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Selbstverletzung im Erwachsenenalter- Meinungen gefragt

m%orgentasuimXelfQenlaand hat die Diskussion gestartet


Ich schreibe derzeit an einer Bacherlorarbeit über das Thema SSV.

Ich stoße in der Literatur immer wieder auf zwiespältige Quellen.

Einerseits lese ich davon, dass Ritzen oder Schneiden eher für das Jugendalter typisch ist, andererseits begegnenn mir auch Statistiken, die besagen, dass es auch im höheren Alter auftritt. Im Prinzip lese ich überall verschiedenes.

Ich kann hier natürlich keine Statistik aufstellen und das will ich auch gar nicht.

Aber mich würde einfach für mich interessieren, ob es tatsächlich Betroffene (vielleicht auch unter euch) gibt, die von sich oder anderen sagen können, dass sie auch im Alter über 18 oder älter an selbstverletzendem Verhalten (in Form von selbstzugefügten Wunden) neigen.

Ich will ganz ehrlich sein und kann von mir behaupten, dass es auch eine Zeit gab, in der ich mir im Alter von 16 oder 17 Schmerzen zugefügt habe. Nach der Schule ging es eher zurück.

Wie sind eure Erfahrungen? Was denkt ihr auf die Thematik bezogen?

Antworten
NCanWniY7x7


Selbst bin ich nicht betroffe, aber ich hab in der Klinik mal 2 FFrauen kkennen gelernt die SVV betrieben haben, beide über 30.

Ich denke mit zunehmendem Alter, lässt es nach und ich glaube es wird viel mehr drauf geachtet das die Verletzungen nicht gesehen werden.

ghruhenerte]emi;tzixtrone


..Ich selbst bin betroffen und bin 21.

Angefangen habe ich das ganze um das 14 Lebensjahr.

Ich denke nicht das man sagen kann, das nur Jugendliche das machen.

Ich denke es gibt viele Ältere, die sich jedoch dafür schämen und nicht äussern.

m!orgentauXime-lfenlaxnd


Danke erst einmal. Selbst wenn es Erfahrungen über Dritte sind, hilft mir das schon weiter.

Ich kann eben nicht so ganz verstehen, warum es laut Literatur immer als Teenagerproblem angesehen wird und mir dann Betroffene über sich oder Dritte wie hier schreiben, dass dem eben nicht so ist.

Vielleicht weil es über 18 nur noch vereinzelte Statistiken gibt? ":/

aTlitZheaa


Ich denke, dass SSV keine Frage des Alters sind und auch nicht "von allein" nachlassen. Es ist vielmehr eine Frage, welche Ursachen sie haben und ob sie in irgendeiner Form therapiert werden.

Bezieht sich Deine Arbeit "nur" auf Ritzen und Schneiden? Es gibt viele weitere Formen von SSV...

Ich kann mir übrigens vorstellen, dass es als ein Jugendthema dargestellt wird, weil z.B. in meiner Generation (ich bin 55) über so etwas gar nicht gesprochen wurde.

Jhulehy


Ich bin auch immer noch betroffen und bei mir wurde es im Erwachsenenalter sogar noch schlimmer. Bin 29.

Nkelxa


Ich habe mich selbstverletzt bis vor 5 Jahren. Da war ich 24 Jahre alt. Doch in letzter Zeit denke ich wieder sehr vermehrt darüber nach.

Ich kenne ein paar Leute, die älter sind als ich und sich selbst verletzen.

Wenn du Fragen hast, kannst du sie gerne stellen *:) Vielleicht wäre es sinnvoller, die Frage im Unterforum Psychologie zu stellen :)*

gLruenertseemit9zitronxe


Vielleicht wird vermehrt einfach eher über Jugendlichen gesprochen, da es da viele gibt die es öffentlich machen, das sie sich selbst verletzen.

Es wurde sogar mal als "trend" vor einer weile angesehen, was ich absolut nicht nachvollziehen kann.

SIunflo2wer3_73


Ich arbeite in der Erwachsenen-Psychiatrie und kenne etliche Patientinnen (gefühlt 95% Frauen), die sich auch im Erwachsenenalter noch selbst verletzen. Entweder ganz offensichtlich-"klassisch", aber auch subtiler.

Mein Eindruck ist: Bei Jugendlichen kommt es gehäuft vor und hat so ein bisschen "Mode-Charakter", wo viele es auch schnell wieder lassen können (ist jetzt etwas vereinfacht und ich möchte keinem Jugendlichen hier irgendwie auf die Füße treten). Diejenigen der Jugendlichen, die es aber wirklich aus tiefstem innerem Druck heraus machen, wo sich langfristig wirklich eine Borderline-Erkrankung herauskristallisiert (die als Persönlichkeitsstörung vor dem 18. Lebensjahr ja eigentlich eh nicht diagnostiziert werden soll laut DSM & ICD), die fangen früh damit an und machen es auch im Erwachsenenalter weiter. Im Prinzip so lange, bis sie eine gute Behandlung bekommen, sich anders spüren, Angst/Stress/Anspannung anders regulieren können.

Warum soll jemand, der vor 10 Jahren mit 18 damit ein echtes Problem hatte, nur aufhören, weil er 18 wird?

Juulexy


Ich kenne auch einige die älter sind als ich und sich immer noch verletzen. Kann da Sunflower nur zustimmen.

Ich bin zwar momentan seit einem halben Jahr clean aber raus aus der Sache bin ich noch lange nicht, denke jeden Tag drüber nach :-/

mdorogNentfauime`lnfenlxand


@ Sunflower:

Das fragst du besser die Fachliteratur. Ich kann mir das auch nicht vorstellen. Deshalb habe ich ja nachgefragt, wie es in der Praxis ist.

Begründet wurde es in der Fachliteratur so, dass sich die Bewältgungsstrategien danach angeblich auf andere Bereiche belaufen. Kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen. Aber egal...

@ alitheaa:

Ich habe die Frage hier so eingegrenzt, damit es keine Missverständnisse gibt und niemand denkt, dass es sich um Selbstverletzung in Form von Tätowierungen oder ähnlichem bezieht.

Meine Arbeit habe ich momentan zu ca. einem Viertel hinter mich gebracht. Zu den Reaktionen bei nahestehenden Familiengehörigen bin ich noch nicht wirklich gelangt. Mir ist nur aufgefallen, dass diese nahezu in allen Fällen mit Bestürzung und Machtlosigkeit ausfallen.

p9ün\ktcMhe0n pauxla


hallo,

aus eigener erfahrung in meinem umfeld kann ich sagen,das auch deutlich ältere sich selbst verletzen bzw ritzen...

mein ex-freund zb mit 45 jahren tut es und eine meiner besten freundinnen,sie ist 27.

ganz oft sind psychische erkrankungen die ursache dafür,bei beiden ist borderline diagnostiziert worden.diese art der selbstgeisselung ist typisch für diese krankheit und bedarf psychologischer hilfe

J@ulexy


Ja bei mir wurde auch borderline festgestellt als ich 23 war.

psünktc9hen9paulxa


bei meinem ex wurde das erst sehr spät festgestellt,eben weil er sich nicht helfen lassen wollte....

wir waren knapp drei jahre zusammen,dann bin ich gegangen...

meine nerven haben das nicht mehr ausgehalten...

borderliner sind fast alle sehr manipulativ.geben anderen die schuld an dem was sie tun.ich zb hab ne weile gebraucht bis ich merkte was er da tat,wie er mich immer mehr dahin brachte wo und wie er mich haben wollte.

ansonsten ist er ein sehr emphatischer mensch,liebevoll und auch sehr aufmerksam gewesen.nur das hat die nervlichen strapazen nicht aufgewogen

W:eltschAakcWhtel


...kenne etliche Patientinnen (gefühlt 95% Frauen), die sich auch im Erwachsenenalter noch selbst verletzen. Entweder ganz offensichtlich-"klassisch", aber auch subtiler.

Ich arbeite ebenfalls in dem Feld und kann Sunflower_73's Aussage nur bekräftigen.

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