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Seelisch am Ende durch Schulmedizin und Ängste

Daigedxag hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Community,

ich weiß nicht, ob das hier so üblich ist, aber ich muss mir jetzt einfach mein Leid von der Seele schreiben. Vielleicht kann mir ja sogar jemand helfen oder hat zumindest aufmunternde Worte für mich.

Ich bin völlig krank geworden durch schulmedizinische Behandlung, erstmal physisch und dadurch bedingt jetzt auch psychisch. Das schlimmste daran ist, dass mir niemand glauben will von Familie und Freunden. Alle sagen, ich spinne, Schulmedizin richtet keinen Schaden an, ich hätte einfach nur Paranoia. Aber vielleicht stimmt das ja sogar...

Ich fange einfach mal an.

Angefangen hat mein "Leidensweg" am 08.11.2012. An diesem Tag blieb mir eine Fischgräte im Hals stecken. Da ich seit jeher ein total sorgenloser, froher Mensch war, habe ich mich darum nicht die Bohne geschert. Ich dachte mir einfach "Die geht schon wieder weg, keine Sorge."

Tja, wäre ich damit zum Arzt gegangen, für einen einzigen Tag zum Arzt, die Gräte wäre entfernt worden und alles wäre gut gewesen.

So aber habe ich den den darauffolgenden Wochen mit ständigen, immer wiederkehrenden Infekten zu kämpfen gehabt. Aber gehe ich deswegen zum Arzt? Natürlich nicht! Ich war jahrelang nicht beim Arzt, also doch nicht wegen so einer kleinen Gräte und ein paar Fieberschüben!

Das zog sich so hin bis Januar. Es wurde allerdings stetig besser. Das unangenehme Gefühl im Hals verschwand und die Infekte wurden weniger. Das hat mich gefreut.

Plötzlich aber beginnen am 15.01.2013 heftige Bauchschmerzen bei mir. Gut, auch das hat mich noch nicht groß besorgt. Und das hätte es mal auch nicht tun sollen! Die Bauchschmerzen wären in der Zwischenzeit schon längst auskuriert gewesen!

Ich wartete ein paar Wochen ab. Die Bauchschmerzen wurden aber nicht weniger. Allerdings waren es keine allzu großen Schmerzen, immer nur schubweise, meist nachts, und eher lästig als schmerzhaft.

Trotzdem wollte ich es dann doch besser mal abklären lassen, denn der Magen ist ja nun doch ein wichtiges Organ, was gesund gehalten gehört. Also bin ich zum Arzt gegangen, welcher mir Pantoprazol verschrieb.

Dieses Medikament habe ich erstmal für 2 Wochen lang eingenommen. Nach dem ersten Absetzen wusste ich erst, was Magenschmerzen sind. Ich hätte die Wände hochlaufen können. Dann habe ich ins Internet geschaut und bin auf den Säure-Rebound aufmerksam geworden. Da habe ich das erste Mal in meinem Leben Angst vor etwas bekommen, so richtige Angst.

Da meine Eltern das natürlich alles mitbekommen hatten mit den heftigen Bauchschmerzen, bestanden sie darauf, dass ich ins Krankenhaus gehe. Nungut, das habe ich dann gemacht und eine Magenspiegelung bekommen. Das war der 08.03.2013. Dort wurde ein kleines Geschwür im Magen entdeckt, was aber schon am Abheilen war. Die Ärzte im Krankenhaus sagten, ich müsse das Pantoprazol unbedingt nochmals für ein paar Wochen nehmen, damit das Geschwür ganz sicher abheilt.

Ich persönlich wollte es nicht mehr nehmen. Hätte ich nur auf mich selbst gehört! Das Geschwür wäre auch von ganz allein abgeheilt! Aber da nun schon mehrere Ärzte mir das Medikament empfohlen hatten und auch meine Eltern darauf bestanden, dass ich auf die Ärzte hörte, nahm ich es nochmal für ein paar Wochen, bis zum 31.03.2013. Das war viel zu lange!

Danach setzte ich es ab und bekam ziemliches Sodbrennen. Dieses versuchte ich zu bekämpfen und es ging auch mit der Zeit weg. Darüber war ich wieder sehr froh.

Es ging mir wieder gut. Außer, dass ich die anfänglichen, leichten Magenschmerzen immer noch hatte, aber das machte mir inzwischen nichts mehr aus. An die war ich schon gewöhnt, hauptsache kein Pantoprazol mehr!

Leider kaute ich in der Zeit nach dem Absetzen immer viel Kaugummi zur Beruhigung. Irgendwann kam es mir so vor, als hätte sich ein Stück Kaugummi bei mir im Hals festgehangen (19.04.2013). Denn ich hatte plötzlich Schluckbeschwerden bekommen, nachdem ich so ein paar Kaugummireste von meinen Lippen abgekratzt hatte.

Darüber wurde ich ganz unruhig. Ich erinnerte mich an die Fischgräte damals. Ich wollte nicht schon wieder etwas im Hals haben. Und baute plötzlich nur noch Scheiße. Ich war zwar zischenzeitlich auch beim HNO-Arzt, und der meinte alles würde von den Mandeln kommen, ich solle sie mir entfernen lassen, aber das beruhigte mich irgendwie nicht. Ich konnte nur noch an Kaugummi in meinem Hals denken! Ich baute einen Autounfall, zog mir einen Trojaner auf den PC, verlor in einer großen Stadt meine Autoschlüssel und musste mich abholen lassen von meinen Eltern, habe auf Arbeit übelst an Leistungsfähigkeit verloren. Ich fing an, Nahrung unzerkaut und im Ganzen runterzuschlucken, weil ich mir irgendwie dachte, dann wird alles mitgerissen (z.B. ganze Gurkenscheiben), was dann natürlich immer sehr weh tat im Hals. Ich steckte mir immer wieder die Finger so tief es geht in den Hals und Rachen, um "nachzufühlen", ob da was ist. Letztens beim Kassleressen habe ich einen Knochensplitter aus Versehen verschluckt, der eine Weile gepiekst hat, das hat mich total verrückt gemacht. (Das Pieksen ist weg, also wird der Knochen auch nicht mehr da sein, oder?) Meine neuesten Aktionen bestanden darin, mir die Nahrung, halb geschluckt, wieder hochzuröcheln. Jetzt denke ich, dass von diesen Röchel-Aktionen mir schon wieder irgendwo was hängen geblieben ist, möglicherweise sogar im oberen Rachen oder im Kehlkopf! Kann das sein?

Und jetzt steh ich da... habe übelste Magenbeschwerden, wahrscheinlich ist er komplett entzündet, und komme nicht mehr raus aus den Sorgen.

Mein Magen brauchte noch Ruhe nach dem Pantoprazol, aber die bekam er nicht. Nur weil ich Kaugummi gekaut habe bzw. meine komischen Gedankengänge!

Habe mir jetzt Ranitidin besorgt und werde das für einige Wochen nehmen. Zusätzlich Heilerde, Kamillentee, Kohlsaft und Schonkost. Vielleicht habe ich sogar schon wieder ein oder mehrere Magengeschwüre! Meint ihr, ich kriege meinen Magen mit diesem Plan wieder vollkommen hin?

Ich habe nur noch Ängste: Ich denke, dass mir ein Stück Kaugummi irgendwo im Hals hängt (gut, so langsam habe ich zumindest DIESEN Gedanken glaube ich abgeschüttelt), dass mir jetzt auch noch ein Knochensplitter in der Speiseröhre steckt, dass ich Nahrungsmittel (Spaghetti und Waffelteig) im oberen Rachen und Kehlkopf hängen habe... um nur meine Sorgen um meinen Hals zu nennen.

Zusätzlich weiß ich nicht, ob ich meinen Magen jemals wieder unter Kontrolle kriege. Ich habe Angst, dass mir das Pantoprazol etwas kaputt gemacht hat, dass mein Magen nie mehr so wie frher funktionieren kann. Dass ich jetzt eine schwere Gastritis habe, die nie wieder weg geht. Dass ich wieder ein oder mehrere Magengeschwüre habe, die nach dem Abheilen Narben hinterlassen und dann mein Magen nie mehr richtig funktioniert. Dass ich für den Rest meines Lebens auf Magenmedikamente angewiesen bin (Ranitidin oder noch schlimmer: Pantoprazol). Dass meine Magenbeschwerden chronisch werden für den Rest meines Lebens.

Ich werde mich bald in psychotherapeutische Behandlung begeben. Es könnte gerade die schönste Zeit meines Lebens sein: Gestern Schlüssel zu meiner eigenen Wohnung erhalten, bald geht's ans Einrichten, Ausbildung gerade erfolgreich abgeschlossen und Arbeitsvertrag unterschrieben. Aber ich kann mich an nichts, an überhaupt nichts mehr erfreuen. Bin nur noch am Grübeln und Nachdenken über all den Unsinn, den ich gemacht habe und über meinen Gesundheitszustand.

Aber das Schlimmste: Meine Eltern und meine ganze Familie sind inzwischen völlig genervt von meinem Verhalten. Den Kollegen auf Arbeit fällt mein Zustand natürlich auch auf. Ich habe solche Angst um meine Zukunft.

Meine Familie, meine Arbeit, meine Gesundheit stehen im Moment sowas von auf dem Spiel und ich weiß nicht, ob alles wieder gut wird. Ich bin völlig verzweifelt. Komme aus den Sorgen nicht mehr raus und mache mir immer neue.

Ich habe mich immer sehr gepflegt und um mein Äußeres bemüht, aber inzwischen habe ich total Akne bekommen über die Sorgen. Das belastet mich natürlich zusätzlich.

Abschließend noch ein paar Angaben zu mir: Ich bin weiblich, 22 Jahre alt, 165 cm groß und wiege normalerweise 56 bis 58 kg, inzwischen nur noch 48 kg und es wird und wird nicht mehr. Ich hatte immer eine tolle Figur und fand mich richtig hübsch, hatte das beste Leben, das man sich vorstellen kann, inzwischen bin ich nur noch ein Hänfling mit vielen Pickeln, Depressionen und Ängsten.

Meint ihr, ich kriege meinen Magen wieder komplett gesund? Und dass mit meinem Hals alles in Ordnung ist und das nur Einbildung ist?

Ich war vorher nie krank, wirklich nie! Das letzte Mal, dass ich krank war, war mit 13 Jahren, und das war keine Krankheit, sondern ein gebrochener Arm, mit dem ich eine ganze Woche lang unbehandelt Ski gefahren bin! (Wollte mir doch nicht den Urlaub vermiesen lassen von so einem doofen Arm!)

Ich war immer die tapferste und unerschrockenste Person, die es gibt, was Krankheiten angeht, hatte wie gesagt bestimmt 10 Jahre lang nicht mal mehr eine Erkältung, allenfalls mal einen kleinen Schnupfen für 2, 3 Tage im Jahr. Jetzt habe ich Angst vor jedem Pups, jammere nur noch rum, habe nur noch Angst und befürchte, nie wieder meine alte Gesundheit wiederhergestellt zu bekommen! Und das alles nur durch dieses Pantoprazol, weil ich nach der Einnahme total in Panik verfallen bin und seitdem nicht mehr da rauskomme!

Habt ihr irgendwelche Ratschläge für mich? Könnt ihr mir irgendwie helfen?

Vielen Dank!

Antworten
a{ug]2x33


Geh mal davon aus, Du wirst wieder gesund! Wegen der Magenschmerzen suche mal nach einem neutralen Gesprächspartner oder -partnerin, die sich solche Sorgen anhören ohne den Druck wie von Eltern aufbauen! Es kann sein, der Magen hat Sachen "ausgebadet", die der Kopf nicht bearbeiten wollte.

Wie viel Zeit hat sich der zuerst aufgesuchte Arzt zur Klärung der Beschwerden genommen?

C5orn.ellixa59


Was deine Probleme mit dem Pantoprazol angeht: hat dich denn keiner mal darüber informiert, daß man das Zeug nicht einfach so absetzen darf, sondern ausschleichen sollte? Dann hättest du die Magenprobleme gar nicht erst bekommen!

Außerdem würde ich dir raten, mal zu einem HNO-Arzt zu gehen und dir den Hals genau untersuchen zu lassen, schon wegen der Grätengeschichte. Und dieses dauernde Hochwürgen tut der Speiseröhre ganz und gar nicht gut, die wird dabei durch die Magensäure auch mit Mitleidenschaft gezogen.

Insgesamt denke ich aber nicht, daß es die Schulmedizin war, die dich fertiggemacht hat, sondern eher du selber, damit, daß du zunächst gar nicht zum Arzt bist und dann mit dem falschen Absetzen des Pantoprazols. Wenn´s gar nicht besser werden will, schau dich mal nach psychologicher Hilfe um!

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