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Hilfe mein Mann hat ein Geburtstrauma (???)

A!untiW_x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo Forum...

ich wende mich nun an Euch, da ich nicht mehr weiter weiß!

Mein Mann und ich sind seit 5,5 Jahren zusammen (und seit 2010 verheiratet) und waren/sind glücklich. Es ist eine sehr harmonische Beziehung und alles wäre echt perfekt, wenn das Thema Sex nicht wäre. Seit der Geburt (sie war toll bis es in der Austreibungsphase Komplikationen gab!) vor knapp 2 Jahren, haben wir kaum noch Sex oder andere Zärtlichkeiten. Mein Mann hat einfach keine Lust und mag auch nicht so wirklich drüber reden. Wir wollten auch immer mehrere Kinder und nun will er kein 2. Baby mehr...Sex gibt es nun nur, wenn er mal bissl mehr alkohol getrunken hat.

Ich hab ihn nie bedrängt oder ähnliches, nur irgendwann hab ich ihm gesagt, dass wir was tun müssen. Ich habe Angst, dass unsere Beziehung kaputt geht. Bei einem langen Gespräch fragte ich ihn, ob er vielleicht nen Knacks von der Geburt hat. Seine Antwort: "Ja ich denke schon irgendwie! Wir bekommen das aber bestimmt wieder hin, OHNE Hilfe"... ja aber WANN... ich denke nicht, dass er es von alleine verarbeiten kann!

Wie kann ich meinem Mann nur helfen? Hat schonmal wer das gleiche erlebt ???

Danke schonmal im vorraus!!!

Lg

Antworten
v!aninllaE7x2


Ich empfehle Dir Literatur von Stanislav Grof. Sehr interessanter und seriöser Autor.

ANunIti!_3


*malhochschieb*

frohes neues ersmal *:)

~zTraumkr2istCallx~


Also mein Freund hat ein absolutes Trauma von der Geburt seines ersten Sohnes mit seiner Ex. War eine Hausgeburt und da er im Libanon im Bürgerkrieg war und dort schlimme Dinge erlebt hatte, war Blut und Schreie für ihn etwas sehr Traumatisches.

Sex war danch auch nicht mehr möglich.

Ich hab da vollstes Verständnis für ihn.

Ich selbst würde keinen Mann bei meiner Geburt sehen wollen, nicht umsonst machen Frauen das seit Ewigkeiten allein, ohne Männer. Auch wenn ich nun als konservativ dastehe.

Aber ich glaub nicht, daß ein Mann durch die Erfahrung eines Dammschnittes Lust auf Sex kriegt, sorry.

Natürlich ist eine Geburt etwas Natürliches, aber das heißt ja nicht, daß deshalb jeder daran teilhaben muss und am besten noch die Kamera draufhält....

Wenn ich Schmerzen hab, will ich keinen sehen und sobald ich und das Kleine sauber sind, dann kann der Mann gerne kommen, vorher kann er ja sowieso nix tun.

Meine Meinung.

Auch wwnn der Mann bei der Geburt nicht dabei ist, verändern sich viele Sachen im gemeinsamen Leben, körperlich und auch so und da muss man natürlich drüber reden, ist nicht so easy.

J>aqu"elinSe_O


Wenn ich ehrlich bin kann ich gar nicht nachvollziehen, was an einer Geburt nun wirklich so schlimm sein soll. Ich habe einer Freundin von mir bei der Geburt ihrer Tochter Händchen gehalten und empfand es zwar schon als krasse Situation (sowas erlebt man ja nicht jeden Tag) aber irgendwie halt auch als etwas ... besonderes und schönes. Ich fands einfach unglaublich und war danach erst einmal total geflasht - im positiven Sinne! Ich habe seither einen riesen Respekt vor Müttern und Schwangeren!

Natürlich gibt es auch Blut und Schreie, aber deswegen ein "Trauma" zu kriege finde ich etwas übertrieben. Immerhin wird ein Kind geboren und dass sowas für die Frau auch mit Schmerzen verbunden ist und es auch ein bisschen blutig zugeht, das weiß doch sowieso jeder Mensch vorher! Ein Mann der mit so einer Situation nicht umgehen kann wäre kein Mann für mich. Ich hätte den Eindruck dass ich nicht in jeder Situation auf ihn zählen könnte und er schnell das Weite suchen würde, wenn etwas mal "unangenehmer" oder "komplizierter" wird. Wenn ich schwanger wäre, würde ich mich vom Vater im Stich gelassen fühlen. Es ist in Ordnung, wenn manche Frauen lieber alleine ihr Kind zur Welt bringen, aber das trifft eben nicht auf alle zu. Und ich würde viel lieber den Vater dabei haben als eine freundin von mir oder gar meine Mutter.

JEaquebline_xO


@ TE:

Vielelicht liegt es ja auch gar nicht an der Geburtserfahrung an sich. Durch ein Kind verändert sich ein Leben total - auch für den Vater. Im einen Moment ist er noch mit einer sexy Single-Frau zusammen und das Leben ist locker und frei und im anderen Moment ist er mit einer "Mutter" zusammen, trägt Verantwortung für andere PErsonen und steht bei der Frau seines Herzens vielleicht nicht mehr an erster Stelle. Kann es sein, dass sich dein Mann irgendwie "zurückgesetzt" fühlt?

Akunti_$3


ersteinmal danke für eure beiträge @:) *:)

alsooooooooooooo die geburt an sich war ja echt toll und easy, bis zum schluss als es einen geburtststillstand gab. unser kleiner hatte die nabelschnur um den hals und steckte sozusagen im becken fest. er wurde dann mithilfe der saugglocke geholt und das sieht eben schon bissi brutal aus. ich bin dabei auch extrem in der scheide gerissen (beidseitig) und wurde dann genäht. er weiß das bei mir die örtlichen betäubung nicht funktionieren und denke das fand er dann auch "hart". naja der arzt wusste das nicht, aber ich war da auch so (wie sagtest du so schön jaqueline?!) geflasht, dass ich nichts gesagt hatte!

die plazenta hatte er garnicht erst angesehen und die nabelschnur durch zuschneiden fand er garnicht schlimm. naja und bei der geburt kommt leider manchmal auch was anderes mit raus, wenn man so am pressen ist :-X >:( :-o aber davor wurde er im geburtsvorbereitungskurs gewarnt.

nach der geburt hatte ich wegen den nähten echt probleme. ich konnte kaum sitzen und das pieseln war die hölle. ich konnte nichtmal gerade laufen. am tag der entlassung gabs die abschlussuntersuchung und da sah die ärztin, dass der andere arzt bissi zu eng zusammen genäht hatte und es wurde wieder am ende aufgeschnitten. konnte zwar wieder gerade stehen, aber es brannte dann noch mehr als vorher.

dieser "zustand" dauerte bestimmt 8 wochen. es verheilte mega schlecht und mein mann tat das so leid.

vielleicht denkt er auch einfach, dass er schuld ist, das ich wegen ihm solche schmerzen hatte!?

vielleicht auch das was du geschrieben hast, jaqueline!?

traumnkristall, ich war auch eher für mich bei der geburt, also zumindest als es später ernst wurde. er saß hinten im zimmer und ich war mit der hebamme beschäftigt. hätte ich ihn mal rausgeschickt ":/

es ist auch die sache, dass unser schatz fast ein jahr bei uns mit im zimmer schlafen musste, weil wir sozusagen auf einer baustelle lebten und er vorher kein zimmer hatte. wir waren also lange zeit nicht alleine und auch danach hat uns unser kleiner nachts auf trab gehalten.

vielleicht ist es einfach alles zuviel gewesen für ihn?! ich konnte schon immer besser mit stresssituationen um gehen.

hatte vor paar tagen wieder zu ihm gesagt, dass es so nicht weiter gehen kann. wir wollen nun versuchen wieder ein paar zusein, nicht nur mama und papa. am we mal den kleinen zu oma und opa bringen und dann alleine essen gehen und nen schönen abend verbringen. das hatten wir erst einmal in der ganzen zeit seit er da ist.

und wenn das nichts bringt vielleicht ne (paar)therapie.... ???

alles nicht so einfach

J]aquGelinex_O


Wäre dein Mann denn offen für eine Paartherapie? Du hast ja mal geschrieben, dass er es ohne fremde Hilfe schaffen möchte...

A3unxti_3


ich weiß es nicht. als ich mal sagte, dass er (wir) zum doc müssen, wenn es so weiter geht, hatte er plötzlich nichts mehr dazu gesagt :-/ ich kann und will ihn ja auch nicht zwingen

g]aguloiSse


Im einen Moment ist er noch mit einer sexy Single-Frau zusammen und das Leben ist locker und frei und im anderen Moment ist er mit einer "Mutter" zusammen

Du, da ist schon noch ein bißchen Zeit dazwischen. ;-D ;-D

@ Aunti_3:

es hilft nichts, er wird sich äußern müssen. Das "Geburtstrauma" sollte sich nach über zwei Jahren erledigt haben, er wird ja schließlich nicht direkt zwischen deinen Beinen gekniet haben, oder? Bei meinen Geburten war der Vater am anderen Ende des Bettes.

Wenn du wirklich, wirklich unzufrieden bist, mußt du ihm das genau so sagen. Ohne, Schatzii, du, ich will dich ja nicht bedrängen, aber, entschuldige, ich weiß auch nicht...nein. Sag' ihm ganz direkt, daß du Sex mit ihm möchtest. Daß das zu einer Liebesbeziehung dazugehört; und daß du dich scheiße fühlst. Und wenn du sehr mutig bist, läßt du ihm keine Ausreden mehr durchgehen, sondern willst Antworten.

Mutig deswegen, weil es sein kann, daß dir seine Antworten nicht gefallen. Schlimmsten-, allerschlimmstenfalls findet er dich nicht mehr begehrenswert. Das wäre übel und sehr schmerzhaft, aber zumindest wüßtest du dann, woran du bist und dann könnte man neu verhandeln.

Wie war denn euer Liebesleben früher? War er da aktiver, fordernder? Und weißt du, ob er gar keine Lust mehr hat? Wie sieht es bei ihm mit SB, Pornos etc. aus?

Ein Mann der mit so einer Situation nicht umgehen kann wäre kein Mann für mich.

Ach, ich weiß nicht. Spontan sehe ich das auch so. Trotzdem finde ich diese Erwartungshaltung, daß ein Mann bei der Geburt seiner Kinder dabei sein MUSS, auch nicht in Ordnung.

Axunti$_3


gauloise, du hast wahrscheinlich recht. leider bin ich mal garnicht mutig! ich hoffe ich kann mich bald überwinden und es so klipp und klar rüberbringen...

wir hatten noch nie soooooooooooo viel sex, da wir uns zu anfang imme rnur am we und in den ferien gesehen hatten und auch als ich dann zu ihm zog hatten wir vielleicht nur ein- bis zweimal die woche sex, manchmal auch seltener! eigentlich war ich immer diejenige, die die initative ergriffen hat, ausser er hatte alkohol getrunken. da war er dann "lockerer".

er sagt er hat garkeine lust auf SEX. pornos guckt er nicht, wo weit ich weiß. was SB angeht hab ich mal garkeine ahnung ":/

Jtaque6l8inex_O


@ gauloise:

Natürlich MUSS er nicht mit dabei sein, aber wenn die werdende Mutter das gerne möchte dann sollte er auch bei der Geburt dabei sein, denn es ist ja dann auch sein Kind das geboren wird. Immerhin ist eine Geburt ja kein "Spaziergang" und seine Frau/Freundin in so einer Situation alleine lassen obwohl sie seine Anwesenheit und Unterstützung wünscht fände ich schon sehr enttäuschend.

Wenn mich mein Freund in so einer Situation alleine lassen würde obwohl ich mir wünsche dass er dabei ist, würde ich mir überlegen ob er in anderen Situationen die vielleicht auch nicht "leicht" sind dann auch alleine lassen würde. Manche Frauen wollen ihre Männer ja gar nicht dabei haben - andere aber schon. Und ich denke viele Frauen haben Angst vor einer Geburt (vorallem wenn es die erste ist) und fühlen sich wohler wenn der Partner dabei ist. Auch wenn er effektiv nur Händchen halten kann ;-)

J-aquelin1e_O


@ Aunti_3:

Hmm...ich stell einfach mal die Frage in den Raum: ist deinem Partner überhaupt Sex wichtig?

Wenn dein Mann wirklich so wenig Interesse am Sex hat (und auch früher schon hatte) dann muss es dafür ja einen Grund geben. Nur einfach keinen Bock? Körperliche "Einschränkungen"?

Acuntix_3


Hmm...ich stell einfach mal die Frage in den Raum: ist deinem Partner überhaupt Sex wichtig?

hmmm vielleicht sollte ich ihm genau DIESE fragen mal stellen.

also eigentlich gehörte sex schon zu unserer beziehung, aber es war eben noch nie sehr viel!

mit gummi geht zb. garnicht, da klappt echt kaum was, aber sonst hatte er nie probleme oder einschränkungen. er war nur eben schon immer schüchtern und hat lange gebraucht, bis er mal den ersten schritt getan hatte..

vielleicht hat er auch einfach angst, dass ich nochmal schwanger werden könnte.

s%chn=up4fen0x8


Mein mann war bei der geburt dabei. Er war recht "cool" nur bei der plazenta hats ihn gehoben :-D

Ich hatte ne gestose und die rennerei bis leber und Nierenwerte wieder im grünen Bereich war dauerte echt lang.

Er wollte keine kinder mehr...meine Tochter musste 3 wochen eher geholt werden. Sonst wäre es eng für sie und mich geworden.

Naja lange rede kurzer Sinn...ende juli/Anfang August kommt nummer 2 :-@

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