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Panik, Angst, Opipramol und Cipralex?

cnhris3_grxeko hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute, ich bin 28 Jahre alt und eigentlich gesund - Aber: ich leide an panikattacken glaube ich, es fing an vor ca 3-5 Jahren ... Immer wenn ich irgendwo warten musste habe ich mich so komisch gefühlt das ich am liebsten weglaufen wollte! War bei der Neurologin und nahm dann ca 1 Jahr lang abends 1x 50 mg opipramol. Irgendwann war das Problem weg und ich hörte auf mit den Tabletten. Es ging mit fast 1,5 Jahre super, und jetzt seit 2-3 Monaten ist es wieder da- noch schlimmer. Wenn ich zum Arzt oder zur Post oder sonst wohin muss dann werde ich du nervös und die Hände zittern und Herzrasen. Das ist echt der blanke Horror. Ich muss dazu sagen ich bin seit Oktober krankgeschrieben daheim wegen einer op am Fuß. Ich Fang jetzt am 21.6 wieder an zu arbeiten . Das komische ist wenn ich daheim bin geht's mir zu 90 % immer gut. Bin ja auch fast nur daheim , unternehme kaum noch was...ich habe Schulden von früher- die ich aber zahlen kann, hab einen guten Job, bin mit meiner tollen Freundin glücklich... Eigentlich müsste es mir super gehen ! Man kann den Momment nicht so gut beschreiben, es fühlt sich an als müsste ich weg hier, nachhause, ich schaff das nicht zu warten bis ich dran bin usw. .... Schlimm. Ich nehme seit Mitte Mai wieder 50 mg opipramol am Tag also Vormittag . Meine Neurologin hat mir jetzt cipralex 10 mg gegeben das soll ich morgens nehmen und die opipramol abends... Ich habe Angst die zu nehmen weil ich viel gelesen habe das es schlimmer wird und süchtig Nacht und und und ..... Ich werde mir wohl einen Termin beim Psychologen machen aber das dauert ewig.... In einem Monat wollen wir mit dem Auto nach Griechenland fahren was immer beim Traum war und jetzt kann ich mich nicht darauf freuen - im Gegenteil zu meiner Freundin. Ich hoffe ich lerne hier nette Leute kennen die mir Tipps geben können. Liebe Grüße chris

Antworten
CWhi.zzQo


Hallo Chris!

Ich kenne deine Symptome/Gefühle GANZ GENAU! Am Supermarkt an der Schlange stehen – oh mein Gott, Herzinfarkt... einfach nur raus, weg da, abhauen... und sobald man im Auto sitzt oder zu Hause ist, ist alles wieder gut...

Nehme selbst Opipramol 50mg/Abends und seitdem ich das nehme KEINE EINZIGE richtige Panikattacke mehr gehabt... hin und wieder kommt mal Nervosität oder Herzrasen durch... aber bei weitem nicht mehr in der Intensität von früher.

Warum sollst du das Cipralex unbedingt nehmen? Wenn du früher mit Opipramol so gut gefahren bist, versuche es erstmal nur damit. Bedenke aber, dass es 2-4 Wochen dauert bis das Opi richtig wirkt. Und bitte mach das jetzt nicht einfach nur weil ich das gesagt habe, besprich meinen Vorschlag bitte mit deinem behandelnden Arzt.

Falls du weiteren Redebedarf oder Fragen hast – einfach kommentieren!

chhris>_x1985


Ja Hallo, wiegesagt ich nehme es erst seit ca. 4 Wochen wieder...seit gestern nehme ich es 2x am Tag, die anderen lass ich lieber noch stehen denn ich habe Angst davor :-) ...was soll ich sonst noch sagen, ich hoffe es bessert damit ich / wir in Urlaub fahren können ...LG Chris

cZhris_~19x85


Also danke erstmal für die Antworten , heute ging es mir ganz gut... Dann bin ich raus zur Garage habe mein geliebtes Auto geputzt usw., und dann wollte ich tanken fahren . Bei der Tankstelle angekommen waren so viele Autos da, alle Säulen besetzt . Ich bin wieder Gefahren weil ich nicht da sein konnte ... So komisch! Dann bin ich zu einer kleineren Gefahren da war sich viel los, da habe ich dann getankt war aber voll nervös, wollte bei 20 Euro aufhören um zu fahren obwohl ich Normal immer volltanke ... :-( . Ich habe dann aber vollgetankt. Ich mach mir viel Gedanken ob wir nach Griechenland fahren zu meinem Verwandten oder nicht , das war immer mein Traum mit dem Auto hinzu fahren , aber ich denke dauernd was wenn was wenn was wenn ! Scheisse ist das doch ! Soll ich Vll die neuen Tabletten doch nehmen ? Bin beim Psychologen angemeldet auf der Warteliste. Lg Chris

Z)wacxk44


Du bist nicht gesund. Das ist keine gute Voraussetzung für eine anstrengende Urlaubsreise. Ich an Deiner Stelle würde sie verschieben; sie läuft ja nicht weg. Und das Cipralex würde ich an Deiner Stelle nehmen; die meisten Patienten vertragen es gut. Falls es bei Dir anders sein sollte, kannst Du den behandelnden Arzt ja immer noch um einen Medikamentenwechsel bitten.

cIhrisi_19x85


Also soooo schlecht geht's mir nicht aber diese Situationen halt weist du... :-( . Und wiegesagt es ging mir ca 1 Jahr super ohne Medikamente ! Erst seit paar Monaten wieder jetzt, ich denke es hat damit zu tun das ich schon so lange daheim bin jetzt, und kaum unter Menschen außer Familie . Letztes Jahr haben wir fast die selbe reise genacht, war super... Ich liebe Auto fahren . Lg Chris und zu den Tabletten, habe Angst abhängig zu werden davon

Zewahck44


Antidepressiva machen nicht abhängig.

c$hris_x1985


Da schreiben aber viele anders. Hmm... Heute war ein schöner Tag - freundin hatte frei wie waren shoppen und Auto putzen und bisschen spazieren. Es ging mir zu 80% immer gut, nur manche Momente waren halt komisch aber es ging. Nehme jetzt 2x 50 mg opipramol ...

MFjHinnxa


weiß deine Freundin von deinem "Problem" ?

c]hri>s_1(98x5


Ja klar, und sie hat Verständniss dafür . Das motoviert mich zusätzlich

CGh2i0zzo


1. Wieviele Nicks hast du hier eigentlich?? ;-D

2. Lass dich nicht verunsichern! Du weisst ganz genau, dass der Mist bei dir einzig und allein von der Psyche kommt. Und wenn du dich in der Lage fühlst, diese Reise zu machen dann mach sie!!! :)^

cqhrisd_198x5


Ich hab nur einen, habe ihn nur ändern lassen :-)... Ich glaub schon das ich es mach zu fahren, sonst bereue ich es und dann ??? :-)

c_hri(s_198x5


So habe grad eine bekannte 50 km weit weg wohin Gefahren und beim Rückweg geh ich zum Metzger- 2 Leute vor mir dran und die Verkäuferin trödelt ! Ich werde unruhig, dann bin ich dran und hab das Gefühl Ich muss hier raus! Was könnte ich als Ausrede sagen das ich abhaue das ging mir durch den Kopf ! Aber ich hab es geschafft aber bin jetzt wieder schlecht drauf im Gegenteil zu vorher ... :-( lg Chris

C.al*lalxoo


Ich leide auch unter einer Angst- und Panikstörung und zu Beginn war es ganz ähnlich wie bei dir. Ich konnte auch kaum aus dem Haus gehen, Einkaufen war der Horror etc... Kino, Disco etc.. ging absolut gar nicht und war undenkbar. Und das mit anfang 20, wo die Kumpels und Freunde am Wochenende on Tour waren....

Geholfen hat mir damals eine Verhaltenstherapie beim Psychologen. Ich habe dort gelernt was mit mir passiert, was Angst überhaupt genau ist und wofür sie gut ist und was in meinem Körper vor sich geht. Allein das Wissen darum macht die Angst weniger bedrohlich und es ging mir nach und nach besser. 2 Jahre hat die Therapie gedauert und diese Zeit habe ich schon gebraucht um wieder auf die Füsse zu kommen. Insidon (Opipramol) habe ich in dieser Zeit mal für ein paar Tage genommen, aber generell habe ich chemische Medikamente generell abgelehnt. Ich vertrage sie nicht so gut und habe auch Angst sie zu nehmen.

Inzwischen, viele Jahre später kann ich sagen, dass ich durchaus sehr gute Phasen hatte. Es ging mir zwischendurch super gut, ich konnte sogar mit meinem Freund in ein Flugzeug steigen und nach Griechenland fliegen. Das wäre Jahre zuvor undenkbar gewesen. 13 Jahre sind jetzt vergangen, seit die Erkrankung bei mir ausgebrochen ist. Ich hatte gute und schlechte Phasen, aber nach der ersten Therapie überwiegend Gute!

Inzwischen geht es mir mit der Angst wieder schlechter, aber bei mir ist auch noch einiges was aufgearbeitet werden muss. Ich bin wieder in Behandlung, diesmal tiefenpsychologisch. Ich kann nur sagen, es ist ein riesiger Unterschied zur Verhaltenstherapie und viel viel intentiver, ganz anders, aber einfach gut! Ich leide teilweise bei der Therapie, weil vieles hoch kommt, aber so soll es sein. Jetzt bin ich auch bereit dazu, das wäre ich damals nicht gewesen. Die Reihenfolge, erst eine Verhaltenstherapie zu machen und jetzt in die Tiefe zu gehen, war genau richtig.

Daher kann ich dir nur raten, jetzt auch eine Verhaltenstherapie zu machen. Lerne erst einmal, was da überhaupt ganz genau mit dir losgeht und lerne, wie du der Angst begegnen kannst. Du musst sie aushalten. Je mehr du davor wegrennst und sie meistest, kommt es zu einer Agoraphobie (Vermeidung) und die Sache wird schlimmer statt besser.

Es ist gut, dass du dich jetzt in Behandlung begibst. Ob du deine Griechenland-Reise jetzt antreten solltest.. Ich würde sagen es wäre besser, wenn du schon einige (und damit meine ich ein paar Monate, nicht erst ein paar Sitzungen) hinter dir hast, damit du schon einiges lernen konntest, was du unterwegs anwenden kannst. Sonst wird so eine Reise doch sehr, sehr stressig und ich denke du hättest mehr positive Erfahrungen, wenn du das in der Therapie Erlernte auf der Reise anwenden kannst. Letztendlich musst du aber selbst in deinen SChuhen laufen und nur du kannst beurteilen, wie schilmm deine Situation derzeit ist und ob du einer Reise gewachsen wärst.

Wenn du meinst, dass es dir zu 80 % des Tages gut geht und du die 20% schon überstehst, dann würde ich an deiner Stelle wohl auch fahren. Aber.. das kannst eben nur du für dich wissen. Bei jedem ist es anders ausgeprägt...

LG/ Loo

C!alla}loxo


Ach ja... Wenn du zusätzlich was homöopathisches nehmen magst.. Calmvalera von Hevert. Hilft mir sehr gut und ist nebenwirkungsfrei ;-D

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