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psychosomatische Beschwerden – weiß mir nicht zu helfen

f een}staxub_ hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben!

Ich habe einige gesundheitliche Probleme, für die es keine organische Ursache gibt. Diese Symptome zerstören mir den ganzen Alltag und hindern mich an einem normalen Leben. Ich hab das jetzt seit Mai 2013, es gibt schon eine allgemeine Besserung, jedoch ist es immer noch nicht zum aushalten. Vielleicht ist ja jemandem langweilig oder vielleicht hat jemand auch solche Probleme und erkennt sich in meinen Schilderungen wieder. Ich würde mich freuen, wenn sich das jemand durchlesen würde (ich weiß, es ist ziemlich lang) und seinen Senf dazu geben will.

Symptome: 1 mal Erbrochen, damit hat alles angefangen. Hatte seit dem ständig Sodbrennen, ständiges Aufstoßen (kein Rülpsen), immer Brechreiz (wirklich immer). Keine Übelkeit. Brechreiz kam dann immer, wenn ich wo hin wollte/musste, das war alles psychisch, weil ich Angst hatte, wohin zu gehen, da ich Angst davor hatte zu Erbrechen. Bin nirgends mehr hin gegangen, konnte Anfangs nicht mal mit Einkaufen fahren. Brechreiz im Hals, Kloßgefühl im Hals, Herzrasen, oberflächliche Atmung. Ich denke, dass es sich dabei um Panikattacken handelte. Brechreiz ging dann etwas weg, aber immer, wenn ich mich mit jemandem getroffen habe, hatte ich eine halbe Stunde bis Stunde am Anfang diese Panikattacke. Hörte dann nach einer Zeit auf, dann kam immer das Aufstoßen.

Brechreiz ist mittlerweile (fast) weg, es ist jedenfalls nicht so, dass ich glaube mich gleich übergeben zu müssen. Ich kann fast alles machen, jedoch habe ich immer Angst davor. Ich scheue mich davor, mir Dinge auszumachen, weil ich Angst vor dem Gefühl habe. Ich bin dann total unglücklich, einerseits weil ich lieber zu Hause bleiben möchte, was wiederum damit zu tun hat, dass ich das Gefühl habe und Angst habe. Das entspricht allerdings absolut nicht meinem Wesen, ich hab mich früher (bevor das alles angefangen hat) immer liebend gern mit Leuten getroffen, was unternommen usw.

Weiteres Symptom, dass völlig ohne Zusammenhang auftritt, ist ein Gefühl im Hals, es ist ein Druckgefühl im Hals, vergleichbar ist es mit dem Gefühl, wenn man eigentlich weinen müsste, sich das aber voll verhaltet, also ich hab dann immer so ein extremes Druckgefühl im Hals – es bleibt halt alles drin stecken. Das Druckgefühl hab ich eben, ohne dass ich nur im Geringsten weinen möchte. Außerdem hab ich manchmal das Gefühl, würgen zu müssen, muss ich aber nicht. Das ist im Moment mein schlimmstes Problem, die anderen Symptome kenne ich mittlerweile und weiß halbwegs mit ihnen umzugehen, bzw. bleibe dann halt einfach ruhig liegen und versuche runterzukommen (was die Sache aber nicht erleichtert, weil ich dadurch total blockiert bin, was ein normales Leben angeht). Aber dieses komische Fast-Würgen ist der Horror. Das Schlimme daran ist, dass ich es nicht beschreiben kann. Es ist ungefähr so, keine Ahnung, als würd bald alles "übergehen" – so als würde was überschwappen, was natürlich nicht so ist.

Seit neuestem (ca. 2 Wochen) ist mir andauernd schlecht, und zwar so ein komisches Schlechtsein. Ich hab einen ekelhaften Geschmack im Mund, der aber nur da ist, wenn die Übelkeit da ist. Es fühlt sich einfach an, als würde mein Magen von innen heraus verfaulen.

Ja ich glaub das wars fürs erste mal mit meinen neuen Wegbegleitern…

Ich bin total down. Ich bin total resigniert. Ich bin voller Wut deswegen, habe keine Nerven mehr, bin oft gereizt und teilnahmslos. Wie eine Depression an sich fühlt sich das nicht an, ich hatte schon mal eine Depression/depressive Verstimmung und das war ganz anders. Ich fühle mich einfach so, als hätte ich innerlich auf "Aufgegeben" umgeschaltet. Ich habe keinen Ehrgeiz mehr, alles Durchhaltevermögen verloren. Keiner kann mir helfen, war bei verschiedenen Ärzten, habe hundert Blutbilder gemacht, auch ein großes im Krankenhaus, bei dem alle Werte bestens waren. Hab eine Gastroskopie machen lassen, da viele Symptome auf Gastritis o.ä. hingewiesen haben, auch da ist nichts herausgekommen außer, dass ich eine leichte chronische Gastritis habe, die aber keine Anzeichen hat, irgendwie so, mein Hausarzt hat jedenfalls nichts gesagt zwecks Medikamenten, spezieller Ernährung o.ä.

Was mir grad einfällt, Schwanger bin ich zu 100% nicht.

Ich mache eine Psychotherapie, die ich angefangen habe wegen dem Brechreiz. Irgendwie bringt mir die aber auch nichts. Die Therapeutin hat gemeint, der Brechreiz kommt davon, dass mich mein Körper zu einer Entscheidung zwingen will. Dazu muss ich sagen, dass ich relativ unglücklich bin mit meiner Wohn/Studier Situation. Ich studiere in einer Stadt, die ich nicht ausstehen kann und kann erst in einem Jahr in meine Heimatstadt zurückwechseln, wenn ich mein Studium nicht abbrechen und neu beginnen will. Ein Abbruch und Neubeginn würde aber auch wegen der Familienbeihilfe nicht in Frage kommen, da ich die sonst verlieren würde. Ich denke mir – schön und gut, ich weiß ja, dass ich total unglücklich bin und denke auch, dass dieses Dilemma der Grund für meine körperlichen Probleme ist. Das bringt mir aber im Endeffekt auch nichts, weil weg gehen tun die Symptome dadurch auch nicht.

Ich überlege, den Therapeuten zu wechseln, weil ich keine rechte Hilfe darin sehe.

Was ich noch machen werde in der nächsten Zeit ist, zu einer Heilpraktikerin zu gehen, die Akupunktur macht und mit chinesischer Medizin arbeitet. Ich hoffe so inständig, dass mir das hilft, zumal das Studium in einem Monat wieder beginnt und ich endlich wieder fit sein möchte.

Ich habe einfach so große Angst, dass mir das bleibt, dass ich keinen Weg finde, um diese Symptome zu besiegen. Ich habe Angst, dass mein ganzes Leben den Bach runter geht, ich keine sozialen Kontakte mehr habe usw.

Es ist schrecklich! :°( Eigentlich weiß ich jetzt gar nicht, was ich von euch möchte, ich freue mich auf jeden Fall, wenn irgendwer bis hierhin gelesen hat.

Vielleicht kennt ja irgendwer diese Symptome oder Gefühle und hat irgendeinen Tipp oder Rat für mich. Hat jemand von euch so etwas schon mal durchleben müssen? Wie lange hat es angedauert und vor allem was habt ihr dagegen unternommen?

Ich hoffe, dass mir hier irgendjemand zurückschreibt und seine Erfahrungen mit mir teilt!

Liebe Grüße

Antworten
rgot`ermoxhn


Hallo feenstaub_

was Du geschrieben hast klingt wirklich nicht sehr aufbauend. Therapeut wechseln ist eine Möglichkeit, ob es Dir hilft die andere.

Heilpraktiker ist auf jeden Fall mal eine gute Möglichkeit, wirklich auf körperlicher Ebene alles abzuklären.

Was aber ganz wichtig ist, nicht soviel an die Zukunft zu Denken. Was morgen sein wird, kannst Du nicht sagen, kann keiner. Aber das macht Dir das Leben noch schwieriger also so schon.

Ich kann Dir erst mal nur alles erdenklich Gute wünschen und dass vielleicht auch hier Dir jemand helfen kann.

Ich wünsche Dir Liebe, Kraft und Hoffnung auf eine gute Zukunft :)* :)* :)*

Liebe Grüße

a%ug?233


feenstaub, ich rede mal richtig Deutsch: " es ist zum Kotzen!" Die Ausführungen sagen es und so sollte es von dir auch benannt werden. Das Gefühl wird nicht aufhören, so lange du nicht zu den Tatsachen stehen willst: der Studienort gefällt nicht, aber es ist ein Jahr dort noch zuzubringen. Was soll eine Therapeutin helfen? Die Einsicht, dass es eine begrenzte Zeit ist und danach gehandelt werden kann, die muss schon selbst kommen und fest werden. Ein Jahr ist keine Unendlichkeit!

n-iliplixli


Hallo feenstaub_

jetzt wirds auch ein bisschen länger.........

Anfang Oktober 2012 war ich mit ein Paar leuten in Hamburg. Plötzlich wurde mir so schlecht das ich zurück ins Hotel musste. Ich dachte die ganze zeit ich kotz gleich ins Taxi.Am nächsten Tag wars wieder gut und die Sache war schnell vergessen oder verdrängt. Zwei Wochen später war ich bei einer Comedy Show. Ich mitten zwischen den ganzen Leuten und mir wurde wieder Richtig schecht. Ich hatte ein Kratzen im Hals und die Blanke Panik stieg in mir auf. Ich weiss nicht wie aber ich habs geschafft sitzen zu bleiben.

Ab diesem Tag hat sich mein Leben kompett verändert.

Mir war ab diesem Tag wirklich täglich schlecht. Jeden morgen bin ich aufgewacht und diese scheiss Übelkeit war wieder da. Ich konnte an nichts anderes mehr denken.

Ich habe nur noch meinen Körper überprüft.

Hinzu kam dann ein Kloßgefühl und dieses besagte Kratzen im Hals.

Blegleitet wurde alles von ständiger Innerer Unruhe und Angstgefühlen. Ich wollte einfach wissen was mir fehlt.

Ab da begann mein Ärzte Marathon.

Ich war beim Gastrologen und habe eine Magenspiegelung machen lassen. Da ich mit dem Arzt nicht zufrieden war wechselte ich und hab eine Zweite Magenspiegelung bekommen.

Beide male wurde eine leichte Speiseröhrenentzündung festgestellt. Die Diagnose war REFLUX

Ich habe massenweise Magesäurehemmer geschluckt.

trotzdem hatte ich immer noch (oder mittlerweile) viele andere Symptome

-Innere Unruhe

-Angst die immer wieder in einem aufsteigt

-Sehstörungen und Das gefühl die Welt nicht merhr so wahr zu nehmem wie früher

-Kribbeln und manchmal schmerzen im linken Arm

-Schwindel

-Schluckbeschwerden

-Durchschlafprobleme

-Ständiges Grübeln ohne abschalten zu können

Ich hatte folgenede Untersuchungen:

Magenspiegelung 2x,

Großes Blutbild 3x,

Ultraschall der Organe,

Untersuchung beim Augenarzt,

Untersuchung beim Orthopäden

3 Sitzungen beim Osteopathen,

Untersuchung bei einer Neurologin

Dann hab ich angefangen der Sache Selber auf den Grund zu gehen. Ich hab mir alle erdenklichen Tests im Internet bestellt die man zuhause durchführen kann.

Borreliose Test

Helicobaktor Plory test

Serotonin Test

Darmflora und parasiten Test

Cortisol Test

Alles ohne nennenswerte Befunde

Ich konnte mich erst so richtig damit abfinden das nur es Psychisch ist nachdem ich der meinung war fast alles ausgeschöpft zu haben

ich habe anfang des Jahres eine Gesprächsteraphie begonnen die mir wie es scheint nicht so viel bringt aber ich werds trotzdem weiter machen. Momentan war wegen Urlaub der Psychologin aber 6Wochen Pause

Ab Mai bekam ich von der Neurologin Omeprazol verschrieben bekommen. Ist eigentlich ganz gut. Ich konntebzw kann wieder Durchschlafen und Die Übelkeit ging weg und auch das Kloßgefühl im Hals

Das ständige grübeln wanns mir wieder besser geht, Die Ängste und der Schwindel und die Sehstörungen sind aber immer noch da.

Deswegen nehme ich seit 6 Tagen das Medikament Paroxan (Paroxetin) . Problem jetzt ist mir wieder schlecht und ich hab nen würgreiz. Das soll ja angeblich irgendwann weggehen. Ich verspreche mir jedenfalls viel davon hab aber jedesmal schiss die zu nehmen weil mir dann ne Stunde später kotz übel wird.

Na ja das ist so meine Geschichte grob zusammengefasst.

Ich hoffe für uns alle betroffenen das das auch mal wieder aufhört

npilipixli


Sorry ich meinet oben Opipramol und nicht Omeprazol

sKwat9katt=en162


Nimm doch als ständigen Begleiter mal eine Kotztüte mit. Das gibt denn wenigstens etwas Sicherheit und Du brauchst nicht gleich irgendwo rausrennen... Ich glaube, die Dinger bekommt man in Apotheken oder Drogerien. @:)

fieens*ta|uxb_


Also Danke erst mal für eure Antworten!

@aug233 – ja du hast recht mit dem was du sagst. Ich verstehe nur nicht, warum ich die Symptome immer noch habe, obwohl ich jetzt schon für mich entschieden habe, dass ich nicht mehr länger als dieses Jahr dort verbringen werde. Ich finde, dass ich die Therapeutin brauche, um mit den Symptomen klar zu kommen. Sie beherrschen meinen ganzen Alltag, verändern sich in einer Tour und bereiten mir fast durchgehend Angst. Ich versuche mich selbst zu beruhigen, aber irgendwie funktioniert das einfach nicht.

@nilipili – du arme! Es tut mir leid das zu hören. Ich verstehe einfach nicht, warum man so etwas haben muss. Ich bin einfach nicht bereit zu akzeptieren, dass das jetzt anscheinend ein Teil von mir geworden ist. Ich finde es so schrecklich. Das zerstört mir mein ganzes Leben, meine ganze Freude. Ich höre oft von Menschen, die noch weit schlimmere Krankheiten o.ä. haben und damit leben gelernt haben. Die bewundere ich und wünsche mir auch solche Kraft. und dann kommt wieder der Gedanke herein, dass ich nicht krank bin, sondern mir das alles nur einbilde und das macht es natürlich schwer, zu akzeptieren und einen Weg damit zu finden.

Ich hab auch einen halben Ärzte Marathon hinter mir, natürlich nicht so lange wie du, weil ich relativ schnell zu der "Einsicht" gekommen bin, dass es psychisch bedingt ist. Ich hoffe, ich finde jemanden, der mir damit wirklich helfen kann. Auch dir wünsche ich viel Kraft.

@ swatkatten162 – danke für den Rat,

aber die trage ich immer mit mir herum ;-) Ich hab ein regelrechtes Notfallpaket in meiner Tasche, ohne das kann ich nicht aus dem Haus – Sackerl, Wasserflasche, Taschentücher, Rennie und Lutschtabletten, die im Normalfall relativ gut gegen die Schlechtattacken helfen. Leider bringt mir das auch nicht viel........

a*ug23E3


feenstaub, im therapeutischen Miteinander sollte aber von Dir der Wunsch nach Veränderungen kommen und Therapeut bei der Suche nach Lösungen oder Lösungswegen behilflich sein. Das ist zwar der schwere Weg, doch er hilft nachhaltig. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, ihr würdet gemeinsam nach einer zeitlich oder örtlich fest umrissenen Niesche suchen, in der alles vergessen werden kann. Der ungeliebte Ort wird vergessen; die noch offene Zeit dort wird vergessen – es wird nur für die Freude im Augenblick gelebt. Verständlich?

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