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Anspruch auf psychosomatische Reha in Klinik über RV?

F`ix un&d8 F+oxie hat die Diskussion gestartet


Hallo,

vor ca. 6 Wochen fing es wieder an, dass ich wieder sehr starke Angst- u. Panikattacken bekommen habe. Das ging soweit, dass plötzlich gar nichts mehr ging u. ich mich nirgendwo mehr richtig hingetraut habe. (Probleme, rauszugehen, Probleme Bahn zu fahren, etc.) Das Schlimmste war dann noch, dass ich nicht mit meinem Mann in den Urlaub fahren konnte, weil ich mich noch nicht mal ins Auto getraut habe u. er dann alleine gefahren ist. :°( (ist dann allerdings 1 Woche eher wiedergekommen) Durch die Angst- u. Panikattacken hatte ich dann auch richtige Depressionen bekommen mit starken Stimmungsschwankungen. (morgens bis zum frühen Nachmittag totales Tief, gg. späten Nachmittag dachte ich dann wieder, ich kann alles machen! %-|) Da ich mich auch nicht mehr zum Arzt getraut hatte, hatte er mir per Post ein Rezept für ein AD (Trimipramin 100 mg) geschickt, wovon ich abends (ich kann seitdem ich die Angst- u. Panikattacken wieder habe, entweder nur extrem schlecht schlafen oder überhaupt nicht! :-X :-X :-X Nur selten klappt es mal gut) 50 mg nehmen sollte, da es schlaffördernd wirken soll. Bei mir habe ich aber keine Wirkung gespürt, ich konnte entweder weiterhin gar nicht schlafen oder nur ganz wenig, nur selten mal gut. Zudem kam ich von dem Zeug überhaupt nicht in die Gänge, erst nachmittags ging es dann so halbwegs u. hatte immer eine gleichbleibende, gleichgültige Stimmung, die Ängste waren weiterhin da, aber das war ja klar, ich habe ja nichts tagsüber genommen u. so konnte es gg. die Angst nicht wirken. Deshalb habe ich es nach knapp 2 Wochen Einnahme wieder abgesetzt. Natürlich kann ich weiterhin schlecht schlafen, gar nicht, dann geht es aber schon manchmal wieder. Will halt auch nicht so abhängig von so einer Chemiekeule sein. :|N

Nun zum eigentlichen Punkt: Mir war klar, dass ich das nun wohl nicht mehr alleine schaffe u. eine Therapie beginnen sollte. In der Zeit, als mein Mann weg war u. ich nächtelang gar nicht geschlafen hatte, dachte ich zwischendurch, ich werde noch verrückt u. habe echt schon gedacht, ich muss mich in eine Klinik einweisen lassen! :°( Und das will bei mir schon was heißen! Dann kamen aber wieder bessere Tage. Ich habe auch wieder fleißig trainiert, rauszugehen, Bahn zu fahren, einzukaufen, etc. Natürlich ging das nicht ganz ohne Angst ab, vor allen Dingen das Bahn fahren hat mir schon vorher heftige Panikschübe beschert u. lange an der Kasse stehen ist schon auch Hardcore. Aber ich mache es zumindest wieder, auch, wenn ich mich nicht wohlfühle.

Nachdem ich der Reihe nach einige Theras angerufen habe, hatte mich eine Thera zum Erstgespräch eingeladen. Sie meinte zwar, dass sie eigentl. keine Plätze mehr frei hat, weil nach den Ferien wieder einige gekommen sind. Das Erstgespräch war jetzt letzte Woche u. es hörte sich jetzt auch nicht so an, als ob sie keinen festen Platz für mich hätte, denn sie meinte zu mir, dass ich mich nach den 5 probatorischen Sitzungen dann entscheiden muss, ob ich bei ihr bleiben will. Da sie mir eigentl. recht sympathisch war u. ich froh war, so schnell jemanden gefunden zu haben, bei dem ich auch reden konnte, dachte ich eigentl., dass sie die richtige ist. Nun kommen mir da doch etwas Zweifel. ":/ Heute war die 2. Sitzung. Und nun meinte sie zu mir, dass ich zu viele Baustellen habe u. ob ich schon mal eine psychosomatische Reha gemacht habe in einer Klinik. Als ich es verneinte, meinte sie, dass sie mir dort besser helfen könnten, weil sie nicht so viel Möglichkeiten hat u. ich dort auch beruflich gefördert werden kann (habe seit meiner Umschulung, die 2003 beendet war, nie in diesem Beruf gearbeitet, weil ich da nie was gefunden habe u. dann nur immer 400,- Euro-Jobs gemacht, wobei der letzte auch schon 3 Jahre her ist, seitdem bin ich ganz zu Hause. Mir kommt natürlich die Decke auf den Kopf u. ich würde gerne wieder arbeiten gehen, aber vieles traue ich mir nach so langer Arbeitslosigkeit auch nicht mehr zu u. einiges ist körperlich nicht mehr machbar). Es ist halt auch so, dass wir (also, mein Mann u. ich) hier gar keinen Freundeskreis (mehr) haben, seit Jahren. Freundschaften sind dann oft – auch noch nach Jahren! – in die Brüche gegangen, wenn wir mal nicht mehr so getickt haben, wie die anderen wollten. Wir sind vor 23 bzw. 24 Jahren hierher gezogen (von den neuen in die alten Bundesländer u. von einer dörflichen Gegend in eine Großstadt) u. hier irgendwie nie heimisch geworden. Die Mentalitäten passen wohl auch nicht so richtig zusammen. Da wir schon so oft enttäuscht wurden – es kann ja nicht immer nur an uns liegen! – haben wir eigentl. auch gar keine Lust mehr, Leute kennen zu lernen. Aber so vereinsamt man auch immer mehr... %:| Klar, würden wir gerne wieder in die alte Heimat zurück, aber das ist leider nicht so einfach machbar, da es dort mit Arbeit – mein Mann ist hier seit 23 Jahren in der gleichen Fa. angestellt – ganz mies aussieht u. mein Mann zudem 50 % schwerbehindert ist u. auch nicht mehr alles machen kann. Also, müssen wir hier irgendwie ausharren.

Das ist wohl auch ein Grund, warum die Thera mich in so einer Klinik besser aufgehoben sieht. Aber ich kann mir Klinik für mich überhaupt nicht vorstellen! :|N Ich habe schon mal eine Thera gemacht (Tiefenpsychologische) von 2003 – 2005, zwischendurch habe ich immer mal im Jahr ein paar Wochen – hatte aber auch schon 2 Jahre immer mal (fast) Ruhe – in denen es mir von den Angst- u. Panikattacken her schlecht geht, aber ich habe es immer geschafft, da irgendwie selbst wieder rauszukommen. Bin ich da wirklich reif für die Klinik? ":/ Dann habe ich auch Hashimoto u. einen Mitralklappenprolaps mit Insuffizienz Grad I, der auch rund um die Uhr Herzrhythmusstörungen verursacht. Das kann ja auch so manches durcheinander bringen.

Wo ich eben auch ein Problem sehe: Die Psychothera ist der Meinung, dass die Rentenkasse die Kosten für eine psychosomatische Reha in der Klinik bezahlt. Da bin ich mir aber nicht soooo sicher. Ich habe jetzt ca. 10 Jahre nicht mehr in die Rentenkasse eingezahlt u. von der AA werden nur die versicherungsfreien Beitragszeiten gemeldet, da ich von der AA kein Geld bekomme. Die 400,- – Euro-Jobs dazwischen nützen mir ja auch nichts. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die RV die Kosten trägt, wenn ich so lange gar nicht eingezahlt habe? ":/ Erwerbsminderungsrente bekäme ich ja auch nicht, wenn ich jetzt nicht mehr arbeitsfähig wäre! Die Thera ist jedenfalls der Meinung, dass ich ja aus der RV jetzt nicht raus bin, auch, wenn ich nicht einzahle u. sie mir trotzdem so eine Reha bezahlen.

Allerdings fühle ich mich von der Thera jetzt damit schon auch wieder unter Druck gesetzt u. es gibt mir den schalen Beigeschmack, dass sie mich abschieben will. :-X Ich würde viel lieber eine ambulante Thera machen u. es so schaffen! Denn ich kann auch in Kliniken nie schlafen, da wird man dann mit Sicherheit auch wieder mit Medis eingestellt u. da sträubt sich schon alles in mir. Tja, jetzt fühle ich mich irgendwie wieder schlechter, bei dem Gedanken daran, dass ich in eine Klinik soll. Ich arbeite ja schon an mir u. vermeide die Sachen nicht mehr! Echt, irgendwie habe ich jetzt schon keine Lust mehr auf Therapie. Da bemüht man sich u. holt sich Hilfe u. dann hat man irgendwie das Gefühl, es ist nicht genug! Diese Thera jetzt ist ja eine Verhaltenstherapie u. das, was die Therapeutin mir davon erzählt hat, war schon sehr vielversprechend. Tiefenpsychologie habe ich ja schon gemacht u. alles erzählt. Da hatte ich mir jetzt mehr erhofft. Muss man denn immer gleich in eine Klinik, bin ich denn wirklich reif dafür? Irgendwie habe ich kein gutes Gefühl dabei! :|N

Aber es wäre schon mal schön, wenn mir jemand sagen könnte, ob ich überhaupt einen Anspruch ohne Einzahlung in die Rentenkasse darauf habe. (wenn sich überhaupt jemand meinen langen u. etwas wirren Text durchliest. Aber ich habe jetzt einfach mal alles aufgeschrieben, was mir gerade so einfiel u. auf der Seele brannte)

LG! @:)

Antworten
_JParwvatix_


Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass die RV für dich zuständig ist. Habe dazu auch mal was raus gesucht:

Für den Reha Antrag auf eine Leistung durch die Gesetzliche Rentenversicherung müssen die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein (z.B. müssen in den letzten zwei Jahren vor Antragsstellung sechs Kalendermonate die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung geleistet worden sein).

[[http://www.reha-patient.de/content_antrag/02_reha_antrag_vorauss.php]]

In dem Fall wäre dann eigentlich ein anderer Kostenträger, wie z.B. Krankenkasse oder Arbeitsamt für eine Reha zuständig. Ist ja nicht so, dass Rehas nur über die RV laufen.


Im Übrigen stecke ich gerade in einer ähnlichen Situation. Habe auch so gut wie auf nix Anspruch. Das den Ärzten zu erklären ist immer recht schwierig, da man mit so einem Fall eher die Ausnahme als die Regel ist.


Was einen Klinikaufenthalt betrifft: Musst du letztendlich selber wiessen, ob du das brauchst. Muss sicher nicht gleich eine vollstationäre Klinik sein. Käme denn vielleicht eine Tagesklinik in Frage?

F8ix "und ?Foxie


@ Parvati:

Danke für den Link! Ja, ich verstehe es auch so, dass ich da überhaupt keinen Anspruch auf eine Rehamaßnahme über die RV habe! :|N Da würde ja auch mit zweierlei Maß gemessen: Erwerbsminderungsrente nein, aber Reha, ja, das geht!

Zudem ist es so – nachdem, was ich in deinem Link gelesen habe – dass ich selbst, wenn ich einzahlen würde, keine Reha genehmigt bekommen würde! Ich war weder deshalb bisher bei einem Facharzt noch habe ich alle therapeutischen Maßnahmen vor Ort ausgeschöpft. Deshalb verstehe ich die Thera auch nicht, warum ich es nicht erst mal mit einer ambulanten Thera versuchen sollte. Denn man kann ja im Vorfeld noch gar nicht sagen, ob mir das was bringt oder nicht, wenn man es nicht ausprobiert hat! ":/ Reha über die KK lehnt meine Thera übrigens ab, da da keine berufliche Förderung stattfinden kann.

Was einen Klinikaufenthalt betrifft: Musst du letztendlich selber wiessen, ob du das brauchst. Muss sicher nicht gleich eine vollstationäre Klinik sein. Käme denn vielleicht eine Tagesklinik in Frage?

Klinik ist so was, was ich mir für mich gar nicht vorstellen kann! :|N Es reicht schon, wenn ich jemanden im Kh besuchen muss oder selbst drin liege. :-X Zudem müsste ich in eine Tagesklinik auch jeden Tag hinkommen, egal, wie schlecht es mir gerade geht. Da ich keinen Führerschein habe, müsste ich IMMER mit der Bahn fahren u. wenn ich da nicht geschlafen habe, bin ich total quer. Dann könnte ich mir vorstellen, dass es mir sehr schwer fällt, an einer Gruppentherapie teilzunehmen (habe mal von einer Bekannten gehört, dass das dort mit zum Konzept gehört). Ich war mal eine ganze Zeit lang in einer Selbsthilfegruppe u. da muss ich sagen, dass mich die Probleme der Anderen dann noch eher mit runtergezogen haben. Manchen ging es ja noch viel schlechter wie mir u. das mitzuerleben u. zu sehen, hat mir irgendwie noch mehr Angst gemacht, als dass es mir geholfen hätte, dass es Anderen genauso geht. :-X :-X :-X

Im Übrigen stecke ich gerade in einer ähnlichen Situation. Habe auch so gut wie auf nix Anspruch. Das den Ärzten zu erklären ist immer recht schwierig, da man mit so einem Fall eher die Ausnahme als die Regel ist.

Ja, das ist in der Tat nicht die Regel! :|N Im Prinzip kann ich ja noch froh sein, dass mein Mann zu viel verdient, sodass ich keine Leistungen von der AA bekomme, sonst bekäme ich noch viel mehr Druck von dort als so schon. Druck u. Stress halte ich im Moment leider ganz schlecht aus – bzw., was heißt, im Moment: Mit Druck u. Stress konnte ich immer schon recht schlecht umgehen. Ich dachte eben, dass dazu so eine Verhaltensthera ja gar nicht so verkehrt sein kann, da lernt man andere Verhaltensweisen. An meinem Verhalten habe ich ja die Jahre über nie was geändert, weil es immer schwer ist, aus einer eingefahrenen Schiene u. wenn man ein Leben lang so gelebt hat, wieder rauszukommen. Aber so mit Anleitung, wo man vll. auch mal brauchbare Tipps in die Hand bekommt, wie man es anders machen kann, könnte es doch evt. klappen! ":/

Darf ich mal fragen, welche psych. Probleme du hast? Was hast du schon alles versucht u. wie gehst du damit um? :°_ :°_ :°_ :°_

LG! @:)

Fmix un-d F%oxxie


PS.: Im Übrigen habe ich heute bei der RV vor Ort angerufen, den Anruf hätte ich mir aber sparen können. Die Bearbeiterin wollte mir am Telefon keine vernünftige Auskunft geben! Als ich meinte, ob das so ist, dass ich trotzdem eine Reha genehmigt bekomme, auch, wenn ich jahrelang nicht eingezahlt habe, meinte sie, ich müsste dann einen Antrag über meinen HA bei ihnen stellen u. sie würden es dann überprüfen, telefonisch kann sie mir keine Auskunft geben! So ein Quark! Sie hätte mir ja wohl doch sagen können, ob so ein Antrag überhaupt Aussicht auf Erfolg hat! %-| :(v Da kann ich mir die ganze Rennerei im Vorfeld ja gleich sparen! Na ja, war im Prinzip ja sowieso erst mal interessehalber von mir, denn wie gesagt, Klinik ist das Letzte, was ich in Erwägung ziehe! Wenn die Thera mich dann so nicht haben will, muss ich eben weitersuchen, auch, wenn mich das jetzt schon ankotzt u. ich da keinen richtigen Bock mehr drauf habe. Denn wer weiß, vll. sagt der/die nä. Thera dann das Gleiche! :-X

Wenn ich wüsste, ich schaffe es ohne Therapie, würde ich es gleich sein lassen! Bisher habe ich das ja auch immer alleine hinbekommen, seit meiner letzten Thera. Aber da ging es mir auch nicht gar so schlecht wie jetzt. Zwar habe ich mich da auch vieles nicht getraut, aber irgendwie hat das nicht so lange angehalten wie jetzt. ":/ Im Prinzip weiß ich ja schon, was bei mir so schief gelaufen ist/schief läuft. Nur selbst daran was zu ändern, fällt eben sehr schwer.

LG! @:)

NRannxi77


Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, aber Tagesklinik fände ich für dich doch irgendwie passend.

Gerade weil du jeden Tag hin gehen musst, evtl Angst überwinden etc. Einen festen Tagesablauf haben ist nicht zu unterschätzen! Oft werden die Therapieangebote an deine Bedürfnisse angepasst.

Gruppentherapie ist meistens dabei, für mich war das auch immer schwer, aber man kann es aushalten.

Ausserdem kann man dich in der Klinik auch wieder medikamentös einstellen.

Schau doch mal ob es in deinem Umkreis überhaupt eine Tagesklinik gibt. :-)

F^ixt und( Foxixe


Hallo Nanni,

ja, eine Tagesklinik gibt es hier in meiner Stadt! :)z Ich sehe es allerdings so, dass man vll. erst mal ambulante Gesprächstherapien ausprobieren sollte, ehe man an Klinik denkt! ":/ Es ist ja nicht so, dass ich alles vermeide! Ich mache das meiste wieder. Klar, fällt es mir schwer, aber ich kneife (meistens) nicht! So habe ich es auch immer wieder geschafft, selbst da wieder rauszukommen. Meine Hoffnung ist eben, dass es auch dieses Mal wieder so sein wird. Nichtsdestotrotz werde ich trotzdem eine Therapie machen, um bei den nächsten Angst-/Panikphasen besser damit umgehen zu können. Wenn es mit normaler ambulanter Thera nicht klappt, kann ich ja immer noch in eine Klinik gehen. ;-)

Ausserdem kann man dich in der Klinik auch wieder medikamentös einstellen.

Das ist eben z. B. auch was, was ich für mich nicht will! Ich habe vor u. während meiner ersten Therapie schon mal AD' s genommen, es wurden verschiedene ausprobiert u. letztendlich hat mir keins geholfen! Habe es dann zwar trotzdem weitergenommen, weil ich dachte, dass es vll. sonst noch schlimmer ist, aber weder meine Schlafprobleme noch meine Ängste waren damit besser! Ich stehe solchen Mitteln auch sehr skeptisch ggü., zumal ich darauf oft paradox reagiere u. die NW' s auch nicht zu verachten sind. Habe auch körperlich so einigen Kram an der Backe u. da wirkt sich so ein AD nicht immer gerade positiv aus. :|N

LG! @:)

_;Par2vatxi_


Klinik ist so was, was ich mir für mich gar nicht vorstellen kann! :|N

Gut, wer geht schon gerne in eine Klinik? ;-) Wenn der Leidensdruck groß genug ist, wird man zumindest den Versuch wagen und die Hilfe einer Klinik in Anspruch nehmen. Es wird ja auch keiner gezwungen zu bleiben. Man hat immer die Möglichkeit wieder zu gehen.

Aber ich würde dir auch raten, es erst einmal mit einer ambulanten Therapie zu versuchen. Während der Therapie kann man immer noch entscheiden, ob nicht doch eine stationäre oder teilstationäre Aufnahme notwendig ist. Eine Verhaltenstherapie ist da sicher auch eine gute Wahl. In der tiefenpsychologischen Behandlung wird nur rumgelabert, aber das bringt in der Regel den Patienten nicht weiter.

Hast du deiner Therapeutin mal mitgeteilt, wie du über eine stationäre Aufnahme denkst? Hast du die Bedenken, die du hier geäußert hast, ihr gegenüber mal erwähnt? Auch das mit der Selbsthilfegruppe? Vielleicht kann sie dich dann besser verstehen, wenn du mit ihr mal genau darüber redest. Vielleicht kann sie dir auch deine Ängste nehmen, die du wegen eines möglichen Klinikaufenthaltes hast.

Im Prinzip kann ich ja noch froh sein, dass mein Mann zu viel verdient, sodass ich keine Leistungen von der AA bekomme,

Da bin ich auch echt froh darüber. Wenn ich meinen Mann nicht hätte... ich bin so froh, dass ich eine so große Stütze an meiner Seite habe. Nicht nur finaziell eine Stütze sondern noch mehr eine psychische.

Darf ich mal fragen, welche psych. Probleme du hast? Was hast du schon alles versucht u. wie gehst du damit um?

Ich bin wegen einer PTBS und Trichotillomanie Das ist ein Zwang sich die Haare auszureißen in Behandlung. Ich mache jetzt schon seit einem Jahr eine Verhaltenstherapie und sie schlägt auch gut an, zumindest was die PTBS betrifft. Dass mit der Trichotillomanie gestaltet sich doch etwas schwieriger als gedacht. Das ist aber auch eine Störung, die leider noch nicht so gut erforscht ist und wo man nicht so wirklich weiß, wie man diese am besten behandelt.

Hinzu kommen bei mir noch chronische Schmerzen, wo auch noch abgeklärt wird, ob diese psychisch bedingt sind oder doch physisch.

Ich versuche den Kopf nicht hängen zu lassen und mache das beste aus meiner Situation. Es ist aber schwierig und für mich jeden Tag ein neuer Kampf optimistisch in die Zukunft zu blicken.

PS.: Im Übrigen habe ich heute bei der RV vor Ort angerufen, den Anruf hätte ich mir aber sparen können. Die Bearbeiterin wollte mir am Telefon keine vernünftige Auskunft geben! Als ich meinte, ob das so ist, dass ich trotzdem eine Reha genehmigt bekomme, auch, wenn ich jahrelang nicht eingezahlt habe, meinte sie, ich müsste dann einen Antrag über meinen HA bei ihnen stellen u. sie würden es dann überprüfen, telefonisch kann sie mir keine Auskunft geben! So ein Quark! Sie hätte mir ja wohl doch sagen können, ob so ein Antrag überhaupt Aussicht auf Erfolg hat! %-| :(v Da kann ich mir die ganze Rennerei im Vorfeld ja gleich sparen!

Was für eine tolle Beratung. Da kann man sich als ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin nur fremdschämen. Aber zum Glück sind nicht alle Behördenmitarbeiter gleich. Ich habe da auch gemischte Erfahrungen gesammelt.

Im Grunde ist es aber nicht so schlimm, wenn du jetzt bei der RV einen Antrag auf Reha stellen würdest. Wenn sie feststellen, dass sie nicht zuständig sind, sind sie dazu verpflichtet den Antrag innerhalb von zwei Wochen an den zuständigen Kostenträger weiter zu leiten.

F1iDx undX qFoxie


@ Parvati:

Aber ich würde dir auch raten, es erst einmal mit einer ambulanten Therapie zu versuchen. Während der Therapie kann man immer noch entscheiden, ob nicht doch eine stationäre oder teilstationäre Aufnahme notwendig ist. Eine Verhaltenstherapie ist da sicher auch eine gute Wahl. In der tiefenpsychologischen Behandlung wird nur rumgelabert, aber das bringt in der Regel den Patienten nicht weiter.

Ja, das mit der tiefenpsychologischen Thera habe ich ja durch... Das ist mir damals sehr schwer gefallen, zumal fast die ganze Zeit nur ICH reden musste u. dann schon dauernd überlegt habe: "Was sage ich denn jetzt am besten?" Während der Thera hatte ich da auch keine großartige Verbesserung bemerkt, ja, ich hatte sogar vorher immer schon Panik, wenn ich in die Stunde musste u. wieder nur reden, reden, reden. %:| Erst nach der Thera hatte ich dann mal für eine ganze Zeit (fast) Ruhe. Bei der Verhaltensthera läuft das ja schon ein bisschen anders ab, da werden auch mal Fragen gestellt, wo man dann auch einen Anhaltspunkt hat, was man sagen kann, man muss eben dann "nur" drauf antworten. Gut, von 2 h kann ich jetzt auch noch nichts sagen. Aber so, wie die Therapeutin die Therapie geschildert hat, hörte sich das ganz interessant u. vielversprechend an. Nun weiß ich aber ja gerade noch gar nicht, ob sie mich dann ablehnt, wenn ich mich nicht für eine Reha in der Klinik entscheide... ":/ Irgendwie fühle ich mich da auch gerade nicht so richtig wohl, weil mich das zusätzlich unter Druck setzt. Andererseits war ich froh, so schnell eine Therapeutin gefunden zu haben u. es würde mir sicherlich auch schwer fallen, jetzt wieder von neuem anzufangen u. neu zu suchen. Dann muss man wieder alles erzählen. Das geht ja auch nicht bei jedem, da muss die Chemie schon stimmen. Von daher bin ich schon ein bisschen enttäuscht von der Thera, denn ich fand sie eigentl. ganz sympathisch. Andererseits kann ich sie auch ein bisschen verstehen: Ich habe ja nun in den ersten beiden Std. schon einiges von mir preisgegeben, da ist schon einiges im Argen. Aber ich habe mir auch gesagt: "Ich lege jetzt gleich die Karten auf den Tisch, denn ich möchte ja auch mitwirken, dass es mir recht bald wieder besser geht!" Na ja, das ist jetzt erst mal in die Hose gegangen. Losgeworden bin ich den ganzen Kram ja schon bei meiner ersten Thera, da habe ich genug drüber geredet! Jetzt wäre es an der Zeit, da am Verhalten was zu ändern u. das kann man ja auch ambulant, ist jedenfalls meine Meinung. :)z

Außerdem ist es auch so, dass meine Beschwerden jetzt nicht von ungefähr kommen. Ich habe die letzten Monate einiges durch, wo ich mich tlwse. sehr überfordert gefühlt habe, vieles regeln musste u. dann doch irgendwie alles falsch gemacht habe (in den Augen einer bestimmten Person). Dann steht mir noch ein MRT vom Gehirn bevor, wo ich auch insgesamt 10 Wochen drauf warten musste, am 18.09. ist nun endlich der Termin. Da weiß ich auch noch nicht, was da rauskommt. Aber ich hoffe mal, nichts! Denn die neurologischen Tests waren zumindest i. O. Trotzdem macht man sich ja doch so seine Gedanken, gerade, wenn es um' s Gehirn geht. Zwar bin ich mir eigentl. sicher, dass meine Beschwerden da vom Rücken kommen, aber sicher ist man eben nicht, solange man keine Gewissheit hat. Die Ungewissheit kann einen fertig machen! :-X

Da bin ich auch echt froh darüber. Wenn ich meinen Mann nicht hätte... ich bin so froh, dass ich eine so große Stütze an meiner Seite habe. Nicht nur finaziell eine Stütze sondern noch mehr eine psychische.

Ja, da gebe ich dir vollkommen Recht: Mein Mann ist so ziemlich der Einzige, der mich versteht. Er hat ja nun auch schon einiges durch mit mir, ich habe ja nicht erst seit gestern Angst- u. Panikattacken, allerdings das letzte Mal so schlimm 2006. So schlimm wie jetzt habe ich das seitdem nie mehr gehabt! Und damals bin ich auch da wieder alleine rausgekommen! Manches verursacht bei mir sicherlich auch mein Hashimoto, so, wie es aussieht, stecke ich da auch gerade wieder in einem Schub... :-X Ich bin jedenfalls auch sehr froh, dass ich meinen Mann an meiner Seite habe! Andere Männer wären wohl schon längst weggerannt... :-/

Ich bin wegen einer PTBS und Trichotillomanie Das ist ein Zwang sich die Haare auszureißen in Behandlung. Ich mache jetzt schon seit einem Jahr eine Verhaltenstherapie und sie schlägt auch gut an, zumindest was die PTBS betrifft. Dass mit der Trichotillomanie gestaltet sich doch etwas schwieriger als gedacht. Das ist aber auch eine Störung, die leider noch nicht so gut erforscht ist und wo man nicht so wirklich weiß, wie man diese am besten behandelt.

Das ist ja auch schon mal ein Erfolg, dass die Verhaltenstherapie bei der PTBS anschlägt. :-D :)^ Die Trichotillomanie stelle ich mir auch sehr belastend vor, vor allen Dingen, wenn man den Drang, so gerne man es wöllte, nicht unterdrücken kann. :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Ich wünsche dir sehr, dass dir auch da bald geholfen werden kann! :)* :)* :)* :)* :)*

Was für eine tolle Beratung. Da kann man sich als ehemalige Verwaltungsmitarbeiterin nur fremdschämen. Aber zum Glück sind nicht alle Behördenmitarbeiter gleich. Ich habe da auch gemischte Erfahrungen gesammelt.

Ja, da hast du Recht! Man kann auch nicht alle über einen Kamm scheren! :|N

Als ehemalige Verwaltungsangestellte bist du nicht verbeamtet? ":/ Ich frage mich das nur gerade, weil du schriebst, dass du auch auf (fast) nichts Anspruch hast. Aber ich kenne mich damit auch zu wenig aus.

Im Grunde ist es aber nicht so schlimm, wenn du jetzt bei der RV einen Antrag auf Reha stellen würdest. Wenn sie feststellen, dass sie nicht zuständig sind, sind sie dazu verpflichtet den Antrag innerhalb von zwei Wochen an den zuständigen Kostenträger weiter zu leiten.

Ja, das schon. Aber die Therapeutin meinte, über die KK eine Reha zu beantragen, würde sie abraten. Denn da kann man wohl auch nicht beruflich gefördert werden. Allerdings muss ich sagen, dass ich sehr ungern nochmal die Schulbank drücken würde. Ich habe schon eine Umschulung von 2000 – 2003 gemacht u. da fingen meine Angst- u. Panikattacken erst so richtig schlimm an, so kannte ich das vorher nicht. Da habe ich mich dann ganz schön durchgequält (hatte sogar zwischendurch – nach der Hälfte der Zeit – hingeschmissen u. dann nach 7 Wochen die Umschulung doch wieder aufgenommen, was mir aber sehr schwer gefallen ist.).. Lieber würde ich mir selbst was suchen, denn die Chance, nach so einer Umschulung was zu finden, ist in meinem Alter ja auch nicht gerade so erfolgversprechend. :|N Habe es ja nach meiner Umschulung gesehen, da war ich noch 10 Jahre jünger u. habe trotzdem nie was in dem Beruf gefunden. Es ist ja jetzt auch nicht so, dass ich mich nicht weiter bewerbe. Ich bewerbe mich schon weiterhin, aber dann schon eher auf Stellen, die ich mir auch zutraue. :)z Allerdings war es ja bisher leider auch noch nicht vom Erfolg gekrönt. Ich sollte da wirklich auch mal nach Alternativen zu meinem umgeschulten Beruf suchen, denn da bin ich ja praktisch Berufsanfänger u. zudem ist der Markt da gesättigt u. es gibt genug Arbeitslose, die da qualifizierter als ich sind. Mir müsste nur was Gescheites einfallen, was körperlich u. auch psych. machbar wäre.

LG! @:)

_+Parvaxti_


Ja, das mit der tiefenpsychologischen Thera habe ich ja durch... Das ist mir damals sehr schwer gefallen, zumal fast die ganze Zeit nur ICH reden musste u. dann schon dauernd überlegt habe: "Was sage ich denn jetzt am besten?" Während der Thera hatte ich da auch keine großartige Verbesserung bemerkt, ja, ich hatte sogar vorher immer schon Panik, wenn ich in die Stunde musste u. wieder nur reden, reden, reden. %:|

*lol* Das wäre absolut nix für mich. Vor allem, da ich eh kaum meinen Mund aufbekomme ;-D Ich würde dann nur schweigend dasitzen...

Von daher bin ich schon ein bisschen enttäuscht von der Thera, denn ich fand sie eigentl. ganz sympathisch.

Das kann im Laufe der Therapie immer wieder mal vorkommen. Es bleibt manchmal nicht aus, dass man sich auch mal mit dem Thera streitet :=o

Das ist ja auch schon mal ein Erfolg, dass die Verhaltenstherapie bei der PTBS anschlägt. :-D :)^ Die Trichotillomanie stelle ich mir auch sehr belastend vor, vor allen Dingen, wenn man den Drang, so gerne man es wöllte, nicht unterdrücken kann. :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ :°_ Ich wünsche dir sehr, dass dir auch da bald geholfen werden kann! :)* :)* :)* :)* :)*

Vielen Dank für deine aufmunternden Worte @:) Ich hoffe natürlich, dass dir auch geholfen werden kann und wenn es "nur" ein Teilerfolg ist, dann ist es zumindest schon mal ein Schritt in die richtige Richtung.

Als ehemalige Verwaltungsangestellte bist du nicht verbeamtet? ":/ Ich frage mich das nur gerade, weil du schriebst, dass du auch auf (fast) nichts Anspruch hast. Aber ich kenne mich damit auch zu wenig aus.

Das ist einer der vielen kursierenden Gerüchte, dass ja alle, die in einer Behörde tätig sind, auch verbeamtet werden. Das ist aber nicht immer der Fall. Im Öffentlichen Dienst gibt es auch sehr viele Angestellte – vor allem im Osten Deutschlands. Ich war mal in einer Kommune und kurz bei einem Landratsamt beschäftigt. Die einzigen Beamten dort sind der Bürgermeister, der Landrat und der Leiter des Ordnungsamtes. Der Rest ist angestellt. Wobei die ersteren beiden auch nur Wahlbeamte auf Zeit sind.

Ebenso sind Standesbeamte nicht zwingend Beamte. Sie heißen manchmal nur so. Können daher auch Angestellte sein. Auch Lehrer sind nicht zwingend verbeamtet. Auch hier sind gerade im Osten Deutschlands Lehrer hauptsächlich Angestellte. Vieles wird halt von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt und es kommt auch darauf an, wo genau man im Öffentlichen Dienst arbeitet.

Ich bin zwar noch recht jung (28), aber ich konnte in meinem erlernten Beruf nie wirklich Fuß fassen. Ich war die letzten Jahre oft krank und war auch lange Zeit arbeitslos. Es gibt zudem kaum Stellen im ÖD und dann sind sie auch meist nur befristet. Der ÖD ist heute nicht mehr das, was er mal war. Wenn man eine unbefristete Anstellung hat oder verbeamtet ist, dann ist es durchaus ein sicherer Job, aber sonst...

Was hast du denn gelernt? Und was war das für eine Umschulung? Ich würde auch gerne eine Umschulung machen, sobald ich wieder halbwegs gesund bin. Aber ich wüsste ehrlich gesagt nicht was... Die Angebote hier in der Region sind auch sehr dürftig.

FZix unqd FoxRie


@ Parvati:

*lol* Das wäre absolut nix für mich. Vor allem, da ich eh kaum meinen Mund aufbekomme ;-D Ich würde dann nur schweigend dasitzen...

Ja, mich hat das auch wahnsinnig unter Druck gesetzt, weil der Therapeut auch nichts gesagt hat, wenn ich nichts gesagt habe. Oder er hat dann nach einer Zeit gefragt (wenn ich eine ganze Weile nichts mehr gesagt habe), was das jetzt mit mir macht... %:| Da ist das in so einer Verhaltensthera mit Fragen, wo man nur darauf antworten muss, schon besser! :)z

Ich bin allerdings auch der Typ, wenn ich sehr aufgeregt bin, dann rede ich viel. Allerdings nur, wenn es normale Aufregung ist, bei Angst u. Panik habe ich eher Schiss zu reden, weil ich denke, ich kriege dann keinen Ton raus... :=o Was ich auch noch ganz fürcherlich finde: Wenn ich unsicher bin, grinse ich immer! %-| Ist bei meiner ersten Thera schon sehr merkwürdig rübergekommen, als ich von Dingen erzählt habe, die echt heftig waren u. das so erzählt habe, als würde es mich gar nicht betreffen u. dann tlwse. auch blöd gegrinst... |-o %-| Da hat der Thera dann auch zu mir gesagt, ich würde das erzählen, als wenn es was ganz belangloses wäre. Da kann ich halt auch schlecht aus meiner Haut raus. Ist mir bei der jetzigen Thera auch aufgefallen, da habe ich auch manche Dinge erzählt (vll. zu viel, dass sie mich deshalb gleich in der Klinik haben will, aber ich wollte eben auch erst mal so viel wie möglich auf den Tisch legen, damit es mir bald besser geht) u. die ganz ruhig u. locker rübergebracht. Ist ja sogar schon mal ein Fortschritt, dass mir das selbst aufgefallen ist. :=o

Das kann im Laufe der Therapie immer wieder mal vorkommen. Es bleibt manchmal nicht aus, dass man sich auch mal mit dem Thera streitet :=o

So was fällt mir ja gleich wieder schwer. Ich bin ein Mensch, der eigentl. ständig Harmonie will, Streit macht mir irgendwie immer Angst u. ich traue mich oft nicht, jemanden Widerpart zu geben, ja, scheue Konfrontationen eigentlich ganz gerne. Ist ja auch der einfachere Weg. Doch man kann nicht jedem alles Recht machen u. wenn man – so wie ich – immer eher alles in sich reinfrisst u. mit sich ausmacht, wird man auf Dauer auch krank. Das habe ich auch selbst erkannt u. will auch an mir arbeiten, da etwas zu ändern. Man kann ja auch lernen, "nein" zu sagen. :)z

Das ist einer der vielen kursierenden Gerüchte, dass ja alle, die in einer Behörde tätig sind, auch verbeamtet werden. Das ist aber nicht immer der Fall. Im Öffentlichen Dienst gibt es auch sehr viele Angestellte – vor allem im Osten Deutschlands. Ich war mal in einer Kommune und kurz bei einem Landratsamt beschäftigt. Die einzigen Beamten dort sind der Bürgermeister, der Landrat und der Leiter des Ordnungsamtes. Der Rest ist angestellt. Wobei die ersteren beiden auch nur Wahlbeamte auf Zeit sind.

Ebenso sind Standesbeamte nicht zwingend Beamte. Sie heißen manchmal nur so. Können daher auch Angestellte sein. Auch Lehrer sind nicht zwingend verbeamtet. Auch hier sind gerade im Osten Deutschlands Lehrer hauptsächlich Angestellte. Vieles wird halt von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt und es kommt auch darauf an, wo genau man im Öffentlichen Dienst arbeitet.

Okay, ich verstehe. :-)

Ich bin zwar noch recht jung (28), aber ich konnte in meinem erlernten Beruf nie wirklich Fuß fassen. Ich war die letzten Jahre oft krank und war auch lange Zeit arbeitslos. Es gibt zudem kaum Stellen im ÖD und dann sind sie auch meist nur befristet. Der ÖD ist heute nicht mehr das, was er mal war. Wenn man eine unbefristete Anstellung hat oder verbeamtet ist, dann ist es durchaus ein sicherer Job, aber sonst...

Es ist schon schwierig, wenn man beruflich nicht richtig Fuß gefasst hat. Aber du bist ja noch jung u. es ist nicht unmöglich, nochmal was anderes zu lernen. Es ist eben nur so, dass man sich dann schon ein bisschen im Klaren sein muss, was man eigentlich will u. was zu einem passen könnte u. nicht zuletzt muss man auch sehen, wie da Angebot u. Nachfrage sind. Geht mir ja nicht anders, ich tue mich auch recht schwer, jetzt nach Alternativen zu suchen, denn so richtig habe ich keinen Plan, was sonst noch für mich passen könnte. ":/

Was hast du denn gelernt? Und was war das für eine Umschulung?

Ich habe nach der Schule Näherin gelernt (damals hieß es noch Kleidungsfacharbeiter zu DDR-Zeiten...),, dass war aber nie das, was ich machen wollte. :|N Erst mal lag es mir überhaupt nicht, bin nicht so der Typ für so Fummelkram, da fehlt mir wohl irgendwie das Geschick u. dann habe ich auch die Norm nie geschafft, denn schnell u. gut nähen ging bei mir einfach nur in die Hose u. ich musste ständig alles wieder auftrennen! :-X So konnte ich dem Ganzen auch nie was positives abgewinnen! :|N Als ich dann '89 hierher gekommen bin, sah es hier in der Region in diesem Beruf sowieso mau aus u. ich war erst mal ca. ein dreiviertel Jahr arbeitslos. Dann habe ich in einer Wäscherei gearbeitet, war mir damals egal, Hauptsache, Arbeit! Na ja, mein Mann war nach knapp einem halben Jahr nachgekommen u. ich bin dann recht schnell schwanger geworden, war noch in der Probezeit u. hatte nur einen befristeten Arbeitsvertrag u. bin dann nicht übernommen worden. Da es damals nur Halbtags-Kitas, aber nur Ganztagsstellen gab, war ich dann auch lange arbeitslos. Dann mal 1 Jahr im Büro gearbeitet, dann kam meine Tochter aber in die Schule u. da ich dort fast nur nachmittags arbeiten musste, musste ich es aufgeben, da ich nicht wollte, dass meine Tochter mehr oder weniger von meiner Mutter erzogen wird u. sie mit ihr lernt. (Mutter ist halt auch ein ganz großes Thema bei mir) Hortplatz bekam ich keinen. Ja, so habe ich mich dann immer mehr oder weniger mit 400,- Euro-Jobs über Wasser gehalten, die mir meist keinen Spaß gemacht haben. Dann habe ich diese Umschulung zur Kauffrau für Bürokommunikation gemacht u. dann leider auch nie was dort gefunden, obwohl ich gut abgeschnitten habe! :°( Hinzu kommt eben auch, dass ich kein Englisch kann u. keinen Führerschein habe u. mich somit auch nicht auf alle Stellen bewerben kann.

Ich habe hier praktisch beruflich nie richtig Fuß gefasst! %-| Dann noch fernab der Heimat – mein Mann u. ich haben uns hier nie heimisch gefühlt – da kommt eben so einiges zusammen.

Darf ich mal fragen, woher du kommst? Wir kommen ursprünglich aus Sachsen, wohnen nun aber schon die ganzen Jahre hier in Nordhessen. Die Mentalitäten hier passen leider nicht zusammen. Man sagt auch nicht umsonst, die kühlen Nordhessen. Ist halt sehr schwer, an jemanden ranzukommen u. wenn doch, möchte man immer nach dem Mund reden, so ist jedenfalls unsere Erfahrung hier. Darauf hat man aber eben auch keine Lust. %:|

So, jetzt erst mal Mittag essen.

LG! @:)

_FPWarv atix_


Ich würde gerne weiter mit dir plaudern, aber ich habe heute einen Anruf erhalten, dass ich Montag in die Schmerzklinik kann. Daher bin ich grad etwas in Stress, da ich noch einiges erledigen und vorbereiten muss. Bin dann erst mal für 2-3 Wochen in Behandlung. Das kam jetzt echt überraschend, vor allem, da ich mich erst vor einer Woche an der Klinik angemeldet habe und die mir sagten, dass es erst in ein paar Wochen rein kann. Aber die haben mich jetzt wohl bei der Dringlichkeitsliste ganz oben rein gesetzt. Eigentlich hat die Klinik schon eine Warteliste, die bis in den Mai nächsten Jahres rein reicht :=o

Nur soviel: Ich komme auch aus Sachsen ;-) wohne ganz weit im Osten ;-D Ja, mit Arbeit ist es leider bescheiden hier, aber wegziehen geht auch nicht, da mein Mann eine feste Anstellung hat und für die Verhältnisse hier auch recht gut bezahlt. Außerdem sind wir beide sehr Heimatverbunden. Mein Mann hat auch ein paar Freunde, die eine Weile "im Westen" gearebitet haben und auch wieder zurück gekommen sind u.a. auch, weil sie mit der Mentalität nicht klar kamen. Einzige meine Schwester und ihr Mann fühlen sich in ihrer neuen Wahlheimat wirklich wohl.

Ich wünsche dir vorerst alles Gute @:) Ich melde mich dann wieder, wenn ich aus der Klinik zurück bin :-)

SochlitJza&uxge67


Man kann sich akut in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen. Die Krankenkasse ist dann der Kostenträger. Es gibt Kliniken , die haben keinen Krankenhauscharakter, man frage mal Tante Google nach der psychosomatischen Klinik in Scheidegg. Die ist sehr individuell, hat aber ne lange Wartezeit, 9 Monate, selbst bei Akuteinweisung.

Foix und- xFoxie


@ Parvati:

Na, das ging ja jetzt wirklich schnell! :)= :)^ Ich drücke dir ganz dolle die Daumen, dass dir in der Klinik geholfen werden kann u. evt. auch mal festgestellt werden kann, wo deine Schmerzen herkommen. :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* :)* Alles Gute!

Nur soviel: Ich komme auch aus Sachsen ;-) wohne ganz weit im Osten ;-D

Wir kommen auch ganz weit aus dem Osten... :=o Am Ende haben wir mal in der gleichen Kleinstadt gewohnt, wer weiß? ;-D Schreibe ich dir aber demnächst mal per PN, woher genau ich komme, muss ja hier nicht jeder wissen... ;-)

@ Schlitzauge:

Man kann sich akut in eine psychosomatische Klinik einweisen lassen. Die Krankenkasse ist dann der Kostenträger.

Das weiß ich alles, war ja auch nicht meine Frage. ;-) Die Psychothera hat mir von einer Reha über die KK ja abgeraten, wohl, weil ich da nicht beruflich gefördert werden kann, das geht wohl nur über die RV.

Es gibt Kliniken , die haben keinen Krankenhauscharakter, man frage mal Tante Google nach der psychosomatischen Klinik in Scheidegg.

Scheidegg liegt am Bodensee, wie ich gesehen habe u. ist damit hunderte km von hier entfernt. Das kann ich mir erst gar nicht vorstellen, so weit von zu Hause weg! :|N Mal davon abgesehen, dass ich Klinik im Moment für mich sowieso nicht in Betracht ziehe. Zu Klinik rät mir ja die Psychothera! Ich wollte mich nur mal vorab erkundigen, ob das überhaupt möglich ist, über die RV eine Reha zu bekommen, wenn man jahrelang nicht eingezahlt hat. Berufliche Förderung hörte sich ja da schon interessant an, aber ich denke auch nicht, dass das in 4 – 5 Wochen Klinikaufenthalt machbar wäre. ":/ Zudem bezweifle ich sowieso, dass ich über die RV eine Rehamaßnahme bekäme.

Ich bin eher dafür, es erst mal ambulant zu versuchen. Sollte das nichts bringen, kann ich immer noch in eine Klinik gehen. Ich bin ja selbst schon am arbeiten, dass alles wieder besser geht. :)z Auch habe ich jetzt den 3. Tag – mithilfe von Baldrian-Hopfen-Dragees, die mir sonst in so einem Fall nie helfen – ganz gut geschlafen. Vll. bessert sich ja jetzt alles wieder so allmählich, wie es sonst auch immer der Fall war. :)z Ich schieb ja nicht das ganze Jahr über übelste Angst- u. Panikattacken, zumindest war es die letzten Jahre immer so, dass es mal ein paar Wochen, manchmal auch an die 2 Monate heftig war u. dann hat es sich wieder stabilisiert u. es ging alles wieder. Auch aus diesem Grund will ich es erst mal ohne Klinik versuchen, denn ich habe auch schon immer mal 2 Jahre (fast) Ruhe gehabt dazwischen, obwohl nichts anders gemacht habe. Hat bei mir vll. zusätzlich auch organ. Gründe. (Hashimoto u. Mitralklappenprolaps, der bei mir Herzrhythmusstörungen ohnehin schon verursacht, nur bei Stress u. Anspannung merke ich die halt mehr)

LG! @:)

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