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Organisation einer Therapie

FSlying 1with3outI winogs


Weil sie für dich problematisch zu beantworten ist?

Ich glaube einfach, dass man sich mit so einer Frage viel zu schnell im Kreis dreht. Ansonsten hast du schon Recht – ich denke auch, dass es schon mehr als Kaffeekränzchen sein sollte, das kann ich auch erfolglos zu Hause haben.

Aber letzten Endes kommt es auf eine Frage da wohl nicht an...

So – die Woche ist vorrüber und ich bin platt wie eine Briefmarke. Vielleicht sollte ich ein paar Stündchen schlafen, ehe ich mit der Klausurvorbereitung anfange... obwohl – vielleicht auch keine gute Idee, dann schlafe ich heute Nacht wieder nicht... :-/

Wie bekommt man eigentlich einen etwas außer Kontrolle geratenen Schlaf- und Ess- Rhythmus wieder auf die Reihe und ist nebenbei noch leistungsfähig für die Uni?

P<ust4eblfumxe65


Warum würde sie damit bei dir ihre Vertrauenswürdigkeit verspielen? Und was würdest du denn stattdessen von der Therapeutin erwarten?

Wenn ich glaube erklären zu müssen, das ich zur Zeit nicht sortiert bin, es mir also nicht besondern gut geht und dann eine solche Frage kommt, geht die ja wohl krass am Thema vorbei.

wäre zum Beispiel eine typische Therapeutenantwort: "Frau Flying, warum wäre es Ihnen denn wichtig, Ihr Anliegen völlig klar und verständlich vorzutragen?"

Meine Antwort auf diese Frage würde lauten kurz und knapp lauten; "Um verstanden zu werden". Und dann würde ich bei meinem Thema weiter machen.

Um es ganz klar zu schreiben, mit derartigen Fragestellungen komme ich grundsätzlich nicht klar und führen, wenn sie häufiger vorkommen, bei mir zu inneren Kündigung der Therapeutin.

FNlyinlg wiuthout xwings


Im Moment hänge ich da irgendwie wieder voll drin glaube ich.

Am Mittwoch ist Klausur und ich habe es mit der Lernerei ja ernsthaft versucht, aber hängen bleibt da im Moment glaube ich nicht viel. Ich kann mich einfach nicht konzentrieren, meine Gedanken hängen alle fünf Minuten woanders…

Ich versuche erst mal ein bisschen zu schlafen und dann muss ich morgen früh weiter sehen, wie es klappt. Ich hasse das so, wenn man sich so dermaßen von den Umständen hin und her geschoben fühlt, obwohl ich doch eigentlich alles haarklein geplant habe, damit es mich eben nicht umhaut.

Die Semesterferien sind quasi um und ich fühle mich völlig erschlagen. Irgendwie kann das doch auch nicht sein.

F*lying =witho.ut winxgs


Mittlerweile sollte ich mir mal Gedanken gemacht haben über das, was ich da so von mir geben mag. Das habe ich auch – ganz viele sogar, aber irgendwie…

Es ist einfach so chaotisch, kaum habe ich mal etwas zu Ende gedacht, da kommt der nächste Gedanke und schmeißt alles wieder komplett über den Haufen und ich weiß nicht, wie da jemand anders durchblicken soll, wenn ich es selbst nicht tue.

Man muss ja nur mal das Studium als Beispiel nehmen.

Eigentlich ist mir das Studium im Moment ja ziemlich egal. Angst vor den Klausuren gibt es seit geraumer Zeit nicht mehr (obwohl ich gerade damit früher mal ein echtes Problem hatte), denn unabhängig davon ob ich sie bestehe oder nicht, ändern sie meinen Tagesverlauf nicht. Bestandene Klausuren führen weder zu allzuviel Freude, noch führen sie dazu, dass ich mir wenigstens für ein paar Minuten erlaube die Füße hochzulegen.

Wenn man das seit Monaten so macht, kann man irgendwann weder dem Studieninhalt noch den Tagen allzuviel abgewinnen, sie laufen halt vor sich hin, man gibt sich Mühe alles irgendwie zu schaffen und sieht zu, was passiert.

Andererseits – wenn ich mir den neuen Stundenplan ansehe, dann macht mir das Angst – richtig viel Angst sogar.

Ich weiß so gar nicht warum eigentlich. Vielleicht, weil das Studium das Einzige ist, was ich momentan überhaupt noch verfolge, oder ich mich so sehr daran klammere – ohne Studium würde ich nämlich denke ich nicht mehr allzuviel tun. Oder weil die Menschen einfach erwarten, dass man nicht versagt und ich in meinem momentanen Zustand einfach Angst habe das doch zu tun. Im Grunde würde ich mich aber glaube ich auch an jedem Studium festklammern.

Also einerseits herrscht da wirklich ziemlich viel Gleichgültigkeit, andererseits ist da halt auch irgendwo die Angst, obwohl ich nicht mal weiß, ob die jetzt so unmittelbar mit dem Studium zusammenhängt, oder eher damit meinen Halt zu verlieren.

Und genau dieses Problem habe ich bei so vielen Themen…

mzondc+stexrne


:)_

F(lyingd with[out wingxs


Danke, dass du an mich gedacht hast...

Ich war mittlerweile tatsächlich dort. Wie ich da durch dieses Gebäude geschlichen bin... das kenne ich ja sonst von mir nicht in dem Ausmaß.

Naja, viel gebracht hat es vorläufig nicht, weil irgendwie... zum Einen war es unglaublich schwierig ihr verständlich zu machen, wo das Problem überhaupt liegt, was aber vielleicht auch daran liegt, dass ich es selbst nich genau weiß.

Weiß eigentlich jeder, der zum Therapeuten geht hundertprozentig, was sein Problem ist? Ich meine, ich bin da ja selbst völlig durcheinander. Ich mache Sachen, von denen ich genau weiß, dass das jetzt sicher keine gute Idee ist, dass es mir vielleicht kurzfristig besser gehen mag, aber langfristig halt gar nicht und trotzdem mache ich es und nein, ich kann nicht erklären warum.

Meine Denkweise über das ein oder andere ändert sich auch relativ häufig. Mal fühle ich eine zeitlang wirklich gar nichts, dann ist mir das Studium eben völlig egal und manchmal habe ich regelrechte Panik...

Und dann... naja, ich glaube wir sind nicht wirklich miteinander warm geworden. Irgendwie kam ich mir da teilweise echt ein bisschen veräppelt vor, ich weiß nicht.

Und dann... das Ganze läuft ja über die Uni und die Uni ist halt wirklich das Einzige, das noch funktioniert. Ich meine, ich kann das ja verstehen, dass sie sich dann da irgendwie nicht zuständig fühlt. Das Ding ist halt irgendwie, dass die Uni mir meine Lebensberechtigung gibt, wenn man so will. Es hält mich, zieht mich jeden Tag vorwärts und ich weiß, dass ich das brauche und das ich das unter gar keinen Umständen schleifen lassen darf. Ich komme mit dem Leben außerhalb der Uni einfach gar nicht mehr klar – schon allein am Esstisch zu sitzen ist unglaublich schwer, aber nach der Uni mal in die Stadt zu fahren, seine sozialen Kontakte ein wenig zu halten, das geht einfach alles nicht und irgendwie kommt es mir halt nicht so normal vor.

Naja, ich gehe dieses Woche noch mal hin, vielleicht sollte man das alles ja nicht gleich ganz so negativ betrachten. Mal sehen. Ich weiß auch mal wieder nicht, wie das jetzt weiter gehen soll...

m[ond+qste}rxne


Weiß eigentlich jeder, der zum Therapeuten geht hundertprozentig, was sein Problem ist?

Nein. Eher im Gegenteil.

Ich meine aus Deinen Beiträgen zwei wesentliche Probleme herausgelesen zu haben. Zum einen hast Du ein Befindlichkeitsproblem. Du fühlst Dich im Dunkeln und suchst den Weg zum Licht.

Außerdem hast Du ein Problem auf Handlungsebene. Du machst Dir erst ganz viele Gedanken, was Du machen willst. Aber wenn Du zu einem Ergebnis gekommen bist, setzt Du es oft nicht um.

Na, aber mit der Therapie hast Du jetzt ja ein paar Schritte gewagt. :)^ Weiter so!

Sya%ldo


Flying, ich glaube, Du gehst die Sache auch etwas zu verkopft an. Schildere deinem Gesprächspartner beim nächsten Mal vor allem deine Gefühlswelt. Was sind deine Ängste? Was stört dich an dir? Was findest Du selbst an dir merkwürdig und möchtest es ändern?

Du schreibst an so vielen Stellen, was Du nicht mehr möchtest, aber wenn Du dann bei der Therapeutin bzw. im Studentenwerk sitzt, dann kriegst Du es nicht mehr auf die Reihe. Das ist durchaus Teil deines Problems. Dein Unterbewusstsein versucht, den alten Zustand so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, um nichts zu ändern. Und je intelligenter ein Mensch ist, umso bessere Wege findet man, sich selbst zu belügen.

Wie wäre es denn, wenn Du zum Sortieren mal hier alles aufschreibst, was dich stört oder was Du als dein Problem bezeichnen würdest?

Folying Switkhout wxings


Danke für eure Kommentare.

Sortieren von Gedanken… na, dann will ich mich nochmal versuchen.

Ich glaube, dass man alles im Wesentlichen auf zwei Probleme herunterbrechen kann.

Das Eine ist einfach dieses ständige getrieben werden. Das ist, als würde jemand mit der Peitsche hinter mir stehen uns ständig sagen: Du musst es machen und zwar jetzt sofort. Es gibt keine Pause, bevor du nicht fertig bist, ins Bett gehen kannst du vorher schon mal gleich ganz vergessen – zumal ich im Moment sowieso fast gar nicht schlafe und dann kann ich auch etwas tun.

Und selbst wenn ich schnell bin, wenn ich wirklich gut arbeite, es ist leistungsmäßig nie genug und schnell genug auch nicht. Es gibt immer etwas, das nicht so erledigt ist, wie es sein sollte und selbst, wenn ich im Zeitplan liege, dann muss ich vorarbeiten, denn es kann ja sein, dass irgendwann mal wieder ein Tag kommt, wo ich vor all dem kapituliere und damit das kein ganz so schlimmes Drama wird, muss ich dafür gerüstet sein.

Denn manchmal möchte ich einfach nur liegen bleiben und gar nichts mehr machen, weil es so ein Druck ist, dass ich das einfach nicht mehr aushalte.

Manchmal denke ich mir, dass das völlig normal ist. Jeder Mensch hat viel zu tun und muss viel arbeiten , also muss ich das auch tun und Dinge wie: "Jetzt kann ich wirklich nicht mehr" sind dann nur faule Ausreden. Ich glaube in der Tat wirklich, dass alle Menschen so vielbeschäftigt sind wie ich und irgendwie denke ich mir manchmal: Das kann doch gar nicht sein, denn das ist doch so kein Leben mehr und warum sehen andere das nicht so?

Im Grunde genommen weiß ich, dass ich mir selbst im Weg stehe. Die Menschen sagen, ich bin gut genug und die Prüfungsergebnisse sagen das auch und doch glaube ich es nicht. Ich weiß auch, dass man Pausen machen muss und dass das absolut ungesund ist was ich hier mache, aber das ist wie ein Zwang und wenn ich es nicht mache, dann geht es mir noch schlechter und dann kann ich es auch gleich lassen. Das ist vielleicht das, was mond + sterne mit Problemen auf der Handlungsebene meint: Ich weiß, was ich vielleicht tun muss, aber es geht einfach nicht.

Irgendwie möchte ich schon mal irgendwann wieder morgens aufstehen können und es okay finden, dass ein neuer Tag anbricht und dass ich vielleicht mal die Möglichkeit habe den Tag auch mal für mich zu nutzen.

Dem gegenüber steht aber die Leere. Ich kann mit Menschen um mich herum gar nichts mehr anfangen, mit Dingen, die ich gerne gemacht habe. Das gibt mir einfach gar nichts mehr.

Manchmal ist das auch gut – ich kann Prüfungen mittlerweile ohne Ängste schreiben und eine Zeitlang hatte ich ziemlich starke Prüfungsangst.

Vielleicht ist es, weil das Leben schon so lange Zeit an mir vorbeirast, dass ich mich irgendwo auf dem Weg selbst verloren habe, aber das ist vielleicht das Kernproblem, warum ich es nie auf die Reihe bekomme: Ich falle da vom Regen in die Traufe. Einerseits jagt es mich, andererseits, wenn es wirklich mal für ein paar Minuten ruhig ist, ist das grenzenlose Leere, Sinnlosigkeit.

Ich möchte heutzutage viele Dinge gar nicht mehr, viel von dem, was ich früher gerne gemacht hätte. Und deswegen weiß ich auf die Frage, was genau ich denn ändern möchte auch recht wenig zu berichten. Ja, irgendwo die Lebensfreude wieder finden, aber wie ich das anstellen will, wie ich jemals die Peitsche hinter mir überwinden will und die Angst zu versagen, das weiß ich nicht.

Das ist auch irgendwie der Grund, warum ich dieses Jagen brauche – weil ich sonst glaube ich total umkippen würde und dann möchte ich lieber gejagt werden.

So… ist jetzt irgendwie doch etwas länger geworden sehe ich gerade… :=o

Tut mir leid

S2aldxo


Es gibt da jetzt zwei Möglichkeiten: Du zwingst dich dazu, weniger zu lernen und mehr Pausen zu machen genauso wie Du mehr mit Menschen zusammen machst. Dann wirst Du irgendwann feststellen, dass das auch geht und sogar ganz wunderbar ist.

Nachhaltiger ist natürlich, wenn Du zu einem Therapeuten gehst, ihm genau diese beiden Dinge erzählst und versuchst, ihnen mit seiner Hilfe auf den Grund zu gehen. Denn es gibt einen Grund, warum Du das so machst und wenn Du den kennst, kannst Du dein Muster jeweils auflösen und das ist der erste (eigentlich schon weiterer) Schritt zur Heilung.

Fvlyinng wi"thouti wixngs


Ich glaube die Sache mit dem zwingen wird schwierig. Immerhin ist das echt Etwas, die eine Eigendynamik in dem Ausmaß entwickelt hat, dass ich das einfach nicht mehr steuern kann. Das heißt nicht, dass ich es nicht ändern möchte, aber es geht irgendwie nicht. Jedenfalls führt jeder Versuch immer dazu, dass es mir noch schlechter geht und dann denke ich, dass ich mir das ja auch nicht antun muss.

Ich war noch mal beim psychologischen Dienst am Freitag und die gute Frau hat sich noch mal richtig viel Zeit genommen und ich hatte noch mal die Chance das Problem zu erläutern. Es hat zwar sehr lange gedauert und ich glaube nachvollziehen kann sie das auch nicht ganz, aber ich glaube Deine Idee Saldo, das alles erst mal hier aufzuschreiben hat mir wirklich geholfen. Danke dafür. @:)

Leider meinte sie am Ende halt nur, dass es – eben weil es so ein starres System ist, das sich über so viele Jahre aufgebaut hat – unglaublich schwer werden wird da wieder heraus zu kommen. Es gibt da im Moment scheinbar überhaupt keine Perspketiven meinte sie am Ende und irgendwie beunruhigt mich das dann doch.

Ich möchte doch einfach nur irgendwann mal glücklich werden.

sYchnerck:e19x85


Natürlich gibt es Alternativen – dazu muss aber eine langfristige Therapie her. Ich kenne das, wenn man etwas zwar auf der Verstandesebene einsieht, versteht, aber sich das dazu passende Gefühl einfach nicht einstellt. Ich nenne das "den Unterschied zwischen verstehen und begreifen".

Nein, dein Pensum und dein Perfektionismus sind nicht normal – im Sinne von: Das machen alle Menschen so. Perfektionismus bedeutet auch Ineffizienz, weil man zwischen Wichtig und Unwichtig nicht filtern kann und im Endeffekt ewig viel Energie in Dinge steckt, ohne dass es wirklich einen Unterschied macht. Ich kann vier Stunden lang das Klo mit einer Zahnbürste scheuern oder in einer Stunde das ganze Bad machen – macht optisch und effizienzmäßig kaum einen Unterschied. Meiner Meinung nach brauchst du dringend! therapeutische Hilfe, denn früher oder später kommt der absolute Zusammenbruch. Irgendwann bleibt man dann im Bett liegen, weil man im Ganzen keinen Sinn mehr sieht. Versuch es mal so zu sehen: Es ist nicht die Frage, ob du bei deinem Lebensstil schlappmachst, sondern nur WANN. Bei mir dauerte es ca. 3 Jahre bis ich über meinen "Zusammenbruch" hinweggekommen bin. Mein Gefühl hat mich schon viel früher gewarnt, dass es so nicht weitergeht, aber der innerliche Zwang war stärker. Ich bin jetzt Ende 20 und mache gerade meinen Bachelor – hätte ich früher was unternommen, wäre ich wahrscheinlich schon lange im Berufsleben mit Diplom in der Tasche.

Letztlich lese ich bei dir ganz viel Ausreden und Herumlavieren heraus – das kann ich durchaus verstehen. Du bist momentan wie ein Affe, der sich an einer dünnen, brüchigen Liane festhält. Aber weil du nicht weißt, nicht hunderprozentig davon überzeugt bist, dass dich ein anderer Ast stabiler und mit einer schöneren Aussicht tragen kann, bleibst du eben an deiner fragilen Liane hängen. Lass dir gesagt sein: Es gibt andere Wege, auch wenn du sie jetzt nicht siehst!

Nach meinem Zusammenbruch war ich gezwungen, Dinge lockerer anzugehen, mir Auszeiten und Hobbies zu nehmen – weil ich sonst wieder wochenlang in einer Depression versunken bin und dann statt wenig gar nichts mehr machen konnte. Weil ich wieder gesund werden wollte!

Siehe da – die Leute mögen mich immer noch, auch wenn ich zeitweise (gemessen an meinen früheren Ansprüchen) ein absoluter Loser war. Sie mögen mich sogar lieber, und das wichtigste: Ich mag mich selbst auch lieber.

Ich fand es übrigens auch sauhart, mein Selbstbild so radikal zu verändern. Ich, die immer die Zähne zusammengebissen hat – ich, der absolute Kopfmensch, der plötzlich Gefühle haben soll? Ich, die immer alles durchgezogen hat, egal wie beschissen es mir ging? Und auf der anderen Seite meine Psyche, mein Körper, die nicht mehr mitgemacht haben. Wo ich mich kaum noch bewegen konnte, obwohl ich soviel machen wollte.

Such dir eine langfristige, ordentliche Verhaltenstherapie und zieh das gewissenhaft durch!

m+ond|+st[ernxe


Ich glaube, dass man alles im Wesentlichen auf zwei Probleme herunterbrechen kann. [...] Das ist vielleicht das, was mond + sterne mit Problemen auf der Handlungsebene meint: Ich weiß, was ich vielleicht tun muss, aber es geht einfach nicht.

Genau. Du weißt zum Beispiel, dass man hin und wieder mal Pause machen muss, aber es fällt Dir schwer, es auch zu tun.

Das ist das eine Problem. Du sprichst noch viele andere Probleme in [[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/660681/20264339/ Deinem Beitrag vom 14.10.2013]] an. Ich habe nicht verstanden, was das zweite wesentliche Problem ist?

FHlying wjit5houMt w:ixngs


@ Schnecke1985:

Danke für deinen Beitrag. Das was du den Unterschied zwischen verstehen und begreifen nennst, nenne ich immer den Unterschied zwischen Verstand und Gefühl. Ich glaube ich habe schon eine Menge verstanden nur mein Gefühl kommt da leider nicht so schnell hinterher.

Ich glaube, du hast Recht – ich finde für alles und jeden eine Ausrede und ich glaube das nervt andere ein bisschen. Jemand hat mal irgendwann ziemlich erbost auf den Tisch gehauen und gesagt: Wie soll man dir helfen, wenn da immer nur ein "Ja, ich habe es verstanden, aber…" kommt. Ich versuche mittlerweile schon, dass es besser wird, aber es fällt mir extrem schwer mich wirklich mal auf irgendetwas einzulassen. Andererseits habe ich auch Angst, dass ich das Studium so tatsächlich irgendwann mal nicht mehr schaffe.

Auf der Suche nach einem Therapeuten bin ich schon – ich weiß nur noch nicht, ob das alles so wie es gerade läuft das Richtige für mich ist.

@ mond + sterne

Ich glaube das zweite Problem ist die Leere, die hinter dem – wenn man es so nennen will – Zwang etwas zu tun steht.

Ich merke das immer, wenn wir im Urlaub sind oder sonst irgendetwas passiert, was mich vom Lernen abhält. Es gibt halt nichts, das ich statt dem Lernen lieber tun würde. Es ist nicht so, dass ich mir sage: Naja, jetzt würde ich lieber mit dem Hund raus gehen oder eine Runde Fahrrad fahren oder sonst irgendetwas – das macht mich überhaupt nicht glücklich, es nimmt die Unruhe in mir nicht weg. Ich habe das alles mal wirklich gern gemacht, aber mittlerweile ist das eben nicht mehr so und deswegen gibt es halt auch echt wenig Motivation für mich Dinge zu ändern.

Die Therapeutin vom psychologischen Dienst meinte, das genau das eben der Haken ist – dass da zwei Systeme, die zum Selbstläufer geworden sind ineinander übergreifen. Einerseits der Zwang zum Beschäftigen mit der Uni – wobei nicht mal die Angst um das Studium im Vordergrund steht, wahrscheinlich wäre das mit jedem anderen Studium auch so gekommen. Es ist eher eine Flucht vor dem zweiten System, der Leere, Hoffnungslosigkeit und Sinnlosigkeit. Sie meinte, wenn wir uns jetzt daran machen würden das Lernen in den Griff zu bekommen, dann würde das überhaupt nichts bringen, weil dann das zum Vorschein kommt, das ich versuche mit dem Lernen zu überdecken – nämlich das zweite System.

Und deswegen sind wir jetzt alle ein bisschen aufgeschmissen.

Ich muss halt sagen, dass das schon irgendwie in sich schlüssig ist – es macht mir zumindest klar, warum ich so viel Angst in einem Studium habe, an dem ich nicht mal wirklich hänge.

Irgendwie kommt mir das alles so unwirklich vor. Ich meine, ich war immer wirklich vorbildlich, ich habe alles irgendwie auf die Reihe bekommen und jetzt meinte sie zu mir, dass man sich an drei Fingern abzählen kann, wie lange ich das noch so durchhalte.

Ich komme mir so gefangen in mir selbst vor und ich könnte mich echt den ganzen Tag ohrfeigen. Ich müsste doch einfach nur mal tun, was die Leute sagen. Warum kann ich das denn einfach nicht? Ich gebe mir ja Mühe, aber die aufkommende Panik macht es dann eben auch nicht besser.

SBaldxo


Aber dann gehe mit deinem Therapeuten doch genau diese Fragen an:

Warum musst Du dich ständig beschäftigen? Was genau versuchst Du mit dem Lernen zu überdecken? Es kann helfen, dich zu fragen, wovor Du die größte Panik hättest.

Hast Du denn jetzt inzwischen beschlossen, einen Therapeuten zu Hilfe zu ziehen?

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