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Autoritätsproblem

c&razwyf^reayk hat die Diskussion gestartet


Mir wurde geagt ich hätte ein Autoritätsproblem. Das hört sich sehr negativ an, könnt ihr mir sagen was genau das heißt ??? ?

Antworten
A<nsel!mo_xG


Hi,

wenn das "Autoritätsproblem" so gemeint ist, dass du dich nicht gern "von oben" beeinflussen und manipulieren lässt oder dass du z.B. dich weigerst, vor der Arbeit dein eigenes Gehirn beim Pförtner abzugeben ... dann kann ich dir nur zu deinem "Problem" gratulieren & dich ermuntern, dass du es dir nicht nehmen lässt. ;-)

Wenn damit allerdings gemeint ist, dass du nicht bereit bist, dich an elementare zwischenmenschliche Spielregeln zu halten (die ja zwangsläufig von einer Autorität mit entsprechenden Befugnissen durchgesetzt werden müssen), dann möchte ich dir hiermit einen kleinen Denkanstoß geben: dir würde es sicherlich z.B. auch nicht gefallen, morgens dein Auto aufgebrochen und dein Radio geklaut zu finden. Oder ??? ;-)

Mein Tipp: mache dich selbst zur Autorität für dein Handeln, bzw dein eigenes Gewissen. Das ist schwieriger, als sein Gewissen kritiklos "von oben" zu beziehen. Es ist aber auch schwieriger, als aller Form von Autorität pauschal den Stinkefinger zu präsentieren.

Ich gehe davon aus, dass du - wie ich - in einer Demokratie lebst. Der nicht zu unterschätzende Vorteil daran: die staatliche Autorität muss sich hinterfragen und kritisieren lassen. Du kannst von diesem Recht Gebrauch machen und der Autorität dein eigenes Denken und Empfinden entgegensetzen.

Das Prinzip dabei ist ziemlich einfach: Was du nicht selbst erleiden möchtest, das darfst du auch niemand anderem zumuten. - So wirst du feststellen, dass die Autorität manchmal im Recht ist hat und manchmal im Unrecht.

K.leixo


Wenn man Schwierigkeiten hat, einen Vorgesetzen als Autorität anzuerkennen, ist das ein Problem. Es spielt keine Rolle, ob man den Polizisten in seiner Kompetenz nicht anerkennt oder den Chef. Es gibt aber Menschen, die sich Regeln überhaupt nicht anpassen können, die müssen dann einen Job machen, in dem sie keinen Chef habe. Wenn es einem aber bewusst wird, so kann man wenigsten entscheiden, ob man sein Verhalten nicht doch ändern kann. Das heißt nicht unbedingt, dass man sein Gehirn beim Pförtner abgibt, sondern dass man die Regeln achtet, unter denen man sich bereit erklärt hat seine Arbeit zu tun.

ANnqse^lm=o_xG


@Kleio

Es spielt keine Rolle, ob man den Polizisten in seiner Kompetenz nicht anerkennt oder den Chef.

Da schmeißt du Äpfel und Birnen in denselben Topf.

Und hast zum Teil Recht und zum Teil auch wieder nicht.

Einen Polizisten, der einen Mörder dingfest macht, könnte ich in seiner Kompetenz ohne weiteres anerkennen. Zu einem Polizisten, der ohne Grund einen Gefangenen drangsaliert und quält, möchte ich hingegen nicht "ja" sagen.

Wenn du in der freien Wirtschaft arbeitest, so handelt dein Vorgesetzter nicht im Dienste der öffentlichen Sicherheit, sondern im Dienste der Gewinnmaximierung, bzw. des persönlichen Vorteils. Da kann es durchaus zu Entscheidungen, bzw. Arbeitsaufträgen kommen, die dir persönlich gegen den Strich gehen. Extremfall: Dein Chef fordert dich mehr oder weniger auf, dich am Mobbing gegen den Kollegen XY zu beteiligen - natürlich unter dezenter Androhung eines Arbeitsplatzverlustes. Mobbing aber ist nichts anderes als Psychoterror, der zu schweren psychischen Schäden beim Opfer führen kann. Dein Chef fordert dich also auf, eine Handlung zu begehen, die du - wärst du selbst das Opfer - nicht gutheißen würdest.

Natürlich wissen allle, dass es sich bei dem besagten Chef um einen Wichser hoch zehn handelt. Dennoch ... du wirst nicht glauben, wie viele da nolens volens mitspielen würden - nämlich aus Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes und dem Verlust der eigenen Existenz. Und wenn du zu deinen Prinzipien stehst, wirst du als "Belohnung" evtl. eine Zeitlang vom Arbeitsamt gesperrt, weil du selbst gekündigt hast.

Das wäre dann wirklich eine Lektion in "Zivicourage für Fortgeschrittene".

M6eanM|achxine


Um dir das sagen zu können musst du etwas mehr darüber erzählen wer dir das gesagt hat und in welchem Kontext !

Bist du Mutter ? Schüler ? Beruf ?

Hat dir das ein Kind, Mitschüler, Erltern, Psychologe, Mitarbeiter, Bekannter, Polizist oder Chef gesagt ?

War das nach einem Streit ? Nach einer bestimmten Situation ? Hast du irgendwelche Probleme die man mit Autorität in Verbindung bringen könnte ??

K!leio


Anselmo_G

Das ist ein Beispiel, das für mich nicht wirklich mit der professionellen Autorität eines Chefs zu tun hat. Kann natürlich auch vorkommen, vor allem wenn die Mitarbeiter nicht professionell miteinander arbeiten, sondern nach persönlicher Sympathie. Es gibt eine sehr gute Methode anfängliches Mobbing im Keim zu ersticken, leider machen die meisten mit, indem sie einfach zuschauen und nicht dagegen wirken.

Autoritätsproblem würde ich sagen, wenn jemand die Entscheidungen seines Chefs ständig hinterfragt oder einfach solange etwas hinauszögert zu machen, weil er es nicht für richtig sieht.

c raz|yfrea9k


Also, ich bin 16 Jahre und gehe noch zur Schule um mein Abi zu machen.

Die Aussage stammt von der Vertretung meines Trainers. Das Problem daran war seiner Meinung nach wohl einfach, dass ich nicht alles gemacht habe was er wollte.

Ja, es scheint wirklich gemeint zu sein, dass ich mich nicht beeinflussen lasse, denn ich versuche eigentlich immer meinen eigenen Kopf durchzusetzen und es interessiert mich nicht was andere davon halten, auch wenn ich mich so schon manchesmal unbeliebt gemacht habe (vor allem bei Lehrern).

Ach und by the way, klauen tu ich nicht und kriminell bin ich auch nicht.

A*nseElmox_G


Ach und by the way, klauen tu ich nicht und kriminell bin ich auch nicht.

Umso besser. :-) Konnte ich aber vorher nicht wissen.

Es gibt sicherlich viele, die ihr kriminelles Verhalten damit zu rechtfertigen versuchen, dass sie Probleme mit der Autorität haben.

Im übrigen finde ich einiges was Kleio geschrieben hat, durchaus klug und sinnvoll im Hinblick auf später. Als Schülerin hast du noch das Vorrecht, dich in puncto Rebellion auszutoben, was das Zeug hält - und das ist ja auch gut und richtig so. :-) Später im Berufsleben wirst du ruhiger werden und auch einiges an Kompromissen schließen müssen. Nur wünsche ich dir, dass du dir deinen kritischen Geist auch dann noch bewahrst - in Situationen, wo es wirklich drauf ankommt. Denn: im Zweifelsfall ist eine Sperre vom Arbeitsamt imo immer noch einem Magengeschwür vorzuziehen.

CbhamälDeon2


Ach crazy,

gründen wir einen Club ;-D !

Mir wurde sogar mal nachgesagt, ich wäre subversiv. Ich hab' dann gekontert, entweder jemand HAT Autorität, & zwar weniger aufgrund seiner beruflichen Stellung, das sind allerhöchstens Handlungsbefugnisse in bestimmten Situationen, sondern mehr aufgrund seiner Persönlichkeit & Lebenserfahrung - also, entweder jemand hat Autorität, dann komm' ich auch nicht auf die Idee, diese zu untergraben. Oder jemand hat eben keine Autorität. Und dann gibt's da auch nix, das man subversiv untergraben könnte :-D !

Ja, & das mit dem austoben & dann ruhiger werden ;-D ... also, ich hab' mich ja schon mit meinen Kindergärtnerinnen gezofft... mittlerweile bin ich an der Uni :-D ... & immer noch so ;-D !

Im Übrigen: das gibt zwar des öfteren mal heiße Diskussionen & ab & zu ist auch die eine oder andere Entschuldigung nötig, aber wirklich GESCHADET hat mir mein "Autoritätsproblem" noch nie. Man darf halt nicht persönlich verletzend werden, ohne Grund einfach mal so durchbocken oder den Leuten auf der Nase rumtanzen, nur um zu demonstrieren, dass man's kann. Und mit kriminell sein hat das absolut rein gar nix zu tun!

KLleQio


Ich lasse die Wertungen beiseite, denn was einem schadet oder was nicht, das kann nur er entscheiden. Der eine ist am Boden zerstört, wenn er hinausgeschmissen wird, weil er sich mit seinem Chef anlegt und der andere empfindet es als Befreiung. Teamfähig heißt das Wort und egal ob die Teamfähigkeit in der Arbeit oder in einer anderen Mannschaft fehlt, es trägt dazu, dass das Team nicht das Ziel erreicht. Sicher kann man sowohl mit einem Trainer als auch mit einem Chef diskutieren, nur muss man auch wissen, wann die Diskussion beendet ist und es nicht auf die Spitze treiben. Niemand ist unersätzlich.

CvhamälPeonx2


Team...

auch Leute wie ich sind fähig, zu kooperieren & gemeinsam an einem Strang zu ziehen! Ich muss nur von dem überzeugt sein, was ich tue.

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