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Burn-Out, Adhs und Arbeitsunfähigkeit Fehldiagnosen?

P|eppemrKiltty hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Das kann jetzt etwas länger werden, und ich hoffe, ich komme selbst nicht durcheinander :) Es ist so, das ich seit einigen Monaten die Diagnose adulte ADHS bekommen habe. Ich habe vor einem Jahr meine Ausbildung abgebrochen, Diagnose Burn-Out. Seitdem mein das Arbeitsamt, ich wäre arbeitsunfähig. Und ich hatte erst vor einer Woche einen Computertest und ein Gespräch mit der Psychologin vor Ort, und wurde weiterhin, bzw. ausbildungsunfähig betitelt, trotz, und darum geht es auch, einem weit überdurchschnittlichem Ergebnis beim Computertest, vor allem aber beim Logik-Teil. Als ich 18 war (jetzt 26) hatte ich einen richtigen IQ-Test, auch mit Sportteil, allem drum und dran. Ergebnis: 123. Ich habe zudem einen äußerst schlechten Hauptschulabschluss, und ich habe auch während meiner Ausbildung immer wieder betont, das ich unterfordert bin, und mir langweilig ist. Ich war (als einzigste Frau) immer diejenige, die als Erste fertig war, und nie einen zweiten Versuch brauchte. Bestnoten in allen Schweißlehrgängen. Jetzt habe ich vorhin von einem "Bore-Out" gelesen, also ein Burn-Out, der durch Unterforderung entsteht. Welcher perfekt zu mir, und meinem IG passen würde. Zudem hatte ich sämtliche ADHS Symptomatik immer dann, wenn ich nichts zu tun hatte oder mir langweilig war. Wenn ich dann aber komplizierte Aufgaben vorgelegt bekam, war ich völlig fokussiert, konzentriert und ruhig. Nun meine Frage: Kann es sein, das alles durch Unterforderung und meinen IQ zustande gekommen ist, und das jeweils Fehldiagnosen sind? Wobei ich auch immer wieder sagte, das ich unterfordert bin. Und wie kann ich das "beweisen" , wenn es so sein sollte? Denn dann wäre mir eine psychische Erkrankung diagnostiziert, die überhaupt nicht zutrifft, ebenso der Burn-Out, und ich wäre deswegen auch fälschlicherweise arbeitsunfähig geschrieben. Und ich habe auch erst letztens betont, das es mir erst recht schlecht geht, wenn ich eben NICHTS zu tun habe, und ich darf ja nu nicht! So, ich hoffe, ich habe nichts vergessen :) LG

Antworten
rIot6ermxohn


Eine Frage PepperKitty,

wieso kannst Du Dir nicht selber etwas suchen? Brauchst Du da das Arbeitsamt dazu?

Wenn Du hauptsächlich nur Unterfordert bis, dann sollte es doch nicht so schwer sein, für Dich selber auf dem Arbeitsmarkt (Zeitung, selber Anzeigen schalten) etwas zu finden.

Lg

P.eppearK^it{txy


Wie ich schon bereits sage: arbeitsunfähig. Ich darf eben nicht! Da kann ich noch so sehr wollen! Ist auch nicht Thema

r9oterbmo$hn


Kannst Du nicht all die Infos sammeln, die Du über Bore-Out hast und beim Arbeitsamt und Psychologien nochmals eine Untersuchung fordern. Das Arbeitsamt muss doch froh sein, wenn ein Mensch weniger in ihrer Statistik zu finden ist. Gibt es da eine Schiedstelle beim Amt, wo solche Dinge nochmals bearbeitet werden können? Hast Du schon alles ausgeschöpft? Ob es da möglich ist etwas zu beweisen kann ich nicht beurteilen.

Lg

PWep`perKiBttxy


Die Infos sammel ich bereits schon. Finde das alles auch gerade sehr interessant, zumal ich immer schon sagte, das ich arbeitsfähig bin, und die Psychologin selbst meinte, das sie merke wie ehrgeizig ich sei. Zumal, ich will, und darf nicht! Und andere, die nicht arbeiten und vom Staat leben wollen, bekommen welche. Die sollten wirklich froh sein, das ich eine andere Einstellung habe. Ich habe vorhin erst bei meinem Neurologen/Psychologen angerufen, der nächste Termin ist erst am 13. November. Somit muss ich schauen, das ich schnell an wen anders komme. Ist fraglich, ob ich nochmal eine Untersuchung bekommen würde, da die letzte ja erst vor eineinhalb Wochen gemacht wurde. Und die wird Ihre Meinung sicherlich trotz vorgelegtem Material nicht ändern, zumal ich ja selbst mehr als einmal sagte, das ich unterfordert war/bin. Aber nein,ich hatte mal einen Burn-Out, vor mehr als einem Jahr, und was positiv ist, ist ja egal...so nach dem Motto. Ich lasse mich auch nicht mehr nach meiner Vergangenheit beurteilen. Ich werde erstmal soweit schauen, was ich erreichen kann.

P.eOppe_rKittxy


Ganz vergessen, entschuldigt: Als nächstes soll ein Gespräch mit meiner Betreuerin, der Psychologin, meiner Sachbearbeiterin und mir stattfinden. Meine Betreuerin deshalb, weil sie mich lange kennt, und die positiven Entwicklung nochmals von Ihrer Seite aus beweisen kann. Sollte das immer noch nichts bringen, wird ein Anwalt eingeschaltet. Ansonsten wende ich mich direkt an die Öffentlichkeit.Das Ganze mag hart klingen, aber mir hat es schon gereicht, das man mich vor einem Jahr für arbeitsunfähig befunden hat, und das nur durch Gutachten, teilweise von Ärzte, wo ich ewig nicht mehr war, und ohne persönliches Gespräch, geschweige denn mit Test. Und ich habe da schon protestiert. Und irgendwann ist auch mal gut. Zumal ich wirklich WILL. Und ich gebe nicht kampflos auf.

KFongo'-O*ttxo


Bei mir wurde in der Kindheit auch mal ADHS diagnostiziert, weil das in den 80ern eine Modediagnose war. Heute nennen wir meine Besonderheiten Asperger-Syndrom (leichte Form von Autismus), und je nachdem, wie es in der Autismusforschung weitergeht, heißt es in zehn Jahren vielleicht wieder ganz anders.

Bore-Out ist meines Wissens nach keine medizinische Diagnose, trotzdem kannst Du vielleicht damit argumentieren. Fehldiagnose? Vielleicht. Falsche Behandlung? Wenn Du Tatendrang verspürst, sicherlich. Warum "darfst" Du denn nicht arbeiten, wenn Du doch willst? Das finde ich viel interessanter als irgendeine Diagnose.

K}ongo?-Otto


Das Ganze mag hart klingen, aber mir hat es schon gereicht, das man mich vor einem Jahr für arbeitsunfähig befunden hat, und das nur durch Gutachten, teilweise von Ärzte, wo ich ewig nicht mehr war, und ohne persönliches Gespräch, geschweige denn mit Test.

OK, das beantwortet meine Frage. Wahrscheinlich ist hier ein Gutachterwechsel das Sinnvollste.

Pgepper$Kittxy


Weil ja angeblich die Gefahr bestünde, ich könnte wieder etwas abbrechen. Dabei war das meine erste Ausbildung, ich habe mich nie daneben benommen, war immer pünktlich, ordentlich, Berichtsheft war immer aktuell, viel Lob bekommen. Ich war einfach völlig unterfordert. Und wie sehr ich gebissen habe, um die Ausbildung zu bekommen, und das ich schon 8 Monate vorher in einem Projekt im Metallbau gearbeitet habe, mit allem drum und dran, ist auch nicht wichtig. Ich hatte eben einen Burn-Out, habe den therapiert, und zudem sage ich immer: Ein Burn-Out ist wie Windpocken, man muss sie einmal gehabt haben, um sie dann nicht mehr zu bekommen. Soll heißen, der Körper hat mir gezeigt, das ich einfach zu lange trotz Unterforderung und Unzufriedenheit gearbeitet habe, und ich jetzt weiß, worauf ich achten muss. Die beste Behauptung von Ihr war ja noch: Das ist ja nicht schlimm, Ausbildungen fangen eh erst nächstes Jahr wieder an. Ja, und da bin ich ja auch erst 27 Jahre alt -.- . Zumal ich jetzt wieder mehr als ein Jahr eine Lücke in meinem Lebenslauf habe, und damit soll ich dann später noch besser eine Ausbildung finden? Eigentlich arbeiten die da gegen sich selber. Wenn Sie mich dann deswegen nicht vermitteln können, bin ich wohl noch schuld. Ich solle erst mal einen Ein-Euro Job machen, oder Praktika ( Ich habe jahrelang nur Praktik gemacht), um zu schauen, ob ich die Belastungen aushalte. Belastungen, wäre schon wenn ich mal belastet werden würde! Zwei Jahre als einzige Frau im Metallbau, mit schweren Stahlträgern etc, dummen Sprüchen, und nicht wegen Belastung abgebrochen, sondern sogar Unterforderung. Und ich wäre nicht belastbar, sagt die, die hinter Ihrem Schreibtischchen sitzt...

KIongo'-Otxto


Offensichtlich hört man Dir nicht richtig zu. Ein klärendes Gespräch ist ja schon geplant, wenn das nichts bringt, dann solltest Du wirklich um einen anderen Gutachter bitte, zur Not mit anwaltlicher Hilfe. Was sagt denn der Psychologe dazu, welche Diagnose stellt er? Geht es in der Behandlung nur um den Bore-Out?

SAc[hlitz*augex67


Wieso darf man nicht arbeiten, wenn man selbst meint, in der oder der Tätigkeit konzentriert zu sein?

Das Arbeitsamt kümmert sich dann doch gar nicht um einen, wenn man in einem Job ist, da macht sich doch dort gar keiner einen Kopf.

Wenn Du wirklich willst, such Dir was, fang an.

Ich lese hier heraus, Du machst immer das, was man Dir anbietet. Dann werde doch selbständig, mach das, was Dir gefällt und beweis Dir selbst was, nicht Psychologen oder Arbeitsamtsangestellten....

Kgong#o-Oxtto


Das Arbeitsamt kümmert sich dann doch gar nicht um einen, wenn man in einem Job ist, da macht sich doch dort gar keiner einen Kopf.

Es geht hier wohl um eine Ausbildung, und da kann ich mir vorstellen, dass es evtl. anders läuft, weil Ausbildungsplätze ja knapp sind und nicht "verschleudert" werden soll.

P\epp"erLKitDty


Ich habe mir bis jetzt meistens immer selbst was gesucht. Nicht gut zuhören ist gut, ich saß bei der knapp eine Stunde und habe mit Ihr geredet und schon alles aus mir rausgeholt, was ging. Wie oft ich sagte, wie sehr ich arbeiten will, kann ich schon gar nicht mehr sagen...ja, ein Anwalt wäre der nächste Schritt, wenn das 8-Augen Gespräch nichts bringt.

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