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Bei Schluckangst (Phagophobie) sich seiner Angst stellen?

C3ar]ox49 hat die Diskussion gestartet


Hallo @:)

Ja, auch ich habe Angst vor dem schlucken.

Mir stellt sich gerade eine Frage. Man liest ja doch einiges im Internet zum Thema Anst und dessen bewältigung.

Viel liest man auch, man muss sich seiner Angst stellen. Zum Beispiel die angst vor Spinnen haben, einfach eine Spinne auf die Hand nehmen sollen oder der gleichen.

Wie ist das bei uns? Ich glaube nicht das ich mir jetzt ein dickes Steak brate (oder eine Scheibe Brot) und lustig drauf los essen werden. Es schwebt ja doch irgendwie wirkliche Gefahr mit sich. Durch unsere Angst und Unsicherheit, vielleicht auch noch ein bisschen dusseligkeit, könnten wir und doch wirklich verschlucken?

Oder häng ich da Gedanklich irgendwo fest? Hat es denn schon Jemand darauf ankommen lassen?

Aber ich glaub das ist so unser (mein) Problem, das wir und nicht so wirklich der Angst stellen können. Also ich wüsste nicht wie.

Was denk Ihr zu dem Thema?

Antworten
AVnatoomiGe8x8


Hatte auch mal so eine Phase in der ich wirklich Angst hatte zu essen. Galt auch fürs trinken. Natürlich spannt man sich dann so dermaßen an dass die Gefahr sich zu verschlucken minimal erhöht ist. Aber man hat ja immer noch den Hustenreiz als Hilfemaßnahme.

Also ich denke es hilft sich der Angst zu stellen. Vl. Orte finden an denen es mal besser ist und Nahrung die gut zu schlucken ist zum austesten und sich rantasten. Das übt auch die Muskulatur die sich nach langer Zeit der Phobie zurückbildet (Zunge, Kiefer, Hals, etc.).

Also bei mir ist das immer noch am Abend etwas stärker und oft ist es dann so das ich das Gefühl habe es steckt mir was im Hals, Lunge, Kehlkopf das ich raushusten muss und dann wird mir natürlich ganz schwummrig in der Birne.

Man könnte auch sagen, dass es etwas ausdrücken will nach dem Motto: Das kann ich nicht akzeptieren/schlucken. Vielleicht Aggressionen? Streit?

Da gilt es dann natürlich die jeweilige Situation zu klären – damit zurecht zu kommen.

rPaviol%iV67


Hallo Caro 49,

kann deine Angst gut nachvollziehen, habe auch mal sehr darunter gelitten.

Prinzipiell ist es mit der Schluckangst wie mit jeder anderen: Man muss sich ihr stellen, um sie zu bekämpfen. Denn das Problem steckt in einem, und kann nur durch Motivation von innen bekämpft werden. Meine Tipps:

- Iss vorwiegend weiche Sachen und solche mit geringem Verschluckungsrisiko (Reis, Nudeln, Spinat, Fischfilet, ...)

- versuch nach und nach das Nahrungsrepertoire auszuweiten, meide schwer zu kauende Nahrungsmittel (Speck, Rindfleisch, evtl. Schweinefleisch, ...)

- Mach dir klar, dass bei gutem Kauen ein gefährliches Verschlucken praktisch unmöglich ist

- Schluckangst erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit sich zu verschlucken

- Versuche dir Zeit zum Essen zu nehmen

- Mach dir klar, dass dein gesamtes soziales Umfeld seit Jahren täglich hunderte Male schluckt und wie ich annehme ist noch keiner am Verschlucken gestorben

- Besuche einen Psychotherapeuten, oft sind damit noch andere Dinge verbunden.

Ganz viel Erfolg in deiner Sache, man kann die Angst zumindest weitestgehend überwinden!

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