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Organisation einer Therapie

K`ongo-O!tto


Da sind die ganzen Menschen, die davon reden, dass ich mein Studium nicht schaffen werde, die fragen, wie ich einen Job finden mag, wenn man eine Therapie gemacht hat, wie ich mir das mit den Versicherungen vorstelle, die das auch alle nicht so witzig finden.

Zum Job: Es geht keinen was an, wie Dein "medizinischer Lebenslauf" aussieht.

Zum Studium: Eine Therapie kostet Zeit und Kraft, aber gibt i.d.R. auch Kraft zurück, so dass das Studium dann sogar leichter von der Hand gehen kann.

Zu den Versicherungen: Ja, private Krankenversicherung wird dann schwierig, Berufsunfähigkeitsversicherung auch. Aber brauchst/ willst Du die wirklich?

Die meisten Unis und Studentenwerke haben psychologische Dienste oder Ähnliches, versuchs doch erstmal da. das ist auf Wunsch anonym, wird nirgendwo in deinen Unterlagen registriert und bietet dir vielleicht einen etwas andere Blickwinkel auf Deine Situation. Allgemein scheinst du sehr auf die Meinung Deines Umfelds Wert zu legen – aber trägt dieses Umfeld nicht auch dazu bei, dass Du überhaupt Therapiebedarf hast?

FClyinFg /wilthoutK wingxs


@ a.fish:

Ja, ich studiere... ich gebe mir zumindest alle Mühe. Im Moment sind aber Semesterferien... wobei, Ferien sind das nicht wirklich... :-/

@ Kongo-Otto

Ich glaube, das mit dem Studium ist nicht mal das Hauptproblem. Natürlich würde ich mich glaube ich in stressigen Zeiten noch mächtig dafür verfluchen, aber ich weiß, dass ich das theoretisch bedacht habe, als ich darüber nachgedacht habe.

Mit den Versicherungen, das ist schon schwieriger, das war mir nämlich vorher nicht ganz klar. Ganz ehrlich – ich musste mich mein ganzes Leben noch nicht mit irgendwelchen Versicherungen auseinandersetzen, das haben immer meine Eltern getan. Ob man eine private Krankenversicherung braucht – keine Ahnung. Ich habe letztens jemanden reden gehört, dass das auch nicht der goldene Weg zur Glückseligkeit ist. Ich mache gerade Praktikum im Krankenhaus und wechsle nächste Woche auf die Privatstation. Da werde ich dann ja selbst sehen, wie es zugeht...

Zur Berufsunfähigkeitsversicherung: Keine Ahnung, ob man die braucht. Klingt ja schon venünftig und ich kenne Leute, die sie nicht haben und sich darüber ziemlich ärgern. Hängt aber glaube ich auch vom Job ab.

Ich habe mir das an der Uni mittlerweile schon mal angesehen – so einen psychologischen Dienst haben wir durchaus. Aber letzten Endes: Was machen die? Entweder die sagen mir: Nö, eine Therapie brauchen sie eigentlich nicht, oder sie sagen: Ja, kümmern Sie sich drum und dann stehe ich ja wieder hier. Letzten Endes werden die doch keine Kapazitäten haben einen länger als ein paar Stunden zu betreuen, oder?

Zum Thema Meinung des Umfelds: Mir ist schon klar, dass ich immer viel darüber nachdenke, was die anderen jetzt wohl gerade erwarten und du hast Recht – das macht die Dinge nicht einfacher. Ich habe es so oft erlebt, dass Menschen sich einfach umgedreht haben und aus meinem Leben verschwunden sind – Menschen, die ich wirklich geliebt habe und denen ich wirklich vertraut habe und ein Stück weit. Bei meinem Papi habe ich lange Zeit gelaubt, dass er vielleicht bleibt, wenn ich immer alles mache, wie er es wünscht. Heute weiß ich, dass das albern war, dass nichts und niemand ihn jemals hätte halten können, dass ich alles hätte tun können und es doch nicht genug war. Aber ich glaube in meinem Kopf ist das immer noch verankert. Oder es ist nur ein Stückchen Hoffnung...

Und bei jedem neuen Menschen, der in mein Leben tritt, habe ich Angst dass er geht, weil ich ihm nicht gut genug bin.

Letzten Endes habe ich mir heute überlegt – wenn ich genau darüber nachdenke... war das jetzt wirklich eine Entscheidung? Oder war das wieder mal ein "ich lasse die Sache mal laufen und beobachte, in welche Richtung sie mich trägt"? ":/

mXond+&stexrne


Du hast an einer Weggabelung gestanden. Du hattest die Möglichkeit abzubiegen (zumindest theoretisch). Du hattest auch die Möglichkeit, es einfach so laufen zu lassen, wie es kommt. Du hast Dich für die zweite Möglichkeit "entschieden". Ob das so wirklich eine Entscheidung war, wage ich zu bezweifeln. Aber faktisch ist es halt auch eine Entscheidung. :°(

Ich befürchte, die Möglichkeiten dieses Forums haben sich so langsam erschöpft. Denn ob Du am Ende auf "Senden" drückst, ob Du zum Telefonhörer greifst, oder ob Du gar nichts machst, das ist ganz allein Deine Entscheidung. :)-

a8.fis{h


Ja, ich studiere... ich gebe mir zumindest alle Mühe. Im Moment sind aber Semesterferien... wobei, Ferien sind das nicht wirklich...

Gibt es an Deiner Uni keine psychosoziale Beratungsstelle? Oder an Deinem Studentenwerk? Die sind eig. recht weit verbreitet und dazu da, dass man da als Student einfach hingehen und sich ohne Verpflichtungen etc. beraten lassen kann.

mhusk|atnKuss


Ob man eine private Krankenversicherung braucht – keine Ahnung.

Ob man Privat ist oder nicht entscheidet sich auch nach dem Verdienst. Ich selbst bin noch Privat versichert (da ich auch noch Student bin) und nein, es ist nicht der Weg zu Glückseligkeit.

Bei meinem Papi habe ich lange Zeit gelaubt, dass er vielleicht bleibt, wenn ich immer alles mache, wie er es wünscht. Heute weiß ich, dass das albern war, dass nichts und niemand ihn jemals hätte halten können, dass ich alles hätte tun können und es doch nicht genug war. Aber ich glaube in meinem Kopf ist das immer noch verankert. Oder es ist nur ein Stückchen Hoffnung...

Genau für solche Themen sind Psychotherapeuten auch da. Da hilft kein Verwandter oder Freund.

Entweder die sagen mir: Nö, eine Therapie brauchen sie eigentlich nicht, oder sie sagen: Ja, kümmern Sie sich drum und dann stehe ich ja wieder hier. Letzten Endes werden die doch keine Kapazitäten haben einen länger als ein paar Stunden zu betreuen, oder?

Natürlich können die dir Ratschläge geben ob eine Therapie nötig ist. Aber man hat dir doch schon empfohlen eine Therapie zu machen (siehe Startbeitrag von dir). Du wartest darauf, dass es dir ganz viele Leute nochmal bestätigen, dass das wirklich gut oder nötig ist? Hör doch selbst in dich hinein, ob du das brauchst oder nicht.

Du hast hier im Forum ja keinen Kommentar hinterlassen, was denn der Grund für die Therapie ist (was auch total in Ordnung ist, du musst da keine Infos preisgeben), aber wenn man dir das rät und du Schwierigkeiten in vielen Dingen hast aus denen du selbst auch keinen Weg kennst, dann kann es sehr gut sein dass die Therapie der einzige Weg ist.

Letztendlich ist es wie beim normalen Arzt. Wenn ich Bauchschmerzen habe, frage ich nicht wochenlang andere Leute, ob es nötig ist damit zum Hausarzt zu gehen (ich weiß, kann man nicht immer so vergleichen). Aber wenn es schmerzt, muss ich mich entscheiden ob ich mir Hilfe hole, oder den Schmerz ertrage. Und das gleiche musst bei einer Therapie entscheiden. Wenn es noch nicht genug schmerzt eine Therapie zu machen, dann kannst du das aushalten. Aber kann sein das es schlimmer wird und der Schmerz irgendwann so groß ist, dass du eine Therapie machen willst, dann aber erstmal lange, schmerzhafte Warteliste kommen...

Natürlich ist es auch nicht der Sinn einer Therapie, beim kleinsten Problem direkt zum Therapeuten zu laufen.

Ich will dich nicht mehr dazu animieren eine Therapie zu machen. Du hast viele Leute gefragt und es ist deine Entscheidung und egal für was du dich entscheidest, es wird Konsequenzen haben; Gute als auch Schlechte. Und wenn du den Schmerz aushältst und die mit den Konsequenzen leben kannst, dann ist das doch absolut in Ordnung.

@:) :)* *:)

FBlyIinbg w|ithout Bwixngs


Hör doch selbst in dich hinein, ob du das brauchst oder nicht.

Das ist irgendwie auch schon so ein Problem. Ich glaube, ich kann gar nicht so genau differenzieren, was ich selbst möchte und was an mich heran getragen wird.

Vielleicht zerreißt mich das auch zu sehr darüber nachzudenken, keine Ahnung.

Im Moment mache ich Praktikum im Krankenhaus, laufe 8 Stunden am Tag über die Station und nehme jedem alle Aufträge ab, die ich irgendwo finden kann. Kaum bin ich zu Hause, drängt etwas in mir darauf zu lernen, obwohl das im Moment in dem Ausmaß rein vom Verstand her gar nicht nötig wäre und irgendwann nach einem 20 – Stunden Tag falle ich völlig erschöpft ins Bett.

Ich kann Ruhe in mir überhaupt nicht ertragen, was nicht verhindert, dass ich das Gefühl habe alle paar Wochen doch mal irgendwie völlig vor die Wand zu fahren. Aber es gibt mir halt kaum Raum zum Nachdenken, weil ich irgendwie immer "auf dem Sprung" bin.

Jedes bisschen Ruhe führt zur Krise und die Menschen können nicht verstehen, dass ich gerne jede Aufgabe annehme, die ich bekommen kann.

Wenn ich Bauchschmerzen habe, frage ich nicht wochenlang andere Leute, ob es nötig ist damit zum Hausarzt zu gehen (ich weiß, kann man nicht immer so vergleichen).

Irgendwie kann man’s echt nicht vergleichen. Ich meine, wenn man wirklich Schmerzen hat, dann wird keiner sagen: Stell dich nicht so an, du bist ein Waschlappen, du musst es auch so regeln können.

Ich glaube, dieses Theater in meinem Kopf sieht niemand – vielleicht, weil das auch einfach unverständlich ist, aber wenn ich mir vorstelle, dass ich noch Jahre damit leben muss, dann ist mir das irgendwie zu anstrengend.

Und wenn du den Schmerz aushältst und die mit den Konsequenzen leben kannst, dann ist das doch absolut in Ordnung.

Ich kann damit leben – ich mache das seit 5 Jahren und die Gedanken sind da – 365 Tage im Jahr, spätestens, wenn ich abends im Bett liege.

Vielleicht werde ich es schaffen, so das Studium zu beenden und vielleicht werde ich irgendwann sogar einen Job haben, aber das ganze Drum herum… die Frage ist, ob drum herum im Leben so wichtig ist. Ich bin manchmal der Meinung, dass es nicht nur ums Überleben gehen sollte, sondern, dass man auch noch ein ganz klein wenig leben darf. Und wenn alles andere klappt und nur das nicht, dann sehen die Menschen nicht, wo die Lebensqualität abgeblieben ist…

K6ongo-O8tato


Vielleicht werde ich es schaffen, so das Studium zu beenden und vielleicht werde ich irgendwann sogar einen Job haben, aber das ganze Drum herum… die Frage ist, ob drum herum im Leben so wichtig ist. Ich bin manchmal der Meinung, dass es nicht nur ums Überleben gehen sollte, sondern, dass man auch noch ein ganz klein wenig leben darf. Und wenn alles andere klappt und nur das nicht, dann sehen die Menschen nicht, wo die Lebensqualität abgeblieben ist…

Du gibst Dir die Antwort doch schon selbst, Du bist nur noch zu stark von anderen beeinflusst (vielleicht auch zu ängstlich vor dem, was da ans Licht kommen mag), um dem Drang nach Weiterentwicklung nachzugehen. Ich kenne das von mir selbst auch und kann eines aus Erfahrung sagen: Wenn Du Deine Probleme und Konflikte jetzt nicht angehst, dann... wirst Du irgendwann wieder genau vor dieser Entscheidung stehen. Vielleicht geht es Dir dann etwas schlechter, vielleicht auch etwas besser als jetzt. Es ist Deine Entscheidung. Du siehst die Tür – aber hindurchgehen musst Du selbst.

mwusk"atnxuss


die Frage ist, ob drum herum im Leben so wichtig ist.

Ich bin der Meinung, dass das drum herum im Leben das Wichtigste ist. Der Job gehört zum Leben dazu. Auch ich brauche einen Job der mich fordert, weiter bringt, und im Großen und Ganzen auch zufrieden macht. Die Arbeit ist nicht unwichtig. Aber die Arbeit ist nicht das Leben.

Das drum herum, Freunde, Freundin/Freund, später Ehepartner, Kinder, Hobbys, Interessen,...das ist das was zählt. Mit einer Arbeit ermöglicht man sich viele von diesen Dingen. Natürlich definiert jeder selbst, was ihm im Leben wichtig ist. Es gibt viele die viel Arbeiten. Aber ich denke alle die viel Arbeiten müssen auch wissen, wie sie sich Zeit nehmen um zu regenerieren. Wer das absolut nicht beherscht, der wird auf Dauer wahrscheinlich ausbrennen.

Die Frage ist warum du so viel arbeitest, ist es wirklich nur das du nicht die Grenze kennst, oder ist es weil du mit viel Arbeit versuchst zu verhindern über bestimmte Dinge nachzudenken...?

Psychische Probleme treten meist auch erst in den Fordergrund, wenn Konflikte entstehen. Konflikte mit sich selbst. Der mit der Sozialphobie würde ja so gerne ein paar mehr Freunde haben, neue Kontakte knüpfen, eine Freundin haben, endlich Sex haben,...usw. ... und erst dann schmerzt es richtig, wenn man merkt wie die Angst einen hindert. Und wie lange man das aushält...das muss jeder selbst wissen. Man muss die Konsequenzen ertragen können.

Und wenn du merkst, ich arbeiten 20 Stunden am Tag, dann ist der Konflikt, dass du dich hinterfragst ob das der Inhalt und Sinn des Lebens ist. Leben oder überleben kannst du damit. Du musst die Konsequenz ertragen können. Das du halt keine Ruhe zulassen kannst, nicht ausruhen kannst, dass du ausbrennst, keine Zeit für Freunde, Partner, Ehe, Kinder,...was auch immer du hast oder haben wirst.

Ich persönlich würde sagen, wer sich keine Ruhe gönnt, brennt mit der Zeit automatisch aus. Das ist etwas, was jeder unterschiedlich aushält, aber auf Dauer hält man das nicht aus. Und ausbrennen ist auch etwas, was man wieder ertragen muss. Arbeiten wollen, aber nicht arbeiten können. Und das kann dann richtig schmerzhaft werden...

Und wie du schon richtig sagst, es geht nicht ums überleben. Überleben musst du im Krieg oder Armut und Hunger. Und wenn das drum herum nicht vorhanden ist, dann wird Arbeiten in meinen Augen irgendwann auch schrecklich sinnlos. Denn wofür arbeite ich denn dann...klar für innere Zufriedenheit (gibt doch diese Bedürfnispyramide von Maslow...), aber auch für Geld und davon kaufe ich was, oder flieg in Urlaub oder ermögliche demnächst meinen Kindern etwas,...schaffe Absicherung,...

In einer Therapie könntest du lernen Ruhe und Pausen zuzulassen. Denn ausruhen ist eine wichtige Fähigkeit. ;-)

Wenn du eine Therapie so scheust, es gibt auch Coachings. Weiß nicht ob die ersetzt werden oder in der Krankenakte auftauchen...aber die sind mehr auf den Beruf ausgelegt...vielleicht kannst du dich damit mehr anfreunden. ;-)

*:) @:)

F|lyin0g wi)thout wxings


Danke für deinen Beitrag muskatnuss. *:)

Ich denk viel drüber nach zur Zeit – jedenfalls versuche ich das.

Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob das ganze Arbeiten Sinn des Lebens sein kann.

Ein Teil von mir sagt ja. Ja, das ist alles richtig und wichtig, ich muss gut genug sein und nur, wenn ich konsequent jeden Tag alles dafür gebe, dann kann ich es sein.

Die Menschen denken immer, ich bin ein bisschen bekloppt. Ich versuche doch den ganzen Tag gut genug zu sein und doch habe ich nie das Gefühl, dass es reicht und andere Menschen sagen immer, dass es viel zu übertrieben ist, aber ich kann das einfach nicht sehen.

Jeden Abend kämpfe ich mit dem Gefühl zu unproduktiv gewesen zu sein und jeden Tag kämpfe ich dafür, dass es am Abend nicht allzu schlimm wird. Irgendwie geht da die Motivation schon flöten, weil es kein Arbeiten für die Zukunft, kein Arbeiten für Ziele mehr ist. Es geht nur noch darum die Tage zu überstehen und ich denke auch nur noch in Tagen und nicht mehr in der Dimension eines Studiums.

Der erste Gedanke, wenn ich über eine Therapie nachdenke ist meist: Das ist unproduktiv, das darf ich nicht.

Und damit sind meist alle weiteren Überlegungen hinfällig.

Ich bin so gefangen in mir selbst, es geht keinen Schritt vor, zurück geht es aber auch nicht mehr und da ist dieses Bild von diesem Konflikt schon irgendwie einleuchtend.

Ich möchte ja schon, dass es anders ist. Ich möchte mich auch mal mit Freunden treffen, mal eine halbe Stunde in der Hängematte liegen, eine halbe Stunde eine Buch lesen, manchmal möchte ich einfach nur eine halbe Stunde eher ins Bett, aber das funktioniert alles nicht und bevor ich das tue, schleppe ich mich lieber halb benommen durch die Tage.

Ich bin noch daran eine Lösung für mich zu finden, aber im Moment schiebe ich das einfach jeden Tag wieder. Vielleicht ist das einfach die Angst, dass es nicht funktioniert und dass ich irgendwann zu der Einsicht komme, dass es nicht funktioniert und ich glaube schon, dass mich das ziemlich runter ziehen würde, weil es dann einfach keine Lösung gibt.

Die in der Beratungsstelle meinte mal zu mir, wenn sie mich nicht ordentlich tritt, werde ich da wohl nie ankommen und ich dachte mir: Nein, das ist nicht nötig, ich bin alt genug für mich selbst zu kämpfen. Aber mittlerweile weiß ich nicht, ob das stimmt.

Coaching... ich kann ja mal Freund google darum bemühen...

Danke für eure Worte.

a!u,g2,33


Studierst Du im weitesten Sinne Wirtschaftswissenschaften? Klingt alles nach Kosten-Nutzen-Rechnung. Das Leben lässt sich mit diesen Kategorien aber nicht erfassen. In manchen Situationen ist etwas anderes gefordert als Leistungsvermögen oder Wissen.

Psychotherapie könnte die eigene Vorstellungswelt stören.

FvlyingE wiAthoutS wingxs


Nö, im Wesentlichen es wird wohl auf einen sozialen Beruf hinaus laufen.

Obwohl ich damit auch in die Forschung könnte, aber im Moment habe ich dazu nicht so viele Ambitionen.

mYond7+sterxne


Ich lese aus Deinen Beiträgen ein paar Möglichkeiten heraus, wie es mit Dir weiter gehen könnte.

Du könntest Deinen Weg weiter gehen, so wie Du es bisher schon machst. Wenn Du zum Beispiel beruflich weiter so reinhaust wie bisher, wirst Du irgendwann mal ausgebrannt sein, wie muskatnuss auch schon schrieb. Oder, um es mal auf Englisch zu sagen: Burnout.

Vielleicht macht diese Aussicht es Dir leichter, irgendwann wenn Du mal wieder an einer Weggabelung stehst, abzubiegen statt geradeaus zu gehen.

Vielleicht hat auch die Frau von der Beratungsstelle recht. Vielleicht bist Du zu schwach, um Deinen eigenen Weg zu gehen. Vielleicht brauchst Du jemanden, der Dir in den Hintern tritt, damit Du da lang gehst, wo er will.

Noch eine Möglichkeit hat Kongo-Otto angesprochen. Er sieht bei Dir einen Drang nach Weiterentwicklung. Ich sehe diesen Drang auch. Mit ein wenig Optimismus könnte man sogar sagen, Du hast Dich im Verlaufe dieses Fadens schon weiterentwickelt. Du hast viele wichtige Themen angesprochen und Einsichten gewonnen. Spürst Du diesen Drang nach Weiterentwicklung bei Dir? Was hältst Du davon?

Hast Du eine Meinung zu den verschiedenen Möglichkeiten? Welche gefällt Dir am besten? Welche wirst Du wohl in die Praxis umsetzen?

Felying" wisthouOt wingxs


Dann will ich mal versuchen etwas dazu zu sagen:

Zu dieser Burn – out – Geschichte: Ich glaube, da hintergehe ich mich auch ein bisschen selbst. Ich weiß, dass es das gibt und dass ich, wenn ich so weiter mache bis zum Ende meines Studiums auf dem besten Weg dahin bin. Wenn ich das Thema aber auf mich beziehe, dann sage ich mir immer: So etwas passiert dir nicht, du kannst schon selbst auf dich aufpassen, außerdem bist du stark genug das ohne Burn – out zu überstehen.

Ich glaube im Grunde weiß ich, dass das Unfug ist. Eigentlich ist es auch nicht der Weg, den ich gehen möchte, ich möchte mal ein vernünftiges Leben mit einem tollen Job haben und nicht schon fertig mit allem sein, bevor ich richtig begonnen habe.

Es kann schon sein, dass zu Recht hast, dass mich oftmals jemand treten muss, damit ich Dinge auch wirklich in die Tat umsetze. Vielleicht wäre das ganz hilfreich, ist aber auch nicht der Weg, den ich gehen kann, weil ich gerade keinen mehr habe, der mich tritt – es passiert eher das Gegenteil.

Ich müsste mich also selbst treten…

Zum Thema Weiterentwicklung: Was genau meinst du damit? Mir erscheint das erst mal am vernünftigsten, heißt es doch zumindest sich zu bewegen – möglichst nach vorne, nicht nach hinten.

mgonld+sftqejrxne


Zum Thema Weiterentwicklung: Was genau meinst du damit?

Schwierige Frage. Ich meine damit eine innere Entwicklung. Eine Entwicklung der Persönlichkeit zum Beispiel. Was ist mir wichtig? Was sind meine Vorstellungen vom Leben? Wie möchte ich mein Leben gestalten? Du hast solche Fragen schon angesprochen.

Ich persönlich halte den Weg der Weiterentwicklung, also der Selbstfindung, der Persönlichkeitsbildung und des Erwachsenwerdens für den besten. Aber es ist natürlich auch schwer zu sagen, wie das gehen soll. Deshalb hatte ich Dich gefragt, ob Du so einen Drang oder Wunsch nach Entwicklung in Dir spürst. Dann könntest Du dem nachgehen.

Dein Nick legt ja auch einen Wunsch nach Entwicklung nahe. Es mögen Dir Flügel wachsen. Wie wäre es wohl, wenn Du fliegen könntest?

Sehr viel näher auf dem Boden der Tatsachen ist da schon die Sache mit dem treten lassen. Ich persönlich finde diese Methode nicht so gut. Ich gehe lieber meinen Weg, auch wenn ich am Schwächeln bin. Aber wenn Du jemanden findest, der Dich in die gewünschte Richtung tritt, warum nicht?

Fplyinug witDhou-t Ewinxgs


Danke für deinen Beitrag mond + sterne. *:)

Ich finde, du hast Recht, dass Weiterentwicklung da ganz wichtig ist und ich glaube vom Kopf her hat sich da über die Zeit auch schon viel getan.

Theoretisch weiß ich, dass viele Gedankengänge, die mir durch den Kopf gehen einfach total verzerrt und nicht unbedingt realitätsnah sind, aber das schiebt sich dann halt doch immer in den Vordergrund.

Theoretisch weiß ich, was richtig ist und doch kann ich das irgendwie nicht umsetzen, weil es mir so furchtbar falsch vorkommt, obwohl jeder sagen würde: Jetzt mach doch mal.

Ich weiß nicht, ob man das versteht.

Es mögen Dir Flügel wachsen. Wie wäre es wohl, wenn Du fliegen könntest?

Wie wäre es wenn ich fliegen könnte?

Einen ganz normalen Sommer zu erleben… Ich finde gerade jetzt in den letzten Zügen des Sommers, wenn ich anfange den zu bilanzieren, wird das immer sehr schwierig. Die Menschen sagen zur Zeit es sei ein schöner Sommer gewesen, aber ich konnte ihn immer nur ertragen, wenn ich möglichst wenig davon mitbekommen habe.

Einerseits ist da die Sehnsucht, andererseits immer etwas, das mir sagt: Nein du darfst nicht. Und so dreht sich wieder ein Sommer an mir vorbei, dem eigentlich nichts im Weg gestanden hätte außer ich selbst. %:|

Ich glaube, das mit dem Treten ist gar nicht so abwegig. Ich will ja nicht in eine Richtung getreten werden, in die ich gar nicht gehen möchte. Davor habe ich dann auch immer Angst, weil ich auch jemand bin, der dann nie nein sagt, auch wenn ich merke, dass es völlig in die falsche Richtung geht.

Wenn mich jemand tritt, dann soll er mich in die Richtung treten, die ich mir vorstelle, aber allein irgendwie nicht gehen kann. Denn – um dein Bild aufzugreifen – wenn ich so sehr schwächle, dass ich gar nicht gehe, wäre es doch besser jemand sorgt dafür, dass ich überhaupt gehe.

Vielleicht ist diese Sache mit dem Treten ja auch ein falsches Bild. Es soll ja nicht mit aller Gewalt sein, viel sinnvoller wäre es vielleicht, wenn mich jemand auf meinem Weg begleitet und mir ein bisschen Sicherheit gibt, solange, bis ich nicht nur vom Verstand, sondern auch vom Gefühl her eingesehen habe, dass meine Gedanken, die mich davon abhalten einfach nicht realitätstauglich sind.

Bevor ich mir aber Gedanken über diese ganze Sache mache, sollte ich aber jemanden finden, der das mit mir macht und den habe ich ja nicht und ich wüsste auch nicht, wer so etwas macht. ???

Ich bin dann ja auch nicht so einfach, da muss man viel Überredungskunst beweisen und hört sicher auch den ein oder anderen Kommentar, denn das sind ja die Momente, in denen ich am meisten gegen mich kämpfe. Augenblicke, die total schwierig sind, aber wohl notwendig, um das irgendwann mal hinter mir zu lassen und deswegen möchte ich auch nicht, dass das irgendwer macht, sondern jemand, dem ich hundertprozentig vertrauen kann und der mir das dann auch nicht allzu krumm nimmt.

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