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Insidon bei Angststörung

T\yrotne89 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hab mich hier im Forum angemeldet weil ich im Moment ziemlich am verzweifeln bin und hoffe ein paar

Antworten zubekommen.

Also, ich hab seit ich letztes Jahr und auch Anfang diesen Jahres Probleme mit meinem Darm und der Verdauung

hatte, eine Angst übernommen die ich nicht mehr loskriege. Unzwar habe/hatte ich Angst, dass ich Durchfall oder sogar mich übergeben muss in bestimmten Situationen in der Öffentlichkeit. Besonders schlimm ist/war es wenn ich z.B. beim Einkaufen an der Kasse stehe bzw. allgemein wenn ich mich in Situationen befinde, in denen ich nicht schnell flüchten kann und viele Leute um mich drum herum sind.

Habe dann den Entschluss gefasst einen Psychologen aufzusuchen unter anderem auch weil ich auch Deppresionen hatte, die durch diese Angst auch verstärkt wurden! Letzten Donnerstag hatte ich dann endlich den Termin und habe diesem auch meinen Fall geschildert. Er verschrieb mir 30mg Paroxat von Hexal und zum einschleichen sollte ich mit 15mg anfangen.

Das habe ich auch letzten Samstag getan und hatte den schlimmsten Horrortrip meines Lebens, sodass ich Nachts den Notruf vor lauter Todesängste ( mal abgesehn von den anderen Nebenwirkungen wie Unruhe, Nervosität, extremer Schwindel, Muskelzuckungen sowie Muskelschmerzen und Mundtrockenheit) angerufen habe und der meinte ich solle dieses Medikament nicht mehr weiter einnehmen, denn solche Nebenwirkungen dürften nicht sein.Ich hab mich durch Paroxat gefühlt als würde ich in einem dunklen Schrank hocken.

Gesagt getan nachdem ich in der Nacht von Samstag auf Sonntag erst durch völlige Erschöpfung dann endlich einschlafen konnte habe ich Sonntags auch keine weitere Dosis von dem Teufelszeug genommen.

Mir ging es dann auch wieder besser und Montags habe ich gleich bei meinem Psychologen angerufen,der hat mir stattdessen Insidon Tropfen verschrieben.

Seit Dienstag nehme ich jetz 5 Tropfen morgens und soll sie innerhalb der nächsten 5 Tage auf 10 Tropfen steigern.

Hab die Tropfen auch zu anfangs ganz gut vertragen, ok der erste tag war wieder mit Schwindel und starker Benommenheit aber das war ok. Mittwochs gings mir ziemlich gut eigentlich, der Schwindel war weniger und die Benommenheit war auch weniger geworden.

Gestern hatte ich dann wieder eine Unruhe in mir und irgendwie fühlt es sich langsam wieder an wie bei Paroxat, es fühlt sich sehr komisch an als wären Geist und Körper getrennt voneinander! Habe mir nichts dabei gedacht und bin kurz etwas einkaufen gegangen und plötzlich hatte ich eine Panikattacke wie beim Paroxat wieder.

Meine eigentliche Angst, dass ich zu bestimmten Zeitpunkten Durchfall bekomme ist kaum noch da, da ich jetzt Angst habe wieder in Panik zuverfallen.

Habe es dann gestern locker nagehn lassen den restlichen Tag, was aber nicht wirklich was gebracht hat!

Hatte dann auch Angst dass ich plötzlich nicht mehr das Atmen kontrollieren kann.

Und heute habe ich die Dosis auf 6 Tropfen gesteigert und der Tag fängt genauso an wie der Horror Samstag mit dem Paroxat. Ich fühl mich ziemlich komisch als hätte ich die Kontrolle über mich nicht und wieder kommt es mir so vor als wären Geist und Körper völlig von einander getrennt... Ein schreckliches Gefühl und so habe ich mich nie gefühlt bevor ich beim Psychologen war und solch Medikamente genommen habe! Kann es vllt sein, dass sich mein Körper sich komplett gegen solche Medikamente wehrt und ich diese einfach nicht vertrage?

Hat jmd noch so Erfahrungen mit den erwähnten Medikament gemacht?

Antworten
Z*wacCk4x4


"Solche Medikamente"? Die beiden sind doch höchst unterschiedlich. Paroxetin ist ein Antidepressivum (SSRI) und Opipramol (= Wirkstoff von Insidon) ist ein Anxiolytikum. Die Hersteller von Antidepressiva schreiben regelmäßig im BPZ, dass Nebenwirkungen auftreten können, wobei "die meisten" nach einer Anfangsphase verschwinden. Sie können also verschwinden, müssen aber nicht. Die gewählte Dosis war nicht sehr hoch - eben zum Einschleichen. OK, wenn die NW nicht akzeptabel sind, bleibt nur ein Medikamentenwechsel. 6 Tropfen Opipramol entsprechen 25 mg; auch das ist keine sehr hohe Dosis. Empfohlene Tagesdosis ist 50-300 mg, verteilt auf 1-3 Einzelgaben, Hauptdosis abends. Dein Beitrag klingt so, als hättest Du die Tropfen morgens genommen. Wenn das so isdt, wäre wahrscheinlich ratsam, die Tropfen abends zu nehmen, notfalls auch auf zwei Portionen aufzuteilen. Dir muß aber klar sein, dass Du mit der derzeitigen Dosis die niedrigste wirksame Dosis noch nicht erreicht hast, so dass eine positive Wirkung noch nicht zu erwarten ist. Paroxetin und Opipramol habe ich noch nicht genommen, aber 20-30 ADs habe ich schon probiert. Warum so viele? Zum großen Teil wegen der NW. Wenn Dich Zahlen interessieren, google nach dem Wirkstoff und lies bei sanego.de unter "Nebenwirkungen" nach. Darf ich nach Deinem Alter fragen?

Tiyronxe89


Mit "solche Medikamente" meinte ich Psychopharmaka als Überbegriff. Ja da hast du recht, habe die Tropfen morgens genommen, habe einen Verordnungsplan bekommen auf dem steht 16.07-20.07 5 Tropfen, ab dem 21.07-25.07 10 Tropfen und ab dem 26.07 dann 15 Tropfen und immer morgens einnehmen.

Wow 20-30 ADs sind echt viele!! Hast du dann schon nach wenigen Einnahmen das Medi gewechselt bzw. hat es dir schon bei der ersten Einnahme so übele NW beschert?

Das NW eintreten wusste ich, die Apothekerin hat mir das schon prophezeit mit leichter Benommenheit und das der Körper sich erstmal drauf einstellen muss. War aber der Annahme, dass das etwas lockerer wird.

Klar darfst du Fragen, werde nächste Woche 24.

Ich habe nur so dermaßen Angst durch diese Paroxat-Geschichte, dass ich dieses Medi auch wieder alles in mir "zusammenschlägt" und mich auf einen Horror-Trip schickt!

Vllt sollte ich die Tropfen wirklich versuchen Abends einzunehmen, kann ich dann eigentlich morgen Früh die Dosis auslassen und einfach Abends nachholen?

Z&wa(ck4x4


Hast du dann schon nach wenigen Einnahmen das Medi gewechselt bzw. hat es dir schon bei der ersten Einnahme so übele NW beschert?

Ich habe die ganze Bandbreite erlebt von fehlender Wirkung und fehlender NW über inakzeptable NW von Anfang an bis zu NW bei höherer Dosis, Verlust der Wirkung nach Monaten oder Jahren und sehr spät einsetzende NW. Mein Doc hat mich aber immer an den Entscheidungen über die Art der Mittel beteiligt, und da hat man dann das Gefühl, dass man das Geschehen aktiv beeinflussen kann.

War aber der Annahme, dass das etwas lockerer wird.

Es gibt Patienten, die fast alles vertragen, solche, die mit beinahe jedem Mittel Probleme haben, und alle Grade dazwischen. Rein theoretisch kannst Du bei starken NW zurück auf eine niedrigere Dosis gehen und in ganz kleinen Schritten steigern; Nachteil: Du brauchst sehr lange, bis Du die kleinste wirksame Dosis erreichst.

Nach Deinem Alter habe ich gefragt, weil im Benkert/Hippius in der Opipramol-Bewertung u.a. steht: "Zu Beginn der Therapie, besonders bis zum Alter von 24 J.: engmaschiges Monitoring der Suizidalität." Übrigens steht da auch: "Bei Wahl eines Psychopharmakons zur Behandlung der GAS ist zunächst ein SSRI oder ein SSNRI vorzuziehen." Ich lese das "ein" nicht als Zahlwort. Die Enttäuschung mit Paroxetin hätte ich nicht zum Anlaß genommen, sofort auf Opipramol umzusteigen. Gott sei Dank gibt es eine ganze Reihe von anderen SSRIs und einige SSNRIs.

T'yronex89


Da hoffe ich aber inständig, dass die Suche nach dem richtigen AD für mich nicht so lange dauert!

Und diese Berwertung hört sich auch ziemlich beängstigend an... :-(

Ich habe da leider keine Entscheidungsfreiheit gehabt, da mein Arzt mit mir den Medikamentenwechsel nicht wirklich bzw. gar nicht durchgesprochen hat. Nach meinem Anruf Montags hieß es lediglich zu mir, dass ich mir mein neues Rezept am Nachmittag abholen kann und dachte mir selbst dann, dass ich jetz einfach mal dem Arzt vertrauen sollte...

Meine Sorge ist nur wie bereits gesagt dass ich nochmal so einen Horrortrip bekomme und dass ich mich jetzt umsonst mit diesen Erscheinungen rumquäle und alles am Ende für die Katz war.

Am Dienstag habe ich zudem endlich meinen Termin bei einem Therapeuten, der wird ja dann auch mit der ganzen Medikamenten Sache ins Boot geholt...

Ziwac6k44


Angst vor NW ist unangebracht. Wenn nicht akzeptabel > Medikamentenwechsel. Ohne ADs und meine Frau würde es mich schon lange nicht mehr geben.

SIunf(lowe=r_x73


Möchte Zwacks letzten Beitrag unterstreichen.

Und was klarstellen:

Wenn jemand Medikamente verordnet, ist es KEIN Psychologe. ;-) Die dürfen das nämlich nicht. Aber ich möchte Dir raten, Dir einen Psychologen/Psychotherapeuten zu suchen, denn so hilfreich Medikamente sind: Eine Therapie wäre eine sehr sinnvolle Ergänzung.

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