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Einsam traurig

b6ierVpuddinxg hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

kennt ihr das wenn ihr euch total tot in euch fühlt?

So einsam und alleine als würde die Welt um euch existieren aber ihr seid ein Geist und alles zieht an euch vorbei?

Ich hab gerade das Gefühl nichts passt mehr....

Ich bin seit knapp einem halben Jahr nach einer langen Beziehung getrennt und leider häng ich noch sehr an ihm... wobei er das alles ziemlich gut wegsteckt....

Dann hab ich das Gefühl das teils meine Freunde gar nicht meine Freunde sind oder einfach nicht mehr zu mir passen... ich kann nicht mehr mit ihnen reden, jedenfalls nicht darüber wie schlecht es mir geht und warum...

Überhaupt wenn ich unter Leuten bin hab ich mein Happy-Sunshine-Image...

Natürlich rutscht mal ein bisschen vom schwarzen Loch durch aber richtig merken tut keiner was ...

Es heißt nur immer das ich so stark bin , wie leicht ich entscheiden kann und wie gut ich meine Ziele verfolgen kann, wie einfach doch mein Leben ist ...

Dabei stimmt nichts von dem allen...

Ich könnte so oft heulen...

Vermisse jemand der mich einfach in den Arm nimmt und tröstet...

Langsam hab ich auch Angst das ich in ein Depressionsloch gefallen bin...

Kennt jemand das ?

Antworten
rVoterDmohxn


Hallo

diese Gefühle kennt ich auch, wo tiefgreifende Veränderungen im Leben stattgefunden haben und man selber noch nicht so richtig mit der neuen Situation fertig wird. Der Verstand sagt, dass alles schon vorbei ist, aber Deine Gefühle täuschen sich nicht, wenn Du angst hat hier noch tiefer abzurutschen.

Überhaupt wenn ich unter Leuten bin hab ich mein Happy-Sunshine-Image...

Ja, das ist die Schwierigkeit für Dich, dass Du Dich sehr stark und lustig nach außen gibst, was aber nicht Deinem inneren Zustand entspricht. Doch zeigst Du dich denn auch so wie Du wirklich bist?

Hast Du schon mal versucht Dich mit all den Gefühlen zu zeigen, außer in einer Partnerschaft? Ich denke nicht, da tun wir uns alle schwer, denn wenige wollen im Grunde ihre Verletzlichkeit zeigen. Ist auch verständlich.

Ich kann Dich sehr gut verstehen, denn die Zeit der Trauer über die Trennung ist für Dich noch nicht zu ende. Wie lange so etwas braucht, ist ganz verschieden.

Jetzt bist Du aber der Situation nicht hilflos ausgeliefert. Du kannst solltest jetzt für Dich selber sorgen und zwar für den Teil in Dir, der sich nach dem Angenommensein sehnt, nach Zuneigung und Tröstung. Hast Du schon mal was von der Arbeit mit dem inneren Kind gehört? Dies ist jetzt in Deiner Lage vielleicht eine Hilfe, denn das was wir im Außen suchen haben wir alle in uns, wir müssen es nur zulassen und darauf einlassen. Es gibt da ein sehr gute Buch, mit dem Du arbeiten kannst und was sehr auf die Praxis bezogen ist.

Das Buch welches ich meine, ist von A.Samuels / E. Lukan : Im Einklang mit dem inneren Kind, Ein meditativer Weg zu sich selbst. Ist aus meiner Sicht nicht so Kopflastig, sondern hauptsächlich eine Arbeitsanleitung. 9€.

Die Abwendung von manchen Freunden kann auch deren eigener Schutz sein, um durch Dich nicht an eigene Gefühle erinnert zu werden. Freu Dich über die welche Dir bleiben, denn dies sind die Richtigen.

Wie Dein ehemaliger Freund das "weg steck" siehst Du auch nur von außen, oder weißt Du wirklich wie es in ihm aussieht?

Ich wünsch Dir noch viel Kraft für die kommende Zeit und versuch mal zu Dir selber zu kommen. :)* :)* :)*

Lg

GwalaCxxi


Kennt jemand das ?

ja ich kenne so etwas, sehr gut, mir geht es ähnlich wie dir. Die Leere in einen selbst, die Einsamkeit die einen auf frisst. Man hat nicht mehr die selbe Kraft wie eins. Auch ich bin alleine, nach 21 Jahre Ehe, einer Beziehung steht man vor einen großen Scherbenhaufen.

Da kommt noch die neue Umgebung hinzu, nichts ist einen vertraut, fühlt sich verloren.

Ich bin ein Seemann auf großer Fahrt, reiße das Steuerrad gegen den Wind, der Sturm ist heftig, ein Gewitter ist über mir, es donnert, blitzt, der Regen peitscht mir ins Gesicht.

Aber ich lasse nicht los, ich halte ganz tapfer immer noch mein Steuerrad fest und lenke dagegen.

Und irgendwann, komme ich ans Ziel. Wohl ist es dann eine kleine Insel, die ich nach und nach aufbauen kann, mich ernähen und bestimmt eine Schatztruhe finde.

Dieser kleine Reichtum, verschafft mir dann ein weiteres Ziel, ich kann die Schätze eintauschen, denn ganz alleine ist keiner auf der Welt, oder ich kann sie mit jemanden den ich als Freund schätze auch teilen.

Um so mehr ich mir Ziele setze, fühle ich mich sicherer und geborgener und kann wieder freier leben.

Doch der Sturm auf hoher See zieht noch nicht vorüber, ich kämpfe und ich weiß irgendwann hat sich die ganze Sache gelohnt.

Verliere du auch nie den Mut, sei stark wie eine ganze Mannschaft auf hoher See, du wirst auch wieder Land finden, halte ausschau! :)*

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