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Braucht man Ziele im Leben?

G$eda6nken?gefTlechte


Ziele führen letztendlich zum konstanten Verhalten. Wenn man (für) sich sinnvolle Ziele setzt, beinhalten sie meistens auch sinnvolles Verhalten, um diese Ziele zu erreichen.

Und zu "Hier und Jetzt"-Thematik: Mal abgesehen davon, dass es ja schon ein Ziel ist im "hier und Jetzt" zu leben, kann man auch andere Ziele so formulieren, dass sie nicht allzu weit in der Zukunft liegen.

Beispiel: Ich will die 100m in 11sek laufen. Wenn man jetzt 14sek braucht, kann man sagen, dass man die 11sek nicht in naher Zukunft laufen wird.

Man kann sich aber auch einfach das Ziel setzten, 3 mal die Woche für den 100m Lauf zu trainieren, ohne Zeitangabe. Eine Abwägungsfrage.

Lyewi/an


Braucht man Ziele im Leben?

Glaub ich nicht.

Aber: Ein Ziel zu haben und Schritte zu unternehmen, um es zu erreichen, koennte immerhin eine Bereicherung des Lebens sein. Es bringt mehr Erfahrungen und mehr Moeglichkeiten.

Ziele setzen bringe ich daher immer mit den Modalverben müssen und sollen in Verbindung. Wünsche hingen mit können und wollen. also bei Zielen steckt für mich folglich immer ein Zwang dahinter. Außerdem verbinde ich Ziele mit Leistung und Leistungsgesellschaft. Und das ist mir einfach alles irgendwie zuwider...

Waer doch schoen, wenn du mal ein Ziel in Angriff nehmen koenntest, ohne dabei in erster Linie den laestigen Zwang zu spueren, oder?

Lnewriaxn


PS: Ich glaube, dass ueber den weitaus groessten Teil der Menschheitsgeschichte die grosse Mehrheit der Menschen kein anderes Ziel hatte als zu ueberleben (und hin und wieder mal Sex- und Lebenspartner anzuwerben). Die sind immerhin auch wenigstens so weit klargekommen, dass es uns heute gibt.

(Und einige in der Vergangenheit populaere Ziele wie z.B. "das Nachbarland erobern/Kalif anstelle des Kalifen werden" etc. waren dem eher hinderlich als foerderlich.)

GRedahnkeng|eflexchte


Ich glaube, dass ueber den weitaus groessten Teil der Menschheitsgeschichte die grosse Mehrheit der Menschen kein anderes Ziel hatte als zu ueberleben (und hin und wieder mal Sex- und Lebenspartner anzuwerben). Die sind immerhin auch wenigstens so weit klargekommen, dass es uns heute gibt.

Fortschritt war nahezu immer ein Ziel des Menschen, oder? Wenn vor mehreren Jahrhunderten niemand das Ziel gehabt hätte Erkenntnisse mit wissenschaftlichen Methoden, die natürlich nicht besonders ausgereift waren, zu gewinnen, dann säßen wir heut' nicht hier und würden uns darüber Gedanken machen, ob der Mensch Ziele braucht.

b(med


Doch, man braucht Ziele ... und es ist egal, um was es geht, nur vom Verstand und vom Herzen her müssen sie GEWOLLT und irgendwie schon realistisch sein.

Der Trick ist, es werden täglich tausende von klitzekleinen Entscheidungen gefällt ... kaufe ich rote Äpfel oder grüne, ess ich Spaghetti oder Rigatoni, Weißwein oder Rotwein ... jetzt die Küche aufräumen oder später, Fernsehen gucken oder ausgehen ...

... alles im Prinzip für den Augenblich wurscht und egal.

Aber auf lange sicht wird das Gehirn immer einige Entscheidungen genau SO fällen, dass sie in Richtung der "gewählten" Ziele fallen ... unbemerkt und ganz nebenbei.

Man wird sich entscheiden zwischen dem Job hier oder in dem Dorf oder in der Großstadt ... der Bauch wird schon sagen ... da will ich hin ... und er wird dafür sorgen, dass eines der Ziele ein winziges Stückchen näher kommt.

Aber Achtung, das Unterbewusstsein lässt sich nicht mit "Fake-Zielen" oder "Rennzeiten", Metern oder Kilos überlisten. Solche Ziele werden einfach ignoriert ... oder sogar durch andere winzige Entscheidungen torpediert . ;-D

lg.

L3ewiaxn


Gedankengeflechte

Wenn vor mehreren Jahrhunderten niemand das Ziel gehabt hätte

Den einen oder anderen wird's schon gegeben haben. Ich schrub von Mehrheiten.

bKmexd


Fortschritt war nahezu immer ein Ziel des Menschen, oder? Wenn vor mehreren Jahrhunderten niemand das Ziel gehabt hätte Erkenntnisse mit wissenschaftlichen Methoden, die natürlich nicht besonders ausgereift waren, zu gewinnen, dann säßen wir heut' nicht hier und würden uns darüber Gedanken machen, ob der Mensch Ziele braucht.

Nein, Fortschritt war KEIN Ziel der Menschheit.

Es waren immer EINZELNE, die bestimmte Dinge NICHT so hinnehmen wollten, wie sie waren, sondern an was anderem, schnellerem, billigerem, einfacheren getüftelt haben, oft unter Einsatz ihrer gesellschaftlichen Stellung, ihres Rufes und ihres Lebens.

Manche hatten Ideen, Visionen ... andere hatten das Händchen, Geldgeber zu besorgen (und trotz Pleite zu überleben).

Der Trick auch hier wieder ... das GROSSE Ziel, DIE einzige Vision.


In der Forschung versucht man heute immer mehr zielgerichtet zu forschen. Leider vergisst man, dass fast alle grundsätzlichen neuen Dinge ZUFÄLLIG entdeckt wurden, oder Abfallprodukt einer anderen Aktivität waren ... erst dann ging es ans Detail.

Offensichtlich sind auch für die verschiedenen Forschungsstadien verschiedene Persönlichkeiten erforderlich, die nacheinander oder zusammen eine Vision oder Idee verfolgen ...

Wassermühle, Fließband, Mähdrescher, Verpackungsmaschine ... alles das ist nur erfunden worden, weil jemand "zu faul" war, um das Ganze mit der Hand zu machen ... DAS ZIEL WAR: "einfach soll es sein, und von selbst funktionieren" ... damit man daneben liegen kann und zuschauen.

]:D

d(ummxschmwarrexr74


Mein Therapeut hat mich im Zusammenhang von Zielen gefragt, was ich der Welt mal hinterlassen will.

die frage finde ich auch eher doof und ich finde deine patzige antwort durchaus realistisch für die allermeisten leute.


sehr zielgerichtete personen sind mir unsympathisch (aber natürlich kann ihr sog hilfreich sein). egal, ob es um materielle (berufliche) oder persönliche dinge geht. andererseits finde ich leute ganz ohne ziele oder mit minimalzielen ("so, erfolgreicher tag heute, wieder niemand unter die räder gekommen") auch irgendwie wurschtig.

was heißt das nun für mich für die fadensfrage... ich finde ziele wichtig für leute, die größere defizite in vielen bereichen haben. wenn bei jemand nichts klappt, aber auch keine strukturierung durch ziele erkennbar ist, erscheint mir das nachlässig. andererseits nerven mich zielsetzungen bei leuten, die objektiv schon "gut dastehen". wer gut dasteht oder wer viele defizite hat, entscheide ich ]:D ;-)

LNeoLeopDoldixne


@ Aeessa

//... die Schwimmlehrerin meinte vor kurzem zu mir, er stünde sich selbst im Weg und könne eigentlich wahrscheinlich längst schwimmen ...//

Das Ziel der Schwimmlehrerin sollte sein, dem Kind das Schwimmen beizubringen, die Angst zu nehmen!

Anscheinend ist die Lehrerin nicht fähig dazu!

Falsch ist es, dem Kind die Schuld zu geben!

Das Kind steht sich nicht im Weg!

Mit einem fähigen Schwimmlehrer könnte das Kind schwimmen!

Croug.ar71


Ziele sind die Reflektion einer selbst, die jeder für sich mehr oder weniger bewusst ausmacht, um einfach zu leben.

Manche wissen schon früh, was sie alles erreichen und haben wollen, andere dagegen suchen vielleicht ein leben lang ,ohne fündig zu werden.

Ziele enstehen schon von Kindesbeinen an und ändern sich nicht selten, stetig. Je glücklicher und zufriedener ein Mensch ist,um so leichter fällt es Ihm, weitere Ziele, Wünsche und Vorstellungen umzusetzen, was dann automatisch den Sinn des Lebens erklärt.

Leider ist es aus verschiedensten Gründen nicht jedem gegeben, Wünsche und Ziele zu verwirklichen und in die Tat umzusetzen, die dann ein Leben erst lebenswert machen können um später auch mal vom Sinn berichten zu können, bzw. diesen, anderen Menschen weiter geben zu können.

Das nenne ich dann einfach nur Schicksal, dass gewisser Maßen jeden trifft, die Frage ist nur, wie?

b'myexd


Nun, es gibt Ziele, vorgeschobene Ziele, oberflächliche Ziele, langfristige Ziele, unerreichbare Ziele, anderen geschuldete Ziele ... und die gaaaanz gaaaanz tief in einem drin steckenden Zielen.

1,5m hochspringen ... 3 m weitspringen, ja, das sind ziele, aber eigentlich steckt dahinter das Ziel "Anerkennung" mitmachen, dabeisein, gemocht werden.

Chef sein, sagen, können, Bestimmen ... ok eigentlich ist da tief drin ein "Freiheitsdrang", der gelebt werden möchte.

VIEEEEL Geld haben, verdienen, ausgeben ... vorgeschoben ist der Lebensstandard ... irgendwo tief drin gibt es wieder zwei Möglichkeiten:

- Anerkennung, "boahhh, ich bin toll" , "ich habe es geschafft"

- Zufriedenheit, sich das leisten, was man möchte

Ziel 1 schafft man auch mit Potemkinschen Dörfen, mit Bluff, Tricksen, täuschen tarnen (Mein Haus, mein Auto, mein Boot, mein Garten, meine Frau, meine Kinder)

Ziel 2 muss langsam wachsen ... wahrscheinlich sind einige Zwischenziele fällig und fallen auch wieder ... dann ist einem das vorgeschobene Glück egal ... die Zufriedenheit, dieses Ziel erreicht zu haben kommt von woanders.

Ich hatte mal das Ziel, als Student ein besonderes Auto zu fahren, ich habe mein vorhandenes verkauft, alles Geld zusammengekratzt, bei meinen Eltern vorgesprochen (sie gaben nichts, weil sie es Quatsch fanden) ... und ich habe es DOCH getan ... und viel Freude dran gehabt. Später musste es weg, weil die Wartungskosten zu teuer waren und dann zwei kleinere Autos benötigt wurden.

Das eigentliche Ziel war aber nicht DAS Auto, sondern Komfort, Bequemlichkeit, Zufriedenheit ... und vielleicht, etwas aufzufallen, denn sowas hatte damals KEINER ;-D

Und die Anerkennung ... "doch ist schon ein tolles Auto" auch von denen, die dagegen waren, abgeraten haben etc. ... das geht runter wie öl (uuups, da war es wieder das heimliche Zwischenziel :-X )

Asee{sxsa


LeoLeopoldine

**

Deine Ferndiagnose finde ich eher gewagt und auch nicht zutreffend. Du kennst ja weder die Lehrerin noch die Situation wirklich.

Es gibt Kinder die können früher und welche die können später schwimmen - und ja, auch wenn sie Unterricht haben.

Aber ich finde es nett dass Du so Anteil nimmst :-)

Awee~ssa


Ergänzung:

Mein Sohn hatte gar nicht die ganze Zeit dieselbe Schwimmlehrerin und die frühere hatte einen ganz anderen Stil usw. Es ist immer fatal so festzustellen "er könnte wenn die Lehrerin fähig wäre schon schwimmen". Nein, davon bin ich überzeugt: könnte er nicht. Gras wächst auch nicht schneller nur weil man dran zieht.

b6mxed


Es ist immer fatal so festzustellen "er könnte wenn die Lehrerin fähig wäre schon schwimmen". Nein, davon bin ich überzeugt: könnte er nicht. Gras wächst auch nicht schneller nur weil man dran zieht.

Nein, ziehen hilft nicht, aber gießen, düngen und alles zur richtigen Zeit ... manche haben eben den "Grünen Daumen" und bestimmte Kinder lernen eben besser bei bestimmten Lehrern ... ist doch eine Binsenweisheit, und sowas haben wir alle schon erlebt ]:D

bXmed


Ziele brauchen immer auch besondere "Umstände", Umgebungen und Begleiter, um erreicht werden zu können %:| o:) :)_

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