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Ich habe meine Chefin zum Weinen gebracht, was tun?

KdleWixo


filo.sofia

ABER: das Problem der TE und der Chefin ist doch gar kein Berufliches, sondern ein Zwischenmenschliches, es geht um die Beziehungsebene. Die Chefin kann leider nicht drüber stehen, dass die TE einen guten Job gemacht hat, aber ich habe aufgrund der Schilderungen der TE auch den Eindruck, dass die TE es ihr auch schwer macht drüber zu stehen.

Klar, wenn Du von diesem Ausgangspunkt ausgehst, dass die Chefin merkt, dass sich die TE fachlich über sie "erhebt", dann wäre es in dem Sinn auch wirklich eine Kampfansage, sogar wenn sie sie in Ich-Sätze verpackt. Rein von der Beschreibung her, hätte ich es auch so aufgefasst. Ich gehe jetzt mal davon aus, wie sich die TE selbst einschätzt.

Ihre Mutmaßungen über den psychischen Zustand der Chefin, ihre eher abfälligen Bemerkungen (sie spricht von "heulen" und "flennen" und "mitzeichnen" statt "unterzeichnen") zeugen von wenig Empathie und noch weniger Respekt. Beides ist aber unerlässlich, wenn man wirklich konstruktiv an einer Lösung interessiert ist.

Da kann ich auch nur zustimmen.

Die TE hat sie beim letzten Gespräch gefühlsmäßig getroffen. Da nochmal nachzufassen und zu fragen, warum sie denn jetzt weint, empfinde ich als (unbewusstes) Nachtreten, denn die ehrliche Antwort "Sie haben Recht, ich zeige Ihnen meine Macht, weil ich Sie als Bedrohung wahr nehme" hätte die Chefin kaum sagen können.. ohne erneut menschliche Schwäche zeigen zu müssen.

Ich denke, dass natürlich auch davon abhängt, wie jemand fragt, warum sie nun weine.

Gar keine Frage, wenn es sich so verhält, dass es ein Nachtreten ist, dann wird auch aus meiner Sicht kein Aufeinanderzugehen möglich sein.

Ich bin hier weder für die Chefin noch die TE, was mich nervt ist aber dieser Deckmantel a la "ich hab doch gar nichts falsch gemacht", den sich die TE hier schustert. Zwischen den Zeilen liest es sich eben so:

Da bin ich dann bei der TE, da es ja um ihre Sicht der Dinge geht. Das heißt ja nicht, dass die Kommunikation nicht anders laufen könnte, wenn sie selbst doch hier und da auch das eigene Verhalten hinterfragen würde. Das schließt sie jedoch aus, sofern ich sie verstanden habe. Wenn sie für sich ihr Verhalten als richtig definiert, dann bleibt nur noch die Frage, ob sie das Thema noch einmal ansprechen soll. Das richtig beziehe ich auf ihre Sicht der Dinge und nicht auf Konfliktlösung. Es ist ja auch mein Eindruck, dass hier oder da sicher auch die TE etwas an ihrem Verhalten ändern könnte (wer nicht), aber das macht meiner Meinung nur Sinn, wenn sie auch ihre Einstellung ändern würde und da sehe ich kein Interesse.

Beide Frauen sind unehrlich in ihrer Kommunikation und können nur dazu lernen und da wünsche ich auch Beiden alles Gute

Ich bin der Meinung, dass jeder dazulernen kann, egal wie gut das Verhalten an sich schon sein mag, verständlich und authentisch zu kommunizieren. Auch ich kann mich nur wiederholen, dass es eine andere Ebene ist auf jemanden zuzugehen, wenn Demut (nicht im unterwürfigen Sinne, sondern im Bewusstsein, dass niemand perfekt ist) in Begleitung ist und Lernwilligkeit und Offenheit. So lange Unterstellungen und Misstrauen im Gespräch mitschwingen, so lange wird sich die Beziehung eher verschlechtern. Letztlich ist es halt immer so, dass Kommunikation keine Einbahnstrasse ist.

Pprinze/ssin_Penxelope


Ich denke das Problem hat sich mittlerweile geklärt. Ich habe die Chefin in einer ruhigen Minuten bei einem Kaffee drauf angesprochen und sie gefragt ob ich irgendwas falsch gemacht habe bzw. sie mich "nicht mehr leiden" kann. Sie erzählte mir dann von einigen Sachen die sie derzeit sehr belasten - u.a. auch Dinge die im Büro passieren uns dass sie sich von den betreffenden Menschen (nicht aus unserer Abteilung) fast schon gemobbt fühlt. So wie sie es sagte glaube ich es ihr auch. Seither ist es auch sehr viel besser geworden und meine Sachen sind in der vergangenen Woche auch nicht einfach grundlos bei ihr liegengeblieben.

Über diese Probleme mit bestimmten Leuten aus der Firma haben wir nochmal gesprochen - ich glaube wirklich dass es sie sehr belastet. Vor allem da sie psychisch ja doch noch sehr angeschlagen ist. Jedenfalls werde ich versuchen ihr so gut es geht unter die Arme zu greifen - als Chefin will ich sie nämlich nicht verlieren. Wir haben uns ja wie gesagt auch immer sehr gut verstanden!

@ Kleio:

Was das "mitzeichnen" und "unterzeichnen" angeht ist es nicht so, dass ich meine Chefin irgendwie negativ gegenüber stehe. Meine Chefin soll die Sachen immer "mitzeichnen", "unterzeichnen" darf bei unseren Schreiben immer nur der Firmenleiter da in der Reinschrift dann ja sein Name druntersteht. Das ist bei uns halt so. Ist also keineswegs so, dass ich meine Chefin nicht respektiere und deshalb so differenziert habe.

MNollie%nchen


Gut, dass Du mit ihr geredet hast. Und gut, dass sie offen zu Dir war. :)^

K;leixo


Prinzessin_Penelope

Ich denke das Problem hat sich mittlerweile geklärt.

Was heißt das konkret bezüglich Mitarbeitergespräch und Lösungen?

P?rEinzesCsin_;Pentelxope


@ Kleio:

Das habe ich doch oben geschrieben. Die Arbeit ist diese Woche nicht mehr grundlos bei ihr liegen geblieben. Das war mein Problem und damit ist das Problem doch nun gelöst.

Was das andere angeht (dass sich meine Chefin gemobbt fühlt) kann ich nicht beurteilen. Dafür habe ich zu wenig Infos und kenne auch nur die eine Seite. Aber dass es meine Chefin sehr belastet kann ich schon verstehen, vor allem wenn man bedenkt dass sie "psychischen Dingen" erst monatelang ausgefallen ist.

C-oteSna$uvaxge


Das Problem mit deiner Chefin mag sich erledigt haben – das denke ich übrigens nicht, solche Probleme erledigen sich nicht so ohne weiteres, sondern brodeln meist unterschwellig weiter, bis es dann mal zu einem Showdown kommt – ein anderes jedoch nicht: Ich lese zwischen und aus deinen ganzen Zeilen heraus, dass du ein Problem mit deinem Status in dem Unternehmen bzw in der Unternehmenshierarchie hast. Du schreibst zwar ständig, dass du deine Chefin respektierst, nicht an ihrem Stuhl sägen willst, usw, aber gerade die Häufigkeit und Intensität solcher Beteuerungen machen mich stutzig. Offenbar bist du aufgrund deiner Ausbildung oder aus sonst einem formalen Grund, den du jetzt nicht mehr ändern kannst, in dem Unternehmen anders eingestuft als du meinst dass dir zusteht. Damit wirst du dich schlicht und einfach abfinden müssen. Wenn du es nicht schaffst, damit deinen Frieden zu machen, wirst du bei deiner Arbeit nie eine Grundzufriedenheit verspüren.

P$rinzes5sin_PYenXelope


@ Cote Sauvage:

Ich habe es so oft betont, weil mir mehrmals sofort unterstellt wurde, dass ich am Stuhl der Chefin säge und sie nicht respektiere. Was soll ich denn machen außer zu sagen dass es so nicht ist? Und wenn ich sage dass es nicht so ist, wird mir unterstellt, dass ich es schreibe und es deshalb nicht sein kann.

CDoteSau`vaxge


Ist meine Analyse, dass du ein Problem mit deinem Status in dem Unternehmen bzw in der Unternehmenshierarchie hast und dir eine grundsätzliche Arbeitzufriedenheit fehlt, denn falsch?

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