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Depressive Kollegin mobbt alle

Lpe!na92x92


Depression ist kein Freibrief für mieses Verhalten !

NICHT abgestempelt sein mit diesem unsichtbaren Schild auf der Stirn aber auch nicht.

h*colh2csrxa


Sag ich doch. Er denkt an den Erfolg und das Überleben der Firma. Somit auch an DEINE Arbeitsstelle und Monatsgehalt.

Wohl eher an seinen Bonus.

S^maraZgdauxge


Ohne den gesamten Faden gelesen zu haben: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das beschriebene Verhalten in erster Linie mit Depression zu tun hat - wenn überhaupt.

Dagegen kann es schon mal sein, dass Menschen mit z.B. einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung anderen ihr Verhalten aufzwingen wollen und ihre Umwelt tyrannisieren.

Depressive Menschen verhalten sich eigentlich ganz anders und sind nicht so offensiv.

S?tilgxar


manmanman...welch hitzige diskussion nun entstanden ist...und so mancher hier hat recht engstirnige ansichten....

ich hatte meine meinung ja schon geschrieben...will das aber nochmals tieferlegen....ich bin selbst arbeitnehmervertreter und habe durchaus mit solchen fällen zu tun....

ich glaube, dass wir uns alle einig siond, dass das verhalten der kollegin, so wie sich das aktuell darstellt nicht in ordnung ist....sie verseucht damit das klima innerhalb des teams/der abteilung...das ergebnis sieht man ja nun, dass sich die anderen mitarbeiter unwohl fühlen, darüber nachdenken, sich versetzen zu lassen, bzw. vielleicht sogar schon innerlich gekündigt haben...

ich bin mir mittlerweile nicht mehr sicher, ob das verhalten rein auf die krankheit der kollegin zurückzuführen ist...es klingt schon ein stück weit danach, dass sie von natur aus ein wenig "schwierig" ist...die krankheit tut hier natürlich sein übriges...es klingt ganz klar danach, dass sie angst vor einer mehrbelastung hat...was natürlich verhindert werden muss, bei dem kranheitsbild...und ja, auch wenn das einige nicht hören wollen, müssen kollegen mit solchen krankheitsbildern ein wenig anders behandelt werden....der arbeitgeber hat hier gem. sozialgesetzbuch auch die pflicht, dem arbeitnehmer die rückkehr in den job, und sie war ja langzeiterkrankt, zu erleichtern und ihm den arbeitsplatz so zu gestalten, dass er eben nicht wieder längere zeit ausfällt....dies kann auch durchaus dazu führen, dass er etwas weniger arbeit bekommt, um ihn zu entlasten....das bedeutet oftmals, dass die kollegen im team möglicherweise etwas von diesem kollegen mit übernehmen müssen...in einem sozialen gefüge, sollte die eigentlich selbstverständlich sein, dass man hier unterstützt...

dieser fall ist hier aber augenscheinlich etwas anders gelagert...der te hat ja nicht erwähnt, dass sie hier zusätzliche arbeit leisten müssen, allerdings werden sie wegen jeder kleinigkeit in die pfanne gehauen...hier muss meines erachtens ganz klar der betriebsrat tätig werden...sie DÜRFEN auch nicht die partei für einen kollegen ergreifen, sondern so vermitteln, dass alle zufrieden ihrer arbeit nachgehen können...das man vielleicht die besonderen umstände ein stück weit mit berücksichtigt, liegt auf der hand...

es MUSS hier ein gespräch in einer großen runde geben...am besten wäre hier ein gemeinsames off-side über zwei tage, welches extern moderiert wird, um den konflikt zu lösen...man muss dann untereinader gewisse deals schließen, damit das tägliche miteinander auch wieder funktioniert...so, wie es aktuell ist, schaukelt sich das ganze nur noch mehr hoch...

uind btw...hcolhcsra....es ist sehr löblich, dass du keinen kollegen hinhängen möchtest...allerdings ist es durchaus legitim, mal zum chef zu gehen, und auf gewisse missstände beim kollegen hinzuweisen, wenn ich z.b. immer seine arbeit mitmachen muss, nur weil er keinen bock hat...wobei ich davon ausgehe, dass man zuvor versucht hat, es mit dem kollegen persönlich geklärt zu haben...es kann nicht sein, dass so untätige und faule kollegen durch andere mitarbeiter mit durchgezogen werden...auf kosten von anderen...da hab ich auch als arbeitnehmervertreter nicht wirklich verständnis dafür...und der chef ist dann nunmal der richtige ansprechpartner....

Sntilxgar


oh sry...das wurde jetzt mehr text als ich wollte ":/

Rgajxani


Es macht mich wirklich traurig wie wenige Leute wirklich versuchen zu verstehen, warum Depressive Menschen sich irgendwann so verhalten. Nicht nur traurig sondern auch teils wütend und nimmt mir als Betroffene wieder ein Stückchen Hoffnung auf Normalität. Schade.... :-(

B.arce lonheta


Es macht mich wirklich traurig wie wenige Leute wirklich versuchen zu verstehen, warum Depressive Menschen sich irgendwann so verhalten. Nicht nur traurig sondern auch teils wütend und nimmt mir als Betroffene wieder ein Stückchen Hoffnung auf Normalität. Schade.... :-(

So wie der TE das beschreibt, lässt sich doch gar nicht schließen, dass das eine Folge der Krankheit ist. Es klingt eher so, als wäre das ihr Charakter.

Außerdem verwehre ich mich dagegen, dass das eine ganz gängige Reaktion eines Depressiven sein soll. Ich bin ja selbst seit über 10 Jahren depressiv und habe im Rahmen von Klinikaufenthalten auch viele andere kennengelernt, aber eben keinen, der auf diese Weise damit umgeht. Was natürlich nicht heißt, dass es das nicht gibt. Allerdings würde mindestens jeder Therapeut, den ich kenne, von der Strategie der Kollegin abraten, um mit der Krankheit und den Folgen umzugehen. Entlasten ja, und es würde auch jeder sagen, dass man seine Grenzen abstecken muss. Aber dann das Fehlverhalten anderer zu dokumentieren und ständig weiterzugehen, dazu kann kein ernsthafter Therapeut raten. Zum einen macht man sich ganz offensichtlich unbeliebt, was soziale Probleme verstärkt, man isoliert sich – was immer bäh, bäh ist und man nimmt sich die Kraft, um sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen und Lösungen zu finden. Das bringt einem nur zusätzlichen Stress. Meine Therapeutin hätte gesagt "Frau Barceloneta, Sie müssen auf sich acht geben und dürfen sich nicht überlasten. Sagen Sie nein, wenn sie etwas wirklich nicht übernehmen können. Sie sind nicht für die Probleme der anderen verantwortlich. Machen Sie sie nicht zu Ihren eigenen." Es ginge also eher um Deeskalation, eigene Grenzen und neutrale Koexistenz. Also eher das Gegenteil.

HBannafhWe


Es macht mich wirklich traurig wie wenige Leute wirklich versuchen zu verstehen, warum Depressive Menschen sich irgendwann so verhalten. Nicht nur traurig sondern auch teils wütend und nimmt mir als Betroffene wieder ein Stückchen Hoffnung auf Normalität. Schade....

Es ist nicht meine Aufgabe als Kollegin, jedes Fehlverhalten, auch wenn dieses angeblich wegen Krankheit geschieht, zu tolerieren.

Der Arbeitsplatz ist keine Waldorfschule wo es drum geht das jeder sich 200% wohl fühlt und auf jede depressive Verstimmung Rücksicht genommen wird. Wenn jemand z.B. eine Schlafstörung hat und sich deswegen tagsüber nicht konzentrieren kann und nur die Hälfte der Arbeit schafft, die man normalerweise schaffen würde, ist das auch eine Krankheit. Aber nicht auf jede Krankheit kann ständig in der freien Wirtschaft Rücksicht genommen werden.

Wie der TE selbst schreibt, geht es in seiner Firma offenbar hauptächlich um Produktivität und Effizienz und damit im Endeffekt um - Geld.

Und damit der Laden läuft, muss es allen Mitarbeitern möglich sein, ihre Arbeit so gut wie möglich zu erledigen - wenn dann einer Psychoterror-Spielchen treibt wie die Kollegin des TE, ist diese Voraussetzung nicht gegeben.

Daher finde ich es fast egal, ob ihr Verhalten wirklich an ihrer psychischen Krankheit liegt oder an ihrem miesen Charakter: Sie macht Ärger und treibt andere Kollegen richtung Kündigung. Damit schadet sie dem Unternehmen und muss weg. Wenn der Chef das nicht genauso sieht, dann muss ich eben weg. Zu einem Chef, der etwas von Mitarbeiterführung versteht.

Bwarcielxoneta


Ach ja, den Text von Stilgar und den Hinweis auf ein moderiertes Gespräch finde ich sehr hilfreich.

Rya@jani


So wie der TE das beschreibt, lässt sich doch gar nicht schließen, dass das eine Folge der Krankheit ist.

Dem kann ich so auch zustimmen, nur macht sich auch niemand dort offensichtlich ernsthaft die Mühe das auch überhaupt nur in Betracht zu ziehen. Sicher ist eine Depresion kein Freifahrtschein sich zu benehmen wie die Axt im Walde. Und garantiert wird auch kein Therapeut zu einem solchen Verhalten raten. Aber wie ich schon erwähnt hatte in meinem ersten Post: Ich habe/hatte teilweise auch Tendenzen die stark in diese Richtung gingen. Und das obwohl ich die letzte bin die irgendwem etwas böses will.

BDarc+elonexta


Der Arbeitsplatz ist keine Waldorfschule wo es drum geht das jeder sich 200% wohl fühlt und auf jede depressive Verstimmung Rücksicht genommen wird.

Das gibt es schon, aber eben in der Art, wie Stilgar es beschreibt:

dies kann auch durchaus dazu führen, dass er etwas weniger arbeit bekommt, um ihn zu entlasten....das bedeutet oftmals, dass die kollegen im team möglicherweise etwas von diesem kollegen mit übernehmen müssen...

Die Stelle wird also vom AG so aufbereitet, dass sie nicht überfordernd ist. Ich kenne das oft in der Kombi mit einer deutlichen Stundenreduktion. Das scheint aber auch keine solche Stelle zu sein, zumindest hat Testrale nichts in die Richtung erwähnt. Und es will/braucht auch nicht jeder so einen Arbeitsplatz, wenn er wieder gesund ist. Ich bin aber bei dir, weil ich denke, dass es dann angesprochen gehört, wenn der Arbeitsplatz krankheitsbegleitend gestaltet werden muss. Dafür muss aber der AG auf Anfrage der Kollegin sorgen, nicht das Team.

R8ajxani


Aber was ich wohl weiß und was auch mein Therapeut immer sagt: Wenn man ein Problem lösen bzw. gar nicht erst entstehen lassen kann durch eine kleine Handlung,... wo liegt das Problem sich entsprechend zu benehmen. Man würde doch der Kollegin das Öl aus dem feuer nehmen wenn man einfach pünktlich zur Arbeit erscheinen täte...

BKarcDeloCnxeta


Man würde doch der Kollegin das Öl aus dem feuer nehmen wenn man einfach pünktlich zur Arbeit erscheinen täte...

Naja, so wie es aber klingt, würde sie immer etwas finden, die Zeitfixierung ist ja nur eines des Beispiele.

Mein Therapeut würde da auf meiner Seite ansetzen:

1. Schritt: Radikale Akzeptanz. Akzeptiere sie Situation, so wie sie ist. Du kannst das Verhalten deiner Kollegen nicht ändern.

2. Schritt: Das Erreichen einer emotionalen Distanz zu der Art, wie die Kollegen die Arbeit verrichten. Denn Fokus nach innen legen, alles andere ausblenden.

3. Schritt: Dann nur noch versuchen, für sich selbst zu arbeiten. Ziel ist die Erkenntnis, dass man, wenn man alles so getan hat, wie man es konnte und sich nicht überfordert hat, sehr zufrieden mit sich sein kann. Den Druck und den Anspruch an sich selbst herausnehmen.

H|ann(ahxWe


Man würde doch der Kollegin das Öl aus dem feuer nehmen wenn man einfach pünktlich zur Arbeit erscheinen täte...

Genau das wage ich anzuzweifeln. Ich kenne solche Leute. Deren Ziel ist das meckern selbst, nicht das zufriedensein. Sie mag es, andere Menschen zu tadeln und zurechtzuweisen, das gibt ihr vielleicht ein Stück Macht. Wenn man mit seinem eigenen Leben psychisch nicht zurechtkommt, hilft es vielleicht, andere herumzuschikanieren.

Das heißt, wenn jetzt alle pünktlich zur Arbeit kommen, ihre Kaffeetassen sofort ausspülen, sich jeden Tag geißeln um BLOS keinen Fehler zu machen, dann findet sie etwas anderes.

Wer hat im Flur das Licht angelassen? Wo ist der Kugelschreiber, den ich gestern hier hingelegt hatte? Wo warst du gestern zwischen 15.20 und 15.26 Uhr, so lange kann doch keiner auf die Toilette gehen?

Erst die absolute Kontrolle würde sie wahrscheinlich zufrieden machen.

THestraxle


Ja ich glaube auch, das diese Kollegin ohne Meckern, diffamieren, denunzieren u.s.w. unzufrieden ist.

Da sie Depressionen hatt, "trauen" wir uns nicht, sie mal etwas energischer, rabiater anzusprechen, wir denken, das sie dann evtl "irgend etwas verrücktes" macht klingt blöd, aber das gefühl haben wir.

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