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Wie stuft man so eine Situation ein? *Achtung, evtl. Trigger*

A,eesxsa


frozen voice

Ich habe auch schon Mittel genommen - Psychopharmaka - die meine Stimmung sehr verändert haben, die mich reizbar, aggressiv aber auch unsensibel gemacht haben.

Aber ich habe dennoch noch gewusst was "Nein" heißt. Insofern - das ist keine Erklärung es sei denn dass das sowieso schon so in ihm schlummert - diese Tendenz sich über die Gefühle anderer wegzusetzen.

Nein, nicht alles kann man immer auf Medikamente schieben!

Insofern: wie Du schon sagtest: das ist keine Entschuldigung und für mich auch keine brauchbare Erklärung.

B'alenXciaga


A ignoriert das aber komplett, als hätte er das nicht mal wahrgenommen und fängt an B "anal zu fingern". B versucht wieder zu verdeutlichen, das nicht zu wollen, merkt aber, dass es keinen Sinn hat, da A davon einfach nicht ablassen wird, bis er seinen Willen bekommt.

Wie man das einstuft? Ich stufe es als ganz, ganz schrecklich ein, soviel ist sicher.

Zählt das als sexueller Missbrauch, versuchte Vergewaltigung, Vergewaltigung?

Ist das in der konkreten Situation wichtig?

Hier im Forum würde vermutlich wieder eine riesige Diskussion entbrennen zum Thema "Vergewaltigung: ja oder nein", die sich an dem Merkmal der Gewalt aufhängen würde. Ich glaube, das würde den Faden nicht voranbringen.

S/irTelaemarxk


Ich habe auch schon Mittel genommen - Psychopharmaka - die meine Stimmung sehr verändert haben, die mich reizbar, aggressiv aber auch unsensibel gemacht haben.

Daraus zu schließen, dass das Medikament bei A nicht schuld sein kann, finde ich schon sehr gewagt. Du weißt ja nicht einmal, um welches Medikament es geht und auch Nebenwirkungen wie mangelnde Sensibilität sind ja fließend und können mehr oder weniger stark sein.

Ich würde diese Schuldfrage aber auch nicht für zu wichtig halten. Der Schaden ist angerichtet und wird nicht mehr ungeschehen. Das Vertrauen ist weg. Wer oder was daran wie schuld war ist da doch eigentlich müßig.

m]imi8cry


Frozen, es tut mir wirklich sehr leid, was dir passiert ist. Dabei ist es nicht wichtig, wie wir die Situation einschätzen oder ob es für A irgendwelche Entschuldigungen geben könnte. Dir ist etwas schreckliches passiert, was dich offenbar (zurecht) sehr belastet. Vertraust du deinem neuen Therapeuten denn soweit, dass du ihm diese Geschichte mitteilen könntest? Ich denke, es wäre wichtig, dass du das Ganze vernünftig verarbeiten kannst und mit seiner Hilfe wäre es vielleicht ein wenig einfacher.

fWrozenX voixce


Wie gesagt war ich erst 2 Mal dort, darum ist es schwer einzuschätzen. Es fällt mir sowieso schon alles andere als leicht im reellen Leben alle Karten auf den Tisch zu legen. Im Internet habe ich den Vorteil, dass die Menschen weit weg sind, ich ihnen nicht ins Gesicht schauen muss und relativ anonym bin.

Das war leider schon immer eins meiner größten Probleme.

mJim[icrxy


Wie lange ist der Vorfall den her? Wie verhält er sich dir gegenüber? Bzw. wie seid ihr danach auseinander gegangen?

f;rozReYn voixce


Das Ganze war Ende November 2012 und bis dato leider nicht meine 1. Erfahrung mit dem Thema. Nur belastet es mich ganz besonders, wenn sowas innerhalb einer eigentlich recht harmonischen Beziehung passiert und dazu die Ungewissheit nicht zu wissen, in welche "Schublade" ich diese Fall stecken soll – Das macht es nicht gerade leicht daran auch konsequent zu arbeiten.

Er ist vom Charakter her eigentlich lieb und rücksichtsvoll, außer unter Nebenwirkung dieses Medikamentes damals, da war er schon des Öfteren mal wie ein anderer Mensch. ":/

Der absolute 0-Punkt wird bei ihm immer dann erreicht, wenn man ihn in irgendeiner Form an diesen Tag erinnert.

m.imixcry


Das heißt, ihr seid trotzdem ein Paar geblieben bis heute?

Was hat dich dazu bewegt mit ihm zusammen zu bleiben?

GKrau[amsel


Der absolute 0-Punkt wird bei ihm immer dann erreicht, wenn man ihn in irgendeiner Form an diesen Tag erinnert.

Das wären beste Voraussetzungen, die Sache GEMEINSAM bei einem Fachmenschen (Sexualtherapeut? Paartherapeut?) aufzuarbeiten - natürlich nur dann gemeinsam, wenn B an das Weiterbestehen der Beziehung glaubt.

Falls sich B von A trennt, müsste das Trauma ebenfalls behandelt werden - aber dann alleine.

B war zu dem Zeitpunkt noch schwanger und hatte die Woche vor dem genannten Vorfall einen Abgang, mit noch anhaltenden Blutungen. Ein Grund dafür warum Verkehr von B zu diesem Zeitpunkt sowohl psychisch als auch körperlich nicht erwünscht war.

Das macht die ganze Sache NOCH schlimmer.

Er ist vom Charakter her eigentlich lieb und rücksichtsvoll, außer unter Nebenwirkung dieses Medikamentes damals, da war er schon des Öfteren mal wie ein anderer Mensch

Kann ein ECHT lieber und rücksichtsvoller Mensch wegen eines Medikamentes seinen Charakter so sehr verändern? Wenn ja, warum verschreiben Ärzte ein Medikament, was eine solche Nebenwirkung haben kann?

fvroze#n gvotice


Ich hatte auch erst hinterher gesehen, dass laut Packungsbeilage die Nebenwirkungen bis hin zu Suizidgedanken gehen, wo ich schon dachte, dass es doch recht kontraproduktiv ist, wenn einem ein Psychologe sowas verschreibt, auch wenn diese Nebenwirkungen extrems selten eintreten sollen.

Ob es jetzt ausschließlich nur am Medikament liegt, ist natürlich schwer zu beurteilen... Kann mir sowas auch kaum vorstellen.

mfimicxry


Ich sehe das wie Grauamsel. Wenn ihr beide noch zusammen seid, wäre es nicht schlecht es zusammen aufzuarbeiten. An seiner Reaktion sieht man ja, dass es auch für ihn eine unschöne Erinnerung ist. Und auch wenn es für ihn der absolute Nullpunkt ist...meiner Meinung nach muss er da durch. Wenigstens dir zu liebe. Du hast da das größere Päckchen zu tragen.

fAroz+en voxice


@ mimicry

Ich war anschließend heim gegangen und eine Wele auf Abstand, bis ich ihm die Chance auf eine Aussprache gegeben hab. Hatte viel nachgedacht in der Zeit.

Da habe ich dann auch erstmals gesehen WAS da alles so für unglaubliche Nebenwirkungen im Beipackzettel stehen.

Er hatte in der Zeit auch ein, aber eher oberflächliches, Gespräch während einer Therapiestunde, wo er das mal so andeutete. Er bekam dann ja auch das neue Medikament...

Habe mit ihm auch was ausgemacht, wovon man zum Glück bisher nicht Gebrauch machen musste. Der Vorschlag kam komischerweise quasi beidseitig.

meimicxry


Habe mit ihm auch was ausgemacht, wovon man zum Glück bisher nicht Gebrauch machen musste. Der Vorschlag kam komischerweise quasi beidseitig.

Ein Safeword?

Gqaroju7x8


Es ist doch völlig irrelevant, warum sich B nicht mehr gewehrt hat. Das wichtige ist, dass B es mehrfach getan hat.

Für mein Verständnis, wäre dies bereits eine Vergewaltigung!

f?rozenn voixce


Ja, ich denke auch, dass man sich nicht permenent mit aller Gewalt wehren muss/kann. Wenn deutlich klar gemacht wurde, dass das so nicht erwünscht ist sollte das respektiert werden, hier gab es sogar den wiederholten Versuch das verbal und körperlich klar zu signalisieren. Finde das reicht doch mehr als aus.

Wenn ein Mann trotzdem weiter macht, weil er einfach seinen Trieb befriedigt haben will und nicht warten kann (was ja schon krass ist) wird am Ende doch die Frau beschuldigt, sie hätte ja härter sein müssen. Das ist nicht gerade hilfreich. Manchmal kommt es mir vor als dürfte ein Mann, vorallem innerhalb einer Beziehung, alles und es ist Aufgabe der Frau, wenn nötig bis auf's Letzte mit aller Kraft zu wehren, was allein schon bei dem genannten Kräfteverhältnis unmöglich ist. Wenn sie das nicht schafft, ist sie selbst Schuld. :-( Männer können ja immerhin nix dafür, dass sie mit dem Schwanz denken in dem Moment und ihr Gehirn ausgeschaltet ist und kein klares NEIN mehr ankommt. Das ist doch zum k*tzen. :(v

Und ich muss dazu sagen, dass ich für ihn sowieso schon eine riesen Ausnahme gemacht habe. Vor ihm war ich lange Zeit nur mit Frauen zusammen, eben weil ich aufgrund meiner Vorgeschichte schon eine gewisse Antipathie gegenüber dem typischen Mannsbild habe.

Er entsprach in meinem Augen nur nie diesem Bild, da er eigentlich sensibel ist und auch auf einer Seite eine sehr feminine Ader hat und dann sowas.

Frage mich nur wie viel tatsächlich die Tabletten dazu beigesteuert haben, dass er aufeinmal solche befremdlichen Charakterzüge gezeigt hat, die so gar nicht zu dem Bild passten, dass ich eigentlich von Anfang an von ihm hatte.

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