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Intelligente Menschen = Psychologische Probleme?

srucamved_ixca


@ gwendolynn

Ich möchte nicht dumm und ungebildet und sein. Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber Probleme mit der Mutter sollte man ab einem gewissen Alter einfach abhaken, die hat jeder mal gehabt ....

Ja aber nicht unbedingt solche Probleme wie ich. Sorry, aber da kannst Du doch gar nicht mitreden. Ich habe immer noch Alpträume und mein Leben lang hat sie mir eingeredet, was alles schlecht an mir ist. Das kann man nicht einfach abhaken. Auch wegen der Zustände, die zu Hause herrschten bin ich psychisch krank geworden, das kann ich also nicht einfach so beiseite schieben. Übirgens ist sie am Suizid meines Vaters mit Schuld. Soll ich das auch einfach so abhaken?

syuca$medixca


@ gwendolynn

Da sollte man als intelligenter Mensch einfach drüber stehen. Auch macht Selbstmitleid nicht gerade sympathisch .....

Das ist doch kein Selbstmitleid. Ich reflektiere nur und kann endlich sehen, was Fact ist. Ich konnte das jahrzehnte lang nicht. Bitte urteile nicht so einfach über mich, ohne mich genau zu kennen.

Und was hat das Drüberstehen mit Intelligenz zu tun? Muss ich mir mehr gefallen lassen, weil ich intelligenter bin? Warum haben weniger intelligente Menschen einen Freifahrtschein, mich hässlich zu behandeln?

mHau*s0Q075


**sucamedica **

ich finde die ansätze von gwendolynn schon recht gut. es ist nun mal eine tatsache, dass deine ma dir "jahrzehnt lang" nicht wohl gesonnen war. aber das ist die "liebe" die sie dir geben konnte. es ist so, dass eltern ein bestimmtes maß haben was sie den kindern geben können. vergleich bar mit einer flasche oder einem bankkonto. wobei es hier liter flaschen sowie auch 0,3 liter flaschen gibt. du hast halt eben die 0,3-er erwischt. in deinen augen zu wenig. in den augen deiner ma genau die menge an liebe und zuneigung die sie aufbringen konnte...

schlauer ist es wirklich nicht mehr wie ein "kleines kind" mit fieber darauf zu hoffen, dass die mama sagt: och bist du krank, dann darfst du natürlich nicht zur schule gehen"

eigenverantwortung ist hier gefragt, motivation und positives denken - sicher alles dinge die schwer zu erlangen sind - genau so wie "drüberstehen"

l*g*

mAea c5uxlpa


eigenverantwortung ist hier gefragt, motivation und positives denken - sicher alles dinge die schwer zu erlangen sind - genau so wie "drüberstehen"

'los, sei gefälligst motiviert!'

man kann vieles ändern, wenn man die motivation hat. aber wodurch willst motivation und positives denken erlangen? da beisst sich doch die katze in den schwanz... das geht nicht einfach auf knopfdruck 'weil man das grad brauchen könnte'.

JNedTheHPumaxnoid


"ich denke dieser unterschied rührt daher, dass 'einfache' menschen ihr 'einfaches' leben hinnehmen. man hat nicht studiert, ist eben friseuse und die einzigen ziele sind, sich in 2 jahren ein neues auto zu kaufen, geld zum shoppen und schön ausschauen zu haben und am wochenende vorm tv ausspannen zu können (kein schubladendenken, aber vielleicht ein wenig überzeichnet). ein gebildeterer mensch fragt sich denk ich eher (betonung auf eher), was er denn im leben erreichen will, ob das schon alles ist. und wird unglücklich, wenn er das gefühl hat, festzuhängen. "

Ich finde mea culpa hat damit auch etwas wichtiges angesprochen.

Ich habe das Glück/Pech, dass ich v.a. kreativ in vielen Richtungen recht begabt bin.

Musste mich jetzt für eine Richtung entscheiden und studiere momentan "Freie Kunst" an der Universität der Künste in Berlin.

Es war auf jeden Fall schwierig, sich vor Augen zu halten, dass einem nun ein sehr unsicheres Leben bevorsteht.

Das Leben als freischaffender Künstler ist nicht wirklich einfach, kein fixer Lohn und man kann schwer finanziell im Voraus planen. Es gibt viele Durststrecken, man muss viele Kontakte pflegen, Türklinken putzen, sich einschleimen etc.

Und dann stellt man sich die Frage, ob man Kunst überhaupt sein ganzes Leben machen will.

Dummerweise sind die anderen Gebiete, in denen ich Begeisterung finde (Schreiben und Musik) genauso schwierig, für eine anständige Existenz.

Hab mit oft gewünscht, dass meine Talente anders verteilt wären, so dass ich beispielsweise etwas gut könnte, das auch zu einem geregelten und sicheren Leben führt.

Hab auch schon diverse Depressionsphasen und auch Suizidversuche hinter mir, aber eine positive Einstellung, Toleranz, Einsicht und Verständnis haben mich mehr oder weniger in die richtige Richtung gelenkt. :)^

m?au"s00x75


mea culpa

aber wodurch willst motivation und positives denken erlangen?

durch sich immer wieder vorsagen! ich habe es auch gemacht - und es nie geglaubt in dem moment in dem ich es mir vorgesagt habe. irgendwann glaubst du es dann. genauso wie mir früher immer die schuld für alles gegeben wurde. nach 30 jahren glaubst du es einfach. aber was ist nun besser zu sagen:

ich bin gut, glücklich, fröhlich und stark - als

ich habe angst, ich habe bestimmt eine schlimme krankheit, ich werde sterben, oh hilfe wie schrecklich.

das geht nicht einfach auf knopfdruck 'weil man das grad brauchen könnte'.

auf knopfdruck geht es auch nicht. aber mit positiven denken (auch wenn es schwer fällt) kann du/ich es erreichen die psychischen probleme besser zu beweltigen.

...und wer braucht schon psychische probleme?

gAwendrolHynxn


@ sucamedica

Und was hat das Drüberstehen mit Intelligenz zu tun? Muss ich mir mehr gefallen lassen, weil ich intelligenter bin? Warum haben weniger intelligente Menschen einen Freifahrtschein, mich hässlich zu behandeln?

Warum ist es dir wichtig, wie (ich nehme mal an, für dich völlig unwichtige) Menschen dich behandeln bzw. warum gibst du dich mit ihnen ab?

Wer mich hässlich behandelt, mit dem will ich ganz einfach nichts mehr zu tun haben .....

gdwendo?lyxnn


@ sucamedica

Ich will nicht über dich "urteilen", dazu habe ich kein Recht, auch nicht, wenn ich dich schon jahrelang kennen würde. Aber ich habe einige Beiträge von dir im Forum gelesen, und da klingt doch etwas Selbstmitleid durch ....

gowend7olynxn


@ JedTheHumanoid

ein gebildeterer mensch fragt sich denk ich eher (betonung auf eher), was er denn im leben erreichen will, ob das schon alles ist. und wird unglücklich, wenn er das gefühl hat, festzuhängen. "

Auch der gebildetere Mensch wird sich Gedanken darum machen müssen, ob er die Miete bezahlen kann, und wenn dich erst mal solche Sorgen plagen, hast du gar keine Zeit mehr, über den Sinn des Lebens nachzudenken ....

Ich meine das jetzt nicht so, dass dir das auf jeden Fall bevorsteht. Aber sobald solche grundlegenden Sachen zum Leben gehören, "verschwendet" man automatisch nicht mehr so viel Gedanken auf das Universum etc. und darauf, was dieser oder jener zu einem gesagt hat, das wird dann alles relativ unwichtig ....

VAiRTxUE


Ich mache mir so viel Gedanken über Sachen und deren Auswirkung,.... . Den ganzen Tag denke ich drüber nach welche Konsequenzen eine gewisse Entscheidung nach sich schleift und will alles genau abwägen. Das geht mir tierisch am Zeiger und belastet mich irgendwie. Am liebsten würd ich auch einfach das machen wonach mir gerade ist, ohne an morgen bzw. an die mittlere Zukunft zu denken! Verdammt! Ich kann es einfach nicht....

mWe5a cuslxpa


Auch der gebildetere Mensch wird sich Gedanken darum machen müssen, ob er die Miete bezahlen kann, und wenn dich erst mal solche Sorgen plagen, hast du gar keine Zeit mehr, über den Sinn des Lebens nachzudenken ....

ich denke gebildetere menschen haben seltener das problem nicht zu wissen, wie sie die nächste monatsmiete bezahlen sollen. man findet viel leichter einen vorübergehend ausreichenden job. und je nach ausbildung stehn einem nunmal alle möglichkeiten offen, also kommen schon fragen wie 'soll ich ins ausland? versäum ich was, wenn ichs nicht tu? hätt ich schon früher an projekten mitarbeiten sollen, damit mein lebenslauf besser wäre? hab ich mir damit möglichkeiten verbaut?' - ganz abgesehn davon, dass man auch die wahl hat, ein karrieremensch zu werden, ein familienmensch (vllt sogar hausfrau), ein völlig neues leben in einem neuen land anzufangen... und die qual der wahl führt dann auch noch dazu, dass man sich möglicherweise hinterher fragt, was geworden wäre, wenn man den andren weg eingeschlagen hätte. ich denke dein argument trifft viel mehr auf die einfache arbeitende schicht zu. ich weiß, das klingt immer gleich herablassend, aber mir fällt keine bezeichnung ein, die nicht gleich wertend wirkt.

AAnon4ymxa1


Sucamedia

Ich wünschte, ich wäre so herrlich normal, dumm und ungebildet, dann ginge es mir besser.

Also ich denke damit, alle Probleme auf eine Hochbegabung zu schieben, macht man es sich zu einfach :-/ Ich möchte nicht bestreiten, dass Intelligente oder Hochbegabte oder wie auch immer man das bezeichnen /definieren mag, tendentiell häufiger zu psychischen Problemen neigen (aus den schon genannten Gründen, wie das Gefühl, anders zu sein, nicht verstanden zu werden, Leistungs- und Erfolgsdruck, mehr Nachdenken.....).

Nur habe ich in meiner Schul- und Studienzeit ein paar wirklich Hochbegabte und "Genies" kennengelernt, die ansonsten völlig normale Menschen waren, ohne deswegen irgendwelche psychischen Probleme zu haben. Andererseits gibt es auch "Durchschnittsbegabte" mit psychischen Problemen. Wobei sicher viel davon abhängt, wie man erzogen wird, mit der Hochbegabung umgegangen wird etc.

Mea Culpa

ich denke gebildetere menschen haben seltener das problem nicht zu wissen, wie sie die nächste monatsmiete bezahlen sollen. man findet viel leichter einen vorübergehend ausreichenden job. und je nach ausbildung stehn einem nunmal alle möglichkeiten offen,

Sicher ist es richtig, dass man mit höherer Bildung auch größere Chancen auf einen (gut bezahlten) Arbeitsplatz hat. Nur die Frage ist, ob einen irgendein gut bezahlter Job zufriedenstellt. Und wie Du selber geschrieben hast, ein Intelligenter ist wahrscheinlich im Unterschied zur Friseuse nicht damit zufrieden, genug für Outfit und vielleicht ein Auto zu verdienen, sondern möchte eine Arbeit, die einen persönlich befriedigt, und nicht nur irgendeinen Job, um sich den Lebensunterhalt und vielleicht einen gewissen Luxus zu verdienen. Und gerade, wenn Du ein bestimmtes ehrgeiziges berufliches Ziel verfolgst, dafür vielleicht viel Geld in Studium, Auslandsaufenthalte und Weiterbildung investierst etc., das eventuell mit Kredit finanzierst.... kann es durchaus Phasen geben, wo das Geld knapp ist. Und da spreche ich aus Erfahrung .....

Oder wenn Deine Begabungen, wie JedTheHumanoid geschrieben hat, im künstlerischen Bereich liegen.

m}ea cxulpa


Sicher ist es richtig, dass man mit höherer Bildung auch größere Chancen auf einen (gut bezahlten) Arbeitsplatz hat. Nur die Frage ist, ob einen irgendein gut bezahlter Job zufriedenstellt.

natürlich nicht, darauf wollte ich gar nicht hinaus. das bezog sich auf die aussage von gwendolynn, dass auch gebildete menschen sich sorgen um die nächste monatsmiete etc. machen müssten und somit dann keine zeit mehr hätten, über den sinn seines lebens nachzudenken.

sDuca,medixca


@ Anonyma1

Nur habe ich in meiner Schul- und Studienzeit ein paar wirklich Hochbegabte und "Genies" kennengelernt, die ansonsten völlig normale Menschen waren, ohne deswegen irgendwelche psychischen Probleme zu haben. Andererseits gibt es auch "Durchschnittsbegabte" mit psychischen Problemen. Wobei sicher viel davon abhängt, wie man erzogen wird, mit der Hochbegabung umgegangen wird etc.

Das stimmt sicherlich. Aber wenn eine Hochbegabung vorliegt und zugleich das Elternhaus nicht stimmt, dann ist eine psychische Erkrankung mehr oder weniger vorprogrammiert.

@ gwendolynn

Warum ist es dir wichtig, wie (ich nehme mal an, für dich völlig unwichtige) Menschen dich behandeln bzw. warum gibst du dich mit ihnen ab?

Ganz einfach weil man sehr oft gezwungen ist, mit Menschen zusammenzusein, die man sich eben NICHT aussuchen kann.

Und was Deine Selbstmitleidstheorie betrifft, so verwehre ich mich dagegen. Ich hatte in so vielen Dingen unendlich Pech und das reflektiere ich jetzt erst in all seinen Auswirkungen. Lass' mich doch mich damit befassen, momentan brauche ich das einfach, um damit klarzukommen und meine Position im Leben zu finden.

@ Mea Culpa+gwendolynn

So einfach ist es nun auch wieder nicht, als gebildeterer Mensch, eine Arbeit zu finden. Da kann einem ein Studium ganz schön im Wege stehen. Ich meine sogar, dass es viel schwerer ist, eine Stelle zu finden. Ja und dass man beim Nachdenken über die Zahlung der nächsten Monatsmiete keine Gelgenheit mehr hat, über andere Dinge nachzudenken ist schlichtweg falsch denn genau da liegt ja das Problem. Der gebildetere Mensch hat dann extrem viel zu denken und das macht ihn anfälliger für eine psychische Erkrankung.

AIno]nyNma1


Ja und dass man beim Nachdenken über die Zahlung der nächsten Monatsmiete keine Gelgenheit mehr hat, über andere Dinge nachzudenken ist schlichtweg falsch denn genau da liegt ja das Problem

Dem kann ich nur zustimmen. Die Tatsache, dass einige Zeit meine beruflichen Ziele u.a. an finanziellen Dingen (Unfähigkeit, mir das dazu nötige Aufbau-Studium leisten zu können) gescheitert sind, hat mich vor zwei Jahren wohl nahe an eine Depression gebracht. Und ich war zu dieser Zeit durchaus erfolgreich, zwar nicht reich, konnte aber von meinem Einkommen gut leben... Nur das alleine macht nicht glücklich.

Na ja, nachdem ich mir dessen bewusst geworden bin, habe ich beschlossen, das Studium trotzdem zu riskieren, selbst auf die Gefahr hin, mich ziemlich zu verschulden.

Womit wir wieder beim Erfolgsdruck sind.... Das Studium habe ich letztes Jahr erfolgreich abgeschlossen (natürlich mit entsprechenden finanziellen Schulden). Ob es sich gelohnt hat und ich meine beruflichen Ziele wirklich erreiche, wird sich wahrscheinlich die nächsten Monate herausstellen.....

Ich meine sogar, dass es viel schwerer ist, eine Stelle zu finden.

Vor allem, wenn man eben nicht mit irgendeiner gut bezahlten Stelle zufrieden ist, sondern ein konkretes (ehrgeiziges) Ziel verfolgt.

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