übernommen haben. Soll heißen, für mich ist es völlig normal mich in einem Maße um mein Kind zu kümmern wie ich es damals erlebt habe...

Ich denke mal, worauf ich aufpassen muss ist einfach das ich genau gucke das er genug Kontakte hat auch zu anderen. Und das ist so - auch zu männlichen Bezugspersonen zum Glück.

WpasHch\Sodxa


Hallo ihr Lieben, für mich ist dieser Faden besonders interessant, da ich als Grundschullehrerin sehr viel mit sog. Helikopter-Eltern zu tun habe. Und nach meinen Erfahrungen kann ich dir liebe Aeessa sagen, dass du nicht dazu gehörst.

Für mich ist es wirklich ein großes Problem. Man kann mit vielen Eltern kaum noch normal über das Kind reden, da sie es so sehr in Schutz nehmen und alle anderen Schuld sind (Mitschüler, Lehrer etc.). Sie unterstützen einen nicht, um Probleme des Kindes gemeinsam zu lösen, sondern suchen nach Ausreden, die das Verhalten und die Probleme rechtfertigen.

Dann gibt es die, die vor allem Angst haben, ihrem Kind könnte was passieren. Letztens wollte ich ein Gesundes Frühstück mit meinen Kleinen machen, da hat sich ein Vater beschwert, dass sein Kind sich ja Krankheiten holen könnte, wenn er in die gleiche Käseplatte langt, wie vorher ein Mitschüler. Und so könnte ich euch noch viele Anekdoten erzählen...

A)eexssa


Hallo ihr Lieben, für mich ist dieser Faden besonders interessant, da ich als Grundschullehrerin sehr viel mit sog. Helikopter-Eltern zu tun habe. Und nach meinen Erfahrungen kann ich dir liebe Aeessa sagen, dass du nicht dazu gehörst.

Danke schön :-) Du bist Grundschullehrerin? Dann hast Du todsicher sehr viel Kontakt zu verschiedensten Eltern. Ich stelle mir das sehr anstrengend vor - all diese verschiedenen Erwartungen, Haltungen, Einstellungen - und allen ist immer super wichtig was mit ihrem Goldkind geschieht und oft widerspricht sich das gegenseitig völlig... Und dann musst Du den Kindern ja auch Leistung abverlangen selbst wenn die Eltern das nicht tun...

Da bekomme ich schon in der Kita genug mit von anderen Eltern und bin ganz froh, dass ich so einen guten Kontakt zu den Erziehern dort habe - auch weil ich nicht "zu mache" wenn die mal Kritik üben. Das ist mir sogar wichtig. Immerhin *bin* ich alleinerziehend und sie sind diejenigen die meinen Sohn relativ neutral sehr lange am Tag beobachten und ihn seit er kleiner war kennen. Da haben sie manchmal einen klareren Blick auf ihn als ich. Ich glaube, das wird mir später in der Schulzeit sogar fehlen... einfach weil sie echt meine besten Berater sind und mir sogar bei anderen Themen schon geholfen haben. Einfach super! Und das obwohl sie doch sowieso schon oft total überfordert sind mit so vielen teilweise sehr kleinen Kindern (ab zwei bis sechs Jahren)

Für mich ist es wirklich ein großes Problem. Man kann mit vielen Eltern kaum noch normal über das Kind reden, da sie es so sehr in Schutz nehmen und alle anderen Schuld sind (Mitschüler, Lehrer etc.). Sie unterstützen einen nicht, um Probleme des Kindes gemeinsam zu lösen, sondern suchen nach Ausreden, die das Verhalten und die Probleme rechtfertigen.

Ja, solche Eltern kenne ich auch. Eine gewisse rosarote Brille ist denke ich schon normal, da ist es dann gut wenn einer einen auf etwas hinweist was man übersieht.

Die *sehen* ihr Kind gar nicht realistisch, interpretieren jedes Verhalten als harmlos oder sogar positiv was negativ ist (da wird ein prügelndes Kind schon mal als "einfach nur temperamentvoll und das andere Kind hat ja provoziert" entschuldigt... Da habe ich auch schon Anekdoten erlebt die heftig sind)

Dann gibt es die, die vor allem Angst haben, ihrem Kind könnte was passieren. Letztens wollte ich ein Gesundes Frühstück mit meinen Kleinen machen, da hat sich ein Vater beschwert, dass sein Kind sich ja Krankheiten holen könnte, wenn er in die gleiche Käseplatte langt, wie vorher ein Mitschüler.

;-D Ich kenne sogar jemanden der so tickt. Und ja, die würde ihr Kind an so einem Tag wahrscheinlich dann einfach für krank erklären und zuhause lassen. Zum Glück hat sie keine Kinder... aber ich bin mir sicher, sie würde arge Probleme mit Kindergarten und Schule bekommen....

Die überängstliche Variante habe ich als Kind sogar in der Familie erlebt - nicht bei meinen Eltern sondern bei einer anderen Verwandten und ihrem Kind - und weil ich weiß, dass ich auch zu so einer Überängstlichkeit tendiere.

Gerade deshalb und weil ich weiß wie schlimm da für das besagte Kind damals war, bremse ich mich sehr oft auch wenn mein Gehirn mal wieder "Gefahr" schreit... (Ich habe mir sogar in den ersten Lebensjahren meines Sohnes einen Waschzwang "abtrainiert" weil ich es furchtbar gefunden hätte wenn mein Sohn den übernehmen würde)

Ich denke, das ist eine echt große Aufgabe, dieses "Gefahr" manchmal zu überhören wenn es denn so in einem steckt ;-) Und jemand, der Angst hat, dass sich sein Kind infiziert weil es mal den gleichen Käse anfasst wie die anderen Kinder - den würde ich auch schon unter leicht zwanghaft einordnen...

Und so könnte ich euch noch viele Anekdoten erzählen...

K/auffeelieIbhaberin


Aeessa ...

hab versucht Dir zu schreiben, aber Dein Postfach ist voll :-)

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