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Hilfe mein Mann hat ein Geburtstrauma (???)

c%l9airxet


Aber ich glaub nicht, daß ein Mann durch die Erfahrung eines Dammschnittes Lust auf Sex kriegt, sorry.

Aber eine Frau soll da mal schön durch und wieder Lust auf Sex kriegen? Nur ihm sollen diese lästigen Begleiterscheinungen nicht unter die Augen kommen? ":/

@ Aunti_3

Wenn die Geburt schon 2 Jahre her ist glaube ich nicht, dass er da alleine drüber hinwegkommt. Falls es überhaupt daran liegt. Paartherapie wäre sicher nicht verkehrt. @:)

Nxaidexe


Vielleicht liegt es ja gar nicht daran, sondern es ist eine willkommene Ausrede?

M9il4chmJannx76


Wenn Frauen über die vermeintliche Männersicht schreiben, wie realistisch ist das ??? Ein Mann sollte doch... Ich als Frau hätte doch auch nicht... Ich denke so funktioniert das nicht. Ein Mann hat eine andere Sichtweise auf weibliche Geschlechtsorgane als eine Frau. Punkt. Ich war selbst bei der Geburt meines zweiten Kinds dabei. Und die Mengen an Blut die da kamen verändern unweigerlich zumindest ein wenig die Sicht auf dieses bisher rein sexuell wahrgenommene Organ. Auch z.B. die enorme Dehnung die stattfindet, kann durchaus das Bild eines Mannes, das er sein Leben lang über Vaginas hatte verändern. Ganz zu schweigen von einem Dammschnitt, der sicherlich nichts für jedes Gemüt ist.

Mal plakativ ausgedrückt: Bis zur ersten natürlich erlebten Geburt ist eine Vagina etwas höchst Begehrenswertes, rein der eigenen Sexualität Vorbehaltenes. Vagina = Sex, vereinfacht ausgedrückt. Dieses Bild kann sich bei einer erlebten natürlichen Geburt mehr oder weniger verändern. Und damit kann sich auch die Lust auf dieses Geschlechtsorgan verändern. Das hat nichts mit Weichei zu tun, sondern mit durch Erfahrungen veränderten Assoziationen.

Aber das ist nur ein Erklärungsansatz. Immer wieder kommt es auch dazu, dass frisch gebackene Mütter nicht mehr in dem Maß als Frauen wahrgenommen werden, sondern eben als Mütter – wunderbare aber asexuelle Aufzuchtswesen. ;-D Sicherlich gibt es Frauen, die ab dem ersten Kind tatsächlich großteils oder gar 100% zu Muttertieren mutieren – die erste Zeit oder auf Dauer. Aber auch diese Wahrnehmungsveränderung kann sich rein im Kopf des Mannes abspielen!

Eine Geburt – und die muss man noch nicht mal miterlebt haben – kann die Sichtweise eines Mannes leicht bis stark verändern, sodass statt Liebe und Lust z.B. Liebe und Respekt für die Mütterlichkeit empfunden werden.

Inweiweit die Geburt oder die neue Mutterrolle tatsächlich die ausschließliche Ursache sind, oder (auch) andere Faktoren reinspielen und das Ganze nur als bequeme Begründung herhalten muss, darauf sollte man sich nicht allzu schnell festlegen.

MyoniVka6U5


Auch eine Frau erlebt ihre Geschlechtsorgane nach oder während einer Geburt anders. Manchmal schlicht äußerlich, es sieht alles nicht mehr so aus wie vorher. Ich kann sogar nachvollziehen, dass die Geburt erstmal zu einem Stillstand beim Sex führt, geht ja auch Frauen oft genug so. Wenn es aber so bleibt, kommt höchstwahrscheinlich noch was anderes dazu, was die Lust gekillt hat. Und so wie sie ihr Sexleben von vor der Geburt beschreibt, glaube ich, dass er mehr Probleme mit Sex mit ihr hat als die Geburt. Letzteres ist natürlich für beide auch eine gute Erklärung, die es erstmal verhindert, dass man dem nachgeht.

V;evoVdkynxe


Natürlich gibt es auch Blut und Schreie, aber deswegen ein "Trauma" zu kriege finde ich etwas übertrieben.

Ich glaube nicht, dass man sich aussuchen kann, was in welchem Umfang "traumatisierend" auf einen wirkt und was nicht. Das ist ja keine rationale Angelegenheit. Ich schaue seit meiner frühsten Jugend leidenschaftlich gerne Horrorfilme, da konnte es für mich nicht blutig genug zugehen, während Zombies ihren Opfern die Eingeweide aus deren lebendigenen Leib rissen und fraßen, aß ich nebenbei genüsslich Pizza und amüsierte mich. Als sich ein Familienmitglied beim Holzhacken fast das Bein abtrennte, habe ich erste Hilfe geleistet und die Story wird bei jeder Familienfeier zum Besten gegeben, ohne dass mich die Bilder je verfolgt hätten. Ich habe mir auch schon einen offenen Knochenbruch selbst verbunden und bin so zur Notaufnahme gefahren. Unter Schock, klar, da handelt man teilweise ferngesteuert. Wie dem auch sei, es gibt jedenfalls etliches, was mir gar nichts "ausgemacht" hat, aber als meine Partnerin mal gynäkologisch notoperiert werden musste, hat mir das auch arg zu schaffen gemacht. Es hat nicht direkt dazu geführt, dass ich keine Lust mehr auf Sex hatte, aber ich hatte durchaus Schwierigkeiten, das beim Sex auszublenden und nicht daran zu denken, welch schwerwiegender Eingriff da in diesem Bereich bei ihr vorgenommen wurde und mit wie vielen Schmerzen das für sie einher ging. Dabei war ich im Gegensatz zum Partner von Aunti_3 nicht mal live dabei, sondern weiß das meiste nur durch ihre Erzählung.

Wenn ich mir nun vorstelle, dass mein Partnerin das hätte durchmachen müssen, weil ich sie geschwängert habe, dass ich sozusagen indirekt "Schuld" daran war, dann fände ich das auch belastet.

Ich denke, hier kommt vieles zusammen. Ein Mann, der offenbar von Anfang an keine besonders stark ausgeprägte Libido hatte, verknüpft das Thema Sex nun mit derart unangenehmen Folgen. Wenn ihm durch die schwache Libido nun kaum etwas fehlt, ist es aus seiner Perspektive wohl einfacher, das Thema beiseite zu schieben und sich dem Ganzen nicht zu stellen. Dass er zudem Angst haben könnte, sie nochmal zu schwängern und den ganzen Qualen erneut auszusetzen, halte ich gar nicht für so weit hergeholt.

Da ich immer gerne Sex hatte, wollte ich mir die Freude daran nicht durch blöde Erinnerungen kaputt machen lassen. Deshalb habe ich mich den negativen Gedanken und Gefühlen in Gesprächen mit anderen gestellt und sie so für mich "verarbeitet". Hätte ich eine eher schwache Libido gehabt und dadurch keinen Leidensdruck verspürt, also hätte mir nichts gefehlt ohne Sex, hätte ich mir das wahrscheinlich nicht angetan, denn die Auseinandersetzung mit dem Thema war schon nicht einfach.

Vielleicht könnte es deinem Mann helfen, Aunti_3, sich mit anderen Männern und Frauen über das Thema auszutauschen, so wie du es hier jetzt auch tust, wenn auch aus einer etwas anderen Perspektive. Mir hat es jedenfalls geholfen, als ich damals gemerkt habe, dass andere diese meine Gefühle auch kennen und sie durchaus ernst nahmen, statt mir sagen zu lassen, ach stell dich doch nicht so an, deine Frau musste das doch aushalten und nicht du %-|

Aiunt5i_3


@ schnupfen

wie lange ist deine 1. schwangerschaft her ??? ??? ? wollte er dann plötzlich doch wieder? herzlichen glückwunsch zur 2. @:) :)*

ich danke euch für eure antworten!!!!

waren ein paar sehr "interessante geschichten" bei... nun rattert es wieder in der birne 8-)

das er vielleicht mal mit wem anders reden könnte, finde ich ne gute idee. vielleicht kann ich ihm das ja nahe bringen :-)

K?enyoxn


Ich selbst habe noch keine Kinder und demnach noch keine Geburt miterlebt. Ich kann aber dem Beitrag von Milchmann insofern zustimmen, dass sich für einige Männer tatsächlich das Frauenbild (Die Geliebte wird in erster Linie als Mutter wahrgenommen) ändert. Ich habe das bei einem Kumpel miterlebt, der nach der Geburt lange eine Blockade hatte und seine Frau nicht mehr begehrt hat.

Dies hat sich erst nach längerer Zeit und vor allem Paarzeit (ohne das Kind versteht sich) wieder verbessert. So wie früher wurde es allerdings nicht mehr sagt er - sorry. Das muss natürlich nicht für deinen Mann gelten! Ich würde empfehlen, sich nach Möglichkeit mehr Zeit als Paar zu nehmen und sich nicht nur als Eltern zu begegnen.

NVaixdee


Werdenden und frischen Müttern ist manchmal gar nicht klar, wie abschreckend manche Sache für Außenstehende oder auch werdende und frische Väter ist. Ging mir damals auch so. Vielleicht sind die Hormone Schuld? Das reicht von hemmungslosen Gesprächen über alle Einzelheiten einer Geburt bis hin zum ebenso hemmungslosen Stillen zu allen Gelegenheiten. Ich habe das auch gemacht. Aber jetzt aus einiger Entfernung finde ich das oft ganz schön befremdlich. Klar ist das ein einschneidendes (Haha ]:D ) Erlebnis, aber was einem selbst so natürlich vorkommt, stellt sich für andere manchmal einfach nur eklig und abschreckend dar.

Väter erleben die ganze Schwangerschaft ganz anders und sind bis dahin nur mit den schönen Seiten des weiblichen Körpers vertraut. Frauen geht das ganz anders. Sie wachsen in die Schwangeren- und Mütterrolle ganz langsam hinein. Ich habe hier auch gestaunt, dass einige Väter die Dehnung des Geburtskanals offenbar gesehen und nicht mehr aus dem Kopf gekriegt haben. Mein Mann war lediglich dabei und hat das Ganze aus meiner Perspektive gesehen. Damals wäre ich sauer gewesen, wenn er nicht dabei gewesen wäre – ich musste ja schließlich auch hin. Und für ihn wars OK. Er hatte auch keinen Blockaden – im Gegenteil. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, wenn er nicht will, kann es auch schön sein, eine Freundin dabeizuhaben. Ich brauchte meinen Mann auch hauptsächlich während der langen und schmerzhaften Wehen, bei der Geburt direkt war mir persönlich alles egal. Da hätte er auch gut draußen warten können.

Und was das Stillen angeht – ich gucke heute auch nicht gerne zu, wenn mir beim Essen eine Frau gegenüber ihren Busen rausholt und ihre Brustwarze in einen Babymund zwängt.

Manche Mütter zelebrieren das so und tun so, als sei ihre Position als Mutter das Einzige, was zählt. Kann mir schon vorstellen, dass das für manche Männer heftig ist. Noch dazu, wenn immer erst (verständlicherweise) das Baby kommt.

S"an7si08x15


Hallo zusammen, ich weiß nicht ob das Thema überhaupt noch aktiv ist, schreibe aber trotzdem was dazu, weil ich mich sehr gut in deinen Mann hineinversetzen kann!

Ich habe nämlich das gleiche wie er :-/

Seit der Geburt unserer süßen Tochter, die jetzt bald drei wird, habe ich so gar keine Lust mehr auf Sex, wenn ich meine Frau nackt sehe, habe ich immer dieses Bild vor Augen, wo sie mit gespreizten Beinen im Kreißsaal liegt und die Ärztin wie ein Seilzieher mit der Saugglocke an dem Kopf unserer Tochter zieht! Ihre Vagina war so riesig ..... ich kann das einfach nicht aus meinem Kopf bekommen!

Das soll auch ein Hilferuf meinerseits sein, ich weiß einfach nicht, was ich machen soll, unsere Ehe geht deswegen noch den Bach runter, obwohl ich meine Frau echt liebe!

Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe!

M azikxeen


Eventuell eine Therapie?

Mein Kerls saß während der Geburt an meinem Bett, mit dem Rücken zum "Geschehnis" und hat mich angesehen.

Nabelschnur hat er nicht durchtrennt und auch sonst hat er nicht hin gesehen.

Kann daran liegen,weil er kein Blut sehen kann aber auch weil ich ihm gesagt habe, dass er das nicht sehen will :-D

Aber ich glaube jeder Mann tickt da anders. So konnte er aber bei der Geburt dabei sein, ohne traumatisiert zu werden...

Sfolamxie


Hm, Sansi, vielleicht solltest Du Dir professionelle Hilfe holen? Das kann das Forum hier nicht leisten. Hast Du das schon mal in Erwägung gezogen? Weiß Deine Frau, wie es Dir geht?

S4answi0M815


Guten Morgen, danke erstmal für eure Antworten!

Ja, meine Frau weiß seit kurzem von meinem "leiden" ich hatte mich ihr verschwiegen, weil ich sie nicht kränken wollte(war wohl der falsche Weg(! Das da etwas nicht stimmt, hat sie aber schon vorher gewusst, weil wir vor der Geburt doch schon ein sehr reges Sexualleben hatten!

Über eine Therapie denke ich erst seit kurzem nach, nur stellt sich für mich die Frage, was und wo soll ich für eine Therapie machen und bei was für einem Therapeuten?

w/hite \maxgic


Über eine Therapie denke ich erst seit kurzem nach, nur stellt sich für mich die Frage, was und wo soll ich für eine Therapie machen und bei was für einem Therapeuten?

Versuch dein Glück doch erst einmal beim Urologen.

Das ist immerhin ein "Männerarzt".

Als es bei uns mal gekriselt hat, dachten wir auch dass es am Testosteron liegt und schlussendlich hat uns der Urologe sehr geholfen. Es war auch eine Kopfsache.

Die haben da viel Erfahrung damit.

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