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Faul und undiszipliniert, wie motiviert ihr euch?

BsJondes hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr,

mein Problem betrifft nicht ausschließlich den Haushalt, sondern eigentlich mein ganzes Leben. Alle möglichen Bereiche.

Ich bin erst 18 und wohne jetzt auch noch bis Oktober zuhause, aber klar hab auch ich Aufgaben und Dinge, die ich bewältigen will. Mein größtes Problem ist es aber, anzufangen, hochzukommen. Wie macht ihr das? Klar, viele hier sind wesentlich älter, gehen arbeiten und haben Kinder. Aber jung waren ja alle. Mich nervt es selbst dermaßen, dass ich so lethargisch und faul bin und eigentlich nichts richtig durchziehe.

Ich habe im Grunde eine ellenlange Liste mit Dingen, die ich gern verändern will.

Und auch das Dranbleiben fällt mir so unendlich schwer. In der Schulzeit (die gerade vorbei ist), war es ähnlich. Nie hab ich irgendwie ein paar Tage vor der Arbeit angefangen, und selbst fürs Abi habe ich sehr, sehr wenig gelernt, ich konnte mich einfach nie überwinden. Dabei ist es mir nicht auf die Füße gefallen, aber spätestens mit dem Studium brauche ich doch mehr Selbstdisziplin.

So doof es klingt, aber meine Blutwerte hab ich schonmal checken lassen, keine Mängel.

Wie macht ihr das alle nur? :-|

Antworten
m_usk@atnuhsxs


Wie macht ihr das alle nur? :-|

So im Bezug auf das Studium habe ich mir vorgestellt wo ich arbeiten möchte, wo ich leben möchte, wie ich leben möchte,...wie mein Leben aussehen soll. Du kannst dir alles visualisieren. Von mir aus auch wieviel du mal verdienen willst...Mal dir dein Leben wie es mal sein soll und da kannst du auch ruhig ein bisschen übertreiben. Und darin liegt immer die Motivation und dieses gemalte Bild kannst du dir immer wieder in den Kopf zurückholen, wenn es mal schlecht läuft.

aber spätestens mit dem Studium brauche ich doch mehr Selbstdisziplin.

Warum?

Das ist immer so ein Wunschdenken, dass man mit dem Studium gaaaanz fleißig oder diszipliniert wird. Du wirst automatisch fleißiger und gieriger, weil das Studium einer Berufsrichtung folgt, die deinem Leben entsprechen soll. Du hast in der Schule viel Müll gemacht, den du nie wieder brauchst und jetzt studierst du das was du willst. Später im Job stellt man dann vielleicht auch fest, dass man im Studium auch viel Müll gemacht hat den man nie wieder braucht... ;-)

Nie hab ich irgendwie ein paar Tage vor der Arbeit angefangen, und selbst fürs Abi habe ich sehr, sehr wenig gelernt, ich konnte mich einfach nie überwinden.

Das hat nichts mit überwinden zu tun. Der Mensch ist von Geburt an faul. Wenn wir merken, dass es reicht mit wenig lernen ein Abi oder Klausuren zu bestehen warum sollte man dann mehr Zeit investieren?? Und das ist ein Prozess gewesen. Du hast mit der Zeit gemerkt, dass diese Investition reicht und dich zu deinen Zielen bringt. Und genauso wird es mit dem Studium. Vieles Strategien aus der Schule werden nicht mehr funtionieren, aber das wirst du mit der Zeit merken. Vielleicht reichen dir nachher 2 Wochen Prüfungs-Vorbereitungen und du bestehst die Prüfungen und den Abschluss damit.

Du musst nicht einfach so fleißig und diszipliniert werden. Wozu auch. Du wirst beim Studienbeginn sowieso erstmal sang- und klanglos untergehen. ;-) Und dann wirst du feststellen, wieviel du investieren musst.

Einfach mal auf dich zukommen lassen. Und Faulheit ist auch keine unwichtige Fähigkeit. ;-)

*:) @:)

BpJovnes


Danke für deine Antwort! :-)

Du hast mit der Zeit gemerkt, dass diese Investition reicht und dich zu deinen Zielen bringt.

Ja, für die Schule war das tatsächlich der Schlüssel und es hat alles gereicht, obwohl ich seehr faul war.

Du wirst beim Studienbeginn sowieso erstmal sang- und klanglos untergehen.

Mhm, ja. Das hab ich auch schon von vielen Seiten gehört. Wird wohl so kommen, aber der Knackpunkt liegt woanders.

Es geht mir nicht nur um Schule, sondern um soo vieles. Meine Faulheit und Inkonsequenz behindern mich in vielen Lebensbereichen. Zum Beispiel würde ich gern abnehmen, kann mich aber nie länger als eine Woche am Stück dazu motivieren Sport zu treiben, oder gesünder zu essen. Oder mehr Ahnung vom Weltgeschehen haben, kostenloses Abo der F.A.Z. wurde uns mal geschenkt. Trotzdem kann ich mich niiie zum Lesen überwinden. Und so zieht sich das durch mein ganzes Leben.

Dass ich kein Opfer meiner Faulheit bin, ist mir klar. Ich krieg es nur einfach nicht in den Griff und das macht mich waansinnig. Wie geht das nur %-|

l;oveHabl6e<3


Huhu, also mir hat mal jemand ein Tipp gegeben der sehr banal klingt, aber er hilft: Nicht reden (bzw. schreiben) sondern machen. Steh am besten jetzt auf und putz z.b. die Küche.

Einfach nicht lange darüber nachdenken sondern einfach machen.

Zum Beispiel würde ich gern abnehmen, kann mich aber nie länger als eine Woche am Stück dazu motivieren Sport zu treiben, oder gesünder zu essen

Wie hast du das den gemacht? Das klingt so, als hättest du dich total reingesteigert und (übertrieben) 5 mal 2h Sport gemacht. Einfach langsam anfangen. Jeden Tag ein bissl weniger ungesund essen...

Trotzdem kann ich mich niiie zum Lesen überwinden.

Schränkt es dich den ein, wenn du nichts liest? Ich glaube nicht, sonst hättest du es bestimmt schon getan. Die einen lesen gerne und viel die anderen eben weniger und nicht so gern. Darüber würde ich mir keinen Kopf machen

BEJonxes


Nicht reden (bzw. schreiben) sondern machen. Steh am besten jetzt auf und putz z.b. die Küche.

Einfach nicht lange darüber nachdenken sondern einfach machen.

Ist manchmal echt so! Bin drauf und dran, das umszusetzen.

Die einen lesen gerne und viel die anderen eben weniger und nicht so gern. Darüber würde ich mir keinen Kopf machen

Das Ding ist, ich lese super gern. Und obwohl das kein Stück anstrengend ist, ist im Internet surfen noch weniger anstrengend. Und so ist das mit vielen Dingen. :-/

A[nonWymues0x4


Hey BJones, den Tick mit der Faulheit haben doch alle, oder? :-D

Also wenn ich mal meine Wohnung aufräumen muss oder sauber machen muss oder so, dann mach ich mir immer nebenbei Musik an. Das hilft bei mir echt Wunder und das aufräumen/saubermachen macht dann auch gleich viel mehr Spaß! ;-)

Vielleicht hilft dir das ja auch beim "hochkommen".

Y.u9uxn


Hey BJones,

ich verstehe was du meinst und mir geht es oft ähnlich.

Vielleicht helfen dir diese Links.

[[http://www.fu-berlin.de/presse/publikationen/fundiert/2006_01/06_01_rueckert/index.html]]

[[http://www.dieonlinepsychologen.de/tag/prokrastination.html]]

[[http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-06/prokrastination-aufschieben-engberding-muenster-tipps]]

BOJonexs


Oh, ich habe gerade erst wieder den Faden entdeckt. Verändert hat sich für mich tatsächlich nichts. Inzwischen studiere ich im zweiten Semester und habe mich nicht unbedingt durchgemogelt, sondern schon gute Klausuren geschrieben, nur die drei Wochen davor waren halt die Hölle :=o

Haushalt bspw. habe ich immer nur sporadisch wirklich komplett im Griff, es ist echt ein Kreuz. Danke aber für eure Antworten bisher & vielmals Entschuldigung, dass ich so lange nichts mehr geschrieben hatte.

AEnony[mus0x4


Hallihallo, ich habe zwar damals schon mal was geschrieben, aber ich versuche es nochmal. In einem Jahr kann ja sooo viel passieren. ;-D

Also so wie dir geht es mir auch in den letzen Wochen/Monaten. Ich habe so einen großen Plan von Dingen, die ich erledigen will und so. Damit ich eine Übersicht über meine Aufgaben habe, habe ich sie mir alle auf einen großen Zettel aufgeschrieben und ganz detailiert beschrieben. Also z.B. habe ich vor meine ganze Wohnung wieder mal komplett umzukrempeln, also jede Ecke reinigen und komplett ausmisten und so. Oder auch ganz andere Aufgaben. Ich habe sie ganz genau beschrieben, was ich machen muss und mir jeden Zwischenschritt aufgeschrieben. So wirkt der Aufgabenzettel auf den ersten Blick vielleicht länger, aber er ist leichter abzuarbeiten, weil die Aufgaben nicht mehr ganz so unübersichtlich und unüberwindbar erscheinen.

Und was alltägliche Dinge angeht ... Ja, da habe ich im Moment auch so mein Problem. Aber ich bin gerade dabei, herauszufinden was der ideale Tagesablauf ist. Ich habe mir aufgeschrieben, welche Dinge ich jeden Tag machen will. Also früh nach dem Aufstehen n paar Rückenübungen, wenn ich von Arbeit nach Hause komme was essen und danach sofort die Küche aufräumen, damit gar nichts liegen bleiben kann. Vielleicht hilft es dir wirklich einfach mal einen Plan zu machen und dich dann auch dran halten. Such dir Belohnungen, die du dir gönnst, wenn du zb eine Woche durchgehalten hast oder zwei Wochen oder so. Und vielleicht auch Strafen, die dir drohen. Mache die Erfolge sichtbar. Also nicht nur To-Do-Liste, sondern auch Done-Listen machen. Wenn man sieht wieviel man bereits abgearbeitet hat, motiviert das gleich noch mehr. Manchen hilft es auch, sich anderen Personen ggü zu verpflichten. Also jmd der dann immer kontrollliert ob du auch deine Dinge getan hast, die du erledigen wolltest.

Vielleicht helfen dir diese Tipps ja.

Achja und etwas das hier schon gesagt wurde: Nicht lange darüber nachdenken, sondern ANFANGEN! :-D

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