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Intelligente Menschen = Psychologische Probleme?

s:ucame<dicxa


Ich hatte sogar Schwierigkeiten eine schlecht bezahlte Aushilfsstelle zu finden! Wegen Überqualifizierung. Und wenn ich dann doch eine solche Arbeit fand, wurde ich nach einiger Zeit gemobbt, worunter ich sehr gelitten habe und was mich dann in die Depressionen trieb.

m-ea cfulpa


Vor allem, wenn man eben nicht mit irgendeiner gut bezahlten Stelle zufrieden ist, sondern ein konkretes (ehrgeiziges) Ziel verfolgt.

natürlich, aber während man sich darüber denk kopf zerbricht muss man nicht zwangsläufig stempeln gehn. bei einigen künstlerischen studien oder allzu überlaufenen studien mag das vielleicht schwieriger sein, aber so im allgemeinen fangt man auch mit einem halben studium einiges an.

Asnofnymax1


mea culpa

Nein, natürlich muss man nicht stempeln gehen. Ich hatte (und habe) eine gute Arbeit, die mir noch dazu Spass macht. Nur um meinen Traumberuf / meine Traumstelle zu erreichen, brauchte ich das Aufbaustudium. Und das konnte ich mir von meiner Arbeit nicht leisten. Bzw. es fällt mir schwer, davon meinen Kredit abzuzahlen zu können (hoffnungslos überschuldet bin ich aber auch nicht).

Und das Finanzielle ist etwas, was mich jetzt zusätzlich unter Druck setzt / belastet. Ich würde mich zum Glück als psychisch relativ stabil bezeichnen (hatte auch noch nie wirklich ernsthafte Probleme). Aber ein derartiger Erfolgsdruck ist eben, wie auch in den älteren Beiträgen geschrieben, wohl eine Ursache, dass psychische Störungen unter Intelligenten häufiger anzutreffen sind. Und darum geht es ja wohl in diesem Thread.

Wobei ich selber, wie schon geschrieben, der Meinung bin, dass das nicht zwangsläufig der Fall sein muss bzw. ich dem skeptisch gegenüberstehe, für sämtliche Probleme eine Hochbegabung verantwortlich zu machen.

Agnovnymxa1


Ich denke, dieser am Anfang dieses Threads gepostete Beitrag beschreibt meine derzeitige Situation ganz gut

Was ich damit sagen möchte ist, dass es nicht die Intelligenz ist die diese Menschen (ich gehöre auch zu dieser Bevölkerungsgruppe) anfälliger für psychische Probleme macht sondern schlicht und ergreifend der hohe Erwartungsdruck und die die daraus nicht selten drakonischen Konsequenzen die aus einem ganz normale menschlichen Versagen heraus (Aufregung, Black Out, Kopfschmerzen etc.) entstehen können.

Ich habe Gott sei dank bisweilen keine solchen Probleme und hoffe auch, dass es mich nie erwischt. Dass eine gewisse Gefährdung besteht, dem bin ich mir jedoch sehr bewusst.

sHuccamwedixca


Nein, ich glaube, dass intelligente Menschen einfach per se eher zu psychischen Problemen neigen.

g]wendodlxynn


@ sucamedica

Ganz einfach weil man sehr oft gezwungen ist, mit Menschen zusammenzusein, die man sich eben NICHT aussuchen kann.

Sicher kann man sich Chefs, Arbeitskollegen oder Studienkollegen nicht aussuchen. Aber das geht schließlich jedem so. Wenn ich merke, dass mir jemand, dem ich nicht aus dem Weg gehen kann, unsympathisch ist oder einen miesen Charakter hat, lass ich ihn nach Möglichkeit links liegen und rede auf der Arbeit etc. eben nur noch das Nötigste mit ihm und schon gar nicht über Privates. Die Leute merken dann schon, dass man kein Interesse an ihnen hat ....

gRw\end[olyxnn


sry, vergessen, noch eine Frage an sucamedica: Was meinst du damit, dass dich weniger intelligente Menschen hässlich behandeln? Hinter deinem Rücken schlecht über dich reden? Das sind die Sachen, die ich meine, wo man drüberstehen sollte ....

gTwendbolyxnn


@ mea culpa

ich denke gebildetere menschen haben seltener das problem nicht zu wissen, wie sie die nächste monatsmiete bezahlen sollen. man findet viel leichter einen vorübergehend ausreichenden job. und je nach ausbildung stehn einem nunmal alle möglichkeiten offen,

Das glaubst du in der heutigen Zeit wirklich?

mKeaf cuzlpxa


ich sag ja auch 'seltener', nicht 'nie'. aber in meinem umfeld wüsst ich grad keinen, der nicht schon vor abschluss eines studiums im büro, als programmierer, bei ausgrabungen oder dergleichen irgendwas finden würde. wohingegen meine beiden freundinnen mit schlechterer ausbildung (einzelhandelkaufmannslehre) arbeitslos sind oder putzen gehen.

falls sich dein kommentar auf die aussage mit 'alle möglichkeiten offen' bezieht: solche studien gibts durchaus noch, wo kaum einer beim abschluss nicht schon jobangebote hat. wo man wirklich wählen kann, was man gerne machen würde...

g7wendJolxynn


@ mea culpa

Wenn das tatsächlich so ist, freut mich das eigentlich total .... bin zwar selbst schon wesentlich älter, aber für die Studenten freut es mich, dass es so ist ....

Was die Einzelhandelskaufmannslehre betrifft, so wird das wohl eher daran liegen, dass solche Berufe total überlaufen sind und 200 Bewerber auf eine Stelle kommen - weniger an der schlechten Ausbildung oder der Intelligenz.

mCea& culgpa


naja ich verbinde das schon mit der ausbildung, sie sind dadurch sehr auf diesen beruf festgelegt. techniker oder bwler sind z.b. deutlich vielseitiger einsetzbar. ich möchte die ausbildung nicht zwangsläufig mit der intelligenz gleichsetzen, denke aber, dass intelligente menschen auch nach möglichkeit versuchen, sich weiterzubilden und ihre chancen zu verbessern. besagten zwei freundinnen haben die lehre seinerzeit mit der begründung gewählt, dass sie nicht mehr lernen wollen, was für mich absolut nicht nachzuvollziehen war.

sJucam8ekd?iZcxa


@ gwendolynn

Sicher kann man sich Chefs, Arbeitskollegen oder Studienkollegen nicht aussuchen. Aber das geht schließlich jedem so. Wenn ich merke, dass mir jemand, dem ich nicht aus dem Weg gehen kann, unsympathisch ist oder einen miesen Charakter hat, lass ich ihn nach Möglichkeit links liegen und rede auf der Arbeit etc. eben nur noch das Nötigste mit ihm und schon gar nicht über Privates. Die Leute merken dann schon, dass man kein Interesse an ihnen hat ....

Ich mache es doch auch nicht anders und trotzdem ist das für mich eine belastende Situation, besonders wenn der Andere immer wieder blöde Kommentare in meine Richtung abgibt und nicht bereit ist, in einem Vieraugengespräch zu klären, dass solch ein Verhalten einfach nicht akzeptabel ist.

Was meinst du damit, dass dich weniger intelligente Menschen hässlich behandeln? Hinter deinem Rücken schlecht über dich reden? Das sind die Sachen, die ich meine, wo man drüberstehen sollte ....

Tja, ich kann da halt nicht drüberstehen, dazu bin ich psychisch einfach nicht stabil genug und es ist leicht zu behaupten, dass man das können müsse wenn man solche Probleme nicht hat. Ich bin von weniger intelligenten Menschen schon auf die verschiedenste Art hässlich behandelt worden. Man unterstellt mir Überheblichkeit, lacht über mich und mobbt mich am Arbeitsplatz. Ist Dir das als Antwort genug? Oder soll ich noch ein paar "nette" Details wiedergeben?

A/nfonjymax1


Tja, ich kann da halt nicht drüberstehen, dazu bin ich psychisch einfach nicht stabil genug und es ist leicht zu behaupten, dass man das können müsse wenn man solche Probleme nicht hat

Natürlich ist das nicht immer einfach. Und kann man sich selber nicht auf Knopfdruck ändern. Nur bezweifele ich eben, dass die Ursache dafür alleine Deine Hochbegabung oder Intelligenz ist. Bwz. dass überdurchschnittlich intelligente Menschen automatisch psychisch labil sind. Und es werden auch nicht überdurchschnittliche Menschen am Arbeitsplatz gemobbt.

Ich bin von weniger intelligenten Menschen schon auf die verschiedenste Art hässlich behandelt worden.

Auch hier würde ich sagen, dass es nicht nur weniger intelligente Menschen sind, die andere schlecht behandeln. Ich habe eine Kollegin (also auf freiberuflicher Basis), die ich durchaus für überdurchschnittlich intelligent halte. Und die bereit ist, über Leichen zu gehen, um ihre Ziele zu erreichen, und dabei nicht davor zurückschreckt, andere schlechtzureden und fertigzumachen (einschließlich mich zu Beginn meiner Tätigkeit.....). Im Studium hatte ich eine hochbegabte Mitstudentin, die ich ebenfalls dieser Kategorie zugeordnet hätte, und mit der ich deswegen nicht mehr zusammen war, als nötig.....

Wie ich andere behandele, ob ich eher psychisch stabil oder labil bin, ob ich sensibel bin oder nicht etc. hat also nicht unbedingt was damit zu tun, wie "intelligent" ich bin. Nicht jeder Hochbegabte oder überdurchschnittlich Intelligente ist automatisch überdurchschnittlich sensibel (und deswegen anfälliger für psychische Probleme). Und es sind nicht nur "Weniger Intelligente", die andere schlecht behandeln, sondern es gibt genügend überdurchschnittlich Intelligente, die das auch tun.

Afno)nymxa1


Sucamedia

Womit ich ja wie schon geschrieben nicht grundsätzlich bestreiten will, dass intelligente Menschen vielleicht etwas öfter an psychischen Erkrankungen leiden. Sei es auf Grund des Gefühls, anders zu sein / nicht verstanden zu werden, oder auf Grund des erhöhten Drucks.

Kommt ich vielleicht falsch rüber, nur Deine Beiträge hören sich für mich so an "Ich bin hochbegabt, und deswegen behandeln mich andere (weniger intelligente) Menschen schlecht, deswegen werde ich gemobbt, deswegen finde ich keine Arbeit, deswegen habe ich Depressionen .....

Also an allen Deinen Problemen sind entweder Deine Hochbegabung bzw. die anderen ("minder intelligenten", die damit nicht umgehen können) schuld :-/

Und damit denke ich machst Du es Dir zu einfach. Wie schon geschrieben, Mobbing und allgemein der Charakter eines Menschen oder auch soziale und emotionale Kompetenz hat nicht unbedingt was mit unter- oder überdurchschnittlicher Intelligenz (im Sinne eines niedrigen / hohen IQ) zu tun.

f1unkxel


Unintelligente Menschen sind viel leichter Reizbar, fühlen sich leicht angegriffen und nehmen eher etwas persönlich. Nach meinen Erfahrungen haben mittelmässig intelligente sowie etwas dümmliche Menschen die meisten Probleme. Ist man klug genug, kann man oft mit auftretenden Schwierigkeiten entsprechend umgehen.

Intelligenz hat übrigens absolut überhauptnichts mit einem Schul- oder Uniabschluss zu tun! Ich kenne genauso kluge ohne jeglichem Abschluss oder mit Lehre, wie saudumme Leute mit Akademischer Ausbildung (Die einfach auf einem bestimmten Gebiet halbwegs begabt sind und sich durchgekämpft haben).

Was ich allerdings auch beobachtet habe ist, dass sich Menschen mit psychischen Problemen meistens für besonders intelligent halten. Unabhängig davon ob sie es wirklich sind oder nicht. Das kommt aber meistens daher, dass sie über bestimmte Themen anders nachdenken als ihre Mitmenschen, ob das nun ein klügeres Nachdenken ist, ist schwer zu beurteilen.

Allerdings ist bei psychischen Problemen die emotionale Intelligenz vermutlich wichtiger als die "klassische".

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