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Wie stuft man so eine Situation ein? *Achtung, evtl. Trigger*

fxr~ozenD voixce hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen.

Ich bin erst neu hier und nicht sicher, ob ich hier im richtigen Bereich poste. Falls nicht, bitte einfach verschieben.

Es geht um folgende Situation, von der ich nicht sicher bin, wo sie eingeordnet werden sollte:

2 Menschen (nenne sie hier mal A und B um keine Namen zu nennen), die auch schon sexuell aktiv miteinander waren, sind gerade ganz frisch zusammen (11 Tage):

Eines Abends liegen beide miteinander im Bett. A hat Lust auf Sex, B aus verschiedenen Gründen überhaupt nicht.

A fängt an B zu berühren, auch intim, woraufhin B wiederholt sagt das nicht zu wollen und A auch symbolisch weggdrückt.

A ignoriert das aber komplett, als hätte er das nicht mal wahrgenommen und fängt an B "anal zu fingern". B versucht wieder zu verdeutlichen, das nicht zu wollen, merkt aber, dass es keinen Sinn hat, da A davon einfach nicht ablassen wird, bis er seinen Willen bekommt.

Nach dem "Fingern" dreht A B um und versucht auch da hinten einzudringen, was ihm Aufgrund von Verkrampung von B und fehlende Befeuchtung nicht so leicht gelingt, wodurch das alles für B zusätzlich unangenehm wird.

Irgendwann schafft er es aber doch, kommt aber dabei (glücklicherweise?) sofort und lässt von B ab.

A sagt später selbst, dass das nicht hätte passieren dürfen und dass er sich schon kriminell fühlt und B fühlt nach diesem Abend nur "dreckig" und könnte stundenlang unter der Dusche stehen.

Zählt das als sexueller Missbrauch, versuchte Vergewaltigung, Vergewaltigung? Oder alles halb so schlimm?

Antworten
M}arXieCurGie


Zählt das als sexueller Missbrauch, versuchte Vergewaltigung, Vergewaltigung? Oder alles halb so schlimm?

Also ich empfinde es als halb so wild.

Wenn mein Partner anfängt und ich wirklich nicht will, dann lass ich ihn das schon ordentlich spüren, sollte er nicht sofort aufhören.

Genauso gibt es Momente, in denen ich Anfangs auch nicht will, er mich dann aber doch rumkriegt, vielleicht hatte sich das A auch erhofft..?!

B hätte da viel härter bleiben müssen, ich versteh auch nicht wie es zu einem "anal fingern" kommen kann, wenn man nicht möchte. Im schlimmsten Fall steh ich auf und geh.

mmimixcry


Ich stelle mir halt die Frage, warum B nicht noch deutlicher zum Ausdruck gebracht hat, dass er/sie nicht möchte, als A immer weiter gemacht hat. Hatte B Angst davor A strenger zurück zu weisen? Also das B quasi starr vor Angst war und sich deshalb nicht weiter wehren konnte.

Ansonsten würde ich wohl auch denken, dass B nun wohl doch Lust hat, wenn er/sie nach anfänglichem zurückweisen mich nun doch weiter machen lässt.

Klar ist es nicht sonderlich nett, wenn man jemanden zurück weist und es dann trotzdem weiter versucht. Aber oftmals empfinden es ja viele auch nur als neckische Spielerei, den anderen erstmal abzuweisen. Weswegen A dann vielleicht dachte, dass er/sie es einfach weiter versucht.

A?eesxsa


Au Backe, da kriege ich ja die Krise! Wie kann man das für "harmlos" halten ???

Ein ignoriertes Nein ist ein ignoriertes Nein!

Die Frage *warum* sich jetzt B nicht deutlicher gewehrt hat ist erstmal irrelevant.

Aber selbst wenn man davon ausgeht, dass sich B noch anders hätte "wehren" müssen - was nicht der Fall ist (!) : es kann tausend Gründe geben dafür dass sie / er es nicht getan hat. Größtenteils psychische: Eine starke emotionale Abhängigkeit zum Beispiel, große Angst davor A zu verlieren, ein Pflichtgefühl ihm gegenüber, das Gefühl, dass man doch sowieso nicht ernst zu nehmen ist und das ein Nein nicht gilt und man auch kein Recht hat sich zu wehren...

Erschreckend!

a;.fi=skh


Ein riesiger Vertrauensbruch und klares Überschreiten von Grenzen. Ganz mies. B hätte nicht "härter bleiben müssen" o.ä. – A ist einfach fürchterlich egoistisch und sehr, sehr unsensibel gewesen. Bei jeglichen sexuellen Unternehmungen sollte der Grundsatz gelten, dass Zustimmung dann angenommen werden darf, wenn Zustimmung signalisiert wird. Alles andere, auch Resignation oder "Still halten", sollte nichts anderes heißen als Stop.

Sowas ganz zu Beginn einer neuen Beziehung zu erleben, ist schlimm. Wenn B keine hypothetische Person ist, sondern real, sollte sie sich nicht scheuen, jemanden ins Vertrauen zu ziehen und über das Erlebte zu sprechen.

faro)zeZn vo1ice


Wie gesagt hat B wiederholt gesagt, dass A aufhören soll und als dieser nicht reagierte auch versucht ihn wegzudrücken, aber er kam immer und immer wieder an und wollte unbedingt seinen Willen, was B gesagt hat, wurde gekonnt übergangen, erst hinterher als der Trieb von A zufrieden gestellt war, hat dieser gemeint, er hätte ja gewusst, dass B das nicht wollte in dem Moment und er sich jetzt wie ein Verbrecher fühlt, da bei ihm irgendwas aussetzte, woraufhin ihm sch*iß egal wäre, was B sagt, will, oder nicht will – So seine Aussage.

B hat nachgegeben nachdem wiederholtes verbales und symbolisches Daraufhinweisen, dass diese Situation so nicht gewollt ist wirklich 0 Komma 0 Wirkung zeigte. Wie es dazu kommen kann ist schon eine Frage der körperlichen Über- bzw. Unterlegenheit (jenachdem von welcher Seite man es betrachten muss).

A = Kräftig, üppig gebaut mit rund 100KG Körpergewicht.

B = Zierlich, schwach, 50KG.

Allein das Wegdrücken seines Armes ist schon ein Kraftaufwand, wenn von ihm so ein Widerstand kommt. Klar könnte man es wieder und wieder versuchen, aber wenn nach 2-3 Mal so gar kein Effekt eintritt...

Ich frage deshalb, weil B derzeit in Behandlung ist, wg. Panikattacken und einer Neurose (Waschzwang) und nicht sicher ist, ob dieses Thema irgendwas dazu beiträgt und in der Therapie angesprochen werden sollte.

A=e6essa


Bei jeglichen sexuellen Unternehmungen sollte der Grundsatz gelten, dass Zustimmung dann angenommen werden darf, wenn Zustimmung signalisiert wird.

:)= :)z

GTrauamxsel


Ich finde, dass es ein Übergriff war. Ein einfaches verbales "nein, ich mag heute nicht" und ein körperliches Signal (wegrücken) sollte signalisieren, dass keine Lust vorhanden ist.

Falls bei B doch noch Lustgefühle aufkommen, kann sie sich bei A ja "melden".

A wird es nach diesem - für ihn doch nicht so ganz positiven Erlebnis - wohl immer wieder auf die Weise versuchen. Nachher wird er sich "schlecht fühlen" und B wird wieder "stundenlang duschen" wollen. Das kann zur Spirale/Teufelskreis werden und ist einer Partnerschaft gar nicht zuträglich.

Und dieses Desaster nach nur 11Tagen Zusammensein. Eine "Beziehung" ist das noch nicht...

aG.fisxh


Ich frage deshalb, weil B derzeit in Behandlung ist, wg. Panikattacken und einer Neurose (Waschzwang) und nicht sicher ist, ob dieses Thema irgendwas dazu beiträgt und in der Therapie angesprochen werden sollte.

In einer Therapie sollte man alles ansprechen, was einem irgendwie auf dem Herzen drückt, und das ganz sicher! Alles Gute!

Dazu

erst hinterher als der Trieb von A zufrieden gestellt war, hat dieser gemeint, er hätte ja gewusst, dass B das nicht wollte in dem Moment und er sich jetzt wie ein Verbrecher fühlt, da bei ihm irgendwas aussetzte, woraufhin ihm sch*iß egal wäre, was B sagt, will, oder nicht will – So seine Aussage.

muss man wohl nichts mehr sagen. :|N

M8aErieCkurxie


Eine starke emotionale Abhängigkeit zum Beispiel, große Angst davor A zu verlieren, ein Pflichtgefühl ihm gegenüber, das Gefühl, dass man doch sowieso nicht ernst zu nehmen ist und das ein Nein nicht gilt und man auch kein Recht hat sich zu wehren...

Ja, und woher soll ich diese Informationen nehmen?! Aus der Nase ziehen? Natürlich kann das auch sein, gar keine Frage, ich gehe aber nach dem Eintragsbeitrag und da lese ich sowas eben nicht raus.

Ein ignoriertes Nein ist ein ignoriertes Nein!

Wie schon geschrieben, ich sage auch öfters Nein, mein Partner ignorierts und kriegt mich dann auch rum, genau das KÖNNTE doch auch in A vorgegangen sein?!

A%eesYsa


Wie gesagt hat B wiederholt gesagt, dass A aufhören soll und als dieser nicht reagierte auch versucht ihn wegzudrücken, aber er kam immer und immer wieder an und wollte unbedingt seinen Willen, was B gesagt hat, wurde gekonnt übergangen, erst hinterher als der Trieb von A zufrieden gestellt war, hat dieser gemeint, er hätte ja gewusst, dass B das nicht wollte in dem Moment und er sich jetzt wie ein Verbrecher fühlt, da bei ihm irgendwas aussetzte, woraufhin ihm sch*iß egal wäre, was B sagt, will, oder nicht will – So seine Aussage.

Was für ein widerliches egozentrisches :-X

Damit wäre für mich das Vertrauen weg und ich würde sagen: das war eine Vergewaltigung.

Die ist eine solche Situation nämlich nicht erst wenn das Opfer um sich schlägt und schreit!!!

Und ja, das gehört *dringend* mit in die Therapie oder zumindest sollte B sich jemandem anvertrauen. Ist der Therapeut da der Richtige?

M:ar:ieCXurie


Ich war zu langsam ;-D

M]arvieCurxie


Danke für die weiteren Informationen – dann sieht das Ganze auch für mich ganz anders aus

AYees;sa


Ja, und woher soll ich diese Informationen nehmen?! Aus der Nase ziehen? Natürlich kann das auch sein, gar keine Frage, ich gehe aber nach dem Eintragsbeitrag und da lese ich sowas eben nicht raus.

Die Information, dass das Nein gesagt wurde war ja wohl klar genug. Und solange nicht "Ja" gesagt wurde oder deutlich gezeigt wurde dass das Nein nicht mehr gilt (mit einem einladenden Lächeln, mit einem bereitwilligen zuwenden oder so) - gilt dieses Nein.

Das war schon gesagt. Da musste gar nichts mehr interpretiert werden.

Wie schon geschrieben, ich sage auch öfters Nein, mein Partner ignorierts und kriegt mich dann auch rum, genau das KÖNNTE doch auch in A vorgegangen sein?!

Habt Ihr darüber gesprochen?

Denn wenn darüber keine klaren Absprachen herrschen finde ich das mehr als riskant.

Außerdem wirst Du ja garantiert dann auch reagieren - offen sein für alles - wenn er Dich "rumgekriegt" hat, oder?

Die Frage ist auch was Du unter rumkriegen verstehst. Eine Verführung die trotz eines Nein folgt, auf die aber Du dann deutlich sexuell reagierst, ihn freiwillig in den Arm nimmst oder so ist etwas völlig anderes als der hier beschriebene Missbrauch.

m8im_icrxy


Ich hatte das auch so aufgefasst, dass A dachte, dass er B nun doch rumbekommen hat.

Wie schon geschrieben, ich sage auch öfters Nein, mein Partner ignorierts und kriegt mich dann auch rum, genau das KÖNNTE doch auch in A vorgegangen sein?!

Wobei ich eingestehen muss, dass ich eine Aussage im Ausgangspost wohl falsch verstanden habe:

2 Menschen (nenne sie hier mal A und B um keine Namen zu nennen), die auch schon sexuell aktiv miteinander waren, sind gerade ganz frisch zusammen (11 Tage)

Ich hatte es so verstanden, dass A und B seit 11 Tagen offiziell eine Beziehung führen, aber davor schon sexuell aktiv waren.

Dementsprechend ging ich von einer gewissen Vertrautheit aus. Weswegen ich das weiter versuchen nicht so dramatisch sehe (in dieser Konstellation).

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