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Deanxit - wer hat Erfahrung ?

bPlaux91 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

mein erstes Mal in einem Forum, aber mittlerweile weiß ich einfach nicht mehr, ob ich meinem Arzt alles glauben kann ... Keine Ahnung, ob dies die richtige Sparte ist aber ich versuchts jetzt einfach mal. Ich, 22 Jahre jung, bin seit meinem 14 Lj depressiv. Nach 5 Jahren mir Selbstverletzungen, SMG und totaler Verzweiflung dann der Höhepunkt, ein SMV mit Tabletten und Alkohol. Kann leider immer noch nicht sagen, super dass ich es überlebt habe. Naja dann hab ich eine Therapie begonnen, glaub nach 3 - 4 Sitzungen wieder abgebrochen, die Therapeutin war ein Witz. Dann war ich glaub so 1 Jahr ziemlich stabil und seit 1 Jahr gehts mit wieder total mieß. Bin dann zu meinem HA gegangen weil ich wusste, wenn ich jetzt nichts mache dann war´s das. Jetzt bin ich ca. seit 9 Monaten in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung. Hatte zuerst Seroxat 40 mg, hat nichts geholfen, dann Venlafaxin 225 mg, ebenfalls keine Wirkung, bin ich seit einigen Monaten am Absetzen, hab extreme Absetzerscheinungen , mittlerweile nehm ich nur noch 75 mg morgens, dann Zeldox am Abend. Hab von Venlafaxin extrem zugenommen, ca 15 - 20 kg innerhalb von wenigen Monaten und jetzt bekomm ichs trotz Sport nicht mehr runter... Seit 1 Woche nehme ich jetzt noch Deanxit 2 Tbl./tgl. weil ich eine Panikstörung entwickelt habe. Ich hab die ganzen Medis so satt, aber fast tägliche Panikattacken halt ich nicht mehr aus. Jetzt meine Frage, hat jemand Erfahrungen mit Deanxit ? Von wegen Wirkung, NW und ausschleichen? Ich hab jetzt schon Angst vor dem Ausschleichen wenn ich ans Venlafaxin denke, von dem mein Arzt mir versichert hat, dass es kein Problem sein wird -.-

vielen Dank für eure Hilfe

blau91

Antworten
Z#w ack344


Ich kann mir nicht helfen, aber Deinen Psychiater finde ich einfach nicht überzeugend: Du hast 40 mg Sertralin bekommen. Empfohlen werden bei Depression und Zwangsstörungen Tagesdosen von 50 mg (= geringste wirksame Dosis), ggf. stufenweise Dosiserhöhung bis auf 200 mg/Tag; bei Panikstörung, PTBS und sozialer Phobie ähnlich mit dem einzigen Unterschied, dass man als Anfangsdosis 25 mg/Tag wählt. Bevor man Dich auf Venlafaxin umgestellt hat, hätte man normalerweise erst einmal die Sertralin-Dosis erhöht - wenn man nicht einmal auf die geringste wirksamste Dosis kommt, ist die Chance auf Besserung natürlich unterdurchschnittlich. 225 mg Venlafaxin sind eigentlich in Ordnung, wobei die maximale Tagesdosis bei 375 mg liegt. (Mir hat Venlafaxin gegen meine Depressionen auch nicht zuverlässig geholfen).

Deine Angst verstehe ich nicht ganz: Auf der einen Seite berichtest Du überDu tierische Absetzprobleme, auf der anderen Seite nimmst Du noch 75 mg Venlafaxin. Weiter unten schreibst Du dann, dass Du Angst hast, das Venlafaxin abzusetzen - also so, als ob Dir das erst noch bevorsteht. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man bei den meisten Antidepressiva die Absetzphase überspringen kann, sofern es nur um einen Medikamentenwechsel geht. Und das ist das Zweite, was ich nicht ganz verstehe: Zeldox und Deanxit sind Antipsychotika, d.h. anscheinend soll das AD abgesetzt und durch Antipsychotika ersetzt werden. Hast Du denn im Zuge Deiner Depressionen psychotische Begleiterscheinungen, wie z.B. Wahrnehmungsstörungen, Verlust von Realitätsbezug?

Ich weiß, wie frustrierend Psychopharmaka sind, auf die man große Hoffnungen gesetzt hat, die dann aber enttäuscht werden. Ich habe in meinem Leben 20-30 ADs ausprobiert und hatte da auch einige Enttäuschungen zu verkraften, aber irgendwann hat es dann doch ganz gut geklappt und ich fühle mich gut eingestellt und belastbar.

Die Erfahrungen Einzelner mit Psychopharmaka sind nicht auf Dritte übertragbar, weil jeder Patient anders reagiert. Wenn Dich aber Zahlen interessieren, google nach dem Wirkstoff und lies bei sanego.de unter "Nebenwirkungen" nach.

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