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Der Anfang vom Burnout durchs Studium und der Diplomarbeit?

T)rau?r2igx23 hat die Diskussion gestartet


Hey.. mir fiel leider kein anderer Titel ein, sorry.

Ich weiß nicht ob schon vom Burnout die Rede sein kann, oder ob ich einfach nur verzweifelt, frustriert oder irgendwas dazwischen bin:

Ich bin mit dem Schnitt von 1,1 momentan Jahrgangsbester in nem naturwissenschaftlichen Studiengang und schreibe gerade an meiner Diplomarbeit. Ich hab mein Leben eigentlich schon immer komplett geplant und hab mir seit Jahren selbst regelrecht neue Maßstäbe in der Uni und auch außerhalb gesetzt und dadurch selten Freizeit. Kommenden Monat muss ich die Diplomarbeit abgeben – und da fängt es schon an – ich hätte eigentlich bis August Zeit, habe aber schon soweit vorausgeplant, dass ich nur Ende nächsten Monat abgeben kann. Ich bin ab Ende Juli in Amerika und mache dort ein Praktikum an einer sehr guten Universität – wenn ich denn bis dahin mit allem fertig bin. Ich stehe das erste mal unter richtigem Druck, da ich die Arbeit nicht verhauen darf, denn dann wars das mit dem Praktikum, dann war der "Stress" umsonst. Und genau das passiert mir gerade jedoch. Ich hab mir zwanghaft ein Thema ausgesucht, um anfangen zu können und nach mehreren Wochen festgestellt, dass das eine Sackgasse ist. Ich habe nicht auf meinen Dozenten gehört und das Thema nicht gewechselt, da ich sonst in Zeitnot geraten wäre und Amerika hätte knicken können. Mit meinem aktuellen Stand werde ich nicht bestehen – Zitat Erstgutachter. Ich merke dass mir mittlerweile die Energie ausgeht, an einem Thema zu arbeiten, was mich weder interessiert, noch wo ich vorankomme. Es entspricht nicht im geringsten dem Stoff, den ich in der Uni bisher hatte und es ist bei weitem kein Selbstläufer. Ich habe Angst durchzufallen, da ich nur noch 4 Wochen habe und bis dato nichts vorzuweisen habe. Dieses Gefühl, etwas nicht zu bestehen, kannte ich bisher nicht. Ich freue mich langsam schon mit einer 4,0 – hauptsache bestanden- an... obwohl ich im Inneren genau weiß, dass ich dadurch die letzten 5 Jahre einfach so über den Haufen werfe und der Stress ganz umsonst war (die DA zählt ja bekanntlich nicht gerade wenig...). Sicherlich würde ich noch nen 1, Schnitt am Ende haben, aber wenn man täglich zig Stunden in die Uni steckt, ists schon ärgerlich am Ende alles rauszuwerfen.

Das Problem bei mir ist nun, dass ich mich ausgepowert fühle, ich bin lustlos, habe seit Wochen nichts gekocht und ernähre mich nur durch Fastfood (geht halt schneller). Ich sitz vor dem Rechner und hab eine Schreibbarriere, ich komm mit der Arbeit nicht voran. Ich lass mich durch Facebook und co sofort ablenken. Ich schaue Scrubs, HIMYM und co das zigtausendste mal auf Pro7 an Stelle mich ernsthaft mit der Arbeit zu befassen. Es ist irgendwie ein Misch aus "Ich hab mit der Arbeit abgeschlossen", Verzweiflung, "Alles egal" und mittlerweile auch nur noch Frust. Ich fang teilweise an zu heulen wenn ich mal wieder Stunden in was investiert habe, was für die Arbeit dann doch nur Müll war. Ich würde am liebsten jetzt mit dem Studium abbrechen, nach Amerika gehen und dort für immer bleiben. Ich bin fix und fertig, kann nicht schlafen, kann nur an die Diplomarbeit denken und bekomm meinen Kopf nicht mehr frei. Ich werde heute wieder bis 4 verzweifelt versuchen, meine "Algorithmen" zu entwickeln und dann feststellen, dass es wieder nicht geklappt hat. Ich werde morgen um 9 zwangsweise aufstehen und arbeiten, wobei wieder nichts bei rumkommt.

Kennt ihr das Gefühl? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich? Ich denke viele werden jetzt sagen, lass dir Zeit, geh die Arbeit ruhig an, sprich mit deinem Betreuer drüber und mach erstmal langsam... aber wie oben erwähnt, bleibt mir nur noch der halbe Juni, denn ansonsten ist alles mit Amerika futsch und das war schon immer mein Traum...

Grüße und glückwunsch an die Leser, die sich diese 4000 Zeichen angetan haben ;-)

Antworten
Meileky~_e7x7


ojeeee ich würde sagen du musst mal runterkommen, dich beruhigen, sonst kannst du nicht effektiv an der Arbeit weiterschreiben. Als Außenstehender würde ich sagen du hast wohl den Aufwand massiv unterschätzt und zu wenig Zeitpuffer eingeplant. Ich habe selbst nicht studiert, aber bei Bekannten mitbekommen, dass man eben beim Thema in eine Sackgasse geraten kann und es dann nicht wie gewünscht weiterläuft. Meinst du es ist überhaupt noch realistisch, dass du im Juni fertig wirst? Überleg dir was dir wichtiger ist: die Arbeit gut abschließen oder Amerika. Oder kannst du Amerika eventuell auf den Herbst verschieben? Denn du hast ja anscheinend sehr hohe Ansprüche an dich selbst. Würdest du Amerika genießen können wenn du weißt, dass du deshalb keine gute Note bekommen hast? Als erstes gönn dir mal einen Tag komplett Pause zum auspowern (Sport!), damit du einen klaren Kopf bekommst zum nachdenken und planen der weiteren Vorgangsweise.

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