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Braucht man Ziele im Leben?

A%ePessxa


Ich bemerke, dass mich dieser Pfad beschäftigt. Irgendwie trifft es wohl doch etwas in mir - ich bin relativ "ziellos" und frage mich warum eigentlich. Ich habe das Gefühl, dass ich davor zurückschrecke etwas zu meinem Ziel zu erklären, weil ich fast schon sicher bin zu scheitern, egal mit was. So eine Art von "wenn ich mir kein Ziel setze, kann ich auch nicht scheitern". Das ist mir bisher nicht so sehr bewusst gewesen aber irgendwie hat mir der Pfad das klargemacht. Ich kann nicht sagen, dass ich das super finde. Es erstickt jeden Ehrgeiz. Das heißt, natürlich habe ich ein Ziel - meinen Sohn gut großzukriegen, aber auch da habe ich eine immense Angst zu scheitern

Mehr noch, wenn ich an Wünsche denke, die ich noch habe, habe ich meistens eher negative Gefühle dabei. Ich kämpfe darum mit dem zufrieden sein zu können was ich habe und nicht an Zielen "herumzubasteln" die vielleicht nie erreiche. Ich bin einfach schon zu oft gescheitert.

a:nder`s-npor2mal


@ Aeessa

Mir gehts leider ganz genauso wie dir :)_

Aipfelkuech>en0x07


Übrigens ändern sich die Ziele/Wünsche im Laufe der Jahre. fand ich zum Beispiel letztes Jahr dies und das so spannend und wollte es unbedingt erreichen, so beschäftigen mich jetzt ganz andere Dinge .

Aeeessxa


Mir gehts leider ganz genauso wie dir :)_

Es tut gut nicht alleine zu sein damit :-) Ich vermute, dass es eine ganze Menge Menschen gibt die das genauso (er)leben. Keine Ziele, weil dann die Illusion besteht, das man dann weniger Enttäuschungen erlebt. Aber ich frage mich eben auch ob man ohne Ziele dann nicht auch irgendwie jede Energie los wird, die Ehrgeiz freisetzen kann.

Ich beobachte das bei extrem ehrgeizigen Verwandten von mir - die erreichen wirklich viel - damit meine ich nichtmal unbedingt Materielles: aber weil sie sich hohe Ziele (zu)trauen, schaffen sie auch mehr.

Da ist die Frage ob man sich nicht selbst im Weg steht wenn man das nicht tut. ??Womit ich auch schon wieder bei meinem Kind wäre denn die Schwimmlehrerin meinte vor kurzem zu mir, er stünde sich selbst im Weg und könne eigentlich wahrscheinlich längst schwimmen wenn er es sich nur zutrauen würde. Gebe ich das jetzt auch schon in die nächste Generation so weiter: besser "bescheiden" bleiben was eigene Ziele betrifft, ich schaffe es ja sowieso nicht :°( Das wäre echt das Letzte was ich ihm mitgeben möchte. Aber ich bin schon voll ausgelastet mit dem einen - obligatorischen - Ziel: mein Kind großzukriegen und ihm eine gute Kindheit zu beschweren ??

A/pfelk?uchTen00x7


@ Aeessa :)* :)*

Angst zu scheitern, hhmm, tja, wenn man was versucht, dann kann man immer auch scheitern... . Ich finde diese Enttäuschungen, die mit den Versuchen einhergehen auch nicht so prickelnd ( ich hasse das ) oder wenn was nicht klappen tut wie man es gerne hätte und überhaupt für alles braucht man so einen langen Atem und muss viel Geduld haben( %-| ) und wenn man etwas wirklich richtig will, dann muss man da immer so lange nachbohren und es immer wieder versuchen auch wenn es nicht klappt. Also allgemein sind diese Ziele mit viel Arbeit verbunden.

Ich habe irgendwo gelesen, dass Ziele setzen immer gut ist, jedoch soll man es nicht vergessen das Hier und Jetzt zu genießen, da man nie weiß, was dann ist wenn dieses Ziel erreicht worden ist ( also z.B. dass man merkt, dass es ein beklopptes Ziel ist und man es gar nicht mehr will oder dass da irgendwelche weiteren Probleme auftauchen usw.) . Nach diesem Grundsatz lebe ich jetzt :-) :)^ .

a:ndekrs-]normaxl


Ich kann mich so gut in dich reinfühlen, Aeessa.

Ich wüsste schon so ca. wo die Reise hin gehen soll, aber ich trau mir den Weg nicht zu weil ich so wie du schon oft gescheitert bin.

Teils weil ich mir selbst im Weg stand und teils weil ichs einfach nicht besser gekonnt habe.

Gott sei Dank gibts bei vielen Dingen ein Hintertürchen, keine Ahnung wo ich wäre wenn die nicht da gewesen wären. |-o

Das mit deinem Kind kann ich mir sehr gut vorstellen, die Kleinen spiegeln uns in so einem zarten Alter ungemein, denke ich.

GKedank1engefl-ecxhte


Irgendwie trifft es wohl doch etwas in mir - ich bin relativ "ziellos" und frage mich warum eigentlich. Ich habe das Gefühl, dass ich davor zurückschrecke etwas zu meinem Ziel zu erklären, weil ich fast schon sicher bin zu scheitern, egal mit was. So eine Art von "wenn ich mir kein Ziel setze, kann ich auch nicht scheitern".

Es scheint bei dir eine Diskrepanz zwischen deinen Fähigkeiten und deiner Selbstwirksamkeit zu geben. Das führt dazu, dass man unter Leistungsangst leidet und Herausforderungen meidet.

Was sind deine Fähigkeiten? Versuche dir in einem Feld, das du gut kannst, realistische Ziele zu setzen und diese zu erreichen.

_=Parv1ati_


@ Kleio

Denke ich auch, denn es folgt unumwunden die Frage, was macht Dich denn zufrieden und glücklich?

Mein Mann, meine Heimat, meine Familie, meine Haustiere, die Natur, meine Hobbys usw. ...

Ich verstehe überhaupt nicht, wie Du zu diesem Zusammenhang kommst. Die Frage ist ja nicht, was Du der Welt hinterlässt, sondern welche Ziele Du hast. Das hat für mich gar nichts mit der Welt zu tun.

Mein Therapeut hat mich im Zusammenhang von Zielen gefragt, was ich der Welt mal hinterlassen will.

Das hieße nach meinem Verständnis, dass Du Dich als unzuverlässigen Menschen siehst. Meinst Du es so?

Unzuverlässig ist eher der falsche Ausdruck... eher wenig ehrgeizig und zielstrebig. Vielleicht meide ich es auch deshalb Ziele zu setzen. Vielleicht auch, weil ich, wie Aeessa, Angst habe zu scheitern.

@ anders-normal

Du weißt schon das das der Sinn der Sache/Therapie ist? :p>

Äh... nein, weiß ich nicht.

S)chlitzzaugxe67


Wenn jemand Ziele deshalb nicht anstrebt, weil man sich zum Denken von "bei mir klappt es eh nie" entschlossen hat, sollte man mal ins Grübeln kommen.

Heidi Klum hat sich sicherlich nie hingestellt und gesagt: ich werde nie auf nem Laufsteg stehen, ich bin so was von zu blöd dazu und meine Beine sind nicht lang genug und wenn ich stolpere, geht die Welt unter...

Man lese einfach mal die Biographien von Leuten, die erfolgreich sind. Die sind reich an guten Gedanken, die sie sich selbst machen, statt armselig im Denken.

Daenken sucht man sich selbst aus. Und gerade auh in erfolgreichen Biographien wird man immer wieder lesen, dass nie aufgegeben wird. Man sucht sich das aus, was man denkt. Wer am Tag

250 x denkt, ich bin eh zu doof für alles, macht daraus ne Platte mit Sprung. Trotzdem bleibt es selbstgebastelt. Man könnte auch 500 x denken, eines Tages arbeite ich in xxxx Beruf und bin glücklich damit und fühlt schon so richtig, wie gut das tut. Oder man sieht und fühlt schon die Freude des Kindes, wenn es schwimmen kann oder den Schulabschluß hat. Man traut es seinem Kind zu und strahlt das auch aus. Man unterstützt diesen Gedanken energisch (man gibt Energie rein).

Man wird sein eigener Zeuge, was man denkt.

Sehr hilfreich zur Gedankenkontrolle: Gymboss kaufen, auf 2 Minuten stellen und eine Zeit lang schauen, was man denkt. Und wenn es negativ ist, sofort korrieren zum Guten.

Die Psychologen freuen sich auf die sich selbsterfüllende Prophezeiung. Patient, denk negativ und bleib bei Deinem Unglück und ich werde weiterhin gut an dir was verdienen oder Patient denk besser und fühle Dich mal in gute Dinge rein und sieh, was dann tatsächlich geschieht. Die negative Vorstellung erfüllt sich ebenso wie die positive.

Übungssache. Übungssache. Übungssache.

Tmabaylug\i


Ich habe mal im TV gehört, dass man einen SINN im Leben braucht, aber durchaus unglücklich leben kann. Man kann ohne Glück leben. Man kann sich in der Unglücklichkeit einrichten, aber ohne SINN kann man nicht leben.

So wurde es mal "von einem Lebensfachmann" im TV geschildert.

Ich kann dem zustimmen.

S_pe|exdyse


Guten Morgen! Ein interessanter Faden :)D

Möchte meine Gedanken zu diesem Thema äußern:

Nach zweimal Krebstherapie mit allem Drum und dran (seit Januar d.J. festgestellter Gendefekt,der immer wieder Krebs verursachen kann), nach Lungenembolie und diversen anderen Erkrankungen habe ich festgestellt, dass in erster Linie wichtig ist, im Hier und Jetzt glücklich und zufrieden zu sein.

Ziele sind durchaus sinnvoll, aber man sollte sie nie zuweit in die Zukunft planen,denn plötzlich steht von einem auf den anderen Tag die Welt plötzlich Kopf. Von daher plane ich so gut wie gar nix mehr, genieße jeden Tag, der mich älter werden lässt und suche mir kleine Höhepunkte, die mein Leben im Jetzt bereichern( ich mache derzeit gerade den Führerschein und dies mit 51 ;-) )..........

Seit Jahren bin ich in psychologischer Behandlung und die Therapeutin meinte letztens auch,es müsse doch noch mehr geben in meinem Leben. Aber ich bin,so wie es derzeit läuft sehr zufrieden und glücklich.....Warum sollte ich nach Höherem streben, wenn ich genau dieses Ziel vielleicht nie erreiche, weil dann der nächste Krebs anklopft?- Wäre ich dann doch vielmehr enttäuscht, dass ich es nicht geschafft habe......

Jeden Tag etwas Schönes zu finden, ein Lächeln über mein Gesicht huschen zu lasssen, das ist mein Ziel ............. @:)

Avpfelkuch#en0B07


@ Speedyse :)^ :-)

So ähnlich sehe ich das auch. Ich konzentriere mich mehr auf das Hier und Jetzt. So ganz ohne Ziele / Wünsche bin ich nicht, die schwirren automatisch im Kopf herum und die will ich dann auch umsetzen, aber ich möchte im Jetzt leben. Weil ich mir halt denke, wer weiß was später kommt und heute gehts dir gut, also genieße es. Jeden Tag möglichst zufrieden zu leben – das ist ein guter Vorsatz. Ab und zu was Ungewöhnliches machen, das belebt und peppt das Leben auf. Und vorallem freue ich mich über Dinge, die nicht zu kaufen sind. Klar sind materielle Dinge auch ab und an mal nett, aber doch auch vergänglich. Und das, was man eben nicht kaufen kann, stellt eh alles Materielle in den Schatten, meiner Meinung nach. Dass man am Leben ist, ist ja auch ein Geschenk und nichts Selbstverständliches. Allgemein so Dinge, die man gerne als selbstverständlich ansieht, sollten mehr wertgeschätzt werden: Leben, Gesundheit, Essen, Wohlstand, der ganze unnötige Schnick-Schnack, den man sich so leistet, ein Bad, ein gutes Buch, gutes Wetter, Schokolade, eine Arbeit, die Einem Spaß macht.... . :-)

A~e*es'sa


Jeden Tag etwas Schönes zu finden, ein Lächeln über mein Gesicht huschen zu lasssen, das ist mein Ziel ............. @:)

Das entspricht auch eher dem was ich anstrebe: das Leben genießen!!! Denn es kann eben wirklich zu leicht anders kommen als man denkt. (Ich hatte zwar keinen Krebs, allerdings habe ich neurologische Beschwerden die sich verschlimmern und auch dazu führen könnten das ich irgendwann nicht mehr viel kann bzw. nichts mehr kann - und die auch tödlich enden könnten. Was bringt es mir wenn ich dann dastehe und merke, dass ich nicht "DAS" große Ziel erreicht habe ??? Doch nur Frust)

Und ich habe so etwas auch schon beobachtet, bei jemandem der in Rente ging und ständig nur von "später" sprach, davon was er "später" machen wollte. Alles zurechtgelegt für "später". Tja und dann schwere Krankheit und Tot wenige Wochen nach dem Ruhestand...

Insofern: Vielleicht ist auch das ein Grund für meine "Angst" vor großen Zielen: das ich das bei meinem eigenen Vater beobachtet habe, als ich ein Kind war - wie das daneben gehen kann wenn man für "später" lebt bzw. die großen Ziele nicht erreichen kann.

Kleine Ziele, eventuell - aber nicht große.

Und für mich ist Glück im Moment wenn ich es geschafft habe einen wunderschönen Tag mit meinem Kind zu verbringen - an dem er glücklich lacht und an dem ich merke, es geht ihm gut - und an dem ich selbst auch was für mich machen kann.

KGleio


_Pravati_

Mein Therapeut hat mich im Zusammenhang von Zielen gefragt, was ich der Welt mal hinterlassen will.

Das hatte ich bisher nicht so verstanden. Wie schon erwähnt, so lebe ich nicht für die Welt (wer soll das auch sein?) und somit ist das für mich kein Kriterium und nebensächlich, ob ich ihr etwas hinterlasse oder nicht.

K leyixo


Speedyse

Ziele sind durchaus sinnvoll, aber man sollte sie nie zuweit in die Zukunft planen,denn plötzlich steht von einem auf den anderen Tag die Welt plötzlich Kopf. Von daher plane ich so gut wie gar nix mehr, genieße jeden Tag, der mich älter werden lässt und suche mir kleine Höhepunkte, die mein Leben im Jetzt bereichern( ich mache derzeit gerade den Führerschein und dies mit 51 )..........

So sind Menschen unterschiedlich. Genau durch die Einstellung das Leben im Hier und Jetzt zu leben, hat erst möglich gemacht, meine Ziele zu definieren und mir abzugewöhnen zu sagen, das mache in dann mal, das mache ich, wenn ich in Pension bin, etc. Es war bei mir vorher ja gar nicht der Fall, dass ich keine Interessen und Leidenschaften hatte – ich habe sie nur alle ständig aufgeschoben und dergleichen.

Jeden Tag etwas Schönes zu finden, ein Lächeln über mein Gesicht huschen zu lasssen, das ist mein Ziel .............

Aus meiner Sicht ist es der Weg und der Weg ist das Ziel. Das Erreichen eines Ziels ist nicht unbedingt ausschlaggebend, sondern dass ich ihn gehe. Meine Ziele sind in der Regel auch oft keine "erreichbaren", wie z. b. das Thai Chi oder eben auch Sprachen. Eine Zielerreichung in dem Sinne ist da nicht gegeben, weil ich mich darin immer üben und verbessern kann.

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