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Ich habe meine Chefin zum Weinen gebracht, was tun?

Pzrinzessin+_Penexlope hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich bin mir nicht sicher ob dieses Thema hier reinpasst. Wenn nicht, dann bitte verzeiht mir da! ;-)

Wenn ihr zu der untenstehenden Geschichte dann noch irgendwelche Fragen habt oder so, dann werde ich die natürlich gerne beantworten.

Also ich arbeite seit 2 Jahren in einer Abteilung, die aus mir, einem Kollegen und unserer Abteilungsleiterin (im Nachfolgenden "Chefin") besteht. Ich bin immer gut mit beiden ausgekommen und es gab niemals Probleme. Vergangenes Jahr ist die Chefin für 4 Monate erkrankt und ist er im März diesen Jahres wieder zur Arbeit gekommen. Sie ist auch wieder voll gesund (war was länger andauerndes aber nix total "schlimmes"). Während ihrer Abwesenheit war ich ihre Vertretung und habe ihre Arbeit miterledigt - es hat auch alles super geklappt und es gab keine Probleme. Die ersten Wochen war auch alles wie immer, wir haben uns alle gut verstanden und arbeiteten halt vor uns hin. Es gab wirklich nichts wo ich mir irgendwie denken könnte, dass es der Grund für das jetzige Verhalten der Chefin ist! Wirklich nichts!

Vor ca. 6 Wochen hat es dann langsam angefangen, dass die Chefin mich offensichtlich "abwertet". Wenn ich ihr z.B. etwas zum Mitzeichnen gebe bleibt das erst einmal tagelang liegen und wird nicht mal von ihr angeschaut, wenn ich sie frage wie wir im Fall XY vorgehen sollen kriege ich tage- und wochenlang keine Antwort von ihr (ohne ihr okay darf ich aber manche Dinge halt nicht machen!) - wenn ich nachfrage kommt nur ein "ich kümmer mich drum und melde mich dann" oder ein "ich schick es ihnen zu". Nur, dass dann halt gar nichts kommt!!!! Sowas kommt halt wirklich ständig vor und da ich in gewissen Punkten halt von ihrer Weisung und ihr okay abhängig bin und ihre Mitzeichnung vorgeschrieben ist, kann ich sie auch nicht einfach übergehen! Aber da sie einfach nicht reagiert bzw. erst reagiert wenn ich mehrmals nachgefragt habe, bleibt natürlich viel von meiner Arbeit liegen bzw. ich kann manche Dinge nicht weiter bearbeiten! Dabei ist meine Chefin ja nun wirklich nicht überlastet - früher hat ja auch alles geklappt und wenn der Kollege was hat bzw. sie etwas fragt dann kriegt er ja auch zeitnah die Antwort. Nur ich muss zigmal nachfragen und werde dann auch noch vertröstet.

Ein Beispiel: Ich habe ihr etwas per MAil geschickt und gefragt ob der Eintrag (ca. 10 Zeilen - also nicht soooo viel) ins Intranet so in Ordnung ist. Sie reagierte nicht. Nach 3 Tagen fragte ich nach und sie sagte, dass sie es gesehen hat - sie würde nochmal drübersehen und es mir dann gleich zurückschicken. Nach einer weiteren Woche fragte ich nochmal nach und wieder das Gleiche. Mittlerweile sind weitere 3 Wochen vergangen und ich habe nichts mehr davon gehört! Wenn ich nicht mehr nachfragen würde, würde es wohl alles total im Sande verlaufen und das macht mich halt so wütend, da es in letzter Zeit so oft vorkommt, dass die Chefin einfach nicht reagiert! Zumindest bei meinen Sachen!

Und das allerschlimmste: sie hat auch angefangen mich vor Kollegen aus anderen Abteilungen zu kritisieren. Wenn wir Besprechungen haben fällt sie mir ins Wort, "verbessert" mich (obwohl ich nicht mal was falsches gesagt habe, sie sagt dann das Gleiche nur mit anderen Worten) und das alles dann gleich mehrmals während einer Besprechung!!! Es ist fast so als würde sie vor mir um jeden Preis die Chefin markieren und mich als unkompetent dastehen lassenwollen. Vor allen Leuten!

Letzten Freitag hatte ich mein jährliches "Mitarbeitergespräch" mit ihr. Da habe ich das Problem ganz sachlich und neutral besprochen. Ich habe ihr meinen Eindruck und mein Problem geschildert und habe jetzt keine offene Anfeindung gestartet oder sowas. Es war wirklich total sachlich und neutral! Meine Chefin ist dann im wahrsten Sinne des Wortes zusammengebrochen! Als ob ich sie stundenlang angeschrien und runtergemacht hätte oder sowas! Sie hat sogar angefangen zu heulen. Dabei habe ich das Problem wirklich ganz sachlich erläutert - ohne konkrete Vorwürfe oder so! Ich bin normalerweise keine, die jemanden offen sagt wenn was nicht passt (ich lasse mir leider viel zu viel gefallen ohne mal was zu sagen). Ich saß dann da und wusste nicht was ich tun sollte. Irgendwie hatte ich dann fast schon den Drang mich bei ihr zu entschuldigen und habe ein schlechtes Gewissen bekommen...

Warum sie sich so mit gegenüber verhalten hat weiß ich nun noch immer nicht.

Aber ich bin nun echt ratlos wie ich weiter mit der Chefin umgehen soll. Soll ich ihr "blockierendes" Verhalten mit gegenüber und dieses "Pseudo-Verbessern vor anderen" einfach hinnehmen? Wenn ich sie nochmal auf das Problem anspreche wird sie vielleicht wieder losheulen wie ein Schlosshund - das war wirklich fürchterlich! Als ob ich sie total fertig gemacht hätte! ICh war danach echt total entsetzt! Sowas sit doch ziemlich unprofessionell oder?

Aber was soll ich denn nun machen?

Antworten
Kllexio


Prinzessin_Penelope

Hast Du ein Beispiel, was Du konkret gesagt hast?

B"am&Bam6x6


Warte doch erst einmal ab was euer Gespräch bewirkt hat.

So wie ich es verstanden habe, war dieses ja erst am vergangenen Freitag?

Mholl]ienxchen


Hat sie denn noch irgendetwas geantwortet – oder nur geweint? Wie wurde das Gespräch denn beendet?

Pcri;nzessin_/Penelxope


Naja, ich habe sowas gesagt wie "es gab in den vergangenen Wochen einige Momente die mir etwas unangenehm waren. Zum Beispiel..." (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber so in der Art habe ich es gesagt und ich habe ganz bewusst auf einen ruhigen und sachlichen Tonfall ohne direkte Vorwürfe geachtet). Ich habe auch gar keine großen Erläuterungen gemacht sonders das Problem nur in ein paar Sätzen erklärt. Und sie hat mich nur wie erstarrt angeschaut und dann hat sie angefangen zu heulen. Ich war erstmal nur irritiert und als sie dann immer mehr geheult hat (ihr flossen echt die Tränen und sie saß da wie ein Häufchen Elend) habe ich sie 2x gefragt warum sie weint (keine Antwort) und nachdem sie weiterhin nix gesagt hat habe ich dann gemeint, dass ich es besser finde wenn ich nun gehe und sie sich wieder etwas beruhigen kann. Ich wusste da echt nicht was ich tun sollte...

MiollliencQhexn


Vielleicht wirklich mal abwarten, was am Montag passiert? Vielleicht hat sie am Wochenende Zeit gehabt, nachzudenken, und sagt Dir noch was dazu?

Ansonsten würde ich wohl ein paar Tage, notfalls eine Woche, warten, und sie dann wohl oder übel nochmal drauf ansprechen, denn geklärt werden muss das ja.

LOady_zMave\ricxk


Nur so ein Gedanke, aber...evtl. hat sie mitbekommen, dass sie eben nicht unersetzbar ist und der Laden auch ohne sie gut läuft. Vll. hat sie deswegen mehr oder weniger absichtlich deine Arbeit torpediert, damit du merkst, dass immer noch sie die Chefin ist und du ohne sie gar nix machen kannst. Sie könnte sich in dem Gespräch "ertappt" gefühlt haben und hat vor Scham angefangen zu weinen. Who knows...

Vllt. hat sie aber auch ihre Krankheit doch nicht ganz überwunden und hat angst, dass man sie bald ersetzen könnte, da du ihre Arbeit ja z.b. genau so gut machst.

Mmoll}ienxchen


@ Lady_Maverick

Den Gedanken hatte ich auch, aber ich wollte erstmal keine Vermutungen ins Blaue anstellen, deshalb hatte ich es bisher nicht geschrieben.

l?aVeilBlainxe


vielleicht hat sie persönliche probleme. liebeskummer oder so.

kann man nur späkulieren.

wenn ihr nich jemand übergeschaltet ist und je nachdem ob möglich, hast du dich in ihrer abwesenheit vielleicht als konkurrenz entpuppt und der ein oder andere zieht dich in betracht ihre stelle zu übernehmen, weswegen sie vielleicht auch deine anfragen so spät bearbeitet, damit du weniger fleißig wirkst. und auch das dich ständig korrigieren obwohl du das richtige sagst. will dich blöd da stehen lassen, weil du konkurrenz bist.... schoss mir als erstes durch den kopf.

lBaV~eil"lainxe


schliess mich also Lady_Maverick an. (war bisl langsam beim schreiben...)

und auch zusammen mit ihrer langen krankheit, würde das schon passen.

P'ryinzessjin_<PeneKlope


Kann schon sein, dass sie denkt ich könnte sie locker ersetzen. Vor allem weil ich vor kurzem mal ein großes Lob vom Firmenleiter zu einer Arbeit von mir bekommen habe (das habe ich gemacht, als die Chefin noch erkrankt war)... Meine Chefin weiß davon, hat aber zu dem Thema niemals ein Wort verloren.

Aber es ist ja jetzt nicht so, dass ich sie nicht für kompetent halte oder so. Ich sehe und behandle sie wie man halt ne Vorgesetzte behandelt. Ich frage sie ja auch bei einigen Dingen wie wir in dem Fall XY verfahren sollen (muss es ja so machen wie sie es vorgibt) - nur halt, dass ich dann erst nach mehrmaliger Nachfrage eine Antwort bekomme :-(

P9rinozessinS_Penelxope


@ laVeillane:

Hmm...aber ich kann doch nichts dafür. Sie hat mich ja selber als ihre Vertretung eingesetzt und wenn die Chefin monatelang abwesend ist, dann ist doch klar, dass ich mir Mühe gebe dass trotzdem alles gut läuft und nichts den Bach runtergeht. Deshalb will ich ihr ja nicht gleich ihren Job "wegnehmen"...

Irgendwie verstehe ich noch immer nicht, warum sie am Freitag deshalb so geflennt hat. Ich meine, ich habe ja wirklich nichts total böses gesagt und habe bewusst ruhig und sachlich gesprochen. Wie soll ich denn nun damit umgehen? Wenn sie von sich aus nicht mehr auf das Thema zurückkommt, werde ich ja nochmal mit ihr darüber sprechen müssen, oder? Wie fange ich das in dem Fall denn am besten an? Nicht, dass sie dann wieder in Tränen ausbricht und ich genauso schlau bin wie vorher...

G=lindxa


Dieses ständige versteckte Verbessern ist bei mir auch ein Grund, warum ich nicht mehr mit meiner Chefin in einer Abteilung arbeiten möchte. Habe das jetzt zwei Jahre durch und es funktioniert einfach nicht. Steh auf jeden Fall einfach drüber.

K'leito


Prinzessin_Penelope

Naja, ich habe sowas gesagt wie "es gab in den vergangenen Wochen einige Momente die mir etwas unangenehm waren. Zum Beispiel..." (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr, aber so in der Art habe ich es gesagt und ich habe ganz bewusst auf einen ruhigen und sachlichen Tonfall ohne direkte Vorwürfe geachtet).

Irgendwie kommt noch immer nicht die Antwort auf meine Frage ;-D . Wie ging der Satz weiter? Du schreibst, Du hast es sachlich gesagt. Dann müsste der Satz ca. so gewesen sein: Es gab in den vergangenen Wochen einige Momente die mir etwas unangenehm waren. Zum Beispiel habe ich Verzögerungen im Arbeitsprozess gemerkt. Ich schlage vor z. B. für Emailantworten einen Zeitrahmen festzulegen oder haben Sie einen andere Vorschlag, wie wir dafür eine bessere Lösung finden könnten? Es gäbe da auch noch den und den Punkt, bei denen ich mir eine effizientere Arbeitsweise vorstellen könnte. Ich wünschte mir z. B., dass wir einen wöchentlichen Termin miteinander hätten, an dem alle offenen Punkte miteinander besprochen werden würden, etc.

ich ihr "blockierendes" Verhalten mit gegenüber und dieses "Pseudo-Verbessern vor anderen" einfach hinnehmen? Wenn ich sie nochmal auf das Problem anspreche wird sie vielleicht wieder losheulen wie ein Schlosshund - das war wirklich fürchterlich! Als ob ich sie total fertig gemacht hätte! ICh war danach echt total entsetzt! Sowas sit doch ziemlich unprofessionell oder?

Ich würde auf jeden Fall darauf zurückkommen und das Gespräch beenden wollen. Es wurde ja abgebrochen. Auch würde ich ihr sagen, dass ich interessiert daran wäre, was der Grund ihrer Tränen war, ob es meine Aussagen waren, die Art und Weise oder etwas anderes, da meine Absicht nur in der Verbesserung unserer Zusammenarbeit lag.

Lgew6i|an


Prinzessin Penelope

Weisst du, was fuer eine Krankheit sie hatte?

Ich habe ein aehnliches Verhalten am Arbeitsplatz mal von jemandem erlebt, der starke Depressionen hatte (und deswegen auch zeitweise monatelang fehlte; uebrigens war das nicht offiziell, das hat er mir erzaehlt). So aus einem Gefuehl heraus, nicht mehr richtig klarzukommen und souveraen zu sein; und auch aus dem Gefuehl heraus, dass es frueher besser gewesen ist und dass die guten alten gesunden Zeiten evtl. nicht mehr zurueck kommen. Obwohl er gerade mal wieder offiziell arbeitsfaehig war.

Ich weiss natuerlich nicht, ob es in deinem Fall auch so ist, aber wenn, dann ist das leider ein sehr sensibles Thema, wo ich gar nicht so richtig weiss, was man da machen kann. Jedenfalls sich um ein bisschen Verstaendnis dafuer bemuehen, dass die Arbeitsleistung heruntergeht und es hier und da Probleme gibt. Was aber ja auch nicht heissen kann, dass man keine Probleme erwaehnen darf. :-/

In dem von mir angesprochenen Fall war es extrem hilfreich, dass die Person mich eingeweiht hat. Aber von selber haette ich nicht nachgebohrt in der Richtung.

Also jedenfalls, ich wuerde annehmen, dass dein Verhalten bisher nicht das wahre Problem war, sondern eher die psychische Befindlichkeit der Chefin.

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