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Bin Choleriker und werde bald Vater

M`ollAiencxhen


@ Kletterpflanze

Ja also dieses ausweichen sprich irgendwo anders weinen oder rumschimpfen hab ich ja selber angeführt. Aber ich kann mir eben schwer vorstellen, dass jemand der sich dann regelmäßig über kleinscheiß aufregt das vorher nicht so schlimm fand. Das anstauen argument verstehe ich schon eher, aber was ist dann mit den sachen die ihn sonst aufregen, da wird es ja sonst noch genug geben, dann doch wieder die kellervariante?

Keine Ahnung, wird wohl bei jedem anders sein. Was mich betrifft, neige ich weniger zu cholerischen Ausbrüchen Habe das insgesamt heutzutage aber ganz gut im Griff, denke ich,, wenn ich mit einer Person noch nicht so gut bekannt bin, als wenn ich mit ihr vertraut bin. Das könnte man sicherlich irgendwie psychologisch erklären.

Aber bei anderen ist das halt nicht so. Die unterscheiden da nicht.

Übrigens ist das bei mir keine Willensfrage (gegenüber weniger Vertrauten anders zu empfinden), ich unterdrücke da nichts; es ist einfach so.

mxond +stxerne


@ Mollienchen

Ein und dasselbe Grundgefühl können sich auch je nach vorhandener Vertrautheit zu einer Person verschieden äußern.

Heißt, wer nach zwei Jahren plötzlich einen cholerischen Anfall kriegt, hat vorher vielleicht heimlich im Badezimmer geweint;

Das Gefühl hinter den Tränen ist Traurigkeit, das Gefühl hinter dem cholerischen Anfall ist Wut oder Hass. Aber was ist das gemeinsame Grundgefühl hinter beidem? Ich habe darüber nachgedacht und bin zu einem seltsamen Ergebnis gekommen. @:)

@ Caoimhe

Das ist nur Schadensbegrenzung.

Nein.

@ Kletterpflanze80

Wenn jemand einmal zuviel trinkt und sich auf den perserteppich übergibt kann man das als Unfall bzw. Ausnahme bezeichnen, wenn er das regelmäßig macht und nicht versucht was dagegen zu unternehmen oder es gar noch als Unfall hinstellt, wird bei vielen das verständnis rapide sinken.

Unfall hin oder her, Ausnahme hin oder her, Verständnis hin oder her, oder böse Absicht hin oder her, das ist mir alles vergleichsweise egal. Es ist mein Perserteppich. Willst Du ihn saubermachen oder neu kaufen? Nur diese Frage stelle ich dem Jemand. Ich möchte nämlich nicht den Teppich saubermachen, den andere mir vollgekotzt haben.

Ja, es ist so, aber nein, deswegen muss ich mir es nicht gefallen lassen. Diese Botschaft versuche ich hier seit 5 Seiten rüberzubringen. Unfälle gehören zum Leben, aber deshalb bin ich doch nicht für Fahrerflucht. Im Gegenteil ich bin gegen Fahrerflucht und für Schadensbegleichung.

Oder auf das Thema dieses Fadens bezogen, es geht um Konfliktfähigkeit. Ich weiß nicht, ob jemand dieses Wort in meinem ersten Beitrag gelesen hat.

Vielleicht hast du dich nur missverständlich ausgedrückt,

Natürlich kann man vieles von dem, was ich schreibe nicht in der Kürze verstehen. Deshalb hatte ich den TE um Nachfrage gebeten.

Ich habe zu 5 verschiedenen Themen 1 bis 2 Sätze geschrieben. Natürlich ist es völlig unmöglich, daraus meine Meinung zu diesen komplexen Themen zu erraten. Wenn man sich mit diesen Themen auseinandersetzen möchte, stellen sich viele Fragen, wie z.B.

Wie geht man mit einem schlechten Gewissen um?

Was bedeutet in diesem Zusammenhang Konfliktfähigkteit?

Warum ist es wichtig, dass er seinem Vater verzeiht?

Wie kann seine Frau ihm helfen und was sollte sie besser bleiben lassen?

Wie geht man damit um, dass bald ein Kind ins Spiel kommt?

g\aul'oixse


Ich fang' mal hiermit an:

ich schätze ihr habt nicht nach einem tag Beziehung geheiratet, da frage ich mich immer, wie choleriker es schaffen sich solange zu tarnen, denn eigentlich wird es doch immer so dargestellt, als könne man sich nicht beherrschen und man würde austicken. Aber manche scheinen sich ja zeitweis eoder bei bestimmten leuten zusammen zu reißen.

Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen berichten, bin aber sicher, daß es da verschiedene Erscheinungsformen gibt...wir haben ziemlich schnell und ziemlich jung (21 / 26) geheiratet. Er war immer lebhaft, temperamentvoll, selbstbewußt. Und regte sich schnell auf, das war klar, als er sich bei einem frühen McD-Trip unendlich ärgerte, als ihm die Apfeltasche auf der Hose explodierte.

Aber: was wußte ich denn mit knapp 21 über Choleriker? Nichts wußte ich. Ja, der Mann war leicht reizbar. Ich nahm das nie recht ernst. Dann motzte er halt vor sich hin. Dann pöbelte er mich eben an, ich bin ja nun auch kein Engel und häufig genug ist mein Mundwerk schneller als mein Gehirn. ;-D

In unseren frühen Jahren hielt sich das immer in Grenzen...bis es, wie gesagt zu der Szene mit dem kaputten Fernseher kam, wo er völlig austickte und ich da stand und nur dachte, sag mal, spinnt der?!

Danach war erstmal wieder Ruhe, wir bekamen Kinder, unsere Ehe galt nach außen als gelungen. Meine Theorie: er fühlte sich sicher und dachte, egal, was ich hier mache, die kann nicht weg, nicht mit drei kleinen Kindern.

Also kamen seine Ausraster regelmäßiger, wurden lauter, unbeherrschter, jedesmal schlimmer. Er hat mich beschimpft, beleidigt, mit Geschirr und Gläsern geworfen, gegen Wände getreten.

Jo, und ich habe mitgespielt. Viel zu lange. War immer der Filter, immer diejenige, die besänftigte, runterholte – oder einfach schwieg. Weil: da waren kleine Kinder, die ihren Vater über alles liebten, die sollten diese Seite an ihm nicht kennenlernen. Natürlich wußten sie immer um ihren lauten Vater, aber den unkontrolliert brüllenden Neandertaler haben sie nie erlebt. Den habe ich für mich behalten. ;-D

(und, btw: sie haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihrem Vater, sind gerne mit ihm zusammen...und sind sehr gelassen im Umgang mit ihm. "Ach, Papa! Chill mal!!" ;-D )

Übrigens bedeutet cholerisch nicht gewaltbereit.

Nein, keinesfalls, nicht körperlich, das hatte marika auch schon erklärt. Aber verbale Gewalt ist eben auch Gewalt, man ist nur einfach zu gut erzogen, um darauf entsprechend zu reagieren. – Wobei: im Nachhinein wünsche ich mir fast, daß er mal auf mich losgegangen wäre. Dann nämlich hätte ich ihn dermaßen, aber DERMASSEN zusammengeschlagen! Und ich weiß, daß ich es gekonnt hätte...aber man ist ja zivilisiert und akademisch und liberal erzogen und, verdammt, die Kinder.

Uh. Ich eiere aus, ihr merkt, daß mich das verfolgt. Entschuldigt bitte. @:)

@ mond+sterne:

mag sein, daß du hier im Namen des Herrn unterwegs bist und eigentlich Recht hast und nuur gute Absichten verfolgst: ich werde nicht mehr auf dein Geschwurbel eingehen. Punkt. Deine Beiträge sind mir zu lebensunerfahren und zu blöd.

@ liwa90grad:

ich hoffe, du liest hier noch. Ja, der Faden ist ausgeeiert, aber ich denke, wenn du alles gelesen hast, weißt du, was dein Verhalten mit deiner Partnerin macht, was du dir alles kaputtmachst. Und du hast jede Menge Tipps und Ratschläge bekommen. Bittebitte nimm es dir zu Herzen.

MMollie"nchexn


@ mond+sterne

Das Gefühl hinter den Tränen ist Traurigkeit, das Gefühl hinter dem cholerischen Anfall ist Wut oder Hass. Aber was ist das gemeinsame Grundgefühl hinter beidem? Ich habe darüber nachgedacht und bin zu einem seltsamen Ergebnis gekommen.

Und das wäre…?

Mein persönliches Ergebnis ist das Grundgefühl Angst, was ich aber nicht wirklich seltsam finde. Denn Angst ist für sehr, sehr viele Übel der Auslöser. Bei Cholerikern: Angst, nicht ernst genommen zu werden. Angst, verlassen zu werden. Angst, zu kurz zu kommen. Angst, die eigenen Rechte nicht durchsetzen zu können. Angst, dass jemand die eigene (vermeintliche) Minderwertigkeit bemerken könnte. Angst, weil man sich hilflos und handlungsunfähig fühlt. Und sicher noch einiges mehr. Man könnte es auch auf Existenzangst herunterbrechen. Cholerisches Aussticken ist/war zumindest für mich das Verfallen in verstandfreien Kampfmodus. Und das tut man ja in der Regel aus Angst.

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