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Warum reden manche Menschen so gerne von ihren Krankheiten?

k?einxchef


Im Eingangsbeitrag war die Rede von Menschen, die sich im Rahmen einer Umschulung treffen. Bißchen lesen schadet nie.

Wie kannst du davon ausgehen, dass das Gelesene auch verstanden wird?

Ich selbst habe mehrere Leiden und eine ernste chronische Krankheit, käme aber nie auf die Idee, Fremde damit zu belegen. Aber vielleicht ist das auch vom Alter abhängig.

N9annix77


Fremden würde ich das auch nie erzählen.

Ich hab ne teilweise EU Rente, da wissen die Arbeitskollegen natürlich das man was hat, als ich neu in die Abteilung gekommen bin, hab ich halt gesagt ich bin krank, nicht was ich hab. Klar nach ner Weile hab ich denen, mit denen ich super auskomme und so schon erzählt was ich hab, aber da waren sie ja nimmer fremd. ;-) ;-D

Leider bestimmen meine Leiden auch meinen Alltag und wenn mich ne Freundin frgat wie es mir geht, komm ich mir manchmal schon wie ein jammerlappen vor, weil immer irgendwas ist. {:( Ich bin froh wenn ich nicht drüber reden muss.

kkeinch6ef


Das kenne ich ähnlich, man will eigentlich verdrängen und gut drauf sein, und dann wird man gefragt, wie es einem geht, das kann schon runterziehen. Noch ein Grund, weniger von sich zu erzählen, solange es nicht akut ist, und deshalb vielleicht auch unmittelbar andere betrifft. Weinen und sich selbst bemitleiden kann man im stillen Kämmerlein.

b\lattloauxs


Je nach Krankheit bildet sie den Mittelpunkt des Lebens und ist immer präsent im Alltag. Manche Krankheiten belasten sogar seelisch und schränken extremst ein.

Jau, trotzdem: Ich bin selbst behindert und berentet wegen einer Erkrankung. Aber man sollte sich trotzdem klarmachen, dass man nur dieses eine Leben hat und daraus trotzdem noch möglichst viel machen sollte. Ständiges Jammern ist Zeitverschwendung!

EXispfMötchexn


Ich bin froh wenn ich nicht drüber reden muss.

So ist es

b"eepxop1


Hallo Leute,

ich denke, das Problem ist schwierig und muß differnziert betrachtet werden.

Ist jemand wirklich ernshaft krank, gar lebensbedrohlich etc. dann wird er gar nicht die Zeit mehr und den Nerv dazu haben, andere zu bequatschen und zu jammern.

Ist jemand sehr besorgt und steht Ängste aus, was denn nun aus seiner "nicht so ernsten Erkrankung" werden kann oder er weiß noch nicht was mit Ihm ist, so kann hier reden zuerst mal helfen Ängste zu kontrollieren oder zu lindern. Hier ist halt die Grenze sich reinzusteigern sehr schmal und dann anderen nichts mehr zu glauben (Hypochondrie) etc. Ich denke, hiervon gibt es im Forum eine ganze Menge. Ich bin auch immer schnell sehr ängstlich etc.

Und dann gibt es noch diejenigen, die seit Jahren Medikamente nehmen müssen wegen chronischen, aber behandelbaren Leiden. Diese Leiden sind aber zum Glück kontrollierbar und schränken viele nicht allzusehr ein. Sicher, es tut manchmal weh und Schmerzen sind kein Zuckerschlecken, (ich weiß von was ich rede) aber man muß nicht befürchten, morgen nicht mehr da zu sein. Und wenn diese Gruppe, permanent wie so eine Art Wettbewerb dann nur noch sich sieht, wird es problematisch. Problematisch für alle, die wirklich mal Hilfe in Form von Zuhörern brauchen.

Das ist meine Meinung hierzu :)z

Gruß

KLleixo


** Erklärt aber noch nicht die Frage warum viele Leute mit so einer Stolzheit und Begeisterung über ihre Krankheiten sprechen.

Meiner Erfahrung nach ist es für die meisten Menschen das Natürlichste von ihrem Leben zu erzählen, die einen erzählen permanent, welche Probleme sie mit ihrem Partner haben, in ihrem Beruf haben oder eben mit ihrer Gesundheit, besser gesagt ihrer Krankheit. Begeisterung? Stolz? Ja, wenn sie die Krankheit in den Griff bekommen haben oder überstanden - ja, es gibt Menschen, die darauf stolz sind und es stolz erzählen. Ansonsten eher aus Verzweiflung, wie Scheiße ihr Leben doch ist. So selten ist das nicht. Ich sehe da keinen Unterschied, ob jemand über seinen untreuen Partner jammert oder über seine SD-Krankheit. Was sie erwarten – das ist auch unterschiedlich. Die einen hoffen wohl auf jemanden, den es interessiert, der Anteil nimmt, der tröstet, der zuhört, die anderen, der sie bemitleidet.

Ich meine, das ist ja nichts über was man froh sein kann, oder?

Wieso fragst Du nicht einfach?

Erhemazliger fNutzer (!#3257x31)


Also ich kann ja nur für mich sprechen, aber ich bin froh wenn ich meinen normalen Alltag irgendwie habe und mich nicht immer anders fühle. Ich bin ja schon insofern anders, als das ich in meiner Freizeit dauernd bei Ärzten sitze ....

Aber ich rede im privaten Umfeld auch eigentlich nie über meine Krankheit. Ich glaube viele wollen das auch einfach nicht wissen und in meinem beruflichen Umfeld weiß es auch keiner und soll es auch nicht wissen. Ich mag nicht danach eingestuft werden sondern einfach nur nach meiner Leistung bzw. ich mag es nicht wenn dann Vorurteile aufkommen

EDisp,Ntchen


Wieso fragst Du nicht einfach?

Wie soll man sowas fragen?

Etwa: Warum freust du dich so drüber das du krank bist?

E5hemaligjer Nutzer+ (#325-7x31)


Von den meisten bekommt man eh keine ehrliche Antwort wenn man sie fragt warum sie ihre Krnakheit, Operationen so in den Mittelpunkt stellen.

Entweder ist es ihnen dann peinlich das sie "erwischt" worden sind ständig ihre Einschränkungen zu thematisieren oder sie streiten es ab.

Aber man kann es hier ja auch immer wieder sehen, da wird bei jeder Frage die eigentlich nichts mit den persönlichen Erkrankungen zu tun hat, direkt erst mal alles aufgezähle wie lange man das und das hat und was man sonst noch hat und wieviele OPs man schon hatte ....

Wenn es zum Thema passt, von mir aus. Aber manchmal stelle ih mir die Frage wenn ich das lese, was zum Teufeln haben deine zahlreichen OPs/Krankheten mit der Frage des TE zu tun?? ":/

g=olbdenbIlue


ich versteh das auch nicht.. rede total ungern über meine krankheiten (bin ständig krank, immer was anderes) und noch ungerner ( ;-D ) über die chronische. gut man redet vielleicht nicht so gern gebärmutter, vielleicht wärs anders wenn ich irgendwas anderes hätte.. aber ich glaubs eher nicht.

als ich damals die schule abgebrochen hab deswegen und mit den lehrern reden musste war mir das ein graus und ich hab nie gesagt was ich jetzt genau habe. das geht doch niemanden was an. meine freundin meinte dann noch so "waas, warum sagst du den lehrern nicht was du hast, das muss man doch" .. äh nee, muss man nicht. .. nun ja das war mein beitrag zum thema :D

K%lpeixo


Eispfötchen

Etwa: Warum freust du dich so drüber das du krank bist?

Das ist wohl eine Suggestivfrage. Ich dachte es interessiert Dich, warum sie es tun. Dann würde ich die Frage auch so stellen. Hier in diesem Faden gibt es ja wie man merkt, niemanden, der erzählt, wie es ihm geht, wie sein Leben gerade verläuft, aber wenn Du in andere Fäden schaust, dann kannst Du es nachlesen, dass es durchaus Menschen gibt, die das Bedürfnis haben jemanden zu finden, der ihnen zuhört, der nachvollziehen kann, wie es ihnen geht. Warum wohl findet dieses Forum eine Plattform für Menschen mit ihren Problemen? Weil sie in ihrem realen Leben so viele Menschen finden, die ihnen das Gefühl vermitteln, dass es sie interessiert, wie es ihnen geht?

EKiKspfö?tch2exn


Ich dachte es interessiert Dich, warum sie es tun. Dann würde ich die Frage auch so stellen.

Macht man sich bestimmt viele Freunde wenn man fragt warum jemand umbedingt ärmer dran sein will als XY ;-D

Warum wohl findet dieses Forum eine Plattform für Menschen mit ihren Problemen? Weil sie in ihrem realen Leben so viele Menschen finden, die ihnen das Gefühl vermitteln, dass es sie interessiert, wie es ihnen geht?

Kann ich nicht beurteilen.

Mir ist vor allem in der Umschulung aufgefallen das halbe Wettbewerbe gestartet werden wo es darum geht, wer nun mehr krank ist und genau das mag nicht in meinen Schädel rein wie man so drauf sein kann.

Ein wirklich Hilfesuchender redet anders als jemand der Krankheits-Sensationsgeil ist.

Kleines Beispiel am Rande.

Ich leide unter anderem unter einer Nahrungsunverträglichkeit.

Frag auf einer Internetseite Leute was sie statt einem gewissen Gewürz nehmen (weil das ja überall drin ist und ein wichtiger Geschmacksträger ist).

Eine nette Userin hat mir geantwortet und mir gesagt was ich noch versuchen könnte.

Die nächste Userin meinte darauf: Ich habe eine xy,- xy,- und xy. Das reicht mir vollkommen

Das war weder gefragt noch passte es zum Thema aber Hauptsache ihre Leiden da reinschmeissen. %-|

Da denke ich mir "Hammer, wem interessierts"

PjfiffBerlxing


Ich bin letztes Jahr ganz plötzlich schwer erkrankt und habe selbst erlebt, wie schnell sich alles nur noch um die Krankheit dreht. Ich bin Mitte 20 und auf einmal musste ich mir bei alltäglichen und sehr intimen Dingen helfen lassen und irgendwie ging mir dabei auch die Diskretion flöten. Ich wurde mehrmals am Tag von irgendwelchen Medizinern zu meinem Zustand befragt und musste auch ständig neuen Ärzten eine Zusammenfassung liefern. Und irgendwann hab ich auf die Frage "wie geht's dir?" so ähnlich geantwortet. Zum Glück bin ich mittlerweile wieder fast gesund und schäme mich auch ein bisschen für meine damalige Offenheit, aber es war einfach so. Ich hab einfach gelitten, brauchte Trost und konnte mich auch sonst auf nicht viel konzentrieren. Mit Wettbewerbsdenken hatte das aber nichts zu tun.

Kll8eixo


Macht man sich bestimmt viele Freunde wenn man fragt warum jemand umbedingt ärmer dran sein will als XY

Wenn Deine eigene Interpretation sprich Unterstellung schon in der Frage ist, wohl selten. Ich kann nicht erkennen, dass Dich die Bewegungsgründe dieser Menschen interessieren. Geht es Dir in diesem Faden nur darum, Dich darüber aufzuregen und Deine eigene Interpretation bestätigt zu bekommen? Was bringt es Dir, Dich über andere aufzuregen – übrigens gibt es da aus meiner Erfahrung weitaus mehr Menschen, die sich gerne über das Verhalten anderer aufregen, als solche, die sich gerne über ihre Krankheiten unterhalten.

Ich kann keinerlei Interesse Deinerseits erkennen, herauszufinden, warum diese Menschen über ihre Krankheit reden. Dafür kann ich eine große Portion Vorurteile lesen.

Kann ich nicht beurteilen.

Dafür bewertest Du ihr Verhalten sehr gerne.

Mir ist vor allem in der Umschulung aufgefallen das halbe Wettbewerbe gestartet werden wo es darum geht, wer nun mehr krank ist und genau das mag nicht in meinen Schädel rein wie man so drauf sein kann.

Aus meiner Sicht wieder nur Unterstellungen. Da kann man wohl nichts machen, vor allem, wenn Dich die Hintergründe auch nicht interessieren. Ansonsten gibt es sicher im Internet genug Seiten, auf denen Du Dich gescheit machen kannst und hättest Du hier nicht gleich Suggestivfragen gestellt, würdest Du meiner Meinung nach auch andere Antworten bekommen. Hier habe ich den Eindruck, dass Du Dich gerne darüber aufregst. Ich würde mich hüten Dir den Grund zu schreiben, da die Art und Weise Deiner Fragen schon Deine Abwertung beinhaltet und auch gleich die Unterstellung, wenn jemand schreiben würde, dass er es nicht "gerne" tut.

Kann ich nicht beurteilen.

Nein, Du hast ja den Faden deswegen aufgemacht, weil Du es nicht beurteilen kannst. Ich kann nur keinen Ansatz erkennen, dass Du es lernen willst.

Ein wirklich Hilfesuchender redet anders als jemand der Krankheits-Sensationsgeil ist.

Aus meiner Sicht noch ein haltloses Vorurteil.

Da denke ich mir "Hammer, wem interessierts"

Gut, Du hast also nicht die Fähigkeit Dich in gewisse Gesprächspartner einzufühlen. Du interessierst Dich auch nicht für alles, was sie zu sagen haben und warum sie es tun. Ist doch okay. Welchen Sinn macht es dann diesen Faden hier im Psychologieforum aufzumachen? Was ist so toll daran sich über andere aufzuregen und sich fast schon lustig zu machen? Es wird genauso Menschen mit einer anderen Verhaltensweise geben, die Dich genauso wenig interessieren.

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